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Hey Leute,

Ich bin ein wenig frustriert über mich und das Leben allgemein. Ich zweifle echr sehr an meiner Zukunft. Weiß nicht, ob es sich lohnt meine aktuelle Ausbildung durchzuziehen, da die Zukunft echt nicht rosig in den Finanzen ist. Bin schon am Überlegen, ob man mit ALGII nicht besser fährt. Da spare ich mir den Ärger, Unsicherheit und den Druck von oben. Bin zwar erst 21, habe auch keinen Bock das bis Mitte oder Ende 60 durchzuziehen. Kinder will ich eh nicht, und Ziele sind auch nicht vorhanden. Ich habe mich auch mal um Infos zu Alternativen bemüht, was so andere Jobs angeht, aber eigentlich will ich echt nicht mehr und es ist erst das zweite Jahr bald rum. Ja ich weiß, ich jammer zu viel in Nächten wie heute. Aber eigentlich will ich morgen nicht aufstehen dafür. Keine Energie da hineinstecken, weil es es eh nicht bringt. Wenn ich mich kündigen lasse, habe ich dann ALGII Anspruch? Wie hoch ist der Zeitanspruch fürs Amt mit den obligatorischen Bewerbungen?
Ich glaube das lohnt sich eher. Dann habe ich endlich Ruhe und Zeit für mich.

Was für ein Job machst du?
Was genau macht dich unzufrieden?
 
endlich Ruhe und Zeit für mich.
um mich in Hobbybereichen (günstigen) auszuprobieren

Was machst Du derzeit, in den letzten Monaten, an den Wochenenden?

Freunde habe ich in letzter Zeit auch vernachlässigt. Wenn dann ich doch in der Arbeitslosigkeit sitze, werde ich sowieso nur wenige Freunde haben.

Was machst Du an Wochenenden?

Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, was ich von meinem Leben haben will. Ich will hier raus und weg

Würde schon, wie auch anderes, zum Verdacht auf Depression passen.
Das ließe sich ja klären.

Ich sehe da gerade keinen Sinn hinter Arbeit. Ich will nicht in dieses System

Du möchtest nur profitieren von diesem System. Sehr inkonsequent und nichts, was dazu beiträgt, dass Du Dich selbst mehr magst.

Nein, meine Hobbys habe ich während des Abis und seit dem Job nach und nach vernachlässigen müssen, weil weder Zeit noch Energie vorhanden ist

Während der Schulzeit bereits energielos, jetzt energielos, das als sehr junger Mensch.

Klingt das für Dich nach einem gesunden jungen Menschen?

Ich kann mich nicht dazu antreiben, weil es mich einfach ankotzt und frustriert!

Würde auch zur Verdachtsdiagnose passen, diese Antriebslosigkeit und das Angekotztsein, keine Freude, kaum Kontakte, keine Ziele.

ich habe Freunde,
beklagen sich, dass sie seit Monaten die Gitarre nícht mehr angerührt haben, maximal 20 Minuten Energie für ein Spiel haben und selbst regelmäßigen Sport zu anstrengend finden, weil die Arbeit alle Energien zieht.

Falsches Umfeld?
Das kann sich ziemlich negativ auf die Entwicklung eines Menschen auswirken.

dass ich nicht mehr zum Sport, Zeichnen und Lesen kommen. Ich schaffe es nicht einmal mehr Freunde oft zu treffen.

Wieder passend zur Verdachtsdiagnose, die Du erwähntest.


Was verstehst Du darunter?

Wie willst Du Dich selbst finden?
Was willst Du tun, um Dich selbst zu finden?

Wenn ich etwas finde, dass mir mehr Spaß macht, ertragbar und "sinnvoll" ist, würde ich das machen und dafür aufstehen. Leider bin ich in meiner Suche danach bis jetzt leer ausgegangen.

