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Krypto und die Welt

Es werden da ja keine Werte geschaffen (wie es bei Aktien der Fall ist), das Geld wird nur umverteilt.


abseits davon, dass du teilweise recht hast, wo genau werden bei aktien werte geschaffen? das ist auch nur geld umverteilung. einer verkauft, einer kauft. deshalb gibt es im aktienmarkt auch IMMER einen verlierer, wenn es einen gewinner gibt. geht gar nicht anders. der unterschied ist : zumeist stehen hinter den aktien eben unternehmen, und mit dem kauf einer aktie besitzt man einen winzigen teil davon. daher haben diese aktien einen wert, aber geschaffen wird der nicht durch aktienhandel.

was crypto angeht : dass hinter vielem wenig bis gar nichts steht - stimmt absolut. aber gilt nicht zu 100%. einige (wenige) coins haben tatsächlich etwas hinter sich, egal ob du nun ripple nimmst (da stehen grosse unternehmen hinter z.b.) oder sonstwen (neo zb. ist auch kein schlechtes beispiel, da dort grosse asiatische player drinstecken, soweit man das beurteilen kann).

einen tatsächlichen wert haben weder aktien noch coins. GOLD hat einen tatsächlichen wert, oder platin, oder diamanten.

aktien gewinnen ihren wert dadurch, dass sie ein anteil eines unternehmens sind. coins gewinnen ihren wert momentan durch hype, oft durch pump and dump, aber nicht immer. da gibts auch ein paar sehr gute ideen, und diese firmen sammeln über den coinmarkt geld, um ihre idee umzusetzen.

wenn überhaupt ist das ganze mit dem nemax vergleichbar - eine blase kann man durchaus sehen, aber ponzi ist das - auch wenn viele es so sehen - nicht immer.


aber säumen wir das pferd mal andersherum auf :

ich habe 1.000 euro. die will ich investieren. risiko ist mir egal, aber es soll sich lohnen. auf ein invest mit 5% habe ich keine lust, da die kosten, ein solches zu tätigen, so hoch sind, dass ich erstmal 1-2 jahre überhaupt keinen profit fahre.

ich bin auf vorschläge, abseits von crypto, äusserst gespannt.
 
Jeder der dort mitmacht will nur spielen, es geht um den Nervenkitzel und die Chance ohne echte Arbeit "irgendwie" sein Geld zu vermehren.
https://www.heise.de/security/meldu...tGrail-fehlen-140-Millionen-Euro-3965186.html

Klar ist das Ganze auch ein "Spiel". Ich sehe das allerdings auch so, dass viele Menschen eben nicht ihren ganzen Tag mit harter, schweißtreibender Arbeit verbringen wollen, sondern sich eben auch an den Wachstumsentwicklungen anderer Unternehmen/Projekte beteiligen wollen, zumal dies ja auch angeboten wird - sei es in Form von Aktien, Kryptos oder was auch immer.

Was den Hack bei BitGrail betrifft, ist das natürlich "sehr bitter". Es ist allerdings nicht nur ein kleiner, sondern auch ein komplett unregulierter Kryptohandelsplatz ohne nennenswerte Reputation, wo man umso mehr darauf hätte achten sollen, seine Kryptos in "cold storage" zu sichern. Ja, ich weiß, im Nachhinein lässt sich sowas natürlich immer so einfach sagen. Aber tatsächlich ist bei mir fast alles in "cold storage" gesichert oder liegt mehrheitlich bei renommierten Kryptohandelsplätzen, die immer wieder von externen Stellen extrem hohe Sicherheitsstandards bescheinigt bekommen oder sogar eine Einlagensicherung aufweisen. Noch zumindest ist das Ganze ein bisschen wie "der wilde Westen", weshalb man gut beraten sein dürfte, die grundlegenden Sicherheitsempfehlungen zu beherzigen.

Ihr könnt Glück haben und euer Geld zehnfach wieder bekommen oder eben auch alles verlieren.
Das ist den meisten Menschen scheinbar auch relativ klar.

Ich denke schon, dass das den meisten Menschen klar ist. Zumindest sollte es das sein.

Ich würde ja eine richtige digitale Währung toll finden, eine die nicht hoch und runtergestuft werden kann, sondern eine die einfach nur einen festen Wert hat.

Sowas gibt es ja bereits. Nennt sich USD Tether (USDT) und verhält sich in der Regel mit geringsten Schwankungen paritätisch zum US-Dollar. Ist ja auch kein Voodoo, wenn man es sich recht überlegt, und könnte man genauso gut auch mit dem EUR, dem YEN oder jeder anderen x-beliebigen Währung machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
wo genau werden bei aktien werte geschaffen?
...
aktien gewinnen ihren wert dadurch, dass sie ein anteil eines unternehmens sind.

Ganz damals war es so dass man z.B. eine 5€ Aktie gekauft hat und deren Wert blieb dann bei 5€, man konnte nur Geld verdienen indem das Unternehmen erwirtschaftetes Geld ausgeschüttet hat.

Das war eine bessere Idee als das Geld über dem Zwischenhändler (der Bank) zu bringen und der verleiht das Geld dann weiter.
Die Bank will ihre festen Zinsen haben, egal wie gut es der Firma geht und wie einträglich die aktuellen Geschäfte sind.
Eigentlich ist das System mit den Aktien total gut.

Allerdings:
Irgend wann hat man es dann auch zugelassen dass mit Aktien spekuliert werden kann und das ist im Grund nicht anders als Glücksspiel.

Diese beiden Prinzipien sind aktuell vermischt, einerseits gilt das alte Prinzip und andererseits kann mit jeder Aktie gezockt werden.
Aus diesem Grund lass ich das mit den Aktien auch bleiben.
Auch meine Oma hat schon durch Aktien Geld verloren. Das waren Aktiengemische, also "Fonds". Ein Mitarbeiter in der Sparkasse scheint sich in irgend einem Bereich verzockt zu haben und hat dann andere Aktien in das Portfolio gelegt die bedeutend schlechter standen. Es gab aber keine Möglichkeit etwas gegen solche Praktiken zu tun.

@Alopecia
einen tatsächlichen wert haben weder aktien noch coins. GOLD hat einen tatsächlichen wert, oder platin, oder diamanten.
Naja, Gold wird auch nur ein Wert gegeben den die Menschen gerade bereit sind dafür zu zahlen.
Wie gesagt, damals hatte eine 5€ Aktie auch einen Wert von 5€.

Wenn ich sage: "damals", dann meine ich vor 100 Jahren oder so, also als das Zocken noch keine allgemeine Praxis war um vielleicht schnell an Geld zu kommen ... oder auch das Geld schnell zu verlieren. Man muss sich klar sein dass genau so viele Menschen ihr Geld verlieren wie sie es gewinnen.
Für mich macht das alles keinen Sinn.
 
Warum Bitcoins schlecht für die Umwelt sind:

https://www.youtube.com/watch?v=0eTRK-8o0hA

Bedenkt man welche Stromkosten, die "Erschaffung" von Bitcoins und anderen Kryptowährungen bisher verursacht hat und noch verursachen wird, ist das bereits alleine ein Grund gegen solche Währungen.

Das Krypto Schürfen kostet so viel Strom wie etwa Portugal!

Egal ob sich Kryto Währungen irgendwann mal durchsetzen, eines ist bereits heute klar: Kryptos haben unserer Umwelt schon vieles gekostet....

Natürlich, Verschwendung im Allgemeinen und Verschwendung von Strom im Speziellen sollten unterbunden/vermieden werden. Deswegen gibt es ja auch Energiesparlampen.

Was nun Bitcoin betrifft, so würde ich meinen, dass Bitcoin und die Blockchain-Technologie ohne dieses intensive "Mining" (aka "proof of work") evtl. niemals oder erst sehr viel später das Licht der Welt erblickt hätten. Ich würde es als die erste Generation von Kryptowährungen bezeichnen.

Was nun aber die aus meiner Sicht "richtig großen Coins" betrifft, so ist das aus meiner Sicht schon die zweite Generation. Zu nennen seien hier aus meiner Sicht bspw. Ethereum, NEO und EOS. Ethereum befindet sich gerade in der Umsetzung, durch das Casper-Protokoll von "proof of work" auf "proof of stake" umzustellen. Und NEO und EOS haben gewissermaßen gleich vollständig auf "proof of work" verzichtet.

