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Liebe, Sexualität, Pornografie, Sexualerziehung & Co

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@Tine:

es sollte dir keine Angst machen nicht in die Menschen rein gucken zu können..vorsichtig und umsichtig sein genügt.

@Darkside:war mir klar warum du zurück gekommen bist und finde deine klare Analyse wichtig in diesem thread.
Ich kenne NewMan nicht und bewerte ihn nicht...auch nicht als gut...er könnte alles mögliche sein..und rein gute Menschen gibt es eh nicht, geschweige denn einen pädofilen Gutmenschen. Jeder hat so seine Macken und hat damit zu kämpfen.
Als guten Pädofilen würde ich ihn auch nicht vorschnell bezeichnen...es gibt da auch einige Punkte die mir weniger gut erscheinen...z.b diese Einseitigkeit und Fixiertheit auf das Thema..wenn jemand nicht beruflich oder sonstwie sozial gebunden im Leben steht finde ich das etwas bedenklich, denn ich frage mich: wie will man innere Stabilität aufbauen ohne auch andere wichtige Dinge in seinem Leben zu haben und indem man nur um sich selbst und seinen Sextrieb kreist?

Das mit dem auf eine Stufe stellen mit Verfolgten mache ich z.b auch nicht...passt ja auch nicht....

Was das reintrampeln NewMans in diesen thread angeht..nunja das empfinde ich nicht so..ich bin da halt etwas emotional unberührter und auch nicht so revierverteidigungsmäß orientiert denke ich. Es kommt was kommt und damit kann man an sich schon fertig werden. Wie du ja bereits schriebst hat man wenig Einfluss darauf wer alles in öffentlichen threads postet...das war mir von Anfang an bewusst, daher nehme ich alles wie es kommt, fertig.

Du hast natürlich Recht damit dass NewMans Heroisierung normalen Sozialverhaltens ein wenig übertrieben ist...aber grundsätzlich ist es halt lobenswert wenn jemand sich bemüht sich angepasst sozial zu verhalten. Im Fall von Pädofilie also einer strafbaren Haltung tut sich ein Mensch mit dieser Neigung ja an sich in erster Linie sich selbst einen Dienst damit sich damit auseinander zu setzen und seinen Trieb unter Kontrolle zu halten, damit er dem Knast entgeht.

@Collie:

ich erwarte dasselbe...also dass sich ein Pädofiler halt keinem Kind in sexueller Absicht nähert.
Und in Sachen Schamgefühl sehe ich es ähnlich..das ist nix Schlimmes sollte aber nicht in zu große Unsicherheit oder Gehemmtheit und Angst ausarten.


@Amsel76: ich finde es gut dass du dich damit auseinander setzt und interessiert daran bist was in anderen Köpfen vor sich geht.

Wichtig für dich fände ich dass du klärst wie du zu dir selbst stehst...wie du deine Vergangenheit kritisch verarbeitest und für die Zukunft gewisse Grundregeln für dich aufbaust. Das will ich nicht von oben herab sagen..sondern nur als praktischen Tipp für dich geben.

Ja man kann Kinder zu einer gesunden Sexualität erziehen..dazu gibt es auch viele Anleitungen, Sachbücher, oder aber auch Erziehungskurse, Fortbildungen, Vorträge zum Thema...man muss sich damit halt auseinander setzen und dafür interessieren und einen Weg finde sich das notwendige Wissen dazu an zu eignen.

Stimmt du hast Recht wichtig wäre wenn man Kindern und Jugendlichen ständig vermittelt wie man sozial miteinander umgeht. Wenn ein männlicher Jugendlicher aus einer Familie stammt in der der Vater ein schlechtes Vorbild ist und auch die Mutter kein gutes Vorbild ist und sich viel Mist antun läßt...hat man natürlich Nachteile..In jedem Menschen steckt jedoch das Grundgefühl dafür was richtig oder falsch ist...bei einigen ist dieses Gefühl ggf nie gefördert worden...oder liegt verschüttet. Wichtig ist dann dass man sich selbst bemüht einige Defizite auf zu holen, dazu zu lernen. Es bleibt einem da auch keine andere Wahl..denn wenn man sich ständig sozial auffällig verhält und gegen moralische Regeln oder rechtliche Gesetze verhält macht man ne Dauerkarriere im Knast und wird Außenseiter...gemieden.

Wichtig für Jugendliche oder auch Männer die diese Entwicklungsphasen verpasst haben ist zu lernen angemessen mit ihrer Sexualität um zu gehen...denn ein ungebremster Trieb kann sehr zerstörerisch wirken..auf das Leben anderer und auch das eigene Leben.
Moral, d.h sich an gewisse moralische Grundregeln halten (du sollst nicht verletzen, andere achten, Respekt zeigen etc.) ist sone Art Triebbremse...oder sagen wir eher Kanalisierung eines Triebes in angemessene, sozial angepasste Bahnen.
Selbstachtung aufbauen und Achtung vor anderen...ist grundlegend.
Zur normalen Achtung gehört natürlich auch dass man andere Menschen (egal ob Männer oder Frauen) nicht einfach so berührt wie man will...gegenseitiges Berühren erfordert gegenseitiges Einverständnis dazu..das ist eine wichtige Grundregel.

Wo und wie man das lernen kann? Per Auseinandersetzung mit anderen Menschen und ggf in einer Verhaltenstherapie...es ist wichtig sich einige Dinge bewusst zu machen...darüber nach zu denken, neu in seinem Kopf zu ordnen...ist harte Arbeit aber eine wichtige Arbeit.

@NewMan: ich würde dir raten weniger zu theoretisieren und zu denken und zunächst den Fokus auf Aufbau weiterer identitätsstiftender Dinge in deinem Leben zu richten...ein wenig weg kommen von der Fixiertheit auf das Triebthema und mehr hin zu einem normalen Leben..also mit Beruf (gezielt Beruf auswählen, ggf wechseln), Arbeit etc..dann ergibt sich sehr vieles an sich von selbst.
Die Auseinandersetzung mit deiner speziellen Neigung sollte natürlich weiter neben her laufen, per Therapie etc...aber allein die Therapie oder auch Forenbeiträge etc. wird dich nicht ausreichend festigen denke ich.

Du brauchst dich für nichts entschuldigen...wichtig wäre mir eher dass du dich um dein Leben kümmerst um wirklich gefestigt genug zu werden. Setze deine Energie sinnvoll ein..du vergeudest deine Zeit und Lebensenergie (die du woanders sinnvoller für dich einsetzen könntest) andere Menschen überzeugen zu wollen dass etwas per se geächtetes (= Pädofilie) auch gut sein kann oder zumindest tolerierbar..Hier musst du niemanden überzeugen dass du ein guter Pädofiler bist und kannst auch nicht in einem anonymen Forum erwarten dass dir das pauschal abgekauft wird. Ob du ein guter Mensch bist erweist sich ohnehin nur im realen Leben, in deinem Handeln und niemals in tausend in anonymen Foren reingetippten Worten.
Und es reicht an sich wenn du deinen Platz im Leben findest und dich dort als guter Mensch beweist/erweist und dich wie wir alle an gewisse Normen und Regeln hältst...
Ein wenig loslassen von unrealistischen Erwartungshaltungen wäre wichtig...es ist nicht nötig dass du die ganze Welt davon überzeugst dass du kein Monster bist und Kontrolle möglich ist..das wissen viele an sich per se und wichtig ist vor allem dass dein privates reales Umfeld das weiss und anerkennt.

Also: Auseinandersetzung ist wichtig für dich aber das richtige Maß dabei ist auch wichtig..sonst wird das ganze eher zur Fixierung und damit dürfte der Schuss nach hinten losgehen...
Prioritäten setzen..z.B anfangen dich beruflich zu orientieren und andere normale Dinge in dein Leben einbauen...andere Interessen...

@Ibo.030: dies ist ein Spezialthread...mit dem Thema Sexualität...das heißt aber noch nicht dass dieser thread die gesamte WElt und das gesamte Spektrum des Menschseins repräsentiert.

