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Keine Chance auf Job, weil in "gebärfähigem Alter"

Im Gespräch kommt man mir dann mit regelrecht unverschämten Konditionen (Arbeitszeit 9-18 Uhr, keine Gleitzeit, 10 Euro / Stunde) und erdreistet sich dann teilweise noch, mir ans Herz zu legen, die Stelle anzunehmen, da ich ja ein offensichtliches Handicap hätte.

Na ja was willst du hier von uns hören? Gleitzeit ist ja schon Luxus. Bevor ich gar keine Arbeit hätte würde ich das annehmen.

Die meisten Unternehmen stellen Frauen im gebärfähigen Alter ein.

Dafür hätte ich gern Belege. Ich weiß aus erster Hand, dass selbst größere Konzerne Frauen im gebährfähigen Alter aussortieren. Ein Einzelfall ist das also nicht. Auch die Medien berichten davon:

Arbeitsmarkt: Frauen haben kaum Chancen | FR.de
 
Sicher ist das nicht in Ordnung mit der Unterstellung der Schwangerschaft und sollte abgefedert werden können. Dennoch haben die Unternehmen einfach große Auswahl bei den Bewerbern und es oftmals halt nicht nötig.

Ehrlich gesagt ist diese Weiterbildung zur Europasekretärin nicht allzu hoch bewertet. Englischkenntnisse sind heutzutage Standard und für Sprachen braucht man oftmals keinen Nachweis. Als Sekretärin kann der Chef jede Bürokauffrau einstellen. Deshalb muss man schauen, wie man sich da abgrenzen kann.
 
Dafür hätte ich gern Belege. Ich weiß aus erster Hand, dass selbst größere Konzerne Frauen im gebährfähigen Alter aussortieren. Ein Einzelfall ist das also nicht. Auch die Medien berichten davon:

Arbeitsmarkt: Frauen haben kaum Chancen | FR.de

Das sagt mir schon der gesunde Menschenverstand. Wann sonst sollten Frauen denn arbeiten??

Sie sind bis Mitte 40 gebärfähig und ab 50 zu alt (nächstes Klischee).

Dafür arbeiten aber dann doch recht viele Frauen, oder?
 
Bitte bedenke, dass diese Frauen unter anderen Voraussetzungen in Unternehmen gekommen sind oder deutlich jünger waren. Es geht nicht darum, dass Frauen generell keine Arbeit bekommen oder in dem Alter nicht arbeiten. Es geht darum, dass sie sich in diesem hoch sensiblen Alter bewerben, weil sie jetzt erst Ausbildung oder Studium beendet haben oder weil eine Befristung ausläuft.
Eine Frau, die mit 16 eine Ausbildung im Versicherungsgewerbe macht und mit 19 fertig ist und übernommen wird, hat logischerweise keine Probleme, weil sie erst 19 ist.
In Ausbildungsberufen ist man ja 19, maximal 20.

Übrigens ist es auch nicht in allen Bereichen so. Bei uns im sozialen Bereich wird von vornab nur befristet eingestellt und da werden auch Frauen im Risikoalter genommen. Allerdings ist die Bezahlung S****.

Ich kenne die Problematik von vielen Freunden, die im Wirtschaftsbereich arbeiten.
 
Bitte bedenke, dass diese Frauen unter anderen Voraussetzungen in Unternehmen gekommen sind oder deutlich jünger waren. Es geht nicht darum, dass Frauen generell keine Arbeit bekommen oder in dem Alter nicht arbeiten. Es geht darum, dass sie sich in diesem hoch sensiblen Alter bewerben, weil sie jetzt erst Ausbildung oder Studium beendet haben oder weil eine Befristung ausläuft.
Eine Frau, die mit 16 eine Ausbildung im Versicherungsgewerbe macht und mit 19 fertig ist und übernommen wird, hat logischerweise keine Probleme, weil sie erst 19 ist.
In Ausbildungsberufen ist man ja 19, maximal 20.

