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Liebe, was ist das?

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Eine Frau sagte mir mal, dass sie mich tragen würde, aber dies nicht immer so sein wird. Hatte sie da schon mein Todesurteil ausgesprochen? Nein, sie hatte mich etwas gelehrt.
 
Es mag jetzt etwas dramatisch, melo-dramatisch, überraschend, romantisch oder einfach nur übertrieben klingen, aber ja, wahre Liebe kennt keine Zeit, keinen Ort, keinen Neid und kein Besitzdenken.
 
Ich meine auch: Dass Liebe im Sinne einer Partnerschaft nicht maßgeblich Selbstbefriedigung ist, sondern der Wohlstand, das Wachstum und das Glücklichsein des Partners.

Ist doch vollkommen logisch, oder?
 
Oft ist es wohl ganz simpel so, dass Menschen nicht zufrieden damit sind, Liebe zu geben, sondern auch Liebe bekommen wollen. Und ich denke, dass das ein gewaltiges Problem ist.

Ich stelle es mir sehr schwierig vor, seine ganze Liebe ins Leere laufen zu lassen. Ich meine, es gibt Menschen, die können das. An empfundener Liebe festhalten, die gar nicht beachtet und angenommen, geschweige denn erwidert, oder manchmal sogar mit Füßen getreten wird. Aber ich könnte das nicht (bzw. höchstens für sehr kurze Zeit - bis ich in der Realität angekommen bin) und würde auch niemals jemanden darin bestärken.
 
Ich meine auch nicht, "dass man seine Liebe ins Leere laufen lassen sollte".

Eher meine ich, wie bereits angemerkt, dass man im Grunde nur Einfluss darauf hat, "Liebe zu geben", aber nicht so sehr oder gar nicht darauf, "Liebe zu bekommen" bzw. "zurückzubekommen". Da muss man sich gewissermaßen "überraschen lassen", was einem das Leben gibt oder eben auch nicht gibt.

Insofern sehe ich Liebe nicht zuletzt als Lebens- bzw. Handlungsmaxime, nicht zwingend als liebevolle Partnerschaft zwischen zwei Individuen. Auf das erstere hat man aus meiner Sicht Einfluss, auf das zweitere nicht oder zumindest weniger.

Wenn ich jemanden nun nicht liebe, dann ist das einfach so. Und wenn mir jemand mit seinen Handlungen oder Gefühlen "auf die Füße tritt", ob nun Partner oder nicht, dann muss ich die "Beziehung" ja nicht aufrecht erhalten, sondern muss mich ggf. verteidigen/abgrenzen, im ärgsten Fall vielleicht zum Angriff übergehen.
 
Gut, das geht jetzt sehr weit, aber ja, nennen wir es ruhig "Seelenheil". Im Leben und in der Liebe ist mein Seelenheil doch wichtig.

Wenn nun ein anderer mein Seelenheil versteht, es respektiert, mag, gar liebt, dann ist eine gute Beziehung oder gar Liebesbeziehung möglich.

Wenn ein anderer mein Seelenheil jedoch nicht versteht, es nicht respektiert, es zu dezimieren sucht, es gar angreift, dann ist das doch ganz klar eine Kriegsansage.
 
Manchmal, wenn ich mich so umschaue, muss ich mich wohl glücklich schätzen, dass ich keinen Partner habe und vielleicht niemals einen abbekommen werde.

Manche Geschichten sind ja schlechter als jeder Horrorfilm. Würde mir nur schlaflose Nächte bereiten.
 
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