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Mein Freund ist gestorben

Hallo, ihr Lieben alle!
Danke für alles, das ihr schreibt.
Seit dieses Jahr angefangen hat, werde ich jeden Tag mutloser.
Ich trinke aber tagsüber nicht mehr, dafür nachts, weil ich bevor es hell wird, trotz Schlaftablette und Alk mich nicht einschlafen traue.
Tagsüber liege ich im Bett, bis mich etwas zwingt, aufzustehen.
Und das wird jeden Tag schwerer, die Rechnunge häufen sich wieder ungeöffnet, das ist schrecklich, aber ich schaff nichts,
obwohl ich doch so viele Gründe habe, mich nicht aufzugeben,
aber trotzdem fühle ich mich so grausam verlassen und allein,
das tut so weh, und fängt mit dem Aufwachen an und hört mit dem Einschlafen morgens auf.
So gehts nicht lang weiter,
aber ich weiß nicht, wie es weiter geht.
Und ich habe Angst, den Glauben zu verlieren, daß alles wieder besser wird.
Danke euch fürs Zuhören
Claudia
 
Glaubst du, liebe Claudia, dass irgend jemand in diesem Thread irgendwas für dich tun könnte (du eingeschlossen)?

Schreib doch einfach mal los.

Viele Grüße

Sigi
 
Hallo, alle Lieben
Hab vorhin wiedermal eine lange, wahrschenlich zu lange, Mail geschrieben.
Die ist weg. Wieder mal.
Und alles seit Slvester und derWeihnachtsstreß vorbei ist, bin ich dabei, mich aufzugeben.
Ich weiß, daß ich das nicht darf, um meinen erwachsenen Kindern nicht noch mehr weh zu tun, als wie sie mich anschaun müssen seit das passiert ist.
Aber ich bin so aus dem Leben geworfen worden,
keine Ahnung, wies weiter geht.
Jede Nacht ist so lang, keine Schlaftablette und kein Wodka läßt mich zur Ruhe kommen,
und mein Glaube, den ich brauche zum Weiterleben, wird zum Kampf. Gegen meine Verzweiflung.
Danke, daß ich das hier sagen durfte.
Liebe Jette, ich verstehe dich jeden Tag besser.
Lieber Sigi, liebe Truth, liebe Natascha,
euch allen danke!!!!,
und euch allen hier viel Kraft zum Weiterleben!!
Claudia

P.S., ich schreibe in der Hoffnung, daß alles wieder besser wird.
Weil es so ist, daß wir, die noch da sind,
uns das Leben noch schwerer machen, wenn wir nicht glauben. Daß unsere Lieben noch bei uns sind.
Jette, ich weiß, daß dein Mann seine Tat so bereut,
bitte vergib ihm das, irgendwann.
Aber du sollst weiterleben, auch wenn du das noch nicht glauben kannst,wofür.
Liebe Jette, mach dich hübsch, dann fühlst du dich schon besser,
der ganze Himmel wartet darauf, daß du endlich wieder anfängst, dich ins Leben zu werfen.
Bitte machs mir vor!!
Liebe Natascha, liebe Truth, wie sehr wünsche ich euch alles Liebe,und danke!!

Und Sigi, wer bist du?
Ein interessierter Hansdampf in allen Gassen ?
Ich meine das nicht negativ, aber von dir erfährt man so wenig. Dabei gehts dir sicher nicht so gut, aber du sagst nichts davon..
Wir alle müssen doch weiterleben, vielleicht können wir uns helfen dqbei
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Jette, mach dich hübsch, dann fühlst du dich schon besser,
der ganze Himmel wartet darauf, daß du endlich wieder anfängst, dich ins Leben zu werfen.
Bitte machs mir vor!!

Dein Herz wartet auch darauf, dass es wieder für dich schlagen kann, liebe Claudia. Mach es Jette vor, dann hast du vielleicht gleich 2 Menschen geholfen *warme Umarmung*.
 