Es stimmt jedoch dass Menschen hoch sexualisierte Tiere sind...aber anteilmäßig dürften die meisten nicht sexsüchtig sein...wären sie das würde Gesellschaft nicht existieren.
Menschen sind auch nicht generell pervers...einige unter ihnen ggf...aber auch die sind eher in der Minderzahl...
Triebe muss man sich nicht beliefern...manchmal ist es gut die weniger zu beliefern.

@Truth: danke für deinen zweiten Versuch....dazu in Kürze mehr.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

@ Truth
Danke für die gute Unterhaltung und die Buchempfehlung. Ich denke, es wird mir eine wichtige Brücke schlagen.
Danke auch für den Neustart. Ist sicher besser so.

@ Darkside
Es hätte noch einen zweiten Teil gegeben, als Antwort auf Ihre Fragen. Aber darauf verzichte ich jetzt natürlich.
IHRE Meinung und Haltung wäre davon sicher eh nicht tangiert worden. Vermute ich.

@ Tyra
Danke für die Gastfreundschaft und die Denkanstösse. Werde drüber nachdenken.
Aus meinem Engagement im Internet entwickeln sich mittlerweile die eine oder andere Freundschaft und sogar realer Kontakt.
Das ist eines der wenigen Dinge, für die ich DANKBAR bin, in Bezug auf diese Angelegenheit.
Und natürlich für den Rückhalt in meiner Familie.

Allerdings werde ich meine Aktivitäten reduzieren und verlagern. Sicher nicht ganz einstellen, dazu sind (mir) beide Themen zu wichtig.

@ Issima
Danke für die netten Worte und dafür, dass Sie „den Blick in's "Dunkelfeld" zu wagen“.

@all
Danke für die angeregte Diskussion. Ich habe einiges Wichtiges hieraus mitgenommen.
Wenn es Ihnen genau so ging, würde es mich freuen.

NewMan
 
Hallo Nachtblume.

Obwohl mich deine angerissenen Kindheitserfahrungen etwas gräuseln, finde ich deinen Beitrag sehr schön und sehr menschlich.

Also zunächst mal konnte ich ja erfreulicher Weise etwas mitverfolgen wie verliebt du bist und wie gut dir dieser Mann tut.

Und verklemmt ist was anderes. Vll fängst du erst mal an dein Schamgefühl als für dich normal und völlig ok zu sehen.
Nicht Jeder ist in der Lage sofort alle sprichwörtlichen Hüllen fallen zu lassen und alles zu probieren. Und das ist auch in Ordnung so.

In einer Partnerschaft in der Vertrauen und Rücksichtnahme groß geschrieben wird, sollte das kein Problem sein. Und so blöd wie es klingt, die Zeit wird dieses Schamgefühl abbauen.
Ich persönlich finde es ganz toll, wenn ich in einer Partnerschaft auch in einer gemütlichen, stimmungsvollen Situation erst mal nur über diese Wünsche sprechen kann. Über die Vorstellung wie ein sexueller Wunsch aussehen kann.
Dabei muss ich nicht immer gleich Klartext sprechen, sagen wir es sollte eine kleine Träumerei sein an die man sich dann Schritt für Schritt rantasten kann.

Lasst Euch Zeit damit, lass du dir selbst Zeit. Du hast soviel erlebt, auch Beziehungstechnisch dass du dich da ruhig langsamer als Andere rantasten darfst.

Und nichts ist schöner als diesen Moment, wo die Hüllen fallen und die sexuellen Wünsche in Erfüllung gehen, ganz bewusst zu genießen, weil man vorher gemeinsam darüber gesprochen und davon *geträumt hat*.

Ich finde nicht dass Schamgefühl etwas schlimmes ist, es sollte nur nicht in Angst ausarten oder dich unter Druck setzen Dinge zu tun zu denen du nicht bereit bist.

