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Lieber arbeitslos!

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Ich weiß nicht, ob ich das erhalten habe, was mir hilft. Nach fast 10 Seiten kann ich wenigstens folgende Schlüsse ziehen:
- ich sollte mich noch einmal neu orientieren und mich nach Alternativen umschauen, was ich heute noch angehen werde, denn Urlaub ist begrenzt
- mit meinen Eltern reden, der Fairness halber. Wobei ich hier ihre Reaktion begrenzen müsste, damit das nicht das Dilemma schlimmer macht
- Hilfe suchen, wobei ich mir da nicht sicher bin. Mir wurde zwar mal ein Verdacht auf Depressionen genannt, dieser aber nicht weiter verfolgt, wegen Krankenakte etc.
- reifen, wobei man das wohl kaum erzwingen kann, in wenigen Stunden/Tagen

Übrigens, falls das falsch rüberkam: Es geht mir nicht um das "Schmarotzertum" und Faulsein. Wenn ich etwas finde, dass mir mehr Spaß macht, ertragbar und "sinnvoll" ist, würde ich das machen und dafür aufstehen. Leider bin ich in meiner Suche danach bis jetzt leer ausgegangen. Und das ist, und ich bin mir da völligst im Klaren darüber, höchst egoistisch, aber lieber beziehe ich ALGII und werde durch "Freizeit" depressiv, als durch Ausbeutung, schlechtes Arbeitsklima, Langweilige Arbeit, für die ich mich Tag für Tag quälen muss, etc.
 
Mal angenommen, du würdest bekommen was du willst: Hartz 4, Geld einfach so, ohne zu Arbeiten, und davon so viel wie du gerade brauchst.
Was würdest du dann mit der neuen Freizeit machen ? Womit wurdest du sie am Liebsten füllen ? Bzw. Wenn du Geld und Zeit und keine Verpflichtungen hättest : was würdest du dann am liebsten tun ?
Würde wohl darauf hinauslaufen, dass ich ihm ersten Monat nur zocken und schlafen würde. Vielleicht mich mit dem billigsten Fusel zudröhnen. Danach würde dann ein paar Bücher aus der Bibliothek zusammensuchen und mich freiwillig, ohne Druck von außen und nach eigenem Interesse bilden. Es gibt so viele Fragen, die ich über unsere Welt habe und ich finde Wissen ein unbezahlbares Gut. Vielleicht würde ich auch ein Ehrenamt aufnehmen, wenn das Geld bisher genügt, unentgeltlich hin und wieder wo aushelfen oder eben schwarz für Anfahrt. Aber auch hier will ich in keine Routine zurückfallen, sondern das machen, was mich gerade interessiert und wozu ich gerade motiviert bin. Das ist natürlich viel Träumerei und sicher nicht möglich, auf die letzten Zeilen, aber wie schon angemerkt, ich weiß nicht genau wie das Arbeitslosendasein ist.
 
Der Thread ist wirklich unfassbar...

Hartz4 ist laut meiner persönlichen Meinung das schlimmste was diesem Staat passieren konnte.

Man hat immer zu wenig Geld.
Hartz4 ist nicht mal das, was man Minimum zum leben braucht, auch wenn viele das anders sehen. Es reicht zum überleben, für mehr aber nicht. Hat die Hose mal ein Loch muss man sich überlegen, ob man sich eine neue holt die auch mal länger hält (Kik und ähnliches fällt also weg) und ob man dafür eine Woche nur Nudeln mit Ketchup isst oder ob man lieber mit einem Loch in der Hose rum läuft.
Geht etwas im Haushalt kaputt hat man 10-fach die A****-Karte gezogen.

Man wird zur JEDER Arbeit genötigt
Mit etwas Glück hat man die ersten 1-2 Monate Ruhe, aber dann geht es richtig rund. Da ist der Background auch egal. Ungelernt, fertige Ausbildung, Berufserfahrung, Akademiker? Egal. Findest du nichts, wirst du an den "Schrott" vermittelt und das immer wieder und immer wieder.

