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Geht ja nicht jeder mit der Einstellung heran. Gibt ja genug Leute die ihren Job als ertragbar und toll empfinden.


Merkst du was? Du bist einfach jemand, der keinen Bock hat und möchtest, dass die anderen für dich mitarbeiten. Und die Einstellung findest du toll?
 
Ich glaube nicht, dass wenn ich mit dem aktuellen Job weitermache, das 45 Jahre gut gehen wird.

Weshalb denkst Du überhaupt, Du würdest 45 Jahre dasselbe machen? Das tut heute doch kaum noch jemand.

Diese Ausbildung ist nur ein Grundstein, wie die erste Hürde bei einem Computerspiel.
Du springst auf dieses Treppchen, balancierst Dich dort aus und lernst dabei noch ein paar Aufgaben zu erfüllen - hier 'nen Ball fangen, da einen anderen weitergeben.
Manche fallen runter, versuchen es erneut oder bleiben liegen.
Du willst Dich gerade runterstürzen.

Ohne zu erkunden, wo es Gabelungen in verschiedene Richtungen gibt und welche die für Dich interessantesten, leichtesten, erfüllendsten Sprünge wären.
Mit etwas vorausschauender Planung erreichst Du vielleicht ein Level, abseits vom Hamsterrad, das Du Dir nie vorstellen hättest können.

Dazu braucht es Neugierde. Mut. Den Willen, sich das zu holen.

Statt am Boden liegen zu bleiben. Was man sich eine Weile schönreden kann. Aber sicher nicht dauerhaft.
 
Welche Hobbys?
In was warst Du früher gut?
Deine Eltern sind in der Pflicht, solange Du Dich zielstrebig um eine Ausbildung bemühst. Wirfst Du hin, dürfen sie auch hinwerfen.
Raus, weg - wohin?
Was ist dort konkret anders?
Du wärst derselbe Mensch, Dich nimmst Du ja mit.
Das klingt nach "ich will durchgefüttert werden". In welchem anderen Land wird man das mehr als hier?
Und hier taugt es Dir schon nicht...
Rücksicht? Respekt? Fairness? Ehrgefühl? (Liste nach Belieben ergänzen)
Vielleicht aber auch - ich kenne Euer Verhältnis nicht: Brainstorming? Ideen? Anregungen? Alternativen? Auszeit verhandeln? ...(Liste nach Belieben fortsetzen)
Das erscheint mir schon auffällig. Ich kenne viele junge Leute mit Abi, die jetzt studieren oder eine Ausbildung machen.
Hobbys einschränken mussten viele, aber auch nicht alle.
Aber sie aufgeben? Kenne ich so nicht. Die hatten immer noch ausreichend Freizeit, gingen Hobbys nach und Feiern, ins Schwimmbad.
Organisierten teilweise nebenbei noch Events oder gingen einem Ehrenamt nach.
Das änderte sich auch nach dem Abi nicht.

Hast Du Dich mal durchchecken lassen?
Organisch und psychisch alles ok?



Das kann ich nachempfinden.
Vielleicht nimmst Du das zu ernst?

Du könntest es auch als eine Art irres Spiel sehen oder denken "Die wollen verarscht werden, möchten eine Show? Na, dann liefere ich mal überzeugend."




Wo liegen Deine Stärken?
Wo Deine Schwächen?
Wie kannst Du beides nutzen, um Dir relative Freiheit durch ein überdurchschnittliches Einkommen mit so geringem Einsatz wie möglich zu organisieren?

Das kann bedeuten, Dich ein paar Jahre in etwas reinzuknien, um dann entspannt zu grinsen und nur noch so viel zu arbeiten wie Du möchtest.
Mit Ehrgeiz erreichem das manche über Selbständigkeit, wozu sie vorher in einem Betrieb, einem Studium Wissen/Können anhäufen.

So kann es doch viel eher gelingen sich "frei" zu fühlen als am Existenzminimum mit Druck des Amtes!?!



Das klingt nicht gesund.



Das hat Andreas schon erklärt, so, mit dieser Denkweise, funktioniert ein System wie unseres nicht.
Wenn viele diese Denkweise ausleben, ist es zum Scheitern verurteilt.
Was für einige ziemlich bitter wäre.

Auch ein BGE muss irgendwo herkommen.
Aber da greift das, was Du selbst schreibst: kindisches, unreifes Denken. Wenn Du Dir das erlaubst, pass nur auf, dass Du Dir damit nicht langfristig ziemlich schadest.

An Deiner Stelle würde ich gut überlegen und planen, wie ich dieses System für mich am idealsten nutze, so dass das Leben möglichst bequem wird.
Und bequemer ist es mit mehr Geld und ohne Druck.

Könnte Dir die Ausbildung irgendwie nützen, dahin zu kommen? Als Grundstein? Ließe sich das dort gelernte mit etwas anderem kombinieren und sich daraus etwas kreieren, das Dich mit viel Einsatz in kurzer Zeit möglichst weit bringt? So dass Du dann eine entspannte Kugel schieben kannst?