LG collie


Danke, Collie! Nun "Schamgefühl" ja, der Begriff trifft doch recht exakt das was ich fühle!
Ja, ich weiss dass du Recht hast und der einzige Weg sein kann sich nicht selber unter Druck zu setzen und sich Zeit für Weiterentwicklung zu nehmen, denn ich bin ja willig mich auch auf diesen Sektor weiterzuentwickeln ! Nun es war so, dass es bei meinen letzten beiden Beziehungen "passte": Mein Mann war irgendwie so überhaupt nicht experimentierfreudig, ja, wenig aufgeschlossen kann man schon sagen, mein Freund danach war ein toller Liebhaber, aber auch er, zwar leidenschaftlicher und offener, aber irgendwie glaube ich "tickten" wir ähnlich, so dass auch nichts grossartig "ungewöhnliches" im sexuellen Bereich geschah...

Irgendwie habe ich selber klamm und heimlich davon ab und an geträumt freier und hemmungsloser zu werden.. aber wenn der Mann einen so nimmt wie man ist, und man selber blockiert ist, bleibt man eben auch ganz gern "bequem" auf der Stelle stehen...
So, und mein jetziger Freund ist --auch hier-- anders.... nach der etwas verkrampften Anlaufphase, wo auch er nicht sonderlich entspannt war, kommt zutage dass er eben sehr wohl jemand ist, der nicht nur Standardprogramm schätzt... Ich hatte es von Beginn an geahnt, er ist Künstler und dermaßen phantasievoll und kreativ, dass es einfach für mich längst "auf der Hand" lag.....so und jetzt stehe ich selber sogleich unter Druck.... zumal es ja nun schon eine Situation gab wo ich noch nicht bereit war etwas zu machen was er sich wünschte... Die Sache als sich finde ich selber anregend und keinesfalls abschreckend o.d.gl. ---- aber ich hatte einfach in dem Moment eine Riiiesenblockade und Hemmschwelle -- ich verneinte sofort. Und am nächsten Tag kamen kleine "Pickser" deshalb von ihm... DAS fand ich richtig daneben und sagte es ihm auch zwei Tage später --- er hat zwar eingelenkt, sich aber schon damit stehen lassen, weil er diese so überhaupt nicht nachvollziehen konnte, dass es mich verletzt hat. Und ich WEISS dass es ok ist und er hat mich keinesfalls im wirklichen Sinne unter Druck gesetzt, aber dennoch mache ich mir schon gedanklich etwas Druck -- ob ich will oder nicht...🙁

Mal schauen wie ich damit umgehe. Aber ja, ich sehe es genauso wie du : ES ist ein unheimlich tolles Gefühl wenn man Hemmschwellen abbaut. Es gab ja schon Dinge, die ich mir vor so einigen Jahren überhaupt nicht vorstellen konnte und dann schwupps ging es auf einmal und es war ein tolles, befreiendes Gefühl!

Lieben Gruss
Nachtblume
 
(...)

a) Der Freiheitsstand der Frauen ist in der westlichen Welt viel besser geworden. Aber dennoch gibt es auch hier immer wieder Intimizide ...d.h. Männer töten ihre Frauen aufgrund sexueller Besitzansprüche.

(...)

b) Konkurrenzkampf finde ich normal und in Ordnung...solange er halt halbewegs kultiviert abläuft und man sich an gewisse Spielregeln dabei hält.

(...)

c) Beim sich verknallen oder verlieben sollte man sich bewusst sein dass wir dabei oft riechlappenorientiert sind....d.h. wenn wir jemand wittern der genetisch kompatibel ist verändert sich im Gehirn biochemisch etwas..wir nennen das Liebe.

a)... hmmm.. find ich ne pauschalaussage, die mir eigentlich auch nicht weiterhilft.

b)...kultivierter Konkurrenzkampf... kann oberflächlich kultiviert wirken, aber bei näherer betrachtung voll barbarisch und widersprüchlich sein. ich meine jetzt abgesehen von offensichtlichen "fouls".

c)..ja, man sagt das... aber das ist nur ein faktor unter vielen, die beim "verlieben" und "lieben" eine rolle spielen. mensch ist nicht nur biologie.


