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Lässt sich Glück kaufen?

Sehe ich etwas anders. Denn mit Geld kann man sich andere, vielleicht bessere Therapien und Ärzte leisten. Bekommt das Einzelzimmer im KH, etc..

Klar, wenn es eine Therapiemöglichkeit gibt, dann kann Geld helfen. Aber wenn du völlig dem Schicksal ausgeliefert bist und sicher bist, dass du stirbst und dir kein Arzt helfen kann - und du dennoch überlebst und weiterlebst, dann beginnt ein tatsächlich neues Leben, in dem Geld und alle anderen weltlichen Güter eine ganz andere Rolle spielen. Einmal ganz konkret die Erfahrung machen, dass das Leben endlich ist und jederzeit vorbei sein kann, dann beruhigt dich gar nichts mehr, Geld schon gar nicht. Liebe oder Freundschaft vielleicht. Aber auch nur begrenzt. Denn sterben muss letztendlich jeder ganz alleine.
 
Geld ist nicht alles.
Aber ohne Geld ist alles nichts.

Ist zwar schamlos übertrieben, und nicht wirklich richtig. Aber ja. Geld kann glücklich machen.
Wobei Geld kein Garant für Glück ist!!!

Etwas von meinem bunt bedruckten Papier gegeben, und dafür 6 schöne Tage im Süden verbracht.
An die Eindrücke erinnere ich mich heute noch gerne. Es war wunderschön.
Unglücklich wäre ich ohne diese Erfahrung auch nicht gewesen, aber es hat mein Glücksgefühl verstärkt oder für diesen Moment wieder hervorgerufen.
War auch nicht wirklich teuer, aber ohne Geld wäre es nicht realisierbar gewesen.

Und lässt sich Glück nun kaufen?
Ein ganz ganz klares jein. ;-)
 
@Lenni
Ja, das kann ich mir durchaus vorstellen. Ich bin niemand, der dem Geld hinterher hechelt. Trotzdem dreht sich mein Leben seit 2020 vorrangig um Geld. Will ich nicht, weil mich Geld eigentlich nicht interessiert. Muss ich aber, weil es an etlichen Stellen eben leider mangelt. Daher die Aussage: es beruhigt ungemein.
 
Wenn du einmal lebensbedrohlich erkrankt warst, dann beruhigt auch Geld nicht mehr. Jedenfalls meine Erfahrung.

Geld hat natürlich nichts mit der Erkrankung an sich zu tun.

Aber sehr wohl mit den Behandlungsmöglichkeiten.

Wenn ich das Geld habe, bekomme ich früher einen Arzttermin, früher einen OP Termin, kann mir mehr unterstützende Heilmethoden, Kuren, Therapien und Heilbehelfe leisten und muss mir zusätzlich um meine finanzielle Situation keine Sorgen machen.
 
Was denkt ihr? Gibt es in eurem Leben Dinge, deren Anschaffung tatsächlich mit Glücksgefühlen verbunden war?
Hat es schon öfter gegeben. ich besitze zur Zeit 6 Motorräder. Jedes ist für mich ein Liebhaberstück Jedes hat einen eigenen Charakter und möchte auch so gefahren/beachtet werden.

Meine XR600 ist zB. wie ein treues Nutztier, hat mich noch nie im Stich gelassen, ist jetzt über 10 Jahre alt, aber läuft wie am ersten Tag. Springt bei jedem Wetter an. Scheut weder Eis noch Schnee. Ich liebe diese Maschine und sie mich auch.

Bin ich geistesgestört? Kann schon sein. 🙂
 
Geld hat natürlich nichts mit der Erkrankung an sich zu tun.

Aber sehr wohl mit den Behandlungsmöglichkeiten.

Wenn ich das Geld habe, bekomme ich früher einen Arzttermin, früher einen OP Termin, kann mir mehr unterstützende Heilmethoden, Kuren, Therapien und Heilbehelfe leisten und muss mir zusätzlich um meine finanzielle Situation keine Sorgen machen.

Und dafür ver(sch)wendest du dann einen Großteil deines Lebens um das Geld zu verdienen was dir potenziell im Notfall / Krankheitsfall / am Ende diesen Vorteil bietet? 🤔 Interessanter Ansatz.. ich dache immer ich bin hier einer mit irrationalen Ängsten ;-) Entschuldige meine Polemik, was ich sagen kann ist: wenn du deutscher Staatsbürger bist und gesetzlich krankenversichert, wird dir auf der Palliativstation mit etwas Glück das Sterben gut erleichtert - egal wieviel Geld du hast, und das ist supertoll und awesome stuff. Wenn Du Geld hast kannst du dir sicherlich noch ein Orchester und einen Philosophen/in deiner Wahl dazu einladen etc. pp. Unheilbare Krankheiten lassen sich mit Geld nicht behandeln (!) ... simple
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dafür ver(sch)wendest du dann einen Großteil deines Lebens um das Geld zu verdienen was dir potenziell im Notfall / Krankheitsfall diesen Vorteil bietet? 🤔 Interessanter Ansatz.. ich dache immer ich bin hier einer mit irrationalen Ängsten ;-)

Äh - von Ängsten war hier nie die Rede. Habe ich nicht.
Und nein, ich habe auch nie behauptet aus Angst mein Leben zu verschwenden. 😉

Es ist sehr wohl ein Unterschied in der Behandlung, ob man "nur" gesetzlich krankenversichert ist sich zusätzlich noch einiges an Möglichkeiten leisten kann.

