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Leihmutterschaft

Dummerweise gibt es aber immer Menschen, die gerade unter irgendeinem finanziellen Druck sehen. Weil daheim schon eine ganze Rotte Kinder ist, die alle gefüttert und gekleidet und finanziert werden wollen, oder weil sich jemand endlich dieses schicke Auto leisten können will, von dem er schon sein ganzes Leben geträumt hat.
Freiwillige und nichtpekuniäre Fälle von Leihmutterschaft (z. B. Mutter trägt den Enkel für Tochter aus) gibt es bekanntlich, sind aber extreme Ausnahmen. In den meisten Fällen steht gar keine Verwandtschaft zur Verfügung, die sich für Leihmutterschaft hergeben täte. Geld ist der Hauptantrieb. Kein Geld, kein Kind. Und alle Träume vom eigen Fleisch und Blut für alle Zeiten begraben. Für die Frau jedenfalls.
Mann hat mehr Chancen.
Ist in gewissem Sinn auch eine Diskriminierung von Geschlechts wegen.
 
Dummerweise gibt es aber immer Menschen, die gerade unter irgendeinem finanziellen Druck sehen. Weil daheim schon eine ganze Rotte Kinder ist, die alle gefüttert und gekleidet und finanziert werden wollen, oder weil sich jemand endlich dieses schicke Auto leisten können will, von dem er schon sein ganzes Leben geträumt hat.
Freiwillige und nichtpekuniäre Fälle von Leihmutterschaft (z. B. Mutter trägt den Enkel für Tochter aus) gibt es bekanntlich, sind aber extreme Ausnahmen. In den meisten Fällen steht gar keine Verwandtschaft zur Verfügung, die sich für Leihmutterschaft hergeben täte. Geld ist der Hauptantrieb. Kein Geld, kein Kind. Und alle Träume vom eigen Fleisch und Blut für alle Zeiten begraben. Für die Frau jedenfalls.
Mann hat mehr Chancen.

Ja. Nur ist ja so eine Leihmutterschaft auch medizinisch nicht ohne. Und um zu verhindern, dass der mit Geld und Kinderwunsch die Notlage derjenigen ohne Geld ausnutzen kann ist das eben verboten.

So wie Organhandel und andere Dinge auch verboten sind, weil eine Notlage sonst ausgenützt werden könnte.

Und das ist nicht so unwahrscheinlich.
 
Wenn es nur um Notlagen geht, müßte noch viel mehr verboten werden. Aber ich denke, menschliche Leihmütter sind eh nur ein Übergangsszenario vor den künstlichen Gebärmüttern, an denen schon fleißig geforscht wird. Weniger für menschlichen Gebrauch als vielmehr für die Tierzucht, wo man bisher ebenfalls "Leihmütter" benutzt für geklonte Rennpferde oder Hunde. Klone heranwachsen lassen bis zur Geburtsreife ganz ohne Stall oder Zwinger, sauber und unter dauerhaft überwachter Kontrolle im Labor, so sieht die Zukunft aus.
 
Wenn es nur um Notlagen geht, müßte noch viel mehr verboten werden. Aber ich denke, menschliche Leihmütter sind eh nur ein Übergangsszenario vor den künstlichen Gebärmüttern, an denen schon fleißig geforscht wird. Weniger für menschlichen Gebrauch als vielmehr für die Tierzucht, wo man bisher ebenfalls "Leihmütter" benutzt für geklonte Rennpferde oder Hunde. Klone heranwachsen lassen bis zur Geburtsreife ganz ohne Stall oder Zwinger, sauber und unter dauerhaft überwachter Kontrolle im Labor, so sieht die Zukunft aus.
Das mag sein. Aber ich finde, dass Leihmutterschaft hierzulande zu Recht verboten ist.

Ebenso wie Organhandel und einige andere Dinge auch noch.

Irgendwo müssen eben Grenzen gesetzt werden. Alles kann man auch nicht erlauben.

Dann wäre es auch nicht gut.
 
Menschliche Leihmutterschaft. Tierische nicht, und wenn die Roboter-Gebärmütter kommen, muß man die rechtliche Seite wieder ganz neu formulieren.
 
