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Kein Bock mehr auf Arbeit, lieber Hart 4

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Und Du würdest wegen einem Haustier einen Job ausschlagen, weiter arbeitslos bleiben? Mal ganz ehrlich, Du meinst das echt ernst?


Es geht ja nicht um mich, ich habe kein Haustier. Es gibt aber bestimmt Menschen, denen so etwas wichtig ist.

Deine Flexibilität in Ehren, aber weder du noch ich sind stellvertretend für die Mehrheit. Nicht jeder Münchner fühlt sich wohl in Hamburg. Nicht jeder Kölner wird heimisch in Dresden. Aber deswegen sind doch diese Menschen nicht blöde oder Schmarotzer. Darum geht es mir ja in der Diskussion. Es gibt Schmarotzer, Faulenzer und Drückeberger. Aber alle Hartz-IV-Bezieher oder Arbeitslosen unter Generalverdacht zu stellen ist nicht richtig.

Mit Leistung und Flexibilität erreicht man viel im Leben, aber eben nicht immer.
 
Stimmt genau.

Um mal zum Thema zurückzukommen. Aus meiner Sicht sollten die Zeitarbeitslöhne nach oben korrigiert werden. 2 € brutto mehr in der Stunde würden vieles ändern. Die Arbeitnehmer würden mehr in die Sozialkassen zahlen, hätten mehr zum Leben und vor allem würde sich der Zeitarbeitsfilz ausdünnen, denn viele Personaldienstleister könnten sich diese Erhöhung nicht mehr leisten und der normale Wettbewerb würde greifen.

Zu guter Letzt gäbe es auch diese Diskussionen nicht 🙂
 
Aber ich meine, wir sind uns ja alle einig darüber, dass man mit H4 nicht besonders weit kommt. 😉
 
Aber ich meine, wir sind uns ja alle einig darüber, dass man mit H4 nicht besonders weit kommt. 😉


Je nach persönlicher Lage kann man mit H4 normal leben, ohne große Sprünge. Leider gibt es immer wieder Vollzeitjobs, von denen man nicht besser leben kann. Das stört die Menschen, das geht auch mir auf den Senkel. Der Anreiz zur Arbeit fehlt. Auch der Anreiz zur Flexibilität. Warum wegziehen, wenn ich woanders nicht mehr verdiene, als wenn ich zu Hause sitze mit H4? Warum malochen und schuften, wenn ich trotzdem jeden Euro dreimal umdrehen muss?

Das sollten Politik und Wirtschaft dran arbeiten. Wenn mir als Arbeitnehmer nichts geboten wird, sinkt irgendwann meine Motivation und Leistungsbereitschaft. Das ist ja ganz normal. Und das bezieht sich nicht nur auf H4 und Zeