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Mal ehrlich spinnen alle bei den Preisen?

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Im Brotpreis sind alle anfallenden Kosten des Ladens mit einkalkuliert, nicht nur die Löhne. Der Kunde zahlt für alles mit. Jeder kann selber entscheiden, ob ihm Brot in bestimmter Qualität und Menge einen bestimmten Preis wert ist oder nicht, schließlich ist das laut Vorschrift irgendwo im Laden lesbar angeschrieben, was welches Produkt kostet. Bei 7 Euro für ein belegtes Brötchen und zwei Vanilleschnecken hätte ich mich aber sofort umgedreht, das sind Luxuspreise, die man in hochpreisigen Konsumtempeln verlangen kann, wo man die Location auch noch mitzahlt. Ein Pott Kaffee hätte da auf jeden Fall noch mit dabeisein müssen für ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis.


Da täuscht du dich gewaltig!
Zumindest bei uns hier in der Gegend suchen mehrere Bäckereien schon lange händeringend eine Verkäuferin, setzen teilweise Prämien aus für die Vermittlung einer selbigen und mussten schon gutgehende Filialen schliessen weil sie niemanden finden.
"Mehrere Bäckereien", da liegt der Hund schon in der Bratpfanne, weil sie sich gegenseitig Konkurrenz machen. So gut dürften die Filialen in interner Rechnung nicht gegangen sein, denn nicht nur die Zahl an Kunden ist wichtig, sondern auch die Höhe der Gesamtaufwendungen, und wenn trotz vieler (?) Kunden die Grundkosten nicht hereingeholt werden, macht die Filiale dicht. Bei einer wirklich gut gehenden Filiale sucht man sich die Arbeitskräfte notfalls von Außerhalb, lockt sie mit Vergünstigungen, Unterbringung und dergleichen an. In welchem Bundesland ist das, und in welcher Region, städtisch oder ländlich?
 
Mehr als den Mindestlohn wird sie eh kaum bekommen…
Wird ihr der von euch gnädigerweise noch zugestanden?
Es gibt tatsächlich Jobs, die den Mindestlohn nicht wert sind.
Es gibt noch mehr Arbeitnehmer, die den Mindestlohn nicht wert sind.
Arbeitgeber sind auch nicht von der Caritas.
Es gab aber auch Arbeitnehmer, die ganz glücklich waren mit dem Lohn und den Goodies, die sie hatten und über die Mindestlöhne sehr unglücklich sind, weil sie die ihren Job gekostet haben.
 
Es gibt tatsächlich Jobs, die den Mindestlohn nicht wert sind.
Es gibt noch mehr Arbeitnehmer, die den Mindestlohn nicht wert sind.
Arbeitgeber sind auch nicht von der Caritas.
Es gab aber auch Arbeitnehmer, die ganz glücklich waren mit dem Lohn und den Goodies, die sie hatten und über die Mindestlöhne sehr unglücklich sind, weil sie die ihren Job gekostet haben.

Ein Hoch auf die Ausbeutung, Unterdrückung und Sklavenarbeit!

> Achtung, Sarkasmus! <
 
Kaufkraft-Vergleich: Früher war mitnichten alles billiger – finanzwertig.de


Arbeitszeit früher und heute für ausgewählte Produkte
Produkt
Einheit
Arbeitszeit 1950
(in Std.)
Arbeitszeit 2009
(in Std.)
Mischbrot
1 kg​
0:27​
0: 11​
Eier
10 Stück​
2:01​
0:08​
Vollmilch
1 l​
0: 19​
0:03​
Bohnenkaffee
500 g​
26:22​
0: 19​
Schweinekotelett
1 kg​
3:54​
0:32​
Herrenanzug
1 Stück​
108:38​
17:00​
Kleiderschrank
1 Stück​
146:59​
38:24​
Fernseher (Wert für 1960)
1 Stück​
351:38​
35:31​
Braunkohlenbriketts
50 kg​
2:20​
1:08​
Herrenschuhe besohlen
1 Paar​
7:09​
1:36​

Endlich mal einer der Ahnung hat! Die Preise müssen in Kaufkraft gerechnet werden relativ zum Durchschnittslohn. Dann sieht man: Es ist fast alles viel billiger als früher!
 
hachja, so schnell wird aus "müssen die Firmen halt mehr zahlen, wenn sie gute Leute wollen" zu "nö das ist mir zu teuer" 😀

In meiner Branche sind in letzter Zeit die Preise auch exorbitant gestiegen... und innerhalb der Branche gibt es gewaltige Preisunterschiede. Tatsächlich kenne ich aber keinen der sich wirklich die Taschen voll macht mit "überteuerten Preisen". Oft brauchen die Firmen solche Preisaufschläge um noch Geld zu machen.
Das heißt aber nicht dass jeder Preis gut ist, oft ist eben die Organisation des Betriebes schuld und teilweise übertrieben groß und umständlich, deswegen: Preise vergleichen ist wirklich nicht verkehrt.
Wenn es aber kaum Mitbewerber gibt, obwohl das mit den hohen Preisen so ein gutes Geschäft zu sein scheint, warum ist das wohl so? Vielleicht steckt doch mehr dahinter als nur es ist zu teuer...

