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Liebe, was ist das?

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Man kann es versuchen - einen anderen Menschen zu verändern. Die Schwierigkeit des Unterfangens sollte einem aber durchaus bewusst werden, wenn man sich alleine vorstellt, wie schwierig es ist, sich selbst zu verändern.
 
Und manchmal mag es wohl auch so sein, dass junge/unbedarfte Frauen und Männer als "liebenswerter" angesehen werden, weil diese ja formbarer sind. Und ich denke, dass darin ein gewaltiger Denkfehler steckt.
 
Was viele Menschen in meiner Sicht vergessen haben, ist, dass Liebe👎 in erster Linie ein Tu-Wort ist, kein Substantiv.

Menschen hoffen also darauf, dass sie eines Tages lieben würden, tun es aber jeden Tag nicht. Ein kleines Dilemma, würde ich sagen.
 
Nachtrag:

Klar, ich stelle "das alles" jetzt ein bisschen auf den Kopf, aber es ist keinesfalls abseits jeglicher Logik.

Viele würden sagen: "Ich muss doch aber einen Partner haben, um lieben zu können."

Ich aber würde sagen: "Du musst lieben können, um einen Partner haben zu können."
 
Die interessante Frage diesbezüglich ist vielleicht: Wie verbringe ich meine Tage liebevoll?

Wie sollte meine Einstellung, meine Fähigkeiten, meine Handlungen sein?
 
Ergänzung:

Um eine andere, also eine visuelle Struktur aufzuzeigen, kann man sich den Menschen auch einfach als horizontale Linie vorstellen:


Im "Grundzustand" sind alle diese Linien gleich und passend zueinander. Gleichfalls sind auf dieser Linie, die eigentlich unendlich weit nach links und rechts geht, alle Fähigkeiten/Möglichkeiten/Eigenschaften des Menschen abgebildet. An jedem Punkt, oder auch mehreren Punkten gleichzeitig, dieser Linie kann nun ein Ausschlag nach oben oder unten erfolgen, was repräsentiert, dass der Mensch irgendeine Form von "Aktivität" aufweist. Daraus ergeben sich bestimmte Muster, die jedem Menschen eigen sind, und je nach Person und Lebensumständen mehr oder weniger dynamisch.

Im Zweifel sieht das dann vielleicht so aus.

Um Dein Diagramm (link) aufzugreifen: was dort als Sinuskurven dargestellt wird, sind in Wirklichkeit Kreislinien (vgl. Winkelfunktionen). Sich die Struktur des menschlichen Seins als Kreislinien vorzustellen ergibt erst den tats. kompletten Sinn, sagt aber auch was aus?: Veränderbarkeit nur auf diesen Kreilinien, vom Negativen zum Positiven, vom Konservativen zum Progressiven - und wieder zurück...
 
Wenn ich mir die ganzen postings, soweit mein Überblick reicht, in Erinnerung rufe, gibt es da doch grundlegende Widersprüche. Grundsätzlich ist der Mensch doch so veranlagt, daß seine Liebe immer einen Bezug braucht - und sei es das eigene Spiegelbild. Der Mensch kann also nur etwas oder jemanden lieben. Manche lieben ihr Auto, andere ein Haustier und wieder andere Bilder, Briefmarken, Menschen, Berge, Bäume, manche sogar ihre Peiniger - oder was auch immer. Darin, in der Vielfalt, liegt wohl auch die Schwierigkeit, Liebe (in Form einer Definition) zu erklären. Doch eines steht bei aller Vielfalt fest: der Mensch kann keine Liebe empfinden ohne einen Bezug.
Geht er diesen Bezugs verlustig, überkommen ihn "Entzugserscheinungen" (wurde medizinisch nachgewiesen) - und er sucht einen neuen Bezug. Ohne Bezug, ohne "Projektionsfläche" für seine Liebe ist der Mensch vlt. zufrieden, aber nicht glücklich.
 
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