Nichts sinnvoll, ertragbar, an nichts Spaß, an anderer Stelle noch Aggressionen beschrieben.
Passt alles dazu:

Mir wurde zwar mal ein Verdacht auf Depressionen genannt

Warum gehst Du dem nicht nach?
Möchtest Du nicht, dass es Dir besser geht, Du leichter und fröhlicher durchs Leben gehen kannst?

dass ich ihm ersten Monat nur zocken und schlafen würde. Vielleicht mich mit dem billigsten Fusel zudröhnen.

Und das war es dann. Du bekommst den A... dann nicht mehr hoch.

Danach würde dann ein paar Bücher aus der Bibliothek zusammensuchen und mich freiwillig, ohne Druck von außen und nach eigenem Interesse bilden

Realität? Oder eher Träumerei?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du das umsetzt?

Was hält Dich an Wochenenden von Bildungsfreizeit ab?

Warum nicht abends ein Buch lesen?
 
Davon abgesehen muss ich dich enttäuschen: Harz IV wird dir keine Probleme ersparen in Gegenteil. Lange Arbeitslosigkeit, besonders unfreiwillige, ist eine Brut Stätte für Depressionen. Mit 21 denkt man natürlich dass es ein Urlaub wäre, aber ständige Freizeit wird auch irgendwann zu Last.
 
Das ist der Sinn meiner Fragen. Was TE würdest du tun, wenn du all das hättest, wovon du gerade redest .
Du musst die Dinge zuende denken.

wenn du endlich die Zeit für dich hättest, ohne geringsten Druck oder Einfluss von außen. Womit würdest du dich dann beschäftigen ?

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich alles was du brauchst, denn sie führt dich an das heran, um was es dir wirklich geht.

Wenn die Antworten ehrliche Antworten sind.
Wenn es sich um etwas handelt, was tatsächlich umgesetzt werden würde.

Es gibt viele, die einiges wollen, aber immer Gründe haben, es nicht zu tun.
 
Davon abgesehen muss ich dich enttäuschen: Harz IV wird dir keine Probleme ersparen in Gegenteil. Lange Arbeitslosigkeit, besonders unfreiwillige, ist eine Brut Stätte für Depressionen. Mit 21 denkt man natürlich dass es ein Urlaub wäre, aber ständige Freizeit wird auch irgendwann zu Last.

Nicht zwingend Depressionen, aber das Amt macht am Anfang einem die Hölle heiß, man muss sich dauerhaft wehren, sinnfreie Maßnahmen ohne jegliche Qualifikationserwerbung. Und Anträge auf Sinnvolle Maßnahmen werden abgeschmettert. Begründet, unbegründet. Man kann selbst die Lottozahlen zuverlässiger vorraussagen als die chance das dir das jobcenter hilft. Viele Hartz4ler geben auf. Ich sehe das bei meinem Nachbarn(Meinem Bruder), die einzige Sache ist was viele halt als Ziel haben: Unvermittelbar und Ruhe auf Lebenszeit, jedes Jahr 1 Antrag stellen bisschen was zusammensuchen, Bescheid vom Anwalt prüfen lassen und den rest der zeit Ruhe.

Manchmal hat man das gefühl das man für Aktivität vom Jobcenter bestraft wird.
 
Hey Leute,

Ich bin ein wenig frustriert über mich und das Leben allgemein. Ich zweifle echr sehr an meiner Zukunft. Weiß nicht, ob es sich lohnt meine aktuelle Ausbildung durchzuziehen, da die Zukunft echt nicht rosig in den Finanzen ist. Bin schon am Überlegen, ob man mit ALGII nicht besser fährt. Da spare ich mir den Ärger, Unsicherheit und den Druck von oben. Bin zwar erst 21, habe auch keinen Bock das bis Mitte oder Ende 60 durchzuziehen. Kinder will ich eh nicht, und Ziele sind auch nicht vorhanden. Ich habe mich auch mal um Infos zu Alternativen bemüht, was so andere Jobs angeht, aber eigentlich will ich echt nicht mehr und es ist erst das zweite Jahr bald rum. Ja ich weiß, ich jammer zu viel in Nächten wie heute. Aber eigentlich will ich morgen nicht aufstehen dafür. Keine Energie da hineinstecken, weil es es eh nicht bringt. Wenn ich mich kündigen lasse, habe ich dann ALGII Anspruch? Wie hoch ist der Zeitanspruch fürs Amt mit den obligatorischen Bewerbungen?
Ich glaube das lohnt sich eher. Dann habe ich endlich Ruhe und Zeit für mich.

