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Krypto und die Welt

Also, ich habe kein Problem damit, mit Kryptos zu bezahlen. Insbesondere dann, wenn ich viel davon habe. 😀

Ganz im Ernst aber, ist doch vollkommen egal, ob ich mit USD, EUR, YEN, Bitcoin, Litecoin oder was auch immer bezahle.

Nehmen wir als Beispiel mal eine vollkommene Entwertung des Geldes in Indien. Irgendwas war da. Also sagte "der Staat", dass das Geld jetzt wertlos ist. Logisch, die Leute haben ihr Geld verbrannt und weggeschmissen. Alternativ hätten sie sich aber auch sagen können, wir benutzen das Geld als Wertaustauschmittel einfach weiter.

Nehmen wir mal an, ich will in Krypto bezahlen:
1. Ich muss neben meinem Girokonto ein zweites Krypto Konto führen und regelmäßig Geld umbuchen -> unbequem
2. Da Krypto Währungen extrem im Wert schwanken, verändern sich Warenpreise täglich. Heute kostet etwas 2 Bitcoins, morgen 3. Ich kann zwar mit Bitcoins bezahlen aber denken muss ich weiter in Euro -> unpraktisch
3. Die Schwankungen führen auch dazu, dass mein Krypto Konto instabil ist. Ich kann nicht Rücklagen für eine mögliche Reparatur am Auto in Bitcoins bilden, weil ich die Hälfte des Wertes und mehr verlieren könnte.
4. Nach wie vor akzeptiert kaum einer Kryptos.
5. Ich sehe schlicht keinen Vorteil in Kryptos zu zahlen. Will ich einfach, bargeldlos und weltweit bezahlen, mache ich das mit VISA oder diversen anderen Methoden wie Paypal.

Es ist ein riesen Unterschied ob ich wie du sagst in Euro, USD, Kryptos oder Yen zahle. Nicht im Moment des Bezahlvorgangs aber während der Zeit wo ich diese Währung auf dem Konto habe. Der US Dollar schwankt zum Euro schnell mal 10% und mehr. Die Schwankung will keine auf dem Konto. Aufgrund der Wechselkursrisiken sind Kryptos für den Normalbürger bisher keine Überlegung wert.
 
Ja, mal sehen, was daraus wird. Bin gewissermaßen seit heute "im Markt", bzw. habe Geld "im Einsatz". Bin auch etwas "hibbelig", aber ich schätze, das legt sich mit der Zeit. Wenn ich nicht gewisse Vorerfahrung auf einem anderen Feld hätte, wäre es wahrscheinlich schlimmer.

Über genaue Beträge möchte ich nicht sprechen, aber ich habe mich erst mal zu etwa gleichen Teilen mit Litecoin und Ether eingedeckt - Litecoin als Langfristinvestment, und Ether, um bei Binance "einkaufen" zu gehen.

Wenn ich mit meinen Einkäufen bei Binance fertig bin, dann ist zumindest der Part "Langfristinvestment" erst mal abgeschlossen - der einfachere Part. Da mache ich es wie Warren Buffet - lege mir das Ganze unter das sprichwörtliche Kopfkissen und vergesse es. Kleine Modifikationen allerdings nicht ausgeschlossen.

Der schwierigere Part ist dann das Swingtrading, bzw. der Handel mit "Moonern", ICOs und anderen/ähnlichen. Dazu gehört ein nicht gerade geringes Maß an Recherche, technische Analyse, usw.

Na ja, wird schon schiefgehen. Wenn meine Prognosen für den Kryptomarkt aber zutreffend sind, dürfte ich eigentlich und in der Summe kein Geld verlieren.

Ein Millionär muss bzw. will ich übrigens gar nicht werden. Will nur "maximal intelligent" handeln, was auch immer das in einem solchen Markt bedeutet.

Was übrigens den Wert einer Bitcoin oder auch jeder anderen Kryptowährung betrifft, so ist diese einfach das wert, was ihr an Wert beigemessen wird. Die jeweils letzte Transaktion, Kauf/Verkauf, bestimmt den Wert. Was eventuell an intrinsischem Wert, Funktionalität oder einem interessanten Projekt noch mit dran hängt, mag oder mag nicht von Bedeutung sein. Wenn man es sich genau betrachtet, könnte man auch sagen, dass das Ganze vollkommen unlogisch ist, aber wer möchte schon sagen, dass der Mensch logisch ist.

Zumindest bei meinen Langfristinvestments ist es aber so, dass ich den Eindruck habe, dass ich das jeweilige Projekt irgendwie unterstütze, obwohl das de facto natürlich nicht oder nur auf eine eher nebulöse Weise der Fall ist. Man bekommt ja tatsächlich nicht wie bei einer Aktie Teilhaberschaft an einem Unternehmen. Eher ist das Ganze wohl mit Crowdfunding oder auch Aufmerksamkeitsökonomie mit monetärem Nebeneffekt zu vergleichen. Genau(er) kann ich es gerade auch nicht sagen, aber es funktioniert eben, wie es funktioniert.

Es ist alles in allem ein recht komisches Phänomen, ich weiß. Im Zweifel ist das Ganze nichts anderes als ein gigantischer Zockermarkt, und der Letzte macht die Tür zu.

Hmm, vielleicht sollte ich meine Investmentstrategie überdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht noch eine Sichtweise "zur Güte":

Der gesamte Kryptomarkt bzw. die Geldflüsse lassen sich zu einem gewissen Grad aufschlüsseln. Klar, man muss es global betrachten, wodurch sich solche Volumina von 500 Milliarden USD überhaupt erst erklären lassen. Unter den Marktteilnehmern dürften sich nicht nur Kleinanleger befinden, sondern auch ein paar Großanleger, wenn nicht sogar viele - sog. "Whales". Man selbst ist dann vielleicht nur ein Marlin, der aber ungeheure Geschwindigkeiten erreichen kann, und sich somit einfach ein bisschen was vom Markt bzw. Geldflüssen abknappst. Im Zweifel bzw. im gegebenen Fall ist es vielleicht nicht mehr als eine Umverteilung "von oben nach unten".

