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Schwere Depression & kleine Kinder

Sissina

Neues Mitglied
Hi, ich bin erst kürzlich mit meinem Lebensgefährten und unseren Kindern nach Deutschland gezogen und haben hier im Dezember ein Haus gekauft. Stamme ursprünglich aus der Schweiz. Im Februar kam unser 3. Kind zur Welt, ein richtiger Sonnenschein. Leider habe ich seit kurz vor Schwangerschaft mit Depressionen zu kämpfen, die mittlerweile durch unseren Beziehungskonflikt immer heftiger werden. Ich fühle mich hier total alleine gelassen. Mein Lebensgefährte ist in letzter Zeit sehr kalt mir gegenüber, beleidigend und will die auch Trennung. Auch er hat einen psychologischen Termin am Montag. Ich habe zudem seit Tagen heftige Kopfschmerzen (bin irgendwie erkältet), kein Schmerzmittel nützt etwas und mein Noch-Lebensgefährte will nichts mehr von mir wissen. Mittlerweile kann und will ich nicht mehr. Ich resigniere. Ich denke, ein stationärer Aufenthalt wäre das beste, da meine Gedanken mittlerweile auch nicht mehr die schönsten sind.
Meine Sorge sind aber die Kinder, der älteste wird 4. Der kleinste ist 3 Monate alt. Klar, der Papa ist hier und schaut, aber trotzdem mache ich mir Sorgen um unsere Bindung. Ich bin dann halt einfach "weg". Zudem müsste ich abstillen. Auch denke ich, dass eine Mutter-Kind-Einheit das falsche für mich ist. Wie lange dauert ein stationärer Aufenthalt in etwa? Kann ich da auch notfallmäßig hin?

Hoffe, dass mir jemand seine Erfahrungen berichten kann. Ich hatte bereits vor einigen Jahren eine Depression, da war ich aber in einer Tagesklinik und noch kinderlos.
 
Wenn es dir so schlecht geht, dann lass dich stationär behandeln.

In dem Zustand kannst du dich gar nicht richtig um deine Kinder kümmern.

Warum will dein Lebensgefährte die Trennung?
 
Meine Tochter hatte nach jeder Geburt ihrer 3 Kinder eine ziemlich schwere Depression.
Sie hat sich mit Antidepressiva durchgeschlagen, wollte nicht in die Klinik, aber im Nachhinein sagt sie, es wäre besser gewesen. Und ja, ihr Mann reagierte genauso wie deiner und es ist dann wirklich zur Trennung gekommen. Das endete dann mit Suizidversuch meiner Tochter vor lauter Kummer und dann kam sie doch in die Klinik. Früher wäre besser gewesen, sagte sie danach.
Mein Lebensgefährte ist in letzter Zeit sehr kalt mir gegenüber, beleidigend und will die auch Trennung. Auch er hat einen psychologischen Termin am Montag.
Was nützt dir ein Mann, der dich hängenlässt in dieser Situation?
Das ist doch das Hinterletzte.
Ja, die Kinder, ich weiss *seufz* 🙁🙁
Deine Kinder brauchen aber eine stabile Mutter, also denke mal an dich.
Stationärer Aufenthalt dauert ca. 3 Wochen oder länger, je nachdem wie es sich bessert bei dir.
Ja abstillen ist doof, aber dein Kind wird auch mit Flaschenmilch gross.
Meine beiden sind es auch und ich hatte gar keine Muttermilch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Sissina,

es macht mich sehr betroffen, was du von dir erzählst. Du schreibst, dass deine Depression seit vor der Schwangerschaft besteht und nun stärker geworden ist. Dennoch würde ich als erstes die Frauenärztin aufsuchen, da die Situation sicherlich durch den Hormonumschwung und die Überforderung verstärkt wird.