Kann ein Hobby ein einträgliches Standbein werden?

Einfach mit verschiedenen Gedankenansätzen spielen.

Außer Du bist überzeugt, dass Du mit Hartz glücklich wirst. Dann mach das und wirf hin.
Dann liegt wohl eine große Diskrepanz zwischen meinen und deinen Bekannten. Im Studium mag das nochmal anders sein, aber ich habe Freunde, die gerade Berufseinsteiger sind und ihre AUsbildung und Studium hinter sich gebracht haben und froh sind, wenn sie am Wochenende mal länger schlafen können. Viele beklagen sich, dass sie seit Monaten die Gitarre nícht mehr angerührt haben, maximal 20 Minuten Energie für ein Spiel haben und selbst regelmäßigen Sport zu anstrengend finden, weil die Arbeit alle Energien zieht. Gerade ein Tischler hat sich beklagt, dass er sehr selten seine Freundin sieht, weil es Überstunden ohne Ende leisten muss und danach einfach es nicht mehr schafft. Alles Einzelbeispiele, die jetzt nicht repräsentativ sind, aber sagen sollen, dass es nicht an mir selbst liegt, dass ich nicht mehr zum Sport, Zeichnen und Lesen kommen. Ich schaffe es nicht einmal mehr Freunde oft zu treffen.

Immerhin gut zu wissen, dass meine Eltern nicht mehr hinzugezogen werden, wenn ich es lasse.

Raus und weg im Sinne von mal Zeit für mich, neue Impulse sammeln. Das geht halt nicht unbedingt als "Termin" in meinem Urlaub. Selbstfindung von Montag bis Mittwoch, oder wie?

Das ganz große Problem an den IHK- und BfA-Tests ist, dass ich das Gefühl habe, dass Sie entweder auf bestimme "Mangelberufe" lenken wollen. Das, oder meine Interessen und Fähigkeiten klaffen so stark auseinander, dass da nur wenig Mittelweg bleibt. Zum Beispiel habe ich eine "überdurchschnittliche Abstraktionsfähigkeit" (nahe 100%) in den Tests erhalten, die mich zum Ingenieursstudium lenken wollten. Finde ich eben sehr weit von meinem tatsächlichen Können. Daraus konnte ich kaum Orientierung gewinnen.
Meine Hobbys sind nicht lohnenswert und ich will sie nicht für einen Beruf verschandeln, das bisschen Interesse, dass noch geblieben ist.
 
Kann schon sein, aber Arbeitslosensicherung ist halt auch nur ein Bereich der Sozialausgaben. Dann gibt es noch Ausgaben für Alte, Kinder, Kranke, etc. Kann mich zwar auch irgendwann betreffen aber vor Allem Altern ist sowieso unausweichlich. Zudem gibt es ja noch genug Leute die ihren Job aushalten zu scheinen. Ich glaube nicht, dass wenn ich mit dem aktuellen Job weitermache, das 45 Jahre gut gehen wird. Eher werde ich als Depressiver in einer Anstalt rumgammeln und verwesen. Dann bin ich unwiederruflich auf den Sozialstaat angewiesen, oder nicht?

Du KANNST auch morgen von einem LKW überfahren werden, aber trotzdem wirst du vermutlich morgen aufstehen, oder? 😎
Wenn dein Lebensmotto ist, dass du nichts versuchst solange du keine Garantie hast, dass es bis zum Lebensende gut geht, wirst du nie irgendwas versuchen.

Und glaubst du als Langzeit-Hartz 4 Empfänger hättest du keine Depressionen?
Ich kenne sowohl aus Sicht des Jobcenters als auch privat Langzeit-Hartz 4 Empfänger. Fast alle sind "komisch". Sie stehen außerhalb der Gesellschaft, haben komisch bis extreme Ansichten, folgen politischen Verschwörungstheorien oder haben Feindbilder aufgebaut. Mal sind es die Politiker, mal die Ausländer, mal die Kirche Schuld. Meine Mutter bezieht seit über 15 Jahren Hartz 4, Gespräche mit ihr sind ausschließlich "Depri-Talk".

Wenn du in eine Anstalt willst, ist Hartz 4 vermutlich der schnellste Weg dahin...
 
Hast du an der Berufsschule oder im Ausbildungsbetrieb eigentlich eine Vertrauensperson, mit der du sprechen kannst?

Ich behaupte mal, deine Einstellung jetzt kommt aus einer momentanen großen Unzufriedenheit und Zielsuche. Du klingst ja nicht immer total unreif, so nach dem Motto "ach was, Hartz IV, das machen doch nicht alle, wenn ich das mache, ist das doch nicht schlimm".

