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Messerangriff in Hamburg: Polizeigewerkschaft fordert Änderung des Datenschutz und Aufweichung der ärtzlichen Schweigepflicht für psychisch Kranke

Hallo Ihr Lieben,
es wundert mich, dass hier noch keiner einen Thread zu diesem Thema aufgemacht hat.
Ich war ehrlich gesagt ziemlich entsetzt über diesen erst einmal sehr lapidar in den Raum gestellten Vorschlag. Dazu noch eine engmaschigere Überwachung von bereits gewalttätig gewordenen psychisch Erkrankten.

Was meint ihr dazu?
Ich bin sehr für eine extrem strenge Überwachung solcher Leute. Wir muten der Zivilgesellschaft viel zu viel zu und hängen Einzelinteressen viel zu hoch.
 
Für psychisch Kranke im Allgemeinen: Dagegen
Für bereits gewalttätig gewordene Menschen: Dafür mit Sternchen

Genau.
Psychisch krank ist nicht gleichzusetzen mit "gewaltbereit".

In einigen...wenn nicht sogar den meisten Fällen...waren die Täter schon vorher auffällig und wurden als aggressiv wahrgenommen.

Darüber hinaus müssen Social Media Kanäle kritischer beäugt werden. Es kann nicht sein, dass man irgendwelchen Internet Trollen das SEK nach Hause schickt und denen die Hölle heiß macht, weil sie Politiker beleidigen, bei radikalen Spinnern mit kruden Glaubensausrichtungen aber keinen Handlungsbedarf sieht...LOL.
 
Für psychisch Kranke im Allgemeinen: Dagegen
Für bereits gewalttätig gewordene Menschen: Dafür mit Sternchen
Mir macht das Angst. Erst könnte es heißen, bereits gewalttätig gewordene Menschen seien davon betroffen und irgendwann könnte es aufgeweicht werden in grundsätzlich alle Menschen mit psychischer Krankheit. So was finde ich sehr gefährlich und befürchte, dass man alsbald Melderegister einführen könnte.

Sind denn die letzten Gewalttäter, die auffällig wurden, vorher als psychisch krank bekannt gewesen. Die meisten wohl nicht, bis auf die Frau in Hamburg. Hätte man sie lebenslang einsperren müssen?
 
@noname21
Mir macht es auch Angst, obwohl ich selbst nicht betroffen bin. Wer entscheidet, ob ein psychisch kranker Mensch, gewalttätig ist oder nicht, wenn er vorher nicht auffällig geworden ist? Hat für mich die Anmutung, dass eventuell alle psychisch Erkrankten erst einmal unter Generalverdacht kommen.
Das hatten wir schon mal. Brauchen wir nicht wieder.
 
Statt den Datenschutz auszuhebeln oder die ärztliche Schweigepflicht aufzuweichen, sollten wir uns endlich der eigentlichen Baustelle widmen: der chronischen Unterversorgung im Bereich der psychischen Gesundheit. Was langfristig hilft, ist nicht mehr Kontrolle, sondern bessere Betreuung. Der Mangel an Therapeuten und Klinikplätzen führt dazu, dass Menschen gar nicht oder nicht ausreichend behandelt werden - oder zu früh entlassen werden, weil das Bett schon für den nächsten gebraucht wird.
 
Statt den Datenschutz auszuhebeln oder die ärztliche Schweigepflicht aufzuweichen, sollten wir uns endlich der eigentlichen Baustelle widmen: der chronischen Unterversorgung im Bereich der psychischen Gesundheit. Was langfristig hilft, ist nicht mehr Kontrolle, sondern bessere Betreuung. Der Mangel an Therapeuten und Klinikplätzen führt dazu, dass Menschen gar nicht oder nicht ausreichend behandelt werden - oder zu früh entlassen werden, weil das Bett schon für den nächsten gebraucht wird.
Wo willst Du das alles herzaubern und wer finanziert es, die Allgemeinheit mal wieder? Und was ist mit denen die zwar therapiert werden aber bei denen es nicht anschlägt, oder denen die eine Therapie verweigern? Mit Zwangsmaßnahmen ist man bekanntlich ziemlich zögerlich, aber längst nicht alle Patienten sind einsichtsfähig.