Ihr habt drei Kinder, Haus und ein gemeinsames Leben. Das wirft man nicht einfach weg. Wenn du über Trennung nachdenkst, ist das die Depression und Überforderung, die Da aus dir heraus sprechen. Drei Kinder und darunter ein Säugling, das sind eine Menge! Es ist kein Wunder, dass es dir schlecht geht! Das ist schon für Frauen ohne psychische Vorgeschichte kaum zu bewältigen! Ich glaube dir jedes Wort, das du schreibst.

Wo gehst fühlst du dich allein gelassen? Ist es die Aufgabe mit den Kindern? Der Verlust der Heimat? Was würde dein Mann sagen?

Ich kann dir leider nicht konkret sagen, wie das praktisch funktioniert mit Behandlung oder stationären Aufenthalt. Aber ich möchte dir dringend raten, sofort das Gespräch mit einem Arzt und auch deinem Mann zu suchen. Du leidest so sehr. Sicherlich gibt es Möglichkeiten mit Baby. Vielleicht muss es auch gar nicht stationär sein und es reicht eine medikamentöse Behandlung.

Über das Abstillen würde ich mir keine Gedanken machen. Ich weiß, in dieser Lebensphase gibt es kaum ein wichtigeres Thema. 😌 Aber wenn du von „unschönen Gedanken“ schreibst, steht das ja in keiner Relation. Wir Mütter geben so vieles für unsere Kinder. Wir müssen aber auch auf unsere Bedürfnisse achten, um stabil zu bleiben.

Viele Grüße!
 
Mein Lebensgefährte ist in letzter Zeit sehr kalt mir gegenüber, beleidigend und will die auch Trennung.
Was war der Auslöser dafür?
War er in der Schweiz anders?
Auch er hat einen psychologischen Termin am Montag.
Warum?
Meine Sorge sind aber die Kinder, der älteste wird 4. Der kleinste ist 3 Monate alt. Klar, der Papa ist hier und schaut, aber trotzdem mache ich mir Sorgen um unsere Bindung.
Er "schaut"? Wie soll er denn schauen, wenn er arbeitet und du in der Psychiatrie bist?
Das Problem sind nicht deine Kinder, sondern dein Partner.
Ich würde keinesfalls gehen, sondern ihm nahlegen, auszuziehen.
Dann bleibst du mit deinen Kindern im Haus, er zahlt Unterhalt und ihr trennt euch.
Oder du zihst mit den Kindern zurück in die Schweiz, wo du Unterstützung hast.
Was soll ein Psychologe ändern?
Was soll ein stationärer Aufenthalt ändern?
Dein Mann wird dadurch sicher nicht liebevoller, die Kinder werden zutiefst irritiert und ihr verliert einfach Zeit.
Wenn überhaupt, dann braucht ihr eine mediation.
Aber was soll die psychiatrie hier ausrichten?
Die Übersiedlung war offenbar ein Fehler, dei Mann ist frustriert, er lässt das an dir aus und du wirst immer trauriger.
Meiner Ansicht nach muss man da ins Handeln kommen und seine Prioritäten sortiern.
 
Das ist egal. Denn wenn er nicht mehr will, ist die Beziehung aus.
Besser, sich klug zu organisieren, statt sich wie Dreck behandeln zu lassen.
Einen lieblosen Mann braucht keiner.
Und eine Ehe kann man nicht alleine retten.
Ein Abtauchen in die Psychiatrie verschiebt die Problemlösung nur.
 
Oder du zihst mit den Kindern zurück in die Schweiz, wo du Unterstützung hast.
Wenn es dort ein gutes Netzwerk gibt, finde ich das auch eine gute Möglichkeit. Psychologische Unterstützung kannst du dir auch dort suchen.

Die Übersiedlung war offenbar ein Fehler
Vielleicht nicht nur die Übersiedlung und der Hauskauf.
Die Depression fing schon vor der Schwangerschaft an. Kann es sein, dass euer jüngstes Kind der Versuch sein sollte, eine schon zu dieser Zeit angeknackste Beziehung zu retten?
 

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