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Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht krank

AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Wenn Du Dir eines der genannten Bücher besorgst. Als Buch oder Hörbuch. CD oder Audible. Und Du empfindest dass es Dir gar nichts gebracht hat an Erkenntniss oder praktischen Überlegungen die Dich, Dein Privat- und/oder Berufsleben positiv beeinflussen, dann bekommst Du von mir persönlich den Kaufpreis erstattet. Alles Gute. Und lasse Dir niemals von Menschen einreden was Du alles nicht tun kannst.

Also ich kann nur dringendst von so einer Literatur abraten. Der Nährwert dürfte unter Null liegen.

Die Art und Weise wie Quereinsteiger diese Art von Literatur anpreist, hat etwas von Werbung und Vermarktung an sich. Man fragt sich nach den Motiven solchen Handelns.

Also ich finde "Chakka!"-Typen, die aus der Dummheit anderer Menschen einen Gewinn erzielen, verachtungswürdig. Und fragwürdig, ob so was in einem Hilfe-Forum dem Zwecke desselben angemessen ist.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Also ich kann nur dringendst von so einer Literatur abraten. Der Nährwert dürfte unter Null liegen.

Die Art und Weise wie Quereinsteiger diese Art von Literatur anpreist, hat etwas von Werbung und Vermarktung an sich. Man fragt sich nach den Motiven solchen Handelns.

Also ich finde "Chakka!"-Typen, die aus der Dummheit anderer Menschen einen Gewinn erzielen, verachtungswürdig. Und fragwürdig, ob so was in einem Hilfe-Forum dem Zwecke desselben angemessen ist.

Ok. Aller letztes Mal.

Dass Du diese Erfahrung mit genannter Literatur gemacht hast ist natürlich schade. Bei welchem der Bücher hattest Du denn dieses Gefühl? Vielleicht lag Dir ja nur der Stil des Autors nicht. Darum bewege ich mich gerne auf einer Bandbreite zu einem Thema.

Ich verstehe Deine Sorge dass hier Werbung betrieben werden könnte. Lass mich Dir versichern dass ich in keinster Weise auch nur ähnliche Motive hege. Sonst hätte ich auch nicht dieses Angebot gemacht. Würde er empfinden Wie Du übernehme ich die ihm entstandenen Kosten. Mein eigenes Risiko. Ich vergebe hier keine Affilliate-Links an denen ich mit verdienen könnte, oder ähnliches. Konkret geht es auch darum eben keine Werbung in eigener Sache zu machen. Darum das Aufzeigen, gerade weil ich mich raus nahm, von Alternativen wie z.B. Bücher oder Trainer. Denn es ist wie Du sagst. Mit z.B. meinen "Floskeln" oder CHAKKA kommt man nicht weiter.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

@Quereinsteiger:
Ich nehme einfach mal den ersten von Dir in diesem Thread empfohlenen Typen Bodo Schäfer:

Quereinsteiger meinte:
Sollte Reichtum Dein Ziel sein empfehle ich Dir Bodo Schäfer.

Ende der 90er Jahre
...
Der ehemalige Versicherungsvertreter Bodo Schäfer versprach jedem, in sieben Jahren zum Millionär zu werden.
...
Für den gelernten Speditionskaufmann Jürgen Höller war „alles möglich“.
...

Nicht einmal zwei Jahre nach ihrer Gründung war Bodo Schäfers Firma pleite. .
...
Auch Jürgen Höllers Firma war bald insolvent. 2003 wurde „Deutschlands teuerster Motivationstrainer“ (Eigenwerbung) unter anderem wegen Meineid, Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung zu drei Jahren Haft verurteilt und landete im Knast.

https://www.wirtschaftspsychologie-...l-schwertfeger-comeback-der-erfolgsgurus.html

Verschone mich und andere vielleicht dumme oder labile User bitte mit solchen Tipps!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Ein labiler Mensch ist für sowas sicherlich empfänglich, ansonsten setzt bei mir der logische Menschenverstand ein.
Wenn der Querdenker die Weisheit mit Löffeln gegessen hätte und (da er ja weiß "wie es geht") dementsprechend Erfolg hoch 10 haben müsste, würde er vermutlich kaum seine Zeit hier im Forum verbringen und aus Langeweile bzw. Nächstenliebe instabilen Usern "helfen".

Ich habe mal eine CD als Hörbuch geschenkt bekommen von einem ehemaligen Unternehmer.

