V
VerblassterStern
Gast
Hallo Ralphy!
Eigentlich ist alles (wichtige, denke ich) geschrieben worden. Nach einer herben Enttäuschung in den letzten Tagen bin ich zufällig auf Deinen Beitrag gestoßen und möchte Dir sagen, es gibt noch mehr vereinsamte Menschen. Und mir, zugegeben, ein wenig was von der Seele schreiben.
Kann Dich sehr gut verstehen. Einsam82 hat praktisch mein Leben beschrieben. Nur dass bei mir nicht erst mit dem 16. Lebensjahr der Niedergang begann. Eigentlich war ich noch nie 'oben'. 😱
Da ich mit Vereinen und Partys so gar nichts anfangen kann, hatte ich immer nur in Schule, Studium und auf der Arbeit Leute kennen gelernt. Die wenigen daraus entstandenen Freundschaften haben sich leider allesamt noch während oder spätestens kurz nach Beendigung des jeweiligen 'Abschnitts' zerlaufen - aus den Augen aus dem Sinn. Richtig eng geworden sind sie eh alle nicht. Es gab nie jemanden, mit dem man 'um die Häuser ziehen' oder über alles reden konnte, mit dem man regelmäßig was unternimmt oder vielleicht auch mal in den Urlaub fährt. Tja, außer einigen an einer Hand abzählbaren Kollegen (so nenne ich sie mal), mit denen ich alle paar Wochen was trinken gehe, ist niemand übrig geblieben.
Neue Bekanntschaften zu machen fällt mir unheimlich schwer. Ich sehe zwar nicht schlecht oder gar abschreckend aus und wirke auf die meisten Leute nett. Bin allerdings schüchtern und sehr zurückhaltend. Kann man auch zu brav sein? Viel reden ist nicht meine Stärke. Wobei ich meist auch gar nicht wüsste, was überhaupt. Zum einen empfinde ich sehr viel Gelabere für mehr als überflüssig, zum anderen fehlen mir aber auch Erlebnisse, die als Gesprächgrundlage dienen könnten (oder mir fehlt die Gabe, sie für andere interessant darzustellen). Allein erlebt man halt nicht so viel. In den letzten Jahren ziehe ich zwar immer öfter allein los, zu Stadt- und Seefesten, ins Cafe, Kino oder einfach so durch die Gegend. Denn Trübsal blasen hilft nicht - im Gegenteil. Nur macht das auf Dauer so auch keinen Spaß. Habe mich zwar an das Alleinsein gewissermaßen gewöhnt. Doch eine Freundin wünsche ich mir von Herzen. Die hatte ich, wohl als Folge des Beschriebenen, mein ganzes Leben noch nicht. Und das ist bitter. Irgendwie komme ich nie in eine passende Gelegenheit, ein Mädel - inzwischen muss ich wohl bald schon Frau sagen- anzusprechen. Einfach so ohne Anlass (außer dass sie mir gefällt), dazu kann ich mich einfach nicht überwinden. Auch wenn alles in mir schreit: Tu es! Ich grübele zu viel nach und wäge zu viel ab. Und womit soll ich nach den ersten paar Worten nur fortfahren? Schon ist es zu spät. Zu langsam bin ich also auch. Naja, wir kommen vom Thema ab. Obwohl das unmittelbar zusammenhängt. Teil des berühmten Teufelskreises eben, in den mich, wie Eingangs erwähnt, gerade erst eine Frau (dank Internet gefunden) zurückgestoßen hat, nur weil ich ihr sagte, sie würde meine erste Freundin. So gewinnt man Mut! :mad:
Hier wurde erwähnt, es gäbe Menschen, die Schüchterne mögen. Mag ja sein. Zähle selber dazu, weil ich es selber bin und mir solche Leute einfach angenehmer und sympatischer als Selbstdarsteller, Großmäuler, Schautermänner und Schreihälse (die hirnlosen Gewinner unsere modernen Gesellschaft?) sind. Nur haben die Schüchternen unter sich das Problem, aufeinander zuzugehen. Sehr Schicksalhaft.
So, vielleicht kann ich jetzt schlafen. Gute Nacht an alle einsame Seelen!
Hi Ralphy,
kann dich sehr gut verstehen.
[...]
Ich halte die Einsamkeit nicht mehr aus, allein sein, einsam sein, keine richtigen Freunde zu haben, Tag ein und Tag aus immer der gleiche Schrott. Was hat mein Leben für ein Sinn?
