F
Forgetten
Gast
Hallo zusammen,
ich habe mich heute hier erst angemeldet und hoffe, ich bin hier in dieser Rubrik richtig gelandet. Falls nicht, bitte ich, meinen Beitrag entsprechend zu verschieben.
Hellhörig wurde ich, als ich diverse Beiträge zu psychischer Gewalt gelesen habe ... Ich möchte jetzt aber nur mal kurz zusammenfassen, sonst würde es hier den Rahmen sprengen....
Bei meinem Mann und mir sind Streitigkeiten fast an der Tagesordnung. Fast immer geht es im irgendwelche Lapalien. Es läuft auch meist immer nach dem gleichen Schema ab ...
Vielleicht sollte ich noch ganz kurz erwähnen, dass ich unter Depressionen leide aufgrund eines Traumas (Frühgeburt und Behinderung unserer Tochter) und deswegen auch in therap. Behandlung bin.
Mein Mann ist eher der dominante Typ, ich selbst fühle mich als der Schwächling und nicht mit ihm auf einer Ebene in unserer Beziehung. Ich mache sowieso immer nur alles falsch, bekomme nichts auf die Reihe und ich bin auch der Grund für unsere Beziehungsprobleme.
Ich weiß, dass ich große Probleme habe, aus meiner Kindheit das eine oder andere im Gepäck und nicht zuletzt das Trauma durch die Frühgeburt. Ich bin deswegen auch seit 1 Jahr in Behandlung und versuche wirklich alles, damit es sich bessert. Aber es sind sooo viele Baustellen, ich habe manches Mal einfach nur keine Kraft mehr ... und dann noch die ständigen Streitereien mit meinem Mann ...
Ich laufe dann immer davon und rase oft mit dem Auto durch die Nacht und denke auch darüber nach, mir das Leben zu nehmen. Aber dann denke ich an meine Tochter ...
Ich kann aber die Situationen während und nach den Streitereien mit meinem Mann nur ganz schwer aushalten, möchte, dass wir uns schnell wieder vertragen, aber er nicht. Er kann und will das nicht, dabei sind es oft nur Kleinigkeiten. Er sagt, wenn ich ihn frage, ob wir uns nicht wieder vertragen sollen, immer nur, dann hätte ich erst gar nicht wieder anfangen sollen ...
Nun aber zu unserem gestrigen Streit:
Er war schon genervt und angespannt, als er von der Arbeit kam. Ich mußte noch kochen, weil ich mittags nicht geschafft hatte. Meine Mutter hatte sich den Zeh gebrochen und ich war noch für sie einkaufen. Deswegen aßen meine Tochter und ich mittags nur schnell ein Butterbrot - etwas Warmes sollte es dann abends geben. Mein Mann - oh Wunder - wollte mir helfen, saß am Küchentisch, ich an der Küchenanrichte, da berichtete unsere Tochter ihm, Oma habe sich den Zeh gebrochen... Mein Mann daraufhin zu ihr (sie ist 3 Jahre alt) ... "och, die arme Oma" ... Meine Tochter fing daraufhin an zu weinen, nein, die Oma sei nicht arm ... Er wieder: Doch, arme Oma. Ich habe mich dann eingeschaltet und habe versucht meiner Tochter zu erklären, dass mein Mann eben meine, die Oma täte ihm leid, dass sie sich den Zeh gebrochen habe ... War dann auch ok für sie. Mein Mann ritt aber weiter darauf rum, sagte immer wieder "arme Oma", meine Tochter am weinen, ich wieder dazwischen ... ein hin und her also. Irgendwann hat es mir gereicht und ich fauchte ihn an, er solle es doch jetzt endlich mal lassen ... ich schmiss das Küchenmesser auf die Spüle und rannte aus der Küche ... Er nahm sich daraufhin sein Bier und verschwandt zum Rauchen auf die Terrasse ... stocksauer! Ich hinterher, um die Sache zu schlichten. Ich habe dann versucht ihm zu erklären, dass unsere Tochter das noch nicht verstehen würde und ich doch versucht hätte, mehrmals zu schlichten ... Er fragte mich nur, ob ich denn nicht gemerkt habe, dass das nichts bringen würde ... Er würde sich nicht von unserer Tochter vorschreiben lassen, was er zu sagen habe und was nicht ...