Kleine Familienbetriebe sind teilweise wirklich spürbar billiger und besser, einfach weil jemand da ist der das Fach beherrscht und Organisieren kann...
Da will ich aber noch eines in den Ring werfen: Bürokratie!!
Seit ich zuhause eingestiegen bin, ist nicht ein Jahr vergangen an dem nicht ein neues übertriebenes Bürokratiegesetz in Kraft getreten ist. In Bäckereien werden Hygiene da sehr prominent sein... Da wird natürlich jeder sagen, das ist doch gut damit die Firmen gezwungen sind den Laden sauber zu halten. Aber wodurch wird die Küche wirklich sauber, weil ich Putze oder weil ich Aufzeichnungen anfertige wann ich was getan habe?
Der Papierkram ist wirklich nicht zu verachten, und wenn ich eine Kette mit vielen Fillialen bin und das nicht vernünftig Organisiert bekomme (weil ich das einem Arbeiter der das mal 6 Wochen in seinen Ferien macht nicht beigebracht bekomme), dann geht das richtig ins Geld und muss an der Kasse wieder rein gebracht bekommen.
 
Die Preise beim Bäcker steigen nicht, um das Personal besser zu bezahlen.
Sondern um den Inhaber reicher zu machen.
Süße Sachen backe ich selber, Brot hole ich mittlerweile im Bioladen - kostet auch viel, ist aber wenigstens gesünder.
Kamps&co. sind Ausbeutung in beide Richtungen - unhygienische belegte Brötchen für teuer Geld und schlechte Löhne für Leute, die dort als Minijobber ausgebeutet werden.
Schmeckt mir nicht.
 
Ein Hoch auf die Ausbeutung, Unterdrückung und Sklavenarbeit!

> Achtung, Sarkasmus! <
Du hast aber überhaupt keine Ahnung vom wirklichen Leben, Du kleines Quenderl, Du.
Bei uns im Dorf gab es ein Hotel und sonst fast gar nichts, was man so als Frau mit Familie und/ohne Führerschein machen konnte.
In dem Hotel habe ich vor über 30 Jahren Ferienjob gemacht. Ich kenne das Haus.
Da hat eine Frau einen Job gehabt, Wäsche waschen, ein wenig Frühstück herrichten, bekam 20 € pro Tag für ca. drei Stunden Arbeit. Konnte zu Fuß zur Arbeit gehen und brauchte kein Auto, was sie auch sonst nicht gehabt hätte. Sie konnte sich Essen mit nach Hause nehmen.
Dieses Essen mit nach Hause nehmen stand auch allen anderen Mitarbeitern zu. Dank der EU-Hygieneverordnung war das offiziell nicht mehr möglich. Dank dem Mindestlohnscheiß war der Job dann nicht mehr möglich.
Das Hotel hat das anders gelöst, aber nicht zum Wohle des Dorfes. Nein, das kann man nicht sagen. Erst waren es sieben, dann dreizehn Frauen, die ihren Minijob verloren haben.
Dann kam Corona und dann war sowieso alles aus. In diesem Hotel.

Jetzt sage ich Dir mal, was in der Gastronomie so abgeht...wenn Du willst.
 
Die Preise beim Bäcker steigen nicht, um das Personal besser zu bezahlen.
Sondern um den Inhaber reicher zu machen.

Wenn das so einfach stimmen würde: Warum haben die Inhaber die Preise nicht schon früher erhöht? Wollten die früher nicht reich werden und haben jetzt erst entdeckt, dass Geld toll ist?

Die meisten Preise steigen schlicht auf Basis von Angebot und Nachfrage.

So sind die Weizenpreise innerhalb des letzten Jahres um 19% gestiegen, weil Weizen knapper wurde, z.B. aufgrund von Corona und schlechten Ernten.

Was passiert nun? Es braucht einen Verteilschlüssel, der die knappere Menge an Weizen und damit knappere Menge an Brötchen fair verteilt. Und in einer freien Marktwirtschaft heißt dieser Schlüssel "Preis".

Ärmere Menschen, insbesondere in ärmeren Ländern kaufen jetzt weniger Brötchen und eher Reis oder sonstwas. Wir futtern weiter Brötchen, aber zahlen für diesen Vorteil gegenüber den Armen den gestiegenen Preis.
 
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