In Deutschland vielleicht, aber in anderen Ländern nicht. Ist wie bei Abtreibung in Irland oder Polen, wo sich ein ausgeprägter Abtreibungs-Tourismus entwickelte. Was willst Du machen, wenn ein Ehepaar "privat organisiert" und unter der Hand im Ausland eine Leihmutter findet und dann irgendwann mit einem Sprößling nach D. zurückreist? Sie an der Grenze zurückweisen? Ihnen aus purer Rachsucht das Kind wegnehmen?
 
In Deutschland vielleicht, aber in anderen Ländern nicht. Ist wie bei Abtreibung in Irland oder Polen, wo sich ein ausgeprägter Abtreibungs-Tourismus entwickelte. Was willst Du machen, wenn ein Ehepaar "privat organisiert" und unter der Hand im Ausland eine Leihmutter findet und dann irgendwann mit einem Sprößling nach D. zurückreist? Sie an der Grenze zurückweisen? Ihnen aus purer Rachsucht das Kind wegnehmen?

Da kann man nichts machen.

Aber deshalb wäre es trotzdem falsch es hier zu erlauben.

Man kann immer nur Gesetze für das eigene Land beschließen.

Immerhin ist es im Ausland mit mehr Risiko behaftet , als wenn es hier legal wäre.

So gesehen wird es sich der eine oder andere wenigstens gründlich überlegen.
 
Frauen werden als anonyme, genetisch tote Eizellen-Spenderinnen bzw. zum Gebären angemietet. Rechtlose Legehennen.

Marut, erkläre doch mal, was daran würdevoll ist.

Hallo, lieber Nordrheiner.
[...]

Meine kleine Schwester ist nachdem sie mehrere Zysten in den Eierstöcken hatte, welche zu schweren Entzündungen in der Gebärmutter geführt haben, unfruchtbar.
Eine operative Entfernung der betroffenen Organe und Organteile war notwendig.

Sie wünscht sich so sehr Kinder, aber eigene. Eine Adoption kommt nicht in Frage, denn sie möchte Schwangerschaft und Geburt miterleben - Mutter werden dürfen.

Ich wäre dazu bereit mir eine oder mehrere der Eizellen, die ihr während der OP noch entnommen und konserviert wurden, befruchtet einsetzen zu lassen und ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
Sie hätte dann ihre genetisch eigenen Kinder, könnte bei jedem Ultraschall, jedem Kurs und der Geburt dabei sein.

Menschen wie du verbieten Kindern, wie denen meiner Schwester zu leben.
Ich finde das mörderischer als Abtreibung, denn abzutreiben bedeutet, dass ein Kind - müsste es überleben - nicht wirklich erwünscht wäre.

Hier wäre es erwünscht und darf das Licht der Welt nicht mal erhoffen.

[...]

Menschen wie du verhindern Leben, Familie, Liebe und Glück im Leben anderer.
Mit deinem Beitrag kämpfst du gegen diese Grundfeste des christlichen Glaubens.

MfG, eine Henne, der verboten wird zu legen
 
Hallo, lieber Nordrheiner.
[...]

Meine kleine Schwester ist nachdem sie mehrere Zysten in den Eierstöcken hatte, welche zu schweren Entzündungen in der Gebärmutter geführt haben, unfruchtbar.
Eine operative Entfernung der betroffenen Organe und Organteile war notwendig.

Sie wünscht sich so sehr Kinder, aber eigene. Eine Adoption kommt nicht in Frage, denn sie möchte Schwangerschaft und Geburt miterleben - Mutter werden dürfen.

Ich wäre dazu bereit mir eine oder mehrere der Eizellen, die ihr während der OP noch entnommen und konserviert wurden, befruchtet einsetzen zu lassen und ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
Sie hätte dann ihre genetisch eigenen Kinder, könnte bei jedem Ultraschall, jedem Kurs und der Geburt dabei sein.