Du klingst ab und zu ganz vernünftig. Dann erkundige dich bitte, informiere dich, was du als Alternative zu der Ausbildung und Hartz IV tun kannst. Glücklich wirst du wohl mit beidem nicht.
 
dass es nicht an mir selbst liegt, dass ich nicht mehr zum Sport, Zeichnen und Lesen kommen. Ich schaffe es nicht einmal mehr Freunde oft zu treffen.

Den Zustand kenne ich, kommt immer wieder.
Nur sehe ich im Gegensatz zu Dir, dass das an mir liegt und keinesfalls der Norm entspricht.
Woran es bei mir liegt, weiß ich auch.

mal Zeit für mich

Du stehst am Anfang Deines Arbeitslebens. In Kindheit und Jugend hat man auch Zeit für sich, manche mehr, manche weniger.
Nutzen muss man sie halt.

Nach einem Arbeitstag kannst Du direkt nach Hause fahren und nichts tun, vor Glotze oder PC hängen und wirst keine Erholung finden.
Oder Du kannst etwas FÜR DICH tun. Sport, kleine Unternehmungen.
Dein WE aktiv gestalten.

Was ist mit den Wochenenden?
Wie nutzt Du da die Zeit für Dich?

Hobbys und Freunde hast Du ja ziemlich aufgegeben.

Was bedeutet für Dich "Zeit für Dich"?

Irgendwie habe ich das Gefühl, es könnte eine Depression oder etwas anderes bei Dir im Spiel sein.
Hadt Du das mal abgeklärt?


ich will sie nicht

Das ist die Quintessenz, die ich hier im Strang bisher sehe.
Du willst nicht.

Kannst Du. Passt. Ist Dein Leben.
Es scheint Dich nur nicht zufrieden zu machen. Du scheinst Dich nicht zufrieden zu machen...
 
Meine Hobbys sind nicht lohnenswert und ich will sie nicht für einen Beruf verschandeln, das bisschen Interesse, dass noch geblieben ist.

Dann überleg mal wie viel davon noch übrig bleibt wenn du quasi nix anderes mehr machen kannst.
Das was du befürchtest wenn du Hobbies zum Beruf machst (kann ich nachvollziehen) tritt auch auf wenn du dich privat nur damit beschäftigst.

Die wenigsten können sich auf ein eigenens interesse stundenlang und ausschließlich konzentrieren ohne das es irgendwann nervt. Es ist zu beneiden wer es kann aber es sind nicht viele. Und das passiert eben auch wenn man Zeit hat.
Man mag jammern das man nur 20 min für die gitarre hat und die schuld der arbeit geben oder man hockt vor dem PC weil kein bock auf gitarre und hat den selben effekt. Die meisten die jammern das sie nur so und so lange zeit für x haben haben die weil sie dem nicht mehr zeit geben. Und würden das auch so nicht mehr tun.
Aber mit einem Job hast du alternativen.
Ich zocke gerne mal ab und an.

Nach der arbeit abernds ggf auch mal 4h. Aber wenn ich nen wochenende nur zocke hängt es mir bereits nach 2 Tagen zum hals raus. Wenn ich bedingt durhc den job weniger Zeit habe und nur ab und zu dazu komme dann nicht. Ich kann es daher als hobbie viel mehr genießen.
 
Dann liegt wohl eine große Diskrepanz zwischen meinen und deinen Bekannten. Im Studium mag das nochmal anders sein, aber ich habe Freunde, die gerade Berufseinsteiger sind und ihre AUsbildung und Studium hinter sich gebracht haben und froh sind, wenn sie am Wochenende mal länger schlafen können. Viele beklagen sich, dass sie seit Monaten die Gitarre nícht mehr angerührt haben, maximal 20 Minuten Energie für ein Spiel haben und selbst regelmäßigen Sport zu anstrengend finden, weil die Arbeit alle Energien zieht. Gerade ein Tischler hat sich beklagt, dass er sehr selten seine Freundin sieht, weil es Überstunden ohne Ende leisten muss und danach einfach es nicht mehr schafft. Alles Einzelbeispiele, die jetzt nicht repräsentativ sind, aber sagen sollen, dass es nicht an mir selbst liegt, dass ich nicht mehr zum Sport, Zeichnen und Lesen kommen. Ich schaffe es nicht einmal mehr Freunde oft zu treffen.

Was machst du denn dann mit all der Freizeit - außer ausschlafen?
Freunde treffen vermutlich nicht wirklich, denn die meisten werden arbeiten, Familie gründen etc.....
 
Mal angenommen, du würdest bekommen was du willst: Hartz 4, Geld einfach so, ohne zu Arbeiten, und davon so viel wie du gerade brauchst.
Was würdest du dann mit der neuen Freizeit machen ? Womit wurdest du sie am Liebsten füllen ? Bzw. Wenn du Geld und Zeit und keine Verpflichtungen hättest : was würdest du dann am liebsten tun ?
 
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