Nehmen wir noch mal mein Lieblingsbeispiel NEO. Ich zitiere aus dem bereits zuvor gelinkten Artikel aus der PC-Welt:

Das Szenario ist nicht neu, viele Altcoins arbeiten hier mit dem Proof of Work (hoher Stromverbrauch) oder dem Proof of Stake (Risiko eines Forks). Weder hoher Stromverbrauch noch das Risiko eines Hard Forks (die Blockchain wird gespalten und im schlimmsten Fall gibt es auf einmal zwei Coins) waren für die Entwickler annehmbar. Daher entwickelten sie eine neue Technologie: delegated Byzantine Fault Tolerance (dBFT). So kompliziert der Name auch ist, so genial ist die Lösung: geringer Stromverbrauch und kein Risiko eines Forks.

Es werden auch im "Kryptoland" die "Zeichen der Zeit" erkannt. Daher gewissermaßen: Krypto-Energiesparlampe on.
 
Papier, Metall und Plastik usw kann ich doch heute schon sparen indem ich mit Kreditkarte zahle, oder per Handy. Lösungen wie Paypal sind auch lange schon vorhanden. In Asien und Afrika wird schon sehr intensiv mit Handy gezahlt.

Warum Kryptos? Weil der namen cooler ist? 😀

Der einzige echte Vorteil von Kryptos bleibt, dass Staaten sie nur bedingt kontrollieren können, also z.B. nichts nachdrucken können.
Das halte ich aber gleichzeitig für den größten Nachteil. Eine "stabile" Währung wie du sagst, wäre Gift für die Wirtschaft. Dann muss niemand mehr investieren um Zinsen zu erwirtschaften, die einer Inflation entgegenwirken. Sagt dir jeder Wirtschaftsökonom, dass eine leichte Inflation immer Ziel einer Währungspolitik sein sollte.

Ganz zu schweigen davon, dass Staaten sich niemals die Kontrolle über das Geld entreißen lassen. China macht es vor. Und wenn die EU Staaten nicht blöd sind, werden sie Kryptos verbieten noch bevor diese zum Euro konkurrenzfähig werden. Eine Währung die am Staat vorbei geht, von diesem nicht kontrolliert wird, öffnet jedem Betrug Tür und Tor.

Hatte übrigens falsch gelinkt, daher noch mal richtig.

Das Problem mit Paypal und Co. ist, dass das Ganze mit relativ hohen Gebühren und einer relativ langen Transaktionsdauer verbunden ist. Etabliert, ja, aber nicht unbedingt effizient. Wenn ich bspw. meiner Lieblingscousine in Taiwan Geld schicken wollte, weil sie gerade knapp bei Kasse ist, ginge das mit einer Litecoin schneller und günstiger.

Was den "cooleren Namen" einer Weltwährung betrifft, so meinte ich nicht "Krypto", sondern "Litecoin". "Speed of light" und so - klingt doch ganz cool. Allerdings denke ich nicht, dass sich Litecoin langfristig durchsetzen wird, aufgrund technologischer Mängel. Dann eher "Nano" (ehemals "RaiBlocks"), aufgrund instantaner und vollständig gebührenfreier Geldtransfers.

Was nun das Monopol auf Geld betrifft, oder Verbrechen, da ist wohl vieles bekannt und vieles im Wandel. Ob bspw. mein Gehalt in Fiat oder Krypto kommt, oder ob ich mit anderen Menschen Wertaustausch mit Fiat oder Krypto betreibe, ist mir relativ egal - solange das Ganze halbwegs vernünftig funktioniert.

Was nun Verbrechen anbelangt, meinst du damit auch und insbesondere Steuerhinterziehung? Wenn ja, so sehe ich da nicht so viele Möglichkeiten. Ich meine, bei meinem Gehalt behält mein Arbeitgeber die Lohn-/Einkommensteuer ja von vornherein ein, und bei Einkäufen zahle ich zwingend meine Mehrwertsteuer. Oder wie meinst du das?

Was nun Zinsen oder Inflation betrifft, so bin ich da keinesfalls ein Experte. Ich stelle mir dann einfach einen Inselstaat von 100 Mann/Menschen vor. Die leben, arbeiten und wirtschaften halt so vor sich hin. Macht es da irgendeinen Sinn, dass das Geld "immer mehr" wird?
 
Ich denke, daß Du bei Paypal falsch liegst. Dort gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit an Freunde und Bekannte kostenlos Geld zu überweisen. Und das Überweisen geht üblicherweise in Sekundenschnelle.
Gleichwohl ist es natürlich nicht sicher. Wenn sich die Staaten eines Tages entschulden werden, ist auch diese Kohle weg. Wenn!
 
Muss zugeben, dass ich Paypal in meinem ganzen Leben vielleicht zwei Mal benutzt habe, und da hatte es jeweils gut funktioniert. Hatte nur letztens mal gelesen, dass zumindest bei internationalen Überweisungen wohl recht hohe Gebühren anfallen und es mehrere Tage dauert, wobei man da wahrscheinlich noch zwischen innereuropäisch und außereuropäisch unterscheiden muss. Wenn das im jeweiligen Fall mit Paypal schnell und kostenlos geht, um so besser. Bin ja grundsätzlich für alles, was (gut) funktioniert. Technik und Geld sollen einem ja schließlich das Leben erleichtern und nicht erschweren.
 
Paypal funktioniert für mich super. Grundsätzlich ist paypal gebührenfrei. Es fallen nur gebühren für Fremdwährungen an, also wer aus Deutschland in den USA einkauft, zahlt vielleicht 2% Gebühr.
Kreditkarten gibt es auch kostenfrei - je nach Modell sogar ohne Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen, obgleich dann meistens eine Jahresgebühr von vielleicht 50 € erhoben wird.
Zu guter letzt sind Banküberweisungen neuerdings "sofort" und dauern nicht mehr 1-2 Tage, guter logischer Schritt, ebenfalls gebührenfrei.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es viele Möglichkeiten gibt schnell und gebührenfrei zu zahlen.

Kleine Gebühren fallen wenn überhaupt nur bei Auslandseinsetzen an. Die meisten Menschen decken ihren Konsum aber zu 99% ohne diese.

Bitcoins und andere Krypto Währungen hingegen kosten bei jeder Transaktion (In- und Ausland) Gebühren - und teilweise heftig. So hat die beliebte Spieleplattform Steam eine Zeit lang Bitcoins akzeptiert.
Für 20 € waren 20 Cent Gebühren fällig sein, die eigentlich schon keiner zahlen wollte (warum auch?). Das noch größere Problem war aber, dass der Bezahlvorgang so lange dauerte, dass sich die Bitcoin Kurse veränderten. Für Steam war das untragbar.

Die Transaktionskosten bei Bitcoin sind so hoch, weil das Peer-to-Peer Netzwerk, das die Währung verwaltet und verarbeitet, im Vergleich zu den modernen digitalen Infrastrukturen eine begrenzte Kapazität hat.

Ich habe jetzt gelesen:
Cornell-University-Professor Emin Gun Sirer schätzt, dass das Bitcoin-Netzwerk bestenfalls sieben Transaktionen pro Sekunde verarbeiten kann, durchschnittlich aber 3,3 erreicht. Der Kreditkartenanbieter Visa verarbeitet 29,2 Milliarden Transaktionen innerhalb von drei Monaten. Das sind 317 Millionen Überweisungen pro Tag oder 3674 pro Sekunde.

Natürlich gibt es immer wieder neue Ideen was den Krypto Handel angeht. Ich finde das Experiment spannend. Im Science Fiction Universum von Raumschiff Enterprise könnte ich mir Bitcoins gut vorstellen. Das Problem ist eben, dass es derzeit wirklich noch ein Experiment ist. Möglicherweise erleben wir noch 100te neue Krypto Währungen, bis sich vielleicht mal eine durchsetzt. Selbst die wird aber morgen wieder wertlos wenn was neues kommt.

Für mich persönlich haben Krypto Währungen keinen Wert solange niemand für sie garantiert. Ich kann nicht jedes Jahr meine "Altcoins" in neue Kryptos umschichten und Wertschwankungen von 100ten Prozentpunkten aushalten. Am klassischen Giralgeld in EURO führt für mich kein Weg vorbei.

Ich glaube auch nicht (mehr) an den Idealismus hinter der Krypto Währung. Ja man entzieht Staaten die Möglichkeit Geld zu drucken und Kurse zu beeinflussen, aber wer hat denn die Macht über das Geld? Die Reichen! Die können es verleihen und durch Nichtstun reicher werden.
Solange man in einer Demokratie lebt, ist die Kontrolle über Geld von einer demokratisch gewählten Regierung doch besser als die Kontrolle des Geldes durch Reiche. Nur ein Staat kann z.B. durch Steuern soziale Gerechtigkeit schaffen. Anonym zahlen um keine Steuern abdrücken zu müssen, ist doch das Gegenteil von Gerechtigkeit.

Nein, Krypto Währung sind für mich nicht idealistisch.
 
Ganz damals war es so dass man z.B. eine 5€ Aktie gekauft hat und deren Wert blieb dann bei 5€, man konnte nur Geld verdienen indem das Unternehmen erwirtschaftetes Geld ausgeschüttet hat.

du meinst aktien von vor 100 jahren oder noch älter? auch diese aktien (damals zumeist oder ausschliesslich namensaktien, so 100% das nicht mein areal) hatten keinen tatsächlichen wert, sondern eben nur der, der ihnen gegeben wurde. ähnlich wie der wert von papiergeld. und tatsächlich sind deren werte - im laufe der zeit - auch gestiegen. aus dem von mir genannten grund : die aktie👎 repräsentierte einen teil des unternehmens. daher auch die ausschüttung (logisch, gewinn des unternehmens -> an die aktionäre, zumindest teilweise). wenn das unternehmen aber mehr geld wert wurde, wurden es auch die aktien. IMMER schon. eine aktie, deren welt auf ewig gleich blieb, wäre mir unbekannt. ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, siehe oben : so weit zurück in der historie liegt nicht gerade meine stärke.

Eigentlich ist das System mit den Aktien total gut.

trotzdem ist es ein system, bei dem es immer einen gewinner und einen verlierer gibt - anders ist es bei coins auch nicht. du wirst kein beispiel finden, wo dies (1 gewinner, 1 verlierer) nicht der fall ist. abseits davon, dass hinter aktien eben (oftmals) richtige unternehmen stehen, und dies bei coins/tokens bislang eher selten der fall ist, gibt es da gar keinen unterschied.

Irgend wann hat man es dann auch zugelassen dass mit Aktien spekuliert werden kann und das ist im Grund nicht anders als Glücksspiel.

das ist, mit verlaub, ziemlicher quatsch.
glücksspiel bedeutet nichts anderes als roll-the-dice. mit anderen worten, können spielt so gut wie keine rolle. auch andere faktoren nicht. ausser eben dem glück an sich. bei aktien spielen zig faktoren eine rolle, glück ist nur ein winziger davon. unternehmensnachrichten, umsätze, etc pp - all das macht den wert einer aktie aus. was hat das mit glück zu tun? wenn ich vor 10 jahren in porsche investiert habe, weil vieles darauf hingedeutet hat, dass das unternehmen in zukunft MEHR wert sein wird, und dies wurde dann tatsächlich der fall, dann ist das doch kein glück. ohne es böse zu meinen, mir dünkt du hast von aktienhandel nicht soooviel ahnung, oder?


Diese beiden Prinzipien sind aktuell vermischt, einerseits gilt das alte Prinzip und andererseits kann mit jeder Aktie gezockt werden.

wie gesagt, mit zocken hat das nichts zu tun. eine partei verkauft, eine andere kauft. der, der verkauft, geht davon aus, dass der kurs eher fällt (sonst würde er ja halten) oder braucht die kohle dringend. der, der kauft, geht von steigenden kursen aus. derjenige, der mehr ahnung hat, gewinnt in diesem markt fast IMMER (ausnahmen sind natürlich crashes oder blasen, die teilweise nicht ersichtlich sind für die involvierten parteien).

wenn ich heute eine aktie besitze, deren zukunfsperspektive sehr gut ist, mich entscheide zu halten, und durch unvorhersehbare umstände gibt es einen marktcrash und ich mache verlust, war die entscheidung sie zu halten dennoch richtig.

wenn ich heute die selbe aktie besitze und verkaufe, obwohl alles darauf hindeutet, dass sie mehr wert sein wird, und dann besagter crash eintritt, war meine entscheidung dennoch falsch und nur durch zufall wurde sie nachträglich "richtig" (hier ist er, der besagte zufallsfaktor, wie gesagt, einer von VIELEN, und im markt eher einer der kleinsten).

Das waren Aktiengemische, also "Fonds". Ein Mitarbeiter in der Sparkasse scheint sich in irgend einem Bereich verzockt zu haben und hat dann andere Aktien in das Portfolio gelegt die bedeutend schlechter standen. Es gab aber keine Möglichkeit etwas gegen solche Praktiken zu tun.

doch, die gibt es : nicht auf das hören, was einem berater der sparkasse, postbank oder sonstwelche berater aufschwatzen wollen. das problem dieser leute ist : sie sind nicht unabhängig. sie kriegen provision und verkaufen dir daher das, was IHNEN nützt, nicht aber, was dir nützt. wenn du seriös investieren willst, gehst du in MSCI ETF WORLD. dort hast du so ziemlich das optimum abgedeckt. bei "geringstmöglichem" risiko. das lohnt sich IMO aber eben erst, wenn du ordentliche beträge investieren kannst (sagen wir mal hoch 4stellig oder besser niedrig 5stellig). manch einer wird mir widersprechen, aber ich seh es eben so.

@Alopecia

Naja, Gold wird auch nur ein Wert gegeben den die Menschen gerade bereit sind dafür zu zahlen.
Wie gesagt, damals hatte eine 5€ Aktie auch einen Wert von 5€.

nö. edelmetalle haben einen tatsächlichen wert. heute und schon vor jahrtausenden. dieser wert wird ihnen von niemandem gegeben, sondern entsteht automatisch, weil es sich eben um ein "rares" gut handelt. ein tatsächlich vorhandenes und anderweitig nutzbares gut noch dazu. gold hat also tatsächlich einen wert. papiergeld, euro, dollar, selbst aktien haben keinen wert. es handelt sich um wertlosen kram, der nur deshalb einen wert bekommt, weil eine partei dahintersteht und diesen wert garantiert (geld) oder weil ein unternehmen dahintersteht, welches einen wert hat, der durch besagtes papier wiedergespiegelt wird (aktie).

Wenn ich sage: "damals", dann meine ich vor 100 Jahren oder so, also als das Zocken noch keine allgemeine Praxis war um vielleicht schnell an Geld zu kommen ... oder auch das Geld schnell zu verlieren. Man muss sich klar sein dass genau so viele Menschen ihr Geld verlieren wie sie es gewinnen.
Für mich macht das alles keinen Sinn.

damals investierte man in aktien eines unternehmens, weil man von der qualität ebendessen überzeugt war, und einen teil davon "besitzen" wollte. dies konnte allerdings genauso schiefgehen wie heute, und GARANTIERT hat dir den wert keiner. wenn das unternehmen pleite ging, war deine aktie, egal wie teuer sie nun auch gewesen sein mag, wertlos.

Sowas gibt es ja bereits. Nennt sich USD Tether (USDT) und verhält sich in der Regel mit geringsten Schwankungen paritätisch zum US-Dollar. Ist ja auch kein Voodoo, wenn man es sich recht überlegt, und könnte man genauso gut auch mit dem EUR, dem YEN oder jeder anderen x-beliebigen Währung machen.

USDT ist das grosse problem im markt. manche sagen segen, aber viele sagen fluch.

im cryptotrading war das grosse problem immer, dass man bei verkauf der coins am ende immer mit BTC oder ETH dastand. wenn man also gewinn mitgenommen hat und einen coin X verkaufte, um den profit zu sichern, stand man erstmal mit BTC odER ETH da. ging der preis dort runter (was nicht unwahrscheinlich war), hat man direkt wieder verlust gemacht. es gab keine möglichkeit, die coins (egal ob alt- oder BTC oder ETH) wirklich zügig in fiat zu tauschen (oder auszucashen). dadurch entstand USDT - wenn ich nun einen altcoin mit dickem profit verkaufe, weil ich glaube, dass der markt eher fallen wird, stehe ich nicht mehr im regen (mit BTC), sondern bin mit tether auf der vermeintlich sicheren seite, da ein tether eben immer einen dollar wert ist.

das problem ist, dass es GROSSE zweifel daran gibt, dass dies alles so legit ist, wie es sein sollte.
die wahrscheinlichkeit, dass unter den vorhandenen tethertokens (2mrd irgendwas) leider eben KEINE garantierte dollarmenge entgegen steht, ist ein riesen problem. tatsache ist, um den wert dieser tokens zu garantieren, müsste der erzeuger ja über 2mrd dollar sein eigen nennen. tut er aber, höchstwahrscheinlich, nicht. daher vermuten nicht wenige (mir eingeschlossen), dass tether eine SEHR grosse rolle gespielt hat bei der extremen steigerung in 2017, und möglicherweise auch eine grosse rolle spielen wird, wenn es irgendwann massiv bergab geht. der Tag, an dem - wie auch immer - bewiesen wird, dass hinter tether eben kein tatsächlicher wert steht (oder nur ein bruchteil der >2mrd dollar, die vorhanden sein müssten), gibt es einen ordentlichen knall und crash.

Bitcoins und andere Krypto Währungen hingegen kosten bei jeder Transaktion (In- und Ausland) Gebühren - und teilweise heftig. So hat die beliebte Spieleplattform Steam eine Zeit lang Bitcoins akzeptiert.
Für 20 € waren 20 Cent Gebühren fällig sein, die eigentlich schon keiner zahlen wollte (warum auch?). Das noch größere Problem war aber, dass der Bezahlvorgang so lange dauerte, dass sich die Bitcoin Kurse veränderten. Für Steam war das untragbar.

das stimmt teilweise tatsächlich. es gibt allerdings auch cryptowährungen, die sehr geringe kosten haben. und dass paypal keine kosten hat stimmt absolut nicht. wenn du irgendwo per paypal zahlst sind es nur zumeist die HÄNDLER, die die kosten übernehmen. tun sie dies nicht musst du oft bei bestellungen von 20 euro 60,70 cent selbst übernehmen.

aber genau weil die kosten von bitcoin transactions so hoch sind, gibt es ja immer mehr altcoins. die frage ist nur, welche davon langfristig taugen werden. hier ist es nahezu unmöglich, etwas vorherzusehen. es gibt nicht wenige experten die sagen, dass es irgendwann eine crypowährung geben wird, die alles dominiert, und die tatsächlich in der lage ist, dem echten geld paroli zu bieten, aber vermutlich wird dies keine der heutigen sein (also weder bitcoin noch lite noch dash noch eth noch jew noch sonstwas 😉)

Für mich persönlich haben Krypto Währungen keinen Wert solange niemand für sie garantiert. Ich kann nicht jedes Jahr meine "Altcoins" in neue Kryptos umschichten und Wertschwankungen von 100ten Prozentpunkten aushalten. Am klassischen Giralgeld in EURO führt für mich kein Weg vorbei.

das ist schwer zu sagen. auch für den wert einer aktie - sagen wir erneut porsche - garantiert dir niemand. bricht da morgen alles zusammen, sind deine aktien höchstens als klopapier zu gebrauchen.

und so sehe ich crypto auch. als aktienalternative - mit ähnlich viel heisser luft wie im nemax, aber tatsächlich ein paar perlen, die zukunft haben werden.

papiergeld hat tatsächlich eine art garantierten wert, aber die ein oder andere hyperinflation der vergangenheit hat ja gezeigt, dass das auch nicht ZWINGEND der fall ist. wenn man einen garantierten wert haben will, muss man wohl in immobilien gehen (also eigentum und vermieten), und selbst da kann im worst case alles weg sein -aber ich verstehe, worauf du hinauswillst.

es gibt KEIN investment auf der welt, welches passablen profit gewährt, und dabei einen garantierten wert beinhaltet. geld verliert an wert (inflation, selbst wenn nur 1-2%), aktien können verlieren bis hin zum totalschaden, gleiches gilt für fonds, für indizes, für immobilien.

Nein, Krypto Währung sind für mich nicht idealistisch.

von der ansicht, dass crypto idealistisch sein soll, habe ich noch nie was gehalten. das ist eine währung, deren gedanke zumindest teilweise in die richtung ging, dass man illegale transaktionen tätigen kann, von denen insb. der staat nichts mitbekommen soll. mit idealismus hat das IMO nicht allzuviel zu tun (auch wenn viele was anderes behaupten). für mich ist crypto nichts anderes als ein spekulationsobjekt, wie es aktien auch sind. die skills bestehen darin, durch wissen herauszufinden, welche firma tatsächlich was taugt (oder taugen wird), und welche einfach nur auf das geld des investors aus ist (oder vlt sogar hehre ziele verfolgt, aber ahnungslos vorgeht).
 

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