[...]
Es gibt viele Gründe für Einsamkeit, es liegt manchmal nicht an einem selbst, manchmal hat man einfach nur Pech.
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Eigentlich ist alles (wichtige, denke ich) geschrieben worden. Nach einer herben Enttäuschung in den letzten Tagen bin ich zufällig auf Deinen Beitrag gestoßen und möchte Dir sagen, es gibt noch mehr vereinsamte Menschen. Und mir, zugegeben, ein wenig was von der Seele schreiben.
Kann Dich sehr gut verstehen. Einsam82 hat praktisch mein Leben beschrieben. Nur dass bei mir nicht erst mit dem 16. Lebensjahr der Niedergang begann. Eigentlich war ich noch nie 'oben'. 😱
Da ich mit Vereinen und Partys so gar nichts anfangen kann, hatte ich immer nur in Schule, Studium und auf der Arbeit Leute kennen gelernt. Die wenigen daraus entstandenen Freundschaften haben sich leider allesamt noch während oder spätestens kurz nach Beendigung des jeweiligen 'Abschnitts' zerlaufen - aus den Augen aus dem Sinn. Richtig eng geworden sind sie eh alle nicht. Es gab nie jemanden, mit dem man 'um die Häuser ziehen' oder über alles reden konnte, mit dem man regelmäßig was unternimmt oder vielleicht auch mal in den Urlaub fährt. Tja, außer einigen an einer Hand abzählbaren Kollegen (so nenne ich sie mal), mit denen ich alle paar Wochen was trinken gehe, ist niemand übrig geblieben.
Neue Bekanntschaften zu machen fällt mir unheimlich schwer. Ich sehe zwar nicht schlecht oder gar abschreckend aus und wirke auf die meisten Leute nett. Bin allerdings schüchtern und sehr zurückhaltend. Kann man auch zu brav sein? Viel reden ist nicht meine Stärke. Wobei ich meist auch gar nicht wüsste, was überhaupt. Zum einen empfinde ich sehr viel Gelabere für mehr als überflüssig, zum anderen fehlen mir aber auch Erlebnisse, die als Gesprächgrundlage dienen könnten (oder mir fehlt die Gabe, sie für andere interessant darzustellen). Allein erlebt man halt nicht so viel. In den letzten Jahren ziehe ich zwar immer öfter allein los, zu Stadt- und Seefesten, ins Cafe, Kino oder einfach so durch die Gegend. Denn Trübsal blasen hilft nicht - im Gegenteil. Nur macht das auf Dauer so auch keinen Spaß. Habe mich zwar an das Alleinsein gewissermaßen gewöhnt. Doch eine Freundin wünsche ich mir von Herzen. Die hatte ich, wohl als Folge des Beschriebenen, mein ganzes Leben noch nicht. Und das ist bitter. Irgendwie komme ich nie in eine passende Gelegenheit, ein Mädel - inzwischen muss ich wohl bald schon Frau sagen- anzusprechen. Einfach so ohne Anlass (außer dass sie mir gefällt), dazu kann ich mich einfach nicht überwinden. Auch wenn alles in mir schreit: Tu es! Ich grübele zu viel nach und wäge zu viel ab. Und womit soll ich nach den ersten paar Worten nur fortfahren? Schon ist es zu spät. Zu langsam bin ich also auch. Naja, wir kommen vom Thema ab. Obwohl das unmittelbar zusammenhängt. Teil des berühmten Teufelskreises eben, in den mich, wie Eingangs erwähnt, gerade erst eine Frau (dank Internet gefunden) zurückgestoßen hat, nur weil ich ihr sagte, sie würde meine erste Freundin. So gewinnt man Mut! :mad:
Hier wurde erwähnt, es gäbe Menschen, die Schüchterne mögen. Mag ja sein. Zähle selber dazu, weil ich es selber bin und mir solche Leute einfach angenehmer und sympatischer als Selbstdarsteller, Großmäuler, Schautermänner und Schreihälse (die hirnlosen Gewinner unsere modernen Gesellschaft?) sind. Nur haben die Schüchternen unter sich das Problem, aufeinander zuzugehen. Sehr Schicksalhaft.
So, vielleicht kann ich jetzt schlafen. Gute Nacht an alle einsame Seelen!