"meine" definition von liebe [also eine einstellung, eine ethik, eine art im leben zu stehen, durch die welt zu gehen, mit mitmenschen zu sein] ist vom ollen fromm (die kunst des liebens). unter anderem. aber auch andere quellen haben mich diesbezüglich geprägt. ich unterteile das einfach (liebe, verliebt sein, platonisch, körperlich, seelisch, mütterliche, etc, etc.) .. auch wenn im realen leben, die komplexen vorgänge nicht so schön seziert, analysiert und aufgeteilt werden können... leider.. oder auch nicht...
 
Hallo Nachtblume.

Ohje...du machst dir selbst ganz schön Druck. Du möchtest gern und dann ist da diese Hemmung das einfach zu tun.......hm....ich würde versuchen an einem Abend eine romantische Stimmung herzustellen mit ihm darüber reden, bei einem Gläsl Wein oder so. Wenn er Künstler ist ist er bestimmt für so eine Träumerei in richtiger Atmosphäre zu haben.

Manchmal hilft es schon sehr sich vorzustellen, wie könnte das sein, was könnte ich dabei empfinden.
So kommst du nicht in eine völlig neue Situation und die Hemmschwelle ist nicht mehr all zu hoch.
Und vll stimuliert es Euch ja beide es ganz behutsam zu probieren.

LG collie



Nun wir hatten gerade einen sehr schönen Abend, und ja, ich bin ermutigt dass genau so zu tun wie du, Collie, es angeregt hast. Bei einem Glas Rotwein und in entspannter, guter Atmospäre spielerisch über gewisse Dinge reden....
Ich war heute mal wieder nach laanger Zeit bei meiner Therapeutin -- war seehr interessant....

Ich stelle mal eine Aussage von ihr hier rein, will ja nicht nur von mir schreiben...😉
Nun sie meinte dass Sex keine "Sozialarbeit" werden darf... und dass sie mal denkt/schätzt dass bei suma summarum 70% der Frauen Sex grosser Teil auch "Sozialarbeit" am Manne ist... Das fand ich sehr interessant...

Lieben Gruss,
Nachtblume
 
@Nachtblume betr. Post # 172, Seite 35):

mir ging es ähnlich wie dir,..auch ich habe in meiner Kindheit keine Zärtlichkeiten erhalten..im Gegenteil, wenn es mal körperlich wurde waren es eher Schläge.
In der Anfangszeit hatte ich auch viele Schwierigkeiten mit Nähe in jeder Form also geistig und auch körperlich. Ich konnte mich aber u.a. durch meine "Reittherapie" also den (natürlich asexuellen 😉) Kontakt zu Pferden und Gleichaltrigen irgendwie wieder ein wenig hinbiegen, damit konnte ich meine Berührungsängste oder auch allgemeinen Unsicherheiten ein wenig abbauen.
Von Sexualität ließ ich zunächst die Finger...bin da relativ spät eingestiegen...so erst mit ca. 19,20 Jahren erste sexuelle Kontakte...aber nur Petting und Knutschereien. Ich war sehr wählerisch bei der Partnerwahl und mein erster richtiger Freund war ein sehr lieber aber dennoch tougher Typ, der sehr gut auf meine Bedürfnisse und Eigenarten einging...ich redete offen mit ihm über meine Elternhauserfahrungen und erklärte genau, dass ich in einigen Punkten halt etwas Zeit brauche. Bevor es zu ersten körperlichen Berührungen kam haben wir uns recht gründlich kennen gelernt.....verklemmt war ich anfangs auch ein wenig und hatte Probleme mit körperlichen Berührungen....aber ich war auch sehr neugierig und experimentierfreudig. Ich lernte sehr schnell was mein Körper mochte oder der meines Freundes...es war eine super Zeit, ich fühlte mich sicher und aufgehoben es war alles neu, aufregend, abenteuerlich und ich fing an den Sex und auch die Beziehung allgemein zu genießen. Mein Partner war noch jung und relativ unerfahren, aber auch eher von Haus aus neugierig und experimentierfreudig und so haben wir uns an sich ganz gut ergänzt
Ich denke mir hat sehr geholfen dass ich mich zuvor viel mit meinem Elternhaus auseinander gesetzt und damit abgeschlossen hatte und ganz bewusst bei der Partnerwahl darauf zu achten nicht nach den mütterlichen Kriterien zu gucken. Hierzu muss man sich gut abgrenzen können. Das konnte ich durch meine frühe (auch finanzielle) Unabhängigkeit und Selbstständigkeit ganz gut.

