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Kinder weg

G

Gast

Gast
Guten Tag,
Vor 3 Monaten hat meiner Freundin das Jugendamt ihre Kinder weggenommen. Sie ist in durch eine schwere Lebenssituation ( tot ihres Mannes, Finanzielle Probleme usw.) zu dem Schluss gekommen sich das Leben zu nehmen. Deshalb sind jetzt die Kinder bei einer Pflegefamilie. Meine Freundin hat sich selber einweisen lassen, ist bei Psychologe , u.ä. Stellen. Möchte gerne Ihre Kinder wieder zurück , aber das Jugendamt weigert sich Auskunft zu geben, wann die Kinder wieder nach Hause dürfen.
Für meine Freundin ist das nicht gerade leichte Zeit und sie versuchte mit dem Jugendamt zu sprechen , aber zurück kommt nur Arroganz und Machtspiel- Antworten.
Ich selber hab versucht heute anzurufen, jedoch die Jugendamt Angestellte hat keine Interesse mit mir zu sprechen ... Angeblich weiss ich nicht die ganze Wahrheit.
Egal wie es ist, es muss doch Wege geben, wie diese Frau wieder Ihre Kinder zurück bekommt! Die ganze Sache ist noch frisch um eine Optimale psychologische Gutachtung zu bekommen... Was kann eine Mutter alles tun, damit Sie ihre Kinder wieder bekommt?
Ich habe mich im Internet durchgelesen und es ist schrecklich, was man da alles lesen kann, was den Jugendamt betrifft. Man kommt sich selber total machtlos vor. Ich bin selber Mutter und wenn ich mir vorstelle in so eine Situation zu sein .... ist mir ganz schlecht davon.
Gibt es bitte konkrete Schritte , die man gehen kann um die eigene Kinder wieder zurück zu bekommen? Vielen Dank voraus für Ihre Hilfe.
Mfg L.D.
 

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weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Da gibt es ganz klare Vorgehensweisen, die das Jugendamt einhalten muss. Aber klar sitzen die auch am längeren Hebel.

Fakt ist, sie dürfen Dir gar keine Auskunft geben und auch nichts mit Dir besprechen.

Hat Deine Freundin selbst der Inobhutnahme und Pflegestelle zugestimmt oder hat das ein Gericht entschieden? Gab es schon Hilfeplangespräche? In Hilfeplankonferenzen werden die Ziele der Hilfe zur Erziehung (und nichts anderes ist auch eine Pflegestelle) festgelegt, mit konkretem Zeitfenster und Maßnahmen. So müsste also auch Deine Frendin ganz genau wissen, was der nächste Schritt ist, wann der ist und wann die nächste Konferenz (HK).

Ist Deine Freundin inzwischen wieder so stabil, dass sie sich dauerhaft selbst um ihre Kinder kümmern kann?

Sie sollte sich auf jeden Fall einen Anwalt für Familienrecht besorgen, aber einen, der mit maßvollem Auge guckt und der nicht mit Maximalforderungen mit dem JA Kriege anzettelt.
 
E

Edy

Gast
Na ja, wenn man sich selber versucht umzubringen, dann hat man die Folgen natürlich zu tragen.

Da hätte aber auch schon der Tod des Mannes ausgereicht, um zuzuschlagen.

Konkrete Wege sehe ich keine, dazu ist das alles zu sehr abgekartet. Dafür kann ich z. B. auch nix...:rolleyes:

Aber in der gegenwärtigen Situation natürlich das einzige halbwegs erfolgsversprechende Rechtsmittel, der Fachanwalt.

Ich schätze mal, sie wird jahrelang hingehalten werden, mit sämtichen Maßnahmen aus dem Katalog: bis dahin sind die Kinder erwachsen...
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Gast,

aus meiner Erfahrung ist Kämpfen immer der beste Weg, um ein gutes Ziel zu erreichen. Jedoch der Kampfeswille ist meist nicht ausreichend. Je komplizierter ein Fall ist, um so wichtiger ist es, sich über alle Details gut zu informieren. Insofern unterstütze ich die Empfehlung von Weidebirke, einen Fachanwalt hinzuzuziehen, der auch Akteneinsicht verlangen darf, was Dir verwehrt wird.

Jedoch findet der Kampf nicht nur auf der juristische Ebene statt. Gerade wenn so schlimme Erlebnisse im Hintergrund bestehen, geht es immer auch um liebevolle Zuwendung sowie um moralische Stärkung der Person. Und da, so denke ich, kannst Du Deiner Freundin eine wertvolle Hilfe sein.

LG, Nordrheiner
 
E

Edy

Gast
Hallo, Gast,

aus meiner Erfahrung ist Kämpfen immer der beste Weg, um ein gutes Ziel zu erreichen. Jedoch der Kampfeswille ist meist nicht ausreichend. Je komplizierter ein Fall ist, um so wichtiger ist es, sich über alle Details gut zu informieren. Insofern unterstütze ich die Empfehlung von Weidebirke, einen Fachanwalt hinzuzuziehen, der auch Akteneinsicht verlangen darf, was Dir verwehrt wird.

Jedoch findet der Kampf nicht nur auf der juristische Ebene statt. Gerade wenn so schlimme Erlebnisse im Hintergrund bestehen, geht es immer auch um liebevolle Zuwendung sowie um moralische Stärkung der Person. Und da, so denke ich, kannst Du Deiner Freundin eine wertvolle Hilfe sein.

LG, Nordrheiner
Was dann aber auch gg. das bürgerliche Informationsfreiheitsgesetz verstoßen dürfte...

Der muss halt auch mitverdienen, am Elend, wie alle Involvierten - so einfach ist das. ;)

Im Übrigen würde ich es tatsächlich so empfehlen: Zurücklehnen, entspannen bzw. chillen, gucken, was die Kinder machen, zahlen oder auch nicht :) und versuchen mittel- bis langfristig diese totale staatliche Willkür zu verbessern.

Nur sag` das mal einer Mutter...

Die werden gebrochen (Eltern), Kinder natürlich mindestens genauso, und weiteren Märkten zur Verfügung gestellt...

Ich persönlich würde alle Beteiligten dennoch strafverfolgen, irgendwann, und Gerechtigkeit wiederherstellen.

Mal gucken...
 
G

Gast

Gast
Sie sollte mal anfangen stärke zu zeigen:

weiterhin zum psychodoc gehen

schuldnerberater aufsuchen

job annehmen usw

wenn sie zeigt, das sie im stande ist, wieder am leben teilzunehmen, kann sie erst versuchen ihre kinder zu sehen bzw wieder bekommen.

Die kinder haben vermutlich alles mitansehen/ertragen müssen. Den tod des vaters und selbstmordversuch der mutter.

Sorry aber deine freundin hat nicht einmal dabei an die kinder gedacht. Und darum finde ich es richtig, was das jugendamt macht.
Die kinder hätten fast beide verloren und darum muss man sie fern halten von der mutter, denn sie muß erstmal ihr eigenes leben auf die reihe bekommen.

In dem moment, als sie sich umbringen wollte, waren ihr die kinder scheissegal und das ist jetzt die konsequenz davon
 
E

Edy

Gast
In dem moment, als sie sich umbringen wollte, waren ihr die kinder scheissegal und das ist jetzt die konsequenz davon
Konsequenz ja, aber ist schon mal dein Mann bzw. deine Frau gestorben? - Dann zu unterstellen, seine Kinder seien einem scheißegal, halte ich schon für perfide - könnte glatt vom JA bzw. dessen Kollegium stammen...

Außerdem hat sie keinen Suizid begangen und sich selbst einweisen lassen bzw. Hilfe in Anspruch genommen, von daher kein Grund, die Kinder einzuweisen.
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Konsequenz ja, aber ist schon mal dein Mann bzw. deine Frau gestorben? - Dann zu unterstellen, seine Kinder seien einem scheißegal, halte ich schon für perfide - könnte glatt vom JA bzw. dessen Kollegium stammen...

Außerdem hat sie keinen Suizid begangen und sich selbst einweisen lassen bzw. Hilfe in Anspruch genommen, von daher kein Grund, die Kinder einzuweisen.
Prinzipiell gebe ich Dir Recht, aber offensichtlich ist es der Freundin nicht gelungen, vorher für eine sichere Unterbringung ihrer Kinder zu sorgen. Sie konnten schließlich nicht allein in der Wohnung bleiben. Daher ist es völlig normal, dass das Jugendamt die Kinder in Obhut genommen hat.
 
E

Edy

Gast
Sie konnten schließlich nicht allein in der Wohnung bleiben. Daher ist es völlig normal, dass das Jugendamt die Kinder in Obhut genommen hat.
Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, wie elterliche Todesfälle ausgenutzt werden, auch wenn der andere keine Selbstmordgedanken hegt. Dazu gehören aber auch Privatpersonen, nicht ausschließlich öffentlicher Dienst (Möchtegern-Pflegeeltern...).

Mich würde dabei interessieren, ob das "Kurzzeitpflegeeltern" sind, weshalb das Ganze bereits drei Monate dauert und weshalb das Jugendamt scheinbar mauert, wenn sich Bekannte bzw. Freunde der Mutter für die Kinder interessieren.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, wie elterliche Todesfälle ausgenutzt werden, auch wenn der andere keine Selbstmordgedanken hegt. Dazu gehören aber auch Privatpersonen, nicht ausschließlich öffentlicher Dienst (Möchtegern-Pflegeeltern...).

Mich würde dabei interessieren, ob das "Kurzzeitpflegeeltern" sind, weshalb das Ganze bereits drei Monate dauert und weshalb das Jugendamt scheinbar mauert, wenn sich Bekannte bzw. Freunde der Mutter für die Kinder interessieren.
Frag doch mal bei einem Jugendamt nach, warum sie Bekannten und Freunden einer betroffenen Familie keine Auskunft erteilen. Ein Grund, denke ich, ist der Datenschutz bzw. der Schutz der jeweils betroffenen Person.
 

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