Sorry, aber du stellst dir das mit dem Hartz IV bissl falsch vor.

Denkst du, du kriegst Geld vom Staat einfach so und kannst dann Zuhause dir nen schönen Lenz machen?
Ich weiß nicht mal ob man mit 21 überhaupt berechtigt ist, Hartz IV beantragen zu können.

Du schreibst, dass dem Ärger und Druck entkommen willst. Da bist du beim Amt aber ganz falsch. Glaub mir, mit ALG II wird dir das Amt aber sowas von am Nacken sitzen, gerade, wenn man so jung ist. Die werden dich nicht bemuttern. Du musst ein Haufen Auflagen erfüllen und bei den kleinsten Fehler und Unaufmerksamkeiten hauen die dir gleich einen Sperrfrist rein, wo dann für ein paar Wochen oder Monate gar kein Geld bekommst. Auch bei Eigenkündigungen. Ich kenne das von meinem Cousin. Nix mit Ruhe und Freizeit. Die drillen dich so lange, bis du eine Anstellung findest und wenn du dich nicht an Regeln hältst (übrigens auch, wenn du dafür gar nichts kannst), dann zack gibt's Sanktionen. Und die sind empfindlich. Du darfst auch nicht einfach reisen oder das Land verlassen.

Du wirst von vorne bis hinten kontrolliert. Du darfst nur eine bestimmte Summe verdienen, zusätzliche Verdienste, auch finanzielle Hilfen etc. das muss alles offengelegt werden. Urlaube müssen angemeldet werden, bei jedem Scheiß muss man einen Antrag stellen, wenn du zu Terminen eingeladen wirst und nicht kommst oder zu spät kommst, auch wenn du nur ein Blatt eines Formulars nicht abgibst gibt's richtig Ärger. Die lassen mit sich nicht spielen. Das wirst du dann auch merken.

Bei meinem Cousin haben die eine 3-Monatige Sperre reingedrückt, weil er einmal nicht an die Tür gegangen ist, als einer vom Amt geklingelt hat. Die haben dann gedacht, er sei nicht anwesend.

Keine Ahnung, wer dir erzählt hat, dass man mit Hartz IV ein chilliges Leben führen kann - aber ich sag dir: es ist NICHT so!

Das, was man oft im Fernsehen sieht, sind die "Unvermittelbaren"... aber da musst du schon krasse Gründe haben. Aber mit 21? Vergiss es.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht zwingend Depressionen, aber das Amt macht am Anfang einem die Hölle heiß, man muss sich dauerhaft wehren, sinnfreie Maßnahmen ohne jegliche Qualifikationserwerbung. Und Anträge auf Sinnvolle Maßnahmen werden abgeschmettert. Begründet, unbegründet. Man kann selbst die Lottozahlen zuverlässiger vorraussagen als die chance das dir das jobcenter hilft. Viele Hartz4ler geben auf. Ich sehe das bei meinem Nachbarn(Meinem Bruder), die einzige Sache ist was viele halt als Ziel haben: Unvermittelbar und Ruhe auf Lebenszeit, jedes Jahr 1 Antrag stellen bisschen was zusammensuchen, Bescheid vom Anwalt prüfen lassen und den rest der zeit Ruhe.

Manchmal hat man das gefühl das man für Aktivität vom Jobcenter bestraft wird.