Absolut furchtbar was deine Mutter sich von deinem Erzeuger hat gefallen lassen...schlimm...einerseits tut sie mir etwas leid aber ebenso gerne würde ich sie dafür liebend gerne in den Hintern treten, denn mit ihrem Verhalten hat sie dir ja leider kein gutes und nachahmenswertes Vorbild gegeben. Ich kann sehr gut nachvollziehen dass diese belastende Situation eine Narbe in dir hinterlassen hat.

Ich finde es sehr schade dass du noch immer recht verklemmt bist, aber gut dass du nun darüber sprichst bzw. schreibst und ggf könntest du dir noch überlegen ob du nicht doch eine zeitlang therapeutische Hilfe in Anspruch nimmst?
Oder mach sowas wie allgemeines Selbstbewusstseins- und Muttraining.
Was ich mal im Fernsehn vor einiger Zeit sah fand ich nicht schlecht...z.B mal Rollenspiel probieren und strippen und Stangentanz od.ä. lernen..ich kann mir vorstellen dass das auch Blockaden lösen könnte.

Also blockierende Schamgefühle habe ich da mittlerweile nicht oder sagen wir kaum mehr...ich mag meinen Körper und bin an sich recht selbstbewusst und trainiert im Umgang mit ihm...nicht zuletzt aufgrund meiner sportlichen Aktivitäten.

apropos..was immer gut ist...auch in Bezug aufs Alter und bei Frauen häufig vorkommender Blasenschwäche etc...sehr gut für den Sex ist Beckenbodengymnastik. Ich sah kürzlich ne Reportage in der eine Frau allein durch gezieltes Vaginalmuskelanspannen und entspannen zum Orgasmus kam...nicht schlecht was?
Womit wir bei der Selbstbefriedigung wären...eine etwas intime Frage (kannst du falls dir das zu intim ist per PN oder auch gar nicht beantworten): weisst du wie du dich selbst befriedigen kannst und kommst du dabei zum Orgasmus?

Was ich dir raten würde wäre mit deinem Partner offen zu reden und ihn zu ermutigen dich mal etwas zu ermutigen etwas mutiger sein zu dürfen....hä....kapiert? Ich hab da glaube ich den Faden verloren..aber so ungefähr....
Lockerungsübungen wären gut...gelassener und selbstsicherer werden...in Sex nicht zu viel Leistungkram oder Bedeutung reinladen sondern das ganze soll Spass machen.

Tyra


http://www.hagdise.de/sexualma/orgasmusfrau.pdf

+ kauf dir mal das Buch:
Die perfekte Liebhaberin: Sextechniken, die ihn verrückt machen: Amazon.de: Lou Paget, Beate Gorman: Bücher
und für ihn das Gegenstück: den perfekten Liebhaber und probiert die Bücher einfach mal durch. 😉
weitere Infos in dieser Reportage:
DerkleineTod.avi


betr. Post #181....70 % der Frauen machen Sex als Sozialarbeit....tja hat biologischen Nutzen aber individuell manchmal eher unspassig? Andererseits...ich denke dass Sex immer auch soziale Aspekte hat und sowohl Männer als auch Frauen Sex zum sozialen Nutzen praktizieren..Sex ist Beziehungskleister.
Also ich persönlich halte es an sich so dass ich und mein Partner da ungefähr 50-50 stehen...und ich nenne es eher gegenseitigen Liebesdienst.