Liebe Claudia,
ich freue mich, dass Du Dich hier wieder meldest. Ich kann sehr gut nachfühlen, dass Dir gerade diese Zeit wieder sehr schwer gefallen ist. Claudia, Du bist nicht gestorben, Du lebst ... Lass Dein Leben und das Deiner Familie nicht absterben, ...
Und ich wünsche Dir, dass Du auch an Dich denkst, an Dich und Deine Familie (so wie Du das hier an andere geschrieben hast).
Wir - und das sind viele hier - wissen, wie schlimm und furchtbar es ist, einen Menschen zu verlieren. Aber wir sind am Leben geblieben und müssen jetzt nicht körperlich und seelisch "hinterhersterben".
Es war richtig, dass Du hierher gefunden hast, um sich auch den Kummer von der Seele zu schreiben und Gedanken von anderen zu lesen. Man kann so vieles tun, nur eines nicht, die Zeit zurückdrehen. Claudia, wir haben hier alle ein offenes Ohr für Dich, und verstehen Dich, dass Dich dieser Schicksalsschlag auch aus der Bahn geworfen hat.
Aber so wie ich lese, geht es Dir auch momentan nicht so, wie wäre es, wenn Du versuchst, Dich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, oder mal bei der Krankenkasse nachfragst, ob sie Dir in der Richtung der "Trauerbegleitung"/"Trauerbewältigung" weiterhelfen können. Du kannst auch mal dazu im Internet suchen, ob es etwas in dieser Richtung in Deiner Nähe gibt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir hier dazu schreibst, ob Du etwas erreicht hast in dieser Richtung.

Lg Eisherz
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Claudia,

ich staune, wie Du es so gut schaffst, Jette genau das Richtige zu sagen, und es gleichzeitig so wenig schaffst, Dir das Gleiche zu sagen.

MÖCHTEST DU WIRKLICH, dass es Dir wieder besser geht?! Versuche mal, diese Frage ganz ehrlich zu beantworten.

Denn Dein Wille ist die Voraussetzung dafür!!! Dazu gehört auch, dass Du diese verdammten Rechnungen öffnest. Wahrscheinlich stehen gar nicht so schlimme Dinge darin. Aber Du hast schon einmal erfahren, was passieren kann, wenn Du die Rechnungen nicht anrührst.

Sei mir nicht böse, wenn ich heute härtere Worte wähle, aber ich sorge mich wirklich um Dich und ich möchte Dich WACHRÜTTELN!!! Diese Welt BRAUCHT DICH!! Denn Du hast so viele Stärken - es wäre eine Schande, wenn sie uns verloren gingen!!

Ich würde SO GERNE das Gefühl haben, dass Du etwas für Dich tust. Ich erwarte gar nicht, dass von jetzt auf gleich alles wieder super ist. Dein Freund ist gerade erst vor vier Monaten gestorben. Du brauchst Zeit. Aber mache doch mal wenigstens EINEN SCHRITT!!! Nur einen.

Bitte.

Natascha
 
Liebe Claudia,

ich staune auch...wie soll ich es Dir vormachen?, aber ich werde es versuchen! Ich sage mir jeden Morgen bevor der Tag erst mal so richtig losgeht: nein heute denkst Du mal nicht negativ sondern nur positiv, dieser Tag wird ein guter werden selbst wenn es nur geschäftlich bedeutet. Die Nacht kommt später, wenn ich wieder zu Hause bin. Ich hatte die ersten Wochen ebenfalls überhaupt kein Elan dazu arbeiten zu gehen, ich hatte bisher immer Freude daran gehabt, selbst in den stressigsten Momenten...das war völlig weg. Ich merkte so geht das nicht weiter....Du schädigst ja nicht nur Dich und dein Geschäft sondern auch den Traum deines Partners. So gehe ich jetzt an die ganze Sache heran, nur um einen Sinn im alltäglichen Leben zu sehen. Der Traum meines Partners war unser gemeinsames Büro, dies führe ich jetzt genau in seinem Sinne weiter...Das hält mich aufrecht! Gibt es etwas vergleichbares bei Dir und deinem Mann? Es werden immer wieder Tage und Stunden geben, wo man wieder am Rand der Klippe steht...jeden Tag, jede Stunde, jede Minute bereit, den Sprung zu wagen und damit all seinem Wahnsinn, seinen Schmerzen und seiner Ohnmacht zu entsagen! Kein Tag, an dem der Damm der Tränen nicht bricht! Kein Tag, der nicht voll Qualen und Trauer vergeht! Trauer ist Schwerstarbeit, also-Trauer und Tränen ja- Resignieren -tun wir in Gedenken an unsere Liebsten nicht. Liebe Claudia,habe Hoffnung-die Hoffnung ist die treue Begleiterin der Trauer. Mein Mann und ich hatten/haben einen Lieblingsfilm gehabt "Gladiator". Dort wird ein Dialog wiedergegeben, an dem ich sehr festhalte: Wir werden und wiedersehen, aber jetzt noch nicht...jetzt noch nicht! Versuche ein wenig Ruhe in deinem Gefühlschaos zu bekommen, denke immer daran keiner unserer Lieben wollte uns in dieser Verzweiflung sehen...ja ich weiss der Kopf denkt klar darüber...das Herz spricht aber eine andere Sprache. Hier sind viele die sich viele Gedanken über Dich machen, dazu zähle ich mich einfach auch mal, sich Sorgen und Dir so gut wie es geht zu helfen, aber dazu brauchen wir auch ein wenig deine Hilfe. Gewähst Du uns diese?
Ich wünsche Dir einen ruhigen Tag und eine traumlose Nacht, ruh Dich aus,ich hoffe,es geht Dir bald besser