Ich war fassungs- und völlig hilflos in diesem Moment. Mir blieb echt die Spucke weg. Ich wollte mir gerade eine Zigarette anmachen, knüllte sie dann zusammen und schmiss diese samt Feuerzeug in seine Richtigung. Leider habe ich ihn mit dem Feuerzeug am Kopf getroffen... Ich bin dann rein, habe meine Schlüssel genommen und wollte zur Wohnungstür raus. Er kam mir dann hinterher gestürmt, packte mich und riss an mich und schleudert mich durch den Flur. Als ich wieder aufstand, packte er mich wieder und schubste mich ins Bad mit den Worten "Geh doch ins Bad, dahin verziehst du dich doch sonst auch immer" .......... (Kurze Anm. hierzu: Bei Streitereien schließe ich mich, wenn für mich die Grenze des Erträglichen weit überschritten ist, manchmal ins BAd ein) ... Er sagte, dieses Mal sei ich eindeutig einen Schritt zu weit gegangen, ihn mit einem Feuerzeug zu bewerfen ... Ich bin dann raus aus dem Bad, griff nach dem Telefon und sagte, ich würde jetzt die Polizei rufen, er jedoch riss mir das Telefon aus den Händen. Die Wohnungstür hielt er für mich versperrt. Ich bin dann ins Schlafzimmer gegangen, habe dich Tür zugemacht und bin aus dem Fenster raus auf die Straße geklettert (wir wohnen EG). Zum Glück hatte ich meinen Schlüssel dabei, bin dann durch die Haustür rein, runter in die Tiefgarage, habe mich ins Auto gesetzt und bin zu meiner Mutter gefahren ... Ich habe am ganzen Körper gezittert ...
Meine Mutter hatte mir angeboten, bei ihr zu übernachten, was ich aber nicht gemacht habe, weil ich zum einen unsere Tochter nicht allein lassen wollte (habe mir eh schon Vorwürfe gemacht, dass ich sie bei meiner Aktion zurückgelassen habe). Zum anderen aber auch, weil ich angst hatte, dass mein Mann dann noch saurer auf mich wird.
Bin dann 2 Stunden später nach Hause gefahren, habe keinen Ton mit ihm gesprochen und mich sofort ins Bett gelegt. Er hat sich dann nur noch sein Bettzeug gepackt und hat im Wohnzimmer geschlafen.
Auch heute Morgen haben wir nicht miteinander gesprochen.
Jetzt bin ich völlig fertig ... Mir graut es schon davor, wenn er nachher nach Hause kommt.
Ich weiß einfach nicht, wie ich all dem entkommen kann. Ich habe heute schon überlegt, mir einfach meine Tochter und den Hund zu schnappen und für ein paar Tage zu meiner Mutter zu gehen.
Aber mir sitzt die ständige Angst im Nacken, dass mein Mann dann nur noch wütender auf mich wird... Es ist so ein Teufelskreis.
Ich fühle mich einfach nicht stark genug. Ich habe genug mit meiner Therapie zu tun und würde mir manchmal daneben einfach nur ein wenig Ruhe wünschen ... Gibt es hier aber nicht!
Ich fühle mich manchmal von ihm so sehr in die Ecke gedrängt, ich kann tun und lassen was ich will, alles ist falsch. Ich reagiere dann auch oft über ... schreie ihn an ... laufe davon ... knalle die Türen ... für ihn bin ich dann wieder die Furie ... Manchmal kommt es mir so vor, er provoziert mich mit Absicht, schiebt mir für alles die Schuld in die Schuhe, seine Weste ist rein. Ich bin manchmal so durcheinander, dass ich schon gar nicht mehr weiß, warum ich wie in manchen Situationen reagiere ...
Ohje, jetzt ist es aber ganz schon viel geworden, was ich geschrieben habe. Bitte seht' es mir nach ... es kam einfach alles nur so spontan aus mir raus.