+ toll dass du einen schönen Abend hattest.

aha...Künstler...ich hatte auch einen als zweiten Liebhaber und habe sehr viel durch und mit ihm gelernt.
Was seine Reaktion auf deine Ablehnung angeht..ihm einfach klar machen dass es nicht an ihm lag sondern an dir lag dass du ein wenig gehemmt bist...er muss also nicht auf gekränkte Eitelkeit machen....machen Männer aber oft... Sag ihm dass du nicht generell nein sagst, das aber neu für dich ist und du es gerne mal ausprobieren würdest..wann solltest du jedoch bestimmen und ihm auch immer genau sagen was dich in Stimmung bringt...was du von ihm erwartest.

Trau dir ruhig mal etwas mehr zu und geniesse weiterhin Fortschritte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tyra,

nun ich war schon auf dem sexuellen Sektor so drauf, dass ich nicht zuviel Macht durch diese Erlebnisse über mich
zulassen wollte. DAS ist mir auch bis zu einem gewissen Punkt gut gelungen! Aber ich habe eben doch noch ziemliche Grenzen die ich auch noch mehr auflösen möchte... Nein, ich möchte erstmal und insbesondere ohne Therapie klar kommen und ich bin auch nicht der Meinung dass man nun wegen jeden Defizit´s zum Therapeuten laufen sollte! Ich habe ja noch meine Therapeutin, nur muss ich mittlerweile selber zahlen.... Aber WENN ich meine ich brauche mal ein Gespräch gönne ich mir das auch.
Nun meine Therapeutin hat mir zu einer ausführlichen Tantramassage geraten, da sie da eine Adresse kennt in Hamburg, die seriös und toll sein sollen. Ich weiss aber noch nicht... ich habe mit diesen ganzen Esoterik Kram so exrem wenig am Hut...


Was sagt ihr zu der Aussage, dass sie denkt, dass suma sumarum 70% der Frauen vorallem auch auf dem sexuellen Sektor "Sozialarbeit" an ihren Männern leisten??

Gruss
Nachtblume
 
Hallo Nachtblume,

stimmt du hast Recht, es ist übertrieben wegen jeder Sache zum Therapeuten zu gehen und da du ja noch eine Therapeutin gelegentlich griffbereit hast, umso besser! Klingt gut mit der Tantramassage. Ich habe ebenfalls nichts mit esoterischem Kram am Hut aber nix gegen Tantrasextechniken. Man kann ja das Esoterische weglassen und sich praktische Dinge rauspicken 😉

Die Sache mit den 70 % Sozialarbeiterinnen in Sachen Sex kann man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Eine Frage die sich mir dabei stellt ist ob diese Arbeit den Frauen gefällt und auch Spass macht oder nicht, oder ob damit gemeint ist dass die Frauen obwohl sie gar keinen Sex haben wollen dennoch mit einer "S**** eigentlich hab ich keinen Bock aber ich mach es einfach mal-Haltung Sex mit ihren Partnern haben um sie sozial an sich zu binden.

Tyra
 
Nun ist ja eine grundsätzliche Frage: Sollte man grundsätzlich auch "einfach mal nur etwas für seinen Partner tun", was man selber eher nicht möchte? DAS eben benannte meine Therapeutin als "Sozialarbeit".

Ich weiss nicht recht.. also z.B. mit dem Partner grundsätzlich Sex haben, auch wenn ich selber gerade gut drauf verzichten könnte, DAS habe ich selber schon häufiger getan, ja, auch aus Überzeugung getan... aber alles andere !? Ich weiss es gerade selber nicht und eure Ansichten hierzu, oder besser noch euer Verhalten, würde mich sehr interessieren.

Gruss
Nachtblume
 
Hallo Nachtblume,

also ich persönlich würde nicht grundsätzlich Sex mit meinem Partner haben wenn ich nicht will....ich sehe mich eher nicht als Sozialarbeiterin sondern als Partnerin und ein Mensch der auch mal Nein sagen kann, wofür ein guter Partner an sich auch Verständnis haben sollte. Es gibt ja auch noch sowas wie Selbstbefriedigung.

Bei mir ist es manchmal so, dass ich zunächst so halb nicht will aber mich dann auch gerne mal zum Sex überreden lasse, sofern mir was geboten wird..ich umworben werde und ich auch was davon habe...

Tyra
 
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