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Meine Ausbildung hab ich mit 17 begonnen und als ich mit 20 fertig war, wurde ich übernommen, hab allerdings nur einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Nach 2 Jahren habe ich erneut einen befristeten Vertrag bekommen mit der Begründung "Sie sind ja jetzt in dem Alter, in dem frau gerne mal Kinder bekommt."
 
Bei der TE liegt die Lage ja nochmal anders. Sie kommt von Ausbildung/Studium gar nicht erst ins Erwerbsleben rein.

Ich kenne viele Frauen, die an der Supermarktkasse saßen oder bei Ämtern oder bei Versicherungen, die nach Abschluss der Ausbildung wenigstens einen unbefristeten Vertrag bekamen.

Es ist und bleib eine Unverschämtheit, dass Frauen wenn auch indirekt benachteiligt werden.

Wenn es mir wie der TE ginge und ich gar nicht erst in den Job käme, hätte mich das provoziert jetzt erst recht ein Kind zu bekommen.



Mein Onkel sagte klipp und klar "Wir nehmen keine Frauen zwischen 25 und 35. Viel zu hohes Risiko für Schwangerschaften."
Und unter 25 ist man meist noch gar nicht fertig mit Studium oder Ausbildung. So sieht's aus.
 
Bitte bedenke, dass diese Frauen unter anderen Voraussetzungen in Unternehmen gekommen sind oder deutlich jünger waren. Es geht nicht darum, dass Frauen generell keine Arbeit bekommen oder in dem Alter nicht arbeiten. Es geht darum, dass sie sich in diesem hoch sensiblen Alter bewerben, weil sie jetzt erst Ausbildung oder Studium beendet haben oder weil eine Befristung ausläuft.
Eine Frau, die mit 16 eine Ausbildung im Versicherungsgewerbe macht und mit 19 fertig ist und übernommen wird, hat logischerweise keine Probleme, weil sie erst 19 ist.
In Ausbildungsberufen ist man ja 19, maximal 20.

Übrigens ist es auch nicht in allen Bereichen so. Bei uns im sozialen Bereich wird von vornab nur befristet eingestellt und da werden auch Frauen im Risikoalter genommen. Allerdings ist die Bezahlung S****.

Ich kenne die Problematik von vielen Freunden, die im Wirtschaftsbereich arbeiten.

Nimm mich als Gegenbeispiel. Nach dem Studium, mit 24 ohne Probleme ne Stelle bekommen. Mit 28 bin ich abgeworben worden. Ob ich nen Partner habe oder Kinder war nie ein Thema. Da wurde nicht mal nach gefragt.
 
Dann solltest du vielleicht schreiben, in welcher Branche du arbeitest und wie lange du zuvor bereits gearbeitet hast. Besonders schwer scheint der Einstieg von Ausbildung und Studium zu sein.
 
Dann solltest du vielleicht schreiben, in welcher Branche du arbeitest und wie lange du zuvor bereits gearbeitet hast. Besonders schwer scheint der Einstieg von Ausbildung und Studium zu sein.

Meinst du mich?

IT (erst Dienstleistung dann Versicherungsbranche)
Davor hab ich nicht gearbeitet, ich hab mit 24 mein Studium abgeschlossen und 3 Tage später saß ich beim AG.

~ 50 % der AN die mein erster AG angestellt hatte waren weiblich, alle 22 bis ~35.

Bei meinem zweiten AG weiß ich es nicht genau, es wurden aber in meiner Abteilung allein im letzten Jahr 2 Frauen zwischen 20 und 35 eingestellt.
 
Wenn ich das hier lese, frage ich mich, warum es beim Thema Geschlechtergerechtigkeit ständig um irgendwelche Sprache und Symbole geht und nicht um solche handfesten Diskrimierungen. Anders gesagt: Ich halte das Ehegattensplitting für viel relevanter als den Genderstar.
 

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