Liebe Grüsse
Forgetten
ich habe mich heute hier erst angemeldet und hoffe, ich bin hier in dieser Rubrik richtig gelandet. Falls nicht, bitte ich, meinen Beitrag entsprechend zu verschieben.
Hellhörig wurde ich, als ich diverse Beiträge zu psychischer Gewalt gelesen habe ... Ich möchte jetzt aber nur mal kurz zusammenfassen, sonst würde es hier den Rahmen sprengen....
Bei meinem Mann und mir sind Streitigkeiten fast an der Tagesordnung. Fast immer geht es im irgendwelche Lapalien. Es läuft auch meist immer nach dem gleichen Schema ab ...
Vielleicht sollte ich noch ganz kurz erwähnen, dass ich unter Depressionen leide aufgrund eines Traumas (Frühgeburt und Behinderung unserer Tochter) und deswegen auch in therap. Behandlung bin.
Mein Mann ist eher der dominante Typ, ich selbst fühle mich als der Schwächling und nicht mit ihm auf einer Ebene in unserer Beziehung. Ich mache sowieso immer nur alles falsch, bekomme nichts auf die Reihe und ich bin auch der Grund für unsere Beziehungsprobleme.
Ich weiß, dass ich große Probleme habe, aus meiner Kindheit das eine oder andere im Gepäck und nicht zuletzt das Trauma durch die Frühgeburt. Ich bin deswegen auch seit 1 Jahr in Behandlung und versuche wirklich alles, damit es sich bessert. Aber es sind sooo viele Baustellen, ich habe manches Mal einfach nur keine Kraft mehr ... und dann noch die ständigen Streitereien mit meinem Mann ...
Ich laufe dann immer davon und rase oft mit dem Auto durch die Nacht und denke auch darüber nach, mir das Leben zu nehmen. Aber dann denke ich an meine Tochter ...
Ich kann aber die Situationen während und nach den Streitereien mit meinem Mann nur ganz schwer aushalten, möchte, dass wir uns schnell wieder vertragen, aber er nicht. Er kann und will das nicht, dabei sind es oft nur Kleinigkeiten. Er sagt, wenn ich ihn frage, ob wir uns nicht wieder vertragen sollen, immer nur, dann hätte ich erst gar nicht wieder anfangen sollen ...
Nun aber zu unserem gestrigen Streit:
Er war schon genervt und angespannt, als er von der Arbeit kam. Ich mußte noch kochen, weil ich mittags nicht geschafft hatte. Meine Mutter hatte sich den Zeh gebrochen und ich war noch für sie einkaufen. Deswegen aßen meine Tochter und ich mittags nur schnell ein Butterbrot - etwas Warmes sollte es dann abends geben. Mein Mann - oh Wunder - wollte mir helfen, saß am Küchentisch, ich an der Küchenanrichte, da berichtete unsere Tochter ihm, Oma habe sich den Zeh gebrochen... Mein Mann daraufhin zu ihr (sie ist 3 Jahre alt) ... "och, die arme Oma" ... Meine Tochter fing daraufhin an zu weinen, nein, die Oma sei nicht arm ... Er wieder: Doch, arme Oma. Ich habe mich dann eingeschaltet und habe versucht meiner Tochter zu erklären, dass mein Mann eben meine, die Oma täte ihm leid, dass sie sich den Zeh gebrochen habe ... War dann auch ok für sie. Mein Mann ritt aber weiter darauf rum, sagte immer wieder "arme Oma", meine Tochter am weinen, ich wieder dazwischen ... ein hin und her also. Irgendwann hat es mir gereicht und ich fauchte ihn an, er solle es doch jetzt endlich mal lassen ... ich schmiss das Küchenmesser auf die Spüle und rannte aus der Küche ... Er nahm sich daraufhin sein Bier und verschwandt zum Rauchen auf die Terrasse ... stocksauer! Ich hinterher, um die Sache zu schlichten. Ich habe dann versucht ihm zu erklären, dass unsere Tochter das noch nicht verstehen würde und ich doch versucht hätte, mehrmals zu schlichten ... Er fragte mich nur, ob ich denn nicht gemerkt habe, dass das nichts bringen würde ... Er würde sich nicht von unserer Tochter vorschreiben lassen, was er zu sagen habe und was nicht ...