Und ja, wenn man stirbt ist es egal, ob man Geld hat oder nicht. Aber der Weg dahin ist sicher ein anderer.
 
Was denkt ihr? Gibt es in eurem Leben Dinge, deren Anschaffung tatsächlich mit Glücksgefühlen verbunden war?
Ich hatte und habe nicht viel Geld, aber hin und wieder konnte ich mir mal ein paar Euro zusammensparen und habe mir dann mal was besonderes gegönnt und mich natürlich auch darüber gefreut, bzw. freue mich immer noch darüber, aber dass ich davon wirklich glücklich geworden wäre, kann ich nicht behaupten. Mich machen die Dinge glücklich, die man mit Geld nicht kaufen kann, wie z.B. als vor ein paar Jahren eine Ricke ihr Kitz bei uns im Garten abgelegt hat und ich die Beiden mehrere Tage lang beobachten konnte. Solche Dinge machen mein Herz weit und füllen es mit Licht und Wärme.

Oder will hier jemand glaubhaft erzählen, eine große, schöne Wohnung, ein tolles Auto, gutes Essen oder ein schöner Urlaub machen keinen Spaß?
Mir reicht meine kleine Wohnung; die ist schön urig und gemütlich und ich fühl mich hier sehr wohl und geborgen. Ein Auto brauche ich nicht, denn ich habe ja gar keinen Führerschein. Richtig gutes Essen gönne ich mir an meinem Geburtstag, an Weihnachten, Silvester und Ostern. Und dadurch, dass es so selten richtig gutes Essen gibt, kann ich mich schon Tage, ach was, Wochen vorher darauf freuen und bin dann glücklich, dass ich das bald essen kann. Wenn ich alles jederzeit essen kann, dann ist es ja gar nichts Besonderes mehr, aber so ist und bleibt es immer etwas ganz besonderes (deswegen esse ich z.B. Lebkuchen und Co. auch immer erst ab dem Montag nach Totensonntag). Und Urlaub brauche ich auch nicht, denn als Autistin bedeutet verreisen nur jede Menge Stress für mich. Darauf kann ich liebend gern verzichten.

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte das Menschen, die nicht so viel Geld haben, eher dazu neigen zu glauben das Geld Glücklich macht.
Das trifft zumindest bei mir nicht zu. Geld erleichtert das Leben zwar und beruhigt einen auch, weil man keine Angst haben muss, dass z.B. der Herd kaputtgeht und man dann keinen neuen Herd kaufen kann, weil man kein Geld dafür hat, aber glücklich macht es nicht. Denn grad die Dinge, die glücklich machen, kann man meistens für kein Geld der Welt kaufen.

Wenn ich heute jeden Euor dreimal umdrehen müsste, würde mir schon Lebensqualität fehlen.
Ich muss jeden Cent zehnmal umdrehen und kann mir vieles, was für andere Menschen völlig normal ist, nicht leisten, aber das ist eben so. Davon lasse ich mir noch lange nicht die Lust am Leben vermiesen. Und dafür habe ich ja andere Dinge, die mich glücklich machen. Meinen Verlobten, meine Familie, unsere Freunde, meine Katze und viele kleine Dinge, die andere Menschen gar nicht mehr wahrnehmen können, weil sie nur noch auf die vermeintlich tollen Dinge, wie z.B. Auto, Eigenheim und ähnliche materielle Dinge schauen. So bin ich arm, aber gleichzeitig doch um so vieles reicher als viele andere Menschen.

Einmal ganz konkret die Erfahrung machen, dass das Leben endlich ist und jederzeit vorbei sein kann, dann beruhigt dich gar nichts mehr, Geld schon gar nicht.
Die Erfahrung habe ich (indirekt) gemacht, als ich zehn Jahre alt war. Da erkrankte mein Vater an akuter lymphatischer Leukämie und verstarb nach langen Kampf und mehreren Chemotherapien daran. Mitansehen zu müssen, wie mein Vater von einem Hünen von Mann (er war ein Kerl wie Dan Haggerty oder Bud Spencer) zu einem Schatten seiner selbst wurde, tat verdammt weh und hat mir sehr deutlich bewusst gemacht, dass das Leben jederzeit vorbei sein kann und man lieber im hier und jetzt leben sollte, statt immer nur eine Zukunft zu planen, die es vielleicht nie geben wird.
Dass mich jetzt gar nichts mehr beruhigen würde, kann ich nicht behaupten. Letzten Endes müssen wir eh alle irgendwann sterben. Die einen früher und die anderen später. Sollte ich morgen sterben, habe ich immerhin versucht, aus jedem Tag das Beste rauszuholen und habe nicht vor lauter Zukunftsplanung vergessen zu leben.
 

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