Ernsthaftes Interesse an deiner Person und/oder deiner Zukunft?
Fehlanzeige, auf der einen Seite wirst du zu Minijobs genötigt eine ernsthafte Hilfe raus aus der Armutsspirale wird dir aber nicht geboten. Du sollst in Hartz4 gefangen bleiben, zumindest ist das System darauf ausgelegt.
Später raus aus Hartz4 und eine Ausbildung beginnen? Fast unmöglich. Es steht außer Frage, dass man sich als Azubi bewerben kann und evtl. auch genommen wird, aber wie geht es dann weiter? Kaum einer kann sich mit seinem Azubi-Gehalt das Leben leisten, was man vorher mit Hartz4 hatte und wie oben erwähnt kratzt Hartz4 schon lange UNTER der Armutsgrenze.
Ich kann gar nicht mehr sagen von wie vielen Bekannten ich gehört habe, dass Sachbearbeiter Sätze wie: "Naja, dass wir ihre Ausbildung nicht unterstützen das wissen sie doch. Also müssen sie eben sehen wie sie als Azubi klarkommen oder sie bleiben weiter in Hartz4 und machen ihre Maßnahmen". Es waren einfach zu viele, genauso oft raten viele SB sogar dazu lieber in Hartz4 zu bleiben weil die Menschen sonst unter noch größerer Armut leiden müssen.
Selbst als Akademiker werden dir Steine in den Weg geworfen. Hast du kein Geld aus deinem Elternhaus zur Verfügung können die SB auch nur müde über das Lächeln, was du alles brauchst. Anzug, Hemd, gute Schuhe? Fotos die mehr wert sind als 15 Euro? Kannst du alles vergessen. Da muss man sich frisch aus der Uni selbst rauswühlen, wenn man niemanden hat der einem Geld leihen kann.

Die Quintessenz des Ganzen ist: Mit Hartz4 lebt man noch nicht mal mehr an der Armutsgrenze und es wird einem unmöglich gemacht dort wieder ohne die Hilfe von Dritten rauszukommen.

Das man sich sowas selber wünscht? Da kann ich nur den Kopf schütteln.
 
Mal angenommen, du würdest bekommen was du willst: Hartz 4, Geld einfach so, ohne zu Arbeiten, und davon so viel wie du gerade brauchst.
Was würdest du dann mit der neuen Freizeit machen ? Womit wurdest du sie am Liebsten füllen ? Bzw. Wenn du Geld und Zeit und keine Verpflichtungen hättest : was würdest du dann am liebsten tun ?

Endlich nicht mehr arbeiten, endlich Zeit für sich, aber dann....

Die Frage die sich jeder stellen sollte ist: Was bin ich?
Die Antwort darauf kann lauten: Vater, Arbeiter, Ehemann, Millionär, Selfmade Man, Selbstständiger, Hobbygärtner oder sonstwas was dich in irgendeiner Weise erfüllt.

Aber was ist ein Langzeit Hartz 4 Empfänger ohne alles?
 
Zur Not mache ich das mit, schau aber, dass kein Betrieb mich will.
Wenn ich ausziehe, sind meine Eltern dann immer noch in der Verpflichtung?
Haben Deine Eltern Dich so erzogen, oder woher kommt derWunsch, ein parasitäres Dasein auf Kosten der dummen Steuer- und Sozialbeiträge-Zahler zu führen? Genau solche Menschen wie Du gehen mir sowas gegen den Strich - auch wenn mich das jetzt eine Verwarnung kostet.
 
Das größte Problem an Hartz IV ist das man sich irgendwann nicht mehr umentscheiden kann.

Jede arbeit egal wie blöd kann man wechseln auch wenn man da 15 Jahre gearbeitet hat.
Jede arbeit, unabhängig vom inhalt zeigt ich kann aufstehen, ich kann machen was gefordert wird. ich bin zuverlässig, ich bin belastbar. Wäre man eines davon nicht hätte man den job nicht mehr.

Sitzt man lange genug auf sozialleistungen muss man nicht mal als unvermittelbar gelten. Sofern sich nur irgendwer bewirbt der nicht die letzten 10 Jahre "nix" im lebenslauf stehen hat hat der bessere chancen. Einfach weil man bei jemandem der 10 jahre nix gemacht hat davon ausgeht das er nicht wollte, das er strukturen verlernt hat, nicht mehr belastbar ist usw.

Und das ist das größte übel denn dann kommt man nur noch schlecht bis garnicht weg. Ein studium finanzier dann keiner, ne ausbildung gibt einem dann keiner, umziehen von welchem geld und warum,....

Ich finde es traurig das man sich in jungen jahren mit sehendem auge in eine lage manövriert aus der man nur schwer und ggf nie wieder raus kommt statt sich einen weg zu suchen der einem optionen offen lässt.
 
Haben Deine Eltern Dich so erzogen, oder woher kommt derWunsch, ein parasitäres Dasein auf Kosten der dummen Steuer- und Sozialbeiträge-Zahler zu führen? Genau solche Menschen wie Du gehen mir sowas gegen den Strich - auch wenn mich das jetzt eine Verwarnung kostet.
Ist doch auf 9 Seiten geschildert: Meine Ausbildung kotzt mich an und ich habe keine Alternativen die mir Besseres versprechen. Ich hoffe Dampf abzulassen war dir die Verwarnung wert.
 