Ich war fassungs- und völlig hilflos in diesem Moment. Mir blieb echt die Spucke weg. Ich wollte mir gerade eine Zigarette anmachen, knüllte sie dann zusammen und schmiss diese samt Feuerzeug in seine Richtigung. Leider habe ich ihn mit dem Feuerzeug am Kopf getroffen... Ich bin dann rein, habe meine Schlüssel genommen und wollte zur Wohnungstür raus. Er kam mir dann hinterher gestürmt, packte mich und riss an mich und schleudert mich durch den Flur. Als ich wieder aufstand, packte er mich wieder und schubste mich ins Bad mit den Worten "Geh doch ins Bad, dahin verziehst du dich doch sonst auch immer" .......... (Kurze Anm. hierzu: Bei Streitereien schließe ich mich, wenn für mich die Grenze des Erträglichen weit überschritten ist, manchmal ins BAd ein) ... Er sagte, dieses Mal sei ich eindeutig einen Schritt zu weit gegangen, ihn mit einem Feuerzeug zu bewerfen ... Ich bin dann raus aus dem Bad, griff nach dem Telefon und sagte, ich würde jetzt die Polizei rufen, er jedoch riss mir das Telefon aus den Händen. Die Wohnungstür hielt er für mich versperrt. Ich bin dann ins Schlafzimmer gegangen, habe dich Tür zugemacht und bin aus dem Fenster raus auf die Straße geklettert (wir wohnen EG). Zum Glück hatte ich meinen Schlüssel dabei, bin dann durch die Haustür rein, runter in die Tiefgarage, habe mich ins Auto gesetzt und bin zu meiner Mutter gefahren ... Ich habe am ganzen Körper gezittert ...
Meine Mutter hatte mir angeboten, bei ihr zu übernachten, was ich aber nicht gemacht habe, weil ich zum einen unsere Tochter nicht allein lassen wollte (habe mir eh schon Vorwürfe gemacht, dass ich sie bei meiner Aktion zurückgelassen habe). Zum anderen aber auch, weil ich angst hatte, dass mein Mann dann noch saurer auf mich wird.
Bin dann 2 Stunden später nach Hause gefahren, habe keinen Ton mit ihm gesprochen und mich sofort ins Bett gelegt. Er hat sich dann nur noch sein Bettzeug gepackt und hat im Wohnzimmer geschlafen.
Auch heute Morgen haben wir nicht miteinander gesprochen.
Jetzt bin ich völlig fertig ... Mir graut es schon davor, wenn er nachher nach Hause kommt.
Ich weiß einfach nicht, wie ich all dem entkommen kann. Ich habe heute schon überlegt, mir einfach meine Tochter und den Hund zu schnappen und für ein paar Tage zu meiner Mutter zu gehen.
Aber mir sitzt die ständige Angst im Nacken, dass mein Mann dann nur noch wütender auf mich wird... Es ist so ein Teufelskreis.
Ich fühle mich einfach nicht stark genug. Ich habe genug mit meiner Therapie zu tun und würde mir manchmal daneben einfach nur ein wenig Ruhe wünschen ... Gibt es hier aber nicht!
Ich fühle mich manchmal von ihm so sehr in die Ecke gedrängt, ich kann tun und lassen was ich will, alles ist falsch. Ich reagiere dann auch oft über ... schreie ihn an ... laufe davon ... knalle die Türen ... für ihn bin ich dann wieder die Furie ... Manchmal kommt es mir so vor, er provoziert mich mit Absicht, schiebt mir für alles die Schuld in die Schuhe, seine Weste ist rein. Ich bin manchmal so durcheinander, dass ich schon gar nicht mehr weiß, warum ich wie in manchen Situationen reagiere ...
Ohje, jetzt ist es aber ganz schon viel geworden, was ich geschrieben habe. Bitte seht' es mir nach ... es kam einfach alles nur so spontan aus mir raus.
Liebe Grüsse
Forgetten