Nicht immer ist das JC böse und schuldig. Meine Sachbearbeiterin zb. ist echt lieb und engagiert, hilft mir in verschiedene Maßnahmen zu bringen. Doch auch sie kann dem Personaler nicht dazu bringen mich einfach zu nehmen oder mich nicht für kostenlose Probearbeit auszunutzen. Der Personaler sieht trotzdem in mir einen Menschen, der außer nackten Abitur nix vorzuweisen hat und sonst wie nicht in die Gesellschaft reinpasst, weil ich halt Charakter mäßig komisch bin und mich verstellen müsste. Aber man kann nicht ewig Theater spielen und der wahre Charakter bricht doch früher später durch, weshalb ich mir selbst einen Nischenbereich versuche zu suchen.
 
Schlafen , zocken , billiger Fusel im ersten Monat ...hat der TE schon gesagt.
Dann autodidaktische Selbstbildung, um des Interesses Willen und der Fragen über die Welt.

Er möchte nicht schmarotzen, sondern Zeit für sich.

Er empfindet die Ausbildung nicht als sinnvoll oder lohnenswert.

Er ist 21.

Er spricht von Depression, der aber nicht weiter nachgegangen wurde.

Also ich sehe das so , Deine momentane Bildung wird nicht ausreichen, damit Du nicht in den Rastermühlen des Systems zermahlen wirst, bis man vielleicht mal feststellt, das Du wirklich unter Depression leidest.

Das solltest Du mal als allererstes abklären ab zum Hausarzt , nen Termin bei nem Psychologen machen u.U. hilft da auch die Berufsschule, die haben ggf. Ärzte an der Hand.
Der Hausarzt kann Dich ggf. auch so lange krankschreiben, wenn es für Dich und Deinen psychischen Zustand nicht möglich ist die Ausbildung zu machen.

Du beklagst fehlende Motivation , Du sagst , das es Dir , wenn es Dir Spaß machen würde, viel leichter fallen würde dahin zu gehen, so als wenn Du Dich auch darauf freust.
Du betrachtest aber die Ausbildung momentan als negativ.
Nicht als neutral , was sie realistisch ist.
Auch nicht als positiv.

Realistisch ist sie neutral, weil die Ausbildung der zweite Schritt auf der Hirarchiestufe des Berufslebens ist , die erste ist der "Ungelernte" , Du bist nachher per Gesellenbrief ein "Gelernter".

Es fällt nicht jedem gleichermaßen leicht , die einen haben gute die anderen schlechte Noten, aber psychisch sollte keinen die Ausbildung niederdrücken, manche Betriebe leben leider noch nach dem Gusto Lehrjahre sind keine Herrenjahre und die Azubis leiden drunter ....
aber wir haben ein Gesundheitssystem.

Dieses gibt her , den Menschen der psychisch nicht in der Lage ist zu arbeiten , seine Ausbildung zu machen, eigenverantwortlich zu handeln, so zur Seite zu stehen, daß auch diese Menschen nicht wie Ausgestoßene verrecken müssen, so wie früher.
Dieses System gibt her das die Leute Hilfe erfahren. Die Leute die die Hilfe in Anspruch nehmen und sich bereiterklären die negative Sicht einer positiven gegenüberzustellen, die erkennen, das ihnen selbst die positive besser gefällt.
Sprich - Du mußt wieder so gesund und antriebsstark werden, das Dir das Leben Spaß macht und wenn schon die Umwelt und das System Kacke ist, weils verseucht ist, so wäre doch eher da die Entseuchung angebracht, als in Deiner Psyche die Depression.
 
Wenn die Betriebe aber Fake-Stellenanzeigen rausgeben, dann haben sie schon Schuld. Glaubst du die Bewerber wollen die ganze Zeit betteln?
Wo ist der beleg dafür das es die gibt?
Und wie schon erwähnt das erneute einstellen einer Stellenausschreibung ist kein beleg das kommt normalerweise daher das jemand abgesprungen oder in der probezeit gegangen ist bzw. gekündigt wurde oder das die erste ausschreibung keinen passenden bewerber brachte.
 
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