@noname21
Mir macht es auch Angst, obwohl ich selbst nicht betroffen bin. Wer entscheidet, ob ein psychisch kranker Mensch, gewalttätig ist oder nicht, wenn er vorher nicht auffällig geworden ist?
Ich schätze, daß die meisten davon vorher schon auffällig wurden, aber außer dem engsten unmittelbar betroffenen Kreis (Angehörige, belästigte Dritte und die ggf. zugezogene Polizei) weiß niemand davon was, denn es gibt ja kein Melderegister für derartige Fälle. Das kommt immer erst hinterher raus wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, daß die Person wiederholt gegen Angehörige oder Fremde auf der Straße ausfällig oder gewalttätig wurde so daß man eigentlich hätte wissen müssen, das ist eine tickende Zeitbombe. Vor allem innerhalb von Familien wird sehr viel kaschiert und verschwiegen.
 
Ich schätze, daß die meisten davon vorher schon auffällig wurden, aber außer dem engsten unmittelbar betroffenen Kreis (Angehörige, belästigte Dritte und die ggf. zugezogene Polizei) weiß niemand davon was, denn es gibt ja kein Melderegister für derartige Fälle.
Was schlägst du denn vor? Sollte es so ein Melderegister geben für "derartige Fälle"? Oder sollten direkt an den Pranger gestellt werden?
 
Wo willst Du das alles herzaubern und wer finanziert es, die Allgemeinheit mal wieder? Und was ist mit denen die zwar therapiert werden aber bei denen es nicht anschlägt, oder denen die eine Therapie verweigern? Mit Zwangsmaßnahmen ist man bekanntlich ziemlich zögerlich, aber längst nicht alle Patienten sind einsichtsfähig.


Ich schätze, daß die meisten davon vorher schon auffällig wurden, aber außer dem engsten unmittelbar betroffenen Kreis (Angehörige, belästigte Dritte und die ggf. zugezogene Polizei) weiß niemand davon was, denn es gibt ja kein Melderegister für derartige Fälle. Das kommt immer erst hinterher raus wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, daß die Person wiederholt gegen Angehörige oder Fremde auf der Straße ausfällig oder gewalttätig wurde so daß man eigentlich hätte wissen müssen, das ist eine tickende Zeitbombe. Vor allem innerhalb von Familien wird sehr viel kaschiert und verschwiegen.
Und wir gehen sehr restriktiv mit dem Thema "Zwangstherapie" um, was ich zu großen Teilen auch verstehen kann (plus mangelnde Plätze). Dennoch finde ich es wichtig ein Augenmerk auf Gewalttäter mit psychischer Grunderkrankung zu legen.
Ich glaube nich, dass dadurch psychische Grunderkrankung mit Gewalttätigkeit gleichgesetzt wird. Das Thema ist bereits hinreichend bekannt.
Die Gewerkschaft fordert neben der Aufweichung, auch einige andere Punkte, die sicherlich diskussionswürdig sind, aber auch die betroffene Person und die Mitmenschen schützen könnte.
 
Außerdem glaube ich, daß es schon mal einem Thread zu diesem Thema gegeben hat anläßlich eines anderen Angriffs.
Und wie damals schreibe ich hier noch mal, wenn die Bevölkerung sich nicht mehr sicher fühlen kann weil diese Art von Angriffen immer häufiger wird, dann muß sie darauf einstellen und sich im Ernstfall selber helfen - denn die Polizei ist selten sofort vor Ort.
Nicht nur Polizisten haben das Recht, in Notwehr notfalls auch tödliche Gewalt anzuwenden, das darf man nie vergessen. Aber da kaum einer von uns im Alltag eine Pistole mit herumschleppen wird, sollte man sich mental darauf vorbereiten alles was man in die Finger bekommen kann, als Waffe zu verwenden, wenn man nicht schnell weglaufen kann oder auch will - denn wer wegläuft läßt andere hinter sich zurück, die dann an seiner Stelle zum Opfer werden könnten, auch das darf man wieder nicht vergessen. Wer gern sein "Gewissen" vorschiebt, sollte sich überlegen, ob er es später damit vereinbaren kann, sich selbst zu retten und dafür andere der Gefahr zu überlassen. Dem Amokläufer ist es egal wen er abstechen kann, Hauptsache leichte Beute.
 
Ergänzung: und deshalb wäre so ein Register für bereits auffällig gewordene Gewalttäter und solche die generell zu Gewalt neigen, eine notwendige Sache. Sonst ist früher oder später das Geschrei der "Gutmenschen" groß, wenn die Bevölkerung sich nämlich tatsächlich selber hilft und die Angreifer ins Gras beißen. Wenn die Polizei immer häufiger schießen muß, ist der Schwarze Peter ohnehin immer bei der Polizei, die gewissen politisch links gepolten Kreisen immer noch nach wie vor als größerer Feind gilt als Amokläufer oder Kriminelle.
 

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