Zitat: Vom armen BWL-Studenten zum Millionär - Siegfried G. hatte in jungen Jahren eine geniale Geschäftsidee: er entdeckte die Karibikinsel Margarita für den europäischen Reisemarkt und verdiente als Tourismusunternehmer Millionen. Mit 30 besaß er sechs Autos, ein Haus in der Toskana und hatte ausgesorgt, mit 37 der jähe Absturz: er verspekulierte sein komplettes Vermögen. In der Krise lernte er eine neue Art des Reichtums kennen: das Glück. Zusammen mit 14 Experten hat er ein Buch veröffentlicht.

Dieses "Buch" habe ich mir mal spaßeshalber komplett gegeben, und nach endlosem und ausschweifendem Blabla über Glück und "Tipps" wie man es schafft, steht man im Grunde mit einem dicken Fragezeichen da. Alles was dieses Buch bringt, ist dem Autor ein paar Kröten in die Taschen zu spielen. Ansonsten würde ich es in genau die von Jusehr aufgezeigten Erfolgsseminare und Super-Duber Coachings einreihen, die jedem suggerieren er könne Millionär werden.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Genau das ist mein Problem. Das ständige Gefühl einen riesigen Berg erklimmen zu wollen (zu müssen). Dabei der Gedanke erst zufrieden sein zu können (zu dürfen) wenn man oben angekommen ist.
Und natürlich mit Selbstdruck, der schon von vornherein so groß ist, dass ich gar nicht mehr weiß wo vorne und hinten ist.

Ein ewiges Hin-und Her zwischen ich muss und ich kann es sowieso nicht mehr schaffen.

Alle Beispiele aus dem Alltag (siehe Parties und sonstige gesellschaftliche Schw***vergleiche) dienen dabei nur noch als Trigger für die gefühlte eigene Unzulänglichkeit. Das kuriose an der Sache ist, dass es im Grunde alles Menschen sind, die einfach auf dem richtigen Weg gelandet sind, die müssen keineswegs grundlegend besser sein oder Dinge tun die ich nicht auch könnte. Ich würde sogar behaupten dass ich dem einen oder anderen sogar überlegen bin was Eloquenz, Allgemeinbildung und Intellekt angeht. Ich habe einfach die falschen Sachen angefangen.

Es freut mich dass es dir gelungen ist dich davon zu lösen, ich fürchte bei mir steckt das sehr tief.

Du hast es ja eigentlich schon richtig erkannt und rational erfasst: Monetärer / beruflicher Status müssen nicht unbedingt aus Bildung, Eloquenz, etc. resultieren. Manchmal hat eine Person einfach nur viel Glück gehabt und jemanden gefunden, der sie aus Sympathie oder was auch immer nach oben hievt!

Daher ist es absolut falsch, die Unzulänglichkeit einfach nur bei Dir zu suchen!

Ich kann Dir nur sagen, wie ich raus gekommen bin:
Für mich war der erste Schritt eine Analyse meiner Situation einschl. meiner Fähigkeiten. Danach habe ich den Arbeitsmarkt analysiert: Was ist besonders gesucht, was kann ich davon am besten und was würde mir am meisten Spaß davon machen. Nachdem ich diesen entscheidenden Schritt in aller Ruhe getan habe, bin ich an die Umsetzung. Und ich kann Dir sagen: Das war eine harte Zeit - vielleicht hatte ich etwas Glück - aber geschenkt hat mir keiner was!

Auch wenn es sich nach Selbstlob anhört - das soll es an dieser Stelle nicht sein - inzwischen habe ich es karrieretechnisch eigentlich geschafft: Ich verdiene relativ gut und habe viele Freiheiten. Jobs mit Führungsverantwortung habe ich bewusst abgelehnt und mich für die Fachkraft entschieden.

Der entscheidende Schritt war aber aus heutiger Sicht, sich von den permanenten, krankmachenden Vergleichen fernzuhalten. Nicht neidisch sein, sondern die Leistungen der anderen anzuerkennen und sie ggf. als Vorbild zu nehmen. Das habe ich unter anderem auch auf den "Gartenpartys" gelernt.
Wichtig war auch, sich selbst realistisch einzuschätzen, Ziele zu definieren und diese durch harte Arbeit umzusetzen.

Wenn Du gut Kontakte knüpfen kannst, gibt es sicherlich auch noch die Möglichkeit, sich einen Mentor zu suchen. Das war allerdings nicht der Weg, den ich gehen wollte. Mir war es wichtig, mein Ziel durch die Arbeit meines Intellekts und meiner Hände zu erreichen.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

An Starlight, ich fürchte nur eines wird man auch mit der von dir genannten Vorgehensweise nicht bekommen: eine Garantie, dass es so wird wie gewünscht, auch wenn man sich noch so sehr anstrengt. Wie schon gesagt: es wäre denkbar dass ich in einem (oder DEM richtigen) Job XY (mit anderen Strukturen) ganz anders aufgegangen wäre und dort mein Potential hätte entfalten können. Nur wo ist der, und was ist für mich das Richtige?

