Ihr könnt euch doch nicht im Ernst von der Kohle von diesem Tyrann abhängig machen.
Es ist nicht so, dass mein Bruder uns alle durchfüttert. Ich bin berufstätig und finanziere mich selbst. Meine Eltern sind Rentner. Sie besitzen ein Ferienhaus, welches relativ hohe Kosten abwirft, die sie nicht aus eigener Tasche bezahlen können, seit sie im Ruhestand sind. Mein Bruder hat ihnen angeboten, die Rechnungen für das Ferienhaus zu bezahlen, weil er sich das locker leisten kann. Aber er verlangt halt im Gegenzug, dass meine Eltern nach seine Pfeife tanzen. Meine Mutter muss z. B. immer sofort springen und auf die Kinder aufpassen, wenn mein Bruder sie anruft. Sie wäscht öfters mal die ganze Wäsche für seine Familie, kocht das Essen und putzt die große Wohnung. Anstelle meiner Eltern würde ich das Ferienhaus lieber verkaufen, anstatt mich so behandeln zu lassen.
Von mir erwartet er, dass ich mich ihm unterordne, weil er die Kosten für das Ferienhaus alleine trägt. Einmal meinte er, ich sollte ihm jeden Monat die Hälfte überweisen - dann würde er mich auf Augenhöhe behandeln. Mein Nettogehalt liegt bei monatlich knapp 1.800 Euro, mein Bruder verdient im höheren fünfstelligen Bereich. Ich habe selbst ein Zuhause und kann es mir nicht leisten, jeden Monat so viel Geld für das Ferienhaus abzudrücken. Außerdem brauche ich das Ferienhaus nicht und nutze es auch nicht.
Die Oma von meiner Schwägerin hat eine sehr niedrige Rente. Deshalb kauft ihr meine Schwägerin ab und zu mal ein Paar Schuhe, eine Hose, einen Pulli, usw. Im Gegenzug verlangt mein Bruder, dass die Oma genau wie meine Mutter immer sofort bereit steht, wenn er mal was im Haushalt und einen Babysitter für die Kids braucht. Die Oma ist 83, eine Frau in dem Alter sollte ihren Lebensabend nicht mit Arbeit und Stress verbringen, finde ich.
Die Kleinen tun mir wirklich verdammt leid. Ein weiterer Punkt ist, dass mein Bruder den Erwachsenen immer damit droht, ihnen ein Hausverbot auf Lebenszeit zu erteilen und den Kindern zu sagen, dass die Omas, Opas und Tante sich nicht mehr bei ihnen blicken lassen, weil sie die Kleinen nicht mehr lieb haben. Wir Erwachsenen wollen den Kontakt zu den Kindern nicht verlieren.