Das zum Investment- bzw. Tradingaspekt von Kryptos.

Interessanter aber vielleicht der Aspekt "disruptive technology".
 
Wenn ich mit meinen Einkäufen bei Binance fertig bin, dann ist zumindest der Part "Langfristinvestment" erst mal abgeschlossen - der einfachere Part. Da mache ich es wie Warren Buffet - lege mir das Ganze unter das sprichwörtliche Kopfkissen und vergesse es. Kleine Modifikationen allerdings nicht ausgeschlossen.

Interessant, dass du Warren Buffet erwähnst. Ich bin selber durchaus ein Fan von ihm und habe mehrere Bücher gelesen. Allerdings ist mein Fazit, dass Buffet keineswegs Währungsspekulationen befürwortet oder gar in Kryptos investiert:

Bitcoin: Warren Buffett sieht böses Ende der Kryptowährung

Langfristinvestment klappt i.d.R. bei Aktien und ETFs, aber ist bei Währungen sehe ich darin wie gesagt nur Glücksspiel. Buffet hat in einem Buch mal geschrieben, wann er dazu rät Aktien zu verkaufen. Grundsätzlich niemals, aber wenn, dann zu dem Zeitpunkt, an dem sie in aller Munde sind. Folgt man Buffet, sollte man Kryptos heute verkaufen 😀

Bitte versteh meine kritische Betrachtung aber nicht falsch, ich wünsche dir viel Glück 🙂
 
Danke erst mal ganz allgemein für den Austausch. Finde die vielen verschiedenen Ansichten sehr interessant.

Es hat mir auch geholfen, das Ganze nochmal gründlich zu überdenken. Insofern habe ich mein (geplantes) Portfolio für ein aus meiner Sicht sehr solides Langfrist-Investment angepasst/verfeinert - es sind jetzt also "nur" noch LTC, NEO, ADA und GRS. Noch ist gar nicht so viel geschehen. Eine etwas größerer Litecoin-Position, und in Ether habe ich nur getauscht, um Zugang zu den "etwas spezielleren" Altcoins zu haben, was alleine mit Fiat nur sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich ist. Zum Beispiel ist Binance mit seinen mehreren hundert Coins/Tokens ein reiner Kryptohandelsplatz.

Ganz allgemein sehe ich aber immer noch eine große Zukunft für Kryptowährungen - ob es das nun als Zahlungsmittel betrifft, oder was die damit verbundenen Technologien betrifft. Was den Aspekt "Glücksspiel" oder "Zockertum" betrifft - joa, das ist wohl eine "Geschmackssache". Andere gehen ins Casino, spielen Lotto, setzen auf irgendwelche Sportwetten, Optionsscheine oder Futures.
 
Interessant, dass du Warren Buffet erwähnst. Ich bin selber durchaus ein Fan von ihm und habe mehrere Bücher gelesen. Allerdings ist mein Fazit, dass Buffet keineswegs Währungsspekulationen befürwortet oder gar in Kryptos investiert:

Bitcoin: Warren Buffett sieht böses Ende der Kryptowährung

Langfristinvestment klappt i.d.R. bei Aktien und ETFs, aber ist bei Währungen sehe ich darin wie gesagt nur Glücksspiel. Buffet hat in einem Buch mal geschrieben, wann er dazu rät Aktien zu verkaufen. Grundsätzlich niemals, aber wenn, dann zu dem Zeitpunkt, an dem sie in aller Munde sind. Folgt man Buffet, sollte man Kryptos heute verkaufen 😀

Bitte versteh meine kritische Betrachtung aber nicht falsch, ich wünsche dir viel Glück 🙂

Wenn ich mich nicht täusche, sagte Buffett zuletzt aber auch sinngemäß, dass er eigentlich gar nicht versteht, wie Krypto eigentlich funktioniert, bzw., was es eigentlich ist. Gut, das geht wohl vielen so. Und genau das mag das sein, was auch insbesondere sog. Millenials so interessant finden - dass es nämlich so "unberechenbar" ist.

Danke übrigens. Bin ja durchaus auch ein selbstverantwortlicher Mensch. Wenn ich verliere, dann verliere ich eben.
 
Hacker haben ja eine halbe Milliarde krypto geklaut.
Das würde mir schon reichen, dass irgendjemand mein Geld wegklauen kann im Internet auch noch.
 
Hacker haben ja eine halbe Milliarde krypto geklaut.
Das würde mir schon reichen, dass irgendjemand mein Geld wegklauen kann im Internet auch noch.

Das war wohl ein japanischer Kryptohandelsplatz namens Coincheck, der allen Geschädigten zugesagt hat, dass er sie für die Verluste kompensieren wird.

~~~

Im Übrigen kein Handelsplatz, der auf meinem Radar war. Man sollte sich bei Kryptohandelsplätzen nach einer sehr guten Reputation, auch gerade in Sachen Sicherheit, orientieren, und seine Kryptos grundsätzlich nicht über längere Zeit an einem Kryptohandelsplatz belassen, sondern in seinem persönlichen ("cold storage") Wallet abspeichern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss sagen, dass das kein Einstieg von schlechten Eltern war. Bin überhaupt erst vor zwei Tagen in diese ganze Sache eingestiegen, und mein Portfolio hat schon einen Verlust von etwa 50 %.

Na ja, man sagt ja, dass man etwas riskieren muss, wenn man etwas gewinnen will.
 

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