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Mein Freund ist in Haft

S

SandraMino

Gast
Guten Abend,
das Thema ist schmerzhaft und löst bei anderen viele Gefühle aus. Ich habe das Gefühl, dass ich alleine damit, obwohl ich natürlich weiß, dass das nicht so ist.
Er fehlt mir so sehr. Ich kann mit niemandem reden. Ich habe Sorge, dass sich das auf meine Arbeit auswirkt. Ich möchte ihn so gerne sehen oder mit ihm reden, aber das geht zur zeit nicht.
Wie geht man damit um? Wie stellt man sich richtig auf? Der bürokratische Aufwand ist beachtlich und ich habe daneben so viel zu tun, dass ich das Gefühl habe zu zerbrechen. Er ist seit 3 Monaten weg und ich weiß nicht, wie lange das noch so geht. Alles wirkt so willkürlich. Jetzt wurde der Besuchstermin einfach abgesagt. Ohne Chance ihn nachzuholen. Ich weiß nicht wohin mit mir. Ich weine ständig, aber manchmal kommt nichts mehr raus. Ich kann nicht mehr.
Hat jemand Erfahrung? Ich habe mir vorher nie Gedanken darum gemacht, wie es den Menschen geht, die außerhalb der Mauern warten müssen. Irgendwie sind sie ja mit bestraft.
 
G

Gelöscht 118450

Gast
Es gibt noch kein Urteil. Laut Anwalt könnte die Verhandlung in 3-9 Monaten beginnen. Ich habe Kontakt zu seiner Mutter. Seine Brüder sind desinteressiert.
Ich schreibe meinem Freund Briefe. Aber die werden gelesen. Es ist nicht sehr vertraulich.
 
M

manuela 11

Gast
Wegen Corona sind die Besuchszeiten wohl eingeschränkt.

Du hast doch Kontakt zu seiner Mutter. Weiß sie mehr?

Warum ist er in U-Haft?
 

Q-cumber

Aktives Mitglied
Liebe @SandraMino,

nicht genau zu wissen, wann überhaupt die Verhandlung stattfindet und was am Ende für ein Urteil dabei herauskommt macht es natürlich im Moment noch härter...!
Du weißt ja gerade gar nicht, auf was Du Dich innerlich einstellen musst.

Da auch die Gerichte und Staatsanwaltschaften immer wieder Covid-Ausbrüche zu verzeichnen haben, werden aktuell häufig Verhandlungen verschoben.
Die Haftanstalten (vor allem Untersuchungsgefängnisse) sind auch immer wieder von Corona-Ausbrüchen geplagt und dann werden natürlich sofort alle genehmigten Besuche abgesagt.

Alles in allem viel Ungewissheit, die natürlich schwer auszuhalten ist.

Hast Du denn irgendeine enge Bezugsperson, die ein bisschen für Dich da ist und bei der Du Dich aussprechen kannst? Weiß Dein Arbeitgeber, was gerade bei Dir los ist oder verheimlichst Du das aus Angst vor bösem Gerede?
Für mich klingt es so, als ob Du ein paar Tage Ruhe zu Hause brauchst.
Und danach eine feste Struktur im Alltag mit angenehmen Aktivitäten, um ein bisschen Kraft zu tanken und nicht zu viel zu grübeln.

Evtl. kann Dir ein Forum für Angehörige von Häftlingen wertvollen Austausch liefern - solche Foren gibt es. Schau Dich mal um.

Alles Gute
 

Insta

Sehr aktives Mitglied
Hat jemand Erfahrung? Ich habe mir vorher nie Gedanken darum gemacht, wie es den Menschen geht, die außerhalb der Mauern warten müssen. Irgendwie sind sie ja mit bestraft.
Vielleicht sollten die Menschen ausserhalb der Mauern sich mal Gedanken machen und das nicht als Strafe, sondern als Chance sehen.

Wenn meine Partnerin (wenn es berechtigt ist) lange im Gefängnis ist, würde ich mich ständig fragen ob das die passende Partnerin ist. Da solltest Du auch mal ansetzen.
 

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