Dann spielen auch die unterschiedlichsten Faktoren eine Rolle. Ich kenne einen Briefzusteller der 2300 brutto verdient und einen Meister der 2500 brutto verdient. Wie kann das sein? Ein anderer Meister dagegen steht bei 3500 brutto. Falscher Arbeitgeber? Dann gibt es da noch jemanden, der nach der Realschule einfach nur seine Ausbildung beim Stern gemacht hat. Der steht sich dort den ganzen Tag die Beine in den Bauch bis er vielleicht mal kurz an einer Maschine was machen muss, ständig "Kaffee-Überstunden", die sich nach und nach zu 2 Wochen extra Urlaub anhäufen + Sozialleistungen usw. (erzählt er im Übrigen selbst). Ergo, das von dir angesprochene GLÜCK. Sitzt man mit ihm zusammen, könnte man aber manchmal meinen er kann nicht auf 10 zählen. Da spürt man in sich im Grunde mehr Potential als er, konnte es aber zeitlebens nicht umsetzen. Er verdient übrigens mehr als ein Studierter Bekannter.

Ist es verwunderlich dass man sich dann fragt was im eigenen Film falsch gelaufen ist? Welchen Stress man sich schon gegeben hat ohne das gewünschte Ergebnis? Oder seine Freundin, arbeitet beim Bürgerbüro. Die Arbeitszeiten sind den meisten vermutlich bekannt. MO-FR 8-12 Uhr, DO (ausnahmsweise) 14-18 UHR. Verdient genausoviel wie ein anderer der täglich 10 Stunden radeln muss.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Ja, aber was hindert Dich denn daran Dich einfach mal woanders zu bewerben und zu sehen, wie dort die Bedingungen und die Gehälter sind?

Du musst doch nicht in Deinem jetzigen Job ausharren.
 
AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

Dann spielen auch die unterschiedlichsten Faktoren eine Rolle. Ich kenne einen Briefzusteller der 2300 brutto verdient und einen Meister der 2500 brutto verdient. Wie kann das sein? Ein anderer Meister dagegen steht bei 3500 brutto. Falscher Arbeitgeber? Dann gibt es da noch jemanden, der nach der Realschule einfach nur seine Ausbildung beim Stern gemacht hat. Der steht sich dort den ganzen Tag die Beine in den Bauch bis er vielleicht mal kurz an einer Maschine was machen muss, ständig "Kaffee-Überstunden", die sich nach und nach zu 2 Wochen extra Urlaub anhäufen + Sozialleistungen usw. (erzählt er im Übrigen selbst). Ergo, das von dir angesprochene GLÜCK.

Es gibt Briefträger, die mehr verdienen als Meister, so what? 😀

Wenn du Unlogik oder Ungerechtigkeit suchst, wirst du sie finden. Dem Erfolg hinterher zu jagen wird niemanden Erfolg garantieren, nur die Chance darauf.
Im Durchschnitt wird jemand, der sich Mühe gibt und eine gute Bildung hat, einen besseren Job bekommen. Die Frage ist wie viel dir die Chance auf einen guten Job wert ist.

Du kannst natürlich auf Nummer Sicher gehen und gar nichts tun. Dann kann ich dir garantieren, dass du auch nie was umsonst machst 😀 Ist auch eine Logik.

Persönlich kann ich dir aber sagen, dass Minimalprogramme langfristig unglücklich macht.
Wer Erfolg hat und richtig viel Geld verdient, kann mit 50 vielleicht sagen "ok ich arbeite nur noch Teilzeit. Ich muss nicht alles für meinen Job opfern".
Es ist aber fast unmöglich nachträglich Gas zu geben wenn man die ersten 10-20 Berufsjahre nichts vernünftiges gemacht hat. Dann steckt man im Niedriglohnsektor fest.

Sicher leben wir in einer Gesellschaft, in der Arbeit und Geld einen hohen Stellenwert hat. Wobei das nachgelassen hat. Zu Zeiten meiner Großeltern waren Arbeit, Haus, Geld, Familie alles. Erst heute stellt man sich die Frage, ob Arbeit einem genug Zeit und Muße für seine Freizeitgestaltung und Selbsterfüllung lässt.

Das eigentliche Problem bleibt aber, dass dir in keinem Fall jemand irgendwas gerantieren wird. Es bleibt also deine Entscheidung in welcher Richtung du wie viel Risiko willst. Das Risiko trotz Mühe scheitern zu können oder das Risiko zu scheitern weil man sich zu wenig Mühe gibt 😀
 

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