Du ließ nicht was ich schreibe. Wenn ich in hintertupfingen wohne und es in hinter tupfigne nur eine Bäckerei gibt, ich aber KFZ mechaniker bin dann kann da keine KFZ Werkstatt der welt etas dafür. Es ist nicht die schuld des AN das es da keine Werkstatt gibt aber man kann schon erwarten das hier entweder auf bäcker umgeschult wird oder man da hin geht wo ne werstatt ist. Zu sagen hier gibt es nur bäcker aber ich bin kein Bäcker damit macht man es sich zu einfach.


Deine beispiele sind ohne details. Irgendwer ist gut ausgebildet und findet trotzdem nix oder ist schlecht bezahlt. Siehe beispiel oben. Du kannst der beste KFZ mechaniker der welt sein, es kann in Deutschland einen KFZ mechaniker mangel geben wenn es in deinem Kaff keine KFZ Werkstatt gibt wirst du keinen job finden als kFZ Mechaniker.
Das bedeutet aber nicht das es nicht in Frankfurt oder Hamburk KFZ werkstätten geben kann die grade 20 Mechaniker suchen.
Aber genauso wie du in hintertupfingen keine chance hast was zu finden wird die werkstatt in Hamburg nix finden wenn sich da nur Bäcker bewerben.
Ist jetzt etwas überspitzt dargestellt aber du scheinst es anders nicht zu begreifen und ich hab es oft genug wiederholt.


Wir leben nicht in hollywood das ist klar. Wir leben aber auhc nicht in deiner albtraumwelt in der jeder von Mindestlohn lebt wenn er überhaupt arbeit findet.

Meine einzige aussage ist das du zu schwarz malst. Ich habe nie gesagt das jeder sofort arbeit mit traum entlohnung findet.
Nur das man was tun muss wenn es nicht klappt:
  • Entweder ich gehe hin wo die arbeit ist für die ich passe
  • Oder ich passe mich an den arbeitsmarkt vor Ort an wenn ich nicht passe
Das leben ist kein wunschkonzert du kannst nicht verlangen das sich der arbeitsmarkt daran anpasst was du gerne machen möchtest.
Die meisten Menschen passen zum arbeitsmarkt und sofern es stelle ngibt finden die auch was. Aber es gibt auch berufe die nicht über ganz D gleich verteilt sind. Insbesondere Versicherngen, Banken und Produzenten stzen nun mal nur an ein paar wenigen standorten und suchen folglich genau dieses Personal eben nur da. ISt nun mal so kann der ag nix für. Und damit gibt es eben reginal einen hohen bedarf aber kein ag kann was dafür wenn es den bedarf bei dir eben nicht gibt.

Aber was du als mytos bezeichnest ist einfach nur eine regional unterschiedliche anforderung und felder die zu breit gefächert sind.

Es gibt einen Mangel an z.B. IT Fachkräften.
ABER:
  • es gibt keinen Mangel in hintertupfingen
  • es gibt nicht für alle der gefühlt tausen verschiedene spezialisierungen einen Mangel sondern eben nur für ein paar davon
  • nicht jeder bewerber ist geeignet und nur weil man dringend jemanden braucht muss man nicht jemanden nehmen der nicht geeignet ist. Neue angestellte kosten geld.
Du lebst in einer fantasiewelt wenn du ernsthaft denkst der an müsse nur hier rufen um einen job zu finden und wenn das nicht passiet wäre das ganz alleine Schuld des arbeitgebers.
Die einzige aufgabe des AG ist es eine stelle auszuschreiben und den passenden Kandidaten anzunehmen.
Er ist nicht schuld wenn er nicht da ist wo du bist oder wenn du nicht passt.

Wenn die Betriebe aber Fake-Stellenanzeigen rausgeben, dann haben sie schon Schuld. Glaubst du die Bewerber wollen die ganze Zeit betteln?
 
Das ist der Sinn meiner Fragen. Was TE würdest du tun, wenn du all das hättest, wovon du gerade redest .
Du musst die Dinge zuende denken.

wenn du endlich die Zeit für dich hättest, ohne geringsten Druck oder Einfluss von außen. Womit würdest du dich dann beschäftigen ?

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich alles was du brauchst, denn sie führt dich an das heran, um was es dir wirklich geht.
 
Ist doch auf 9 Seiten geschildert: Meine Ausbildung kotzt mich an und ich habe keine Alternativen die mir Besseres versprechen. Ich hoffe Dampf abzulassen war dir die Verwarnung wert.
Ja, danke der Nachfrage.
Hast Du denn eine Ahnung, was Dir Spaß machen könnte? Extrem wichtig ist auch das kollegiale Umfeld, denn das muss auch passen. Ich habe das Glück, dass ich lange arbeitslos war. Ich konnte mir nur durch Hiwi-Jobs etwas leisten. Meine Eltern waren zu arm, um mich ein Leben lang durchzufüttern. Ich möchte aber auch nicht von anderen finanziell abhängig sein.
 
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