Hmm... "der Markt hat immer recht", würde ich sagen - ganz egal, was der Einzelne will oder nicht will.
Muss mich übrigens korrigieren. Hatte nicht in zwei Tagen einen Verlust von 50 %, sondern von etwa 35 %. Hatte mich da verrechnet. Allerdings, wie es so schön heißt, hat man keine Verluste und keine Gewinne, solange man nicht verkauft. Daher auch die "Strategie":
HODL. Macht natürlich nur dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass das, in was man investiert hat, langfristig, bzw. auf Grundlage von Fundamentalanalyse, im Wert steigt. Dann macht es im Grunde keinen Unterschied, wann man einsteigt, obwohl es dennoch bessere und schlechtere Einstiegszeitpunkte gibt. Wichtiger sind die Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte aber eher bei kurfristigem Handel, nicht so sehr bei langfristigen Investments, insbesondere dann, wenn man davon ausgeht, dass die langfristigen Wertsteigerungen bei Weitem die Variabilität des Einstiegszeitpunkts übertreffen.
Im relativ jungen Kryptomarkt, wie in die Masse wahrnimmt, konnte man letztes Jahr 5x, 10x, 100x oder sogar 1.000x Gewinne machen, wenn man in das
Richtige investiert hat. Da macht dann der richtige Zeitpunkt, wenn man früh genug dabei ist, keinen all zu großen Unterschied. Dass diese Gewinnraten in diesem Jahr bzw. zukünftig beibehalten werden können, halte ich für unwahrscheinlich, aber dennoch ist Einiges möglich. Natürlich ist das Ganze, vermutlich mehrheitlich, auch Zockerei, aber nicht nur.
Ich selbst bin zu einem relativ ungünstigen Zeitpunkt eingestiegen. Rein saisonal schon ein ungünstiger Einstiegszeitpunkt. Und wenn man sich den längerfristigen Chart - über 3 oder 6 Monate - anschaut, der spricht Bände. Ich fühlte mich aber irgendwie "gehetzt", war ungeduldig, wollte unbedingt "dabei sein". Also habe ich mir gesagt, geschi**en drauf, los jetzt. Nicht wirklich intelligent, aber so ist das jetzt nun mal.
Bei Krypto, Blockchain-Technologie und der damit einhergehenden Dezentralisierung sollte man verschiedene Aspekte be(tr)achten. Ohne jetzt auf Details einzugehen, sollte man mindestens zwischen 1) digitalen Zahlungsmitteln, 2) Entwicklerplattformen und 3) sog. "Utility Tokens" unterscheiden. Jedes hat aus meiner Sicht seine Daseinsberechtigung und seine ganz eigenen Charakteristika.
Wenn man sich die vielen Projekte mal näher betrachtet, dann schlackern einem wirklich die Ohren. Ich selbst bin von digitalen Zahlungsmitteln als Investment abgekommen (dank eurer "Beratung"). Da denke ich mir, dass das alles seinen Lauf nehmen wird - mit all seinen Innovationen und Hürden. Sehr viel interessanter und wichtiger finde ich die Entwicklerplattformen. Und mit "Utility Tokens" fange ich gar nicht erst an, weil das endlos werden würde. Bei allen Projekten ist eine Menge Innovation oder zumindest Dynamik, wobei man aber auch sagen muss, dass viele oder sehr viele dieser Projekte in zwei oder drei Jahren nicht mehr existieren werden. Dafür wird es aber dann zwischenzeitlich eine Menge neue Projekte geben.
Was Bitcoin betrifft, so bin ich darin nicht investiert, werde es vielleicht auch niemals sein. Wenn aber eine Bitcoin zum oder vor Ablauf des Jahres einen Wert von 30.000 USD erreicht, würde ich wahrscheinlich in Litecoin investieren.
So, wie es ist, bin ich aktuell in NEO (Entwicklerplattform) investiert. Viele würde das wahrscheinlich abschrecken, gerade "Kryptoliebhaber", weil NEO eine chinesische Entwicklerplattform ist, und die chinesische Regierung jüngst ja alle Kryptohandelsplätze und "ICOs" (Initial Coin Offering) "verbannt" hat. Gleichfalls arbeitet NEO im Zusammenhang einer "Smart Economy" wohl eng mit der chinesischen Regierung zusammen. Aus meiner Sicht ist das kein Nachteil, wenn "Kryptoland" und die Regierung zusammenarbeiten, weil das eventuell zukünftige Probleme von vornherein vermeidet. Abseits dessen hat NEO aktuell die achtgrößte Marktkapitalisierung im gesamten Kryptomarkt und aus meiner Sicht unter den Top 30 die größten Wachstumsmöglichkeiten überhaupt.
Weiters bin ich mit einer kleineren Position noch in
Theta Token investiert (hatte ich wohl schon erwähnt?). Wenn "die Jungs" das tatsächlich "rocken" und gewissermaßen ein "dezentralisiertes YouTube 2.0" auf die Beine stellen, wird das Projekt wahrscheinlich an Wert gewinnen. Ist sicherlich nicht das innovativste Projekt, aber sowas muss man auch erst mal in Angriff nehmen und bewerkstelligen. Ein Vorteil könnte sein, dass einer der Mitgründer von YouTube zum Beraterteam gehört.
"Krypto" ist nicht nur eine Idee, sondern eine Bewegung, die aus meiner Sicht und am Ende des Tages Vieles auf dieser Welt transparenter, einfacher, effizienter, besser und nicht zuletzt auch gerechter machen kann. Dass man damit auch zocken bzw. darin investieren kann, ist aus meiner Sicht nicht der wichtigste Punkt.
Alles andere bleibt abzuwarten.