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Mein Partner und seine platonische gute Freundin

Hallo, ich würde euch gerne mal um Rat fragen. Nach meiner Trennung Anfang 2025 nach vielen Jahren Beziehung habe ich nun seit Kurzem (2 Monate) wieder einen Partner (41). Er tut sehr viel für mich und wirkt auch sehr "committed", aber eine Sache stört mich dennoch. Er ist relativ eifersüchtig und ich habe wegen ihm schon einige meiner losen Männerkontakte gekappt, was ich auch nicht schlimm fand, es waren ja keine guten Freunde, sondern Bekannte.

Er hat da aber diese eine platonische Freundin, für die er offenbar die Rolle als unbezahlter Therapeut übernommen hat. Er ist auch mit ihrem Mann befreundet schon seit vielen Jahren und in deren Ehe läuft es wohl nicht mehr richtig. Sie erzählt bzw. schreibt meinem Partner sehr viel und es geht offenbar immer um ihre Eheprobleme und dass sie und ihr Mann seit Jahren keinen Sex haben.

Am Anfang habe ich nicht viel dazu gesagt, aber allmählich beginnt es mich wirklich zu stören. Andauernd sehe ich ihren Namen auf seinem Handydisplay aufleuchten und er erzählt mir dann auch immer wieder, "Melli hat sich hierüber beschwert, Melli hat sich darüber beschwert, bei Melli und Andreas läuft es wohl immer noch nicht gut" etc.

Abgesehen davon, dass ich diese Personen nicht kenne, finde ich es sehr befremdlich, dass mein Partner sich mit einer anderen Frau über ihre Sexprobleme unterhält.

Ich habe ihn auch schon darauf angesprochen und habe in diesem Zuge auch erwähnt, dass ich den Kontakt zu anderen Männern ja auch wegen der Beziehung erheblich reduziert habe, weil ihn das gestört / verunsichert hat. Er sagte dann zu mir, das wäre ja was komplett anderes, die Frau sei eine langjährige Freundin und er fände es völlig legitim, dass sie mit ihm über solche Probleme spricht. Ich könne das seiner Meinung nach nicht mit den ganzen "Notgeilen" vergleichen, mit denen ich hin und wieder Kontakt über WhatsApp hatte.

Ich sehe das dennoch etwas anders. Ich habe für ihn dahingehend einige "Opfer" gebracht, weil ich nicht wollte, dass er sich Gedanken macht und er nimmt mich nicht ernst und vermittelt mir quasi, ich würde übertreiben, er fände solche Gespräche legitim und macht eben weiter damit - ungeachtet der Tatsache, dass mich diese Frau bzw. die Kommunikation zwischen ihm und ihr verunsichert.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Übertreibe ich?
 
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Mir auf keinen Fall Kontakte nehmen lassen bzw. diese aus Rücksichtnahme einstellen. Bekannte sind keine Bedrohung für deine Beziehung, denn wenn das der Maßstab ist wirst du bald niemanden mehr haben. Männer sind "notgeil" und Frauen haben, das wirst du bald auch noch hören, einen negativen Einfluss auf dich.

Umgekehrt lässt sich dein Partner die sexuellen Probleme seiner Freundin erklären. Bestimmt nur um ihr zu helfen, denn er ist natürlich nicht "notgeil". Ich kann mir jetzt schlecht vorstellen, was er da für eine Hilfe sein soll.
 
Er ist auch mit ihrem Mann befreundet schon seit vielen Jahren und in deren Ehe läuft es wohl nicht mehr richtig. Sie erzählt bzw. schreibt meinem Partner sehr viel und es geht offenbar immer um ihre Eheprobleme und dass sie und ihr Mann seit Jahren keinen Sex haben.

Ich finde es seltsam, denn wenn ich Beziehungsprobleme hätte, würde ich eher keinen gemeinsamen Freund da reinziehen.

Weiß ihr Mann überhaupt, dass sie so viel mit deinem Freund über die Beziehungsprobleme spricht?
 
Hallo, ich würde euch gerne mal um Rat fragen. Nach meiner Trennung Anfang 2025 nach vielen Jahren Beziehung habe ich nun seit Kurzem (2 Monate) wieder einen Partner (41). Er tut sehr viel für mich und wirkt auch sehr "committed", aber eine Sache stört mich dennoch. Er ist relativ eifersüchtig und ich habe wegen ihm schon einige meiner losen Männerkontakte gekappt, was ich auch nicht schlimm fand, es waren ja keine guten Freunde, sondern Bekannte.

Er hat da aber diese eine platonische Freundin, für die er offenbar die Rolle als unbezahlter Therapeut übernommen hat. Er ist auch mit ihrem Mann befreundet schon seit vielen Jahren und in deren Ehe läuft es wohl nicht mehr richtig. Sie erzählt bzw. schreibt meinem Partner sehr viel und es geht offenbar immer um ihre Eheprobleme und dass sie und ihr Mann seit Jahren keinen Sex haben.