Menschen wie du verbieten Kindern, wie denen meiner Schwester zu leben.
Ich finde das mörderischer als Abtreibung, denn abzutreiben bedeutet, dass ein Kind - müsste es überleben - nicht wirklich erwünscht wäre.

Hier wäre es erwünscht und darf das Licht der Welt nicht mal erhoffen.

[...]

Menschen wie du verhindern Leben, Familie, Liebe und Glück im Leben anderer.
Mit deinem Beitrag kämpfst du gegen diese Grundfeste des christlichen Glaubens.

MfG, eine Henne, der verboten wird zu legen

Liebe Gast-Schreiberin,

Deine Kritik ist ganz schön hart - und ich lasse sie mir gefallen.

Zunächst einmal sehe ich bei Dir das für mich wichtige Detail, dass es sich bei Euch um 2 Schwestern handelt und finanzielle Interessen nicht berührt werden. Es geht Euch beiden nicht um's Geschäft "Kind gegen Geld". Dieser Unterschied ist für mich wichtig. Immer dort, wo Geld im Spiel ist, wird das zu gebärende Kind zu einem Geschäftsgegenstand, wie auch die Leihmutter. Das lehne ich völlig ab.

Bei Dir und Deiner Schwester geht es darum, eigene Gene weiterzugeben. Deine Bezeichnung "Schwangerschaft und Geburt miterleben" irritiert mich etwas. Das könnte Deine Schwester doch so ziemlich bei jeder schwangeren Frau, deren Einwilligung sie für eine Begleitung hat. Oder? Also könnte man auch hier Adoption in Betracht ziehen und zu folgendem Mix kommen: Adoption + Begleitete Schwangerschaft bei einer Frau X.

Bei Dir und Deiner Schwester käme es zu einem Mix von Deinem Bauch aber die Gene von ihr und ihrem Mann. Also ehrlich, dazu habe ich keine fundierte Meinung. Ich bin da eher abwehrend, weil nicht bekannt ist, welche Nachteile entstehen können. Und bekannt ist, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Aber Du kannst sicher sein, dass ich Euch nicht verurteile, wenn ihr beide diesen Weg geht. Verurteilung wäre so ziemlich das Letzte, was mir zustünde. Vielleicht hilft hier die indianische Weisheit: "Beurteile den Weg eines Menschen erst dann, wenn Du in seinen Mokassins gelaufen bist."

Aber auf einen Kritikpunkt von Dir möchte ich besonders eingehen. Du schreibst mir:
"Menschen wie du verhindern Leben, Familie, Liebe und Glück im Leben anderer.
Mit deinem Beitrag kämpfst du gegen diese Grundfeste des christlichen Glaubens."

In der christlichen Menschheitsgeschichte gab es immer diesen Disput, ob man an einer Weggabelung links oder rechtes gehen soll. Und die Christen, die links gingen, wurden kritisiert von denen die rechts abgebogen sind und umgekehrt. Ich glaube, dass wir manchmal nicht wissen können, was jetzt wirklich richtig ist. Und in Eurer Situation gehöre ich zu den Menschen, die es eben nicht wissen. Aber ich muß es für Euch auch nicht wissen.

Jedoch wenn Du schon den christlichen Bezug für Deine Argumentation nutzt, dann sei so konsequent und nutze auch die Möglichkeit Gott zu fragen. Bzw. Du und Deine Schwester und Dein Schwager sollten das gemeinsam tun.

Jesus betete zu unserem Vater im Himmel "nicht mein Wille geschehe - sondern Dein Wille". Und wenn es Euch allen Dreien wichtig ist, dass Sein Wille geschehe und ihr alle Drei Euren Willen hintenan stellt - und trotzdem den Eindruck habt, dass Gott Eurer Idee zustimmt - dann tut es. In Indien, wie ich las, wäre Euer Vorhaben gesetzlich möglich. Und wenn es dann Gottes Wille ist - dann wird Er auch die Möglichkeit schaffen, dass Sein Wille geschieht.
Die zentrale Frage lautet für mich - aus christlicher Sicht: Seid Ihr Euch sicher, was Gottes Wille in Eurer Angelegenheit ist?

LG, Nordrheiner
 

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