Nur das Beste
Jette
 
Und Sigi, wer bist du?
Ein interessierter Hansdampf in allen Gassen ?
Ich meine das nicht negativ, aber von dir erfährt man so wenig. Dabei gehts dir sicher nicht so gut, aber du sagst nichts davon..
Wir alle müssen doch weiterleben, vielleicht können wir uns helfen dqbei


Hallo Claudia, das ist ja auch das erste Mal, dass du nachfragst. Stimmts 🙄

Na ja, es gibt schon Menschen die wissen, wer ich bin, aber dazu gehört halt auch, dass man sich näher kennt.
Ansonsten schreibt jeder, was ER KANN. Und wenn ich von meinen Problemen schreiben KANN oder will, dann schreibt man davon, wenn man aber über andere Dinge schreiben KANN / will dann eben davon. Allein der Kontakt mit Menschen ist wertvoll und wie den jeder gestaltet, kann man nicht gleichschalten. Manchmal ergeben sich daraus dann persönliche Kontakte, wo man sich auch mehr öffnen will. Aber das kennst du sicher oder lernst es kennen. Ich wünschte es dir.

Also wer bin ich? Na ja, auf jeden Fall kein Theoretiker 😀

Alles liebe und Gute

Sigi
 
Hallo Claudia,

hast Du vor ein paar Tagen den Film "Ein Sommer mit Paul" im Fernsehen gesehen? Es war Deine Geschichte.

Der Vater erträgt die Sehnsucht nach seiner verstorbenen Frau nicht und trinkt und trinkt, lässt die Arbeit schleifen, dass Haus verkommen, seinen zwölfjährigen Sohn Paul beachtet er kaum noch, obwohl er ihn sehr liebt.
Irgendwann steht das Jugendamt vor der Tür, und sein Sohn hat auch die Nase voll und beschließt, zu seiner Tante zu ziehen und erst wieder mit seinem Vater zu leben, wenn er ihn wieder "sieht".

Es war ein guter Film, und man konnte den Vater gut verstehen, er bemühte sich sehr um Paul, aber es gelang ihm nicht, ihm gerecht zu werden, solange er sich nicht mit sich selbst befasste. Er hat es glücklicherweise dann, dank seines Sohnes, der ihn wachgerüttelt hat, geschafft, sein Leben wieder einigermaßen in den Griff zu kriegen.

Ein Satz, den er zum Schluss sagte, war:
"Ich begriff, dass ich lernen musste, den Schmerz zu ertragen."

Es drückt Dich
Natascha
 
Hallo, ihr alle Lieben.
Wie oft habe ich eure Mails gelesen.
Danke!!
Ich trinke immer wieder zuviel, bin leberkrank,
weiß, daß kein Mensch mehr von der Sauferei hören oder lesen will,
aber ich habe das Gefühl, daß ich mitgestorben bin, und jetzt so rumvegetiere. Ich kann auch zu keinem Arzt, weil ich seit Monaten keine Beiträge bezaht habe.
Mich gibt es eigentlich garnicht mehr.
Das, was noch da ist, ist eine verquollene Fratze, ein Nichts, das nicht mal staubsaugen schafft in den 4 Tagen, in denen ich mich regenerieren wollte, eigentlich.
Ich wei0, jeder will mir sagen, daß ich weiterleben muß, ich kann meinen Kindern ja nicht das gleiche Leid antun,
aber mir fehlt jeder Lebenswille.
Ich bin mir selber so fremd, schon wenn ich mich im Spiegel anschaue.
Und dauernd ermahne ich mich, nicht in Selbstmitleid zu verfallen,
aber mir fehlt jede Lust und Kraft zum Weitermachen. Die Briefe mit Mahnungen, schon vom Gericht teilweise, häufen sich,
und ich sitze da und bin wie gelähmt, und mache nichts.
Sorry, daß ich mich so ausheule,
ich wei0, das will kein Mensch mehr hören.
Jette, auch du, hast du Hoffnung, wieder in diees Leben zu finden?
 

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