Am Anfang habe ich nicht viel dazu gesagt, aber allmählich beginnt es mich wirklich zu stören. Andauernd sehe ich ihren Namen auf seinem Handydisplay aufleuchten und er erzählt mir dann auch immer wieder, "Melli hat sich hierüber beschwert, Melli hat sich darüber beschwert, bei Melli und Andreas läuft es wohl immer noch nicht gut" etc.

Abgesehen davon, dass ich diese Personen nicht kenne, finde ich es sehr befremdlich, dass mein Partner sich mit einer anderen Frau über ihre Sexprobleme unterhält.

Ich habe ihn auch schon darauf angesprochen und habe in diesem Zuge auch erwähnt, dass ich den Kontakt zu anderen Männern ja auch wegen der Beziehung erheblich reduziert habe, weil ihn das gestört / verunsichert hat. Er sagte dann zu mir, das wäre ja was komplett anderes, die Frau sei eine langjährige Freundin und er fände es völlig legitim, dass sie mit ihm über solche Probleme spricht. Ich könne das seiner Meinung nach nicht mit den ganzen "Notgeilen" vergleichen, mit denen ich hin und wieder Kontakt über WhatsApp hatte.

Ich sehe das dennoch etwas anders. Ich habe für ihn dahingehend einige "Opfer" gebracht, weil ich nicht wollte, dass er sich Gedanken macht und er nimmt mich nicht ernst und vermittelt mir quasi, ich würde übertreiben, er fände solche Gespräche legitim und macht eben weiter damit - ungeachtet der Tatsache, dass mich diese Frau bzw. die Kommunikation zwischen ihm und ihr verunsichert.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Übertreibe ich?

Als erstes würde ich sicher nicht meine Kontakte aufgeben, nur weil ich einen Mann kennen lerne, mit dem sich eine Partnerschaft entwickeln könnte. Es geht ja nicht darum, dass du als Single verschiedene Männer gedatet hast, sondern es sind Bekanntschaften, die dir aus verschiedenen Gründen wichtig sind.

Ich finde es auch nicht schlimm, wenn ein Mann eine langjährige weibliche Bekannte hat, die in gewissen Fragen gerne mal die Männersicht hört.

ABER: dass sie ständig schreibt und gar keine Rücksicht darauf nimmt, dass er ja am Abend auch mal Paarzeit mit dir hat, finde ich befremdlich und unnormal.

Sie können sich ja austauschen, wie Freunde das so tun, aber den ganzen Abend ping pong hin und her schreiben, ist too much.

Ihr werdet nach den paar Wochen ja noch nicht zusammen wohnen und seid quasi in der Verliebtheitsphase....

Wenn er dir dann bei den Verabredungen nicht die volle Aufmerksamkeit schenkt, sondern ständig mit dieser dubiosen Freundin schreibt, würde ich wahrscheinlich einfach fragen, ob er nicht hinfahren will, wenn sie scheinbar einen Notfall hat....

Und am nächsten Abend hätte ich dann was abgemacht und keine Zeit.

So würde ich mich niemals einschränken lassen und gleichzeitig dulden sollen, dass er zwar neben mir sitzt, aber gedanklich eigentlich bei jemand anders.
 
Hallo!

Ich kann mich eigentlich nur anschließen.

Er hat kein recht, dir vorzuschreiben, ob du Bekannte hast, mit denen du dich auch mal treffen möchtest. Er ist dir wichtig, er ist dein Partner, aber für seine Eifersucht den Kontakt zu anderen Leuten einstellen, ist in meinen Augen zu viel.
Und bringt auch nichts, denn wenn starke Eifersucht sein Problem ist, wird er immer eine Person finden, auf die er das anwenden kann.
Sind es nicht die männlichen Bekannten, sind es vielleicht bald mal Arbeitskollegen. Oder jemand aus deiner Familie.

Das Problem sind und waren nicht deine männlichen Bekannten, das Problem ist seine Eifersucht.

Dass du seine "Beziehung" zu dieser platonischen Freundin merkwürdig findest, ist doch normal. Natürlich "darf" er eine solche platonische Freundin haben. Aber dass sich so dermaßen viel um sie dreht, das ist nicht normal. Und es passt auch absolut nicht dazu, dass er dir gegenüber eifersüchtig ist, bei sich selbst aber andere Maßstäbe ansetzt.

Alles Gute!
 
Es ist immer das Selbe.
Sobald man eine Beziehung eingeht, soll man langjährige Kontakte der Beziehung zuliebe einschränken oder plötzlich mit eben diesen über andere Themen kommunizieren.

Traurig, aber wahr.
 

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