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Kollegin (trockene Alkoholikerin) riecht nach Alkohol

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 131640
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Die Mehrheit der trockenen Alkoholiker ist trocken, bis sie wieder anfangen.

Überleg dir, ob du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, wenn sie jemanden totfährt.

Als Alkoholikerin muss sie diese Unterstellung aushalten. Und wenn es quakt wie eine Ente und watschelt wie eine Ente...
 
Besagte Kollegin hat zu mir persönlich gesagt, dass sie seit Jahren trocken ist.

Versteht ihr euch so gut, dass sie sich dir anvertraut hat? Das wäre doch ein Aufhänger, das Gespräch noch einmal mit ihr zu suchen. Auf keinen Fall mit Kollegen darüber sprechen.

Ganz simpel könnte ihr Geruch daher kommen, dass sie zu Alkoholzeiten starke Bonbons, Mundwasser oder was auch immer zum übertünchen benutzt und diese Gewohnheit beibehalten hat. Danach würde ich sie direkt fragen. Sag ihr, du machst dir Sorgen und dass sie eine berufliche Verantwortung trägt, die nur nüchtern ausgeführt werden kann.
 
Okay, aber wie soll der BR dann auch einschreiten, wenn er u.U. doch gar nicht informiert ist 🤔

Ich würde an deiner Stelle deinen Chef um ein Gespräch bitten, informiere ihn darüber. Melden macht frei, in dem Fall mMn.
Den Alkoholgeruch werde doch nicht nur ich wahrgenommen haben.
 
Das kann hier doch niemand wissen. Weil's peinlich ist? Weil's berufliche Konsequenzen haben könnte für sie?

Im Übrigen ist es bei trockenen Alkoholikern, die nach Alkohol riechen, dann doch meist, äh, Alkohol, auch wenn es eine "rare condition" wie dieses Brewery Syndrome gibt.
 
Ein sehr heikles Thema, an dem Du Dir - egal, was Du wie machst in jedem Fall die Finger verbrennst.

Ich kenne das Problem auch. Ich hatte einen Freund in einem Großunternehmen, der absolut fertig war, leitende Position in der Produktion und ständig zu.

Er hat auf ein Gespräch keine Wirkung gezeigt, auch nicht mit dem Hinweis darauf, dass seine Kinder - alleinerziehender Vater, dadurch gefährdet sind.

Ich habe damals den Betriebsarzt angesprochen. Der hat mit ihm gesprochen - danach war er kein Freund mehr ......

Hätte ich den Mund gehalten und es hätte einen Arbeitsunfall gegeben, wäre ich damit nicht klargekommen, zumal er Personalführung hatte und somit leicht ein anderes Leben auf dem Gewissen haben könnte.

Jede Lösung, die sich mir anbot, hat mich zum Verlierer gemacht - aber ich hätte es nicht geschafft es zu übersehen und hinterher mit einer Schuld (egal, welcher Art) klar zu kommen.

Gruß von Grisu
 
Wie soll ich mich verhalten? Mit den anderen Kollegen habe ich noch nicht darüber gesprochen und ich frage mich: a) ob sie nichts riechen
b) ob sie die Augen verschließen.

Als Petze möchte ich auch nicht rüberkommen.
Das hat mir petzen nichts zu tun.
Im Gegenteil! Du übernimmst damit Verantwortung, wenn du einem Vorgesetzten oder Vertrauensmann in einem vertraulichem Gespräch deine Bedenken äußerst.
Somit wendest du Schaden ab.
Sollte es sich als Trugschluss herausstellen, dass die trockene Kollegin wieder rückfällig geworden ist, um so besser und alles löst sich in Luft auf.
Falls sie aber doch wieder trinkt hast du alles Richtig gemacht.
Stell dir nur mal vor, sie baut einen Unfall mit Personenschaden und es stellt sich heraus, dass sie alkoholisiert war.
Du würdest dir die größten Vorwürfe machen und könntest keine Nacht mehr ruhig schlafen.
 
Vielleicht mal der Polizei einen Tipp geben, wenn sie mit Fahne fährt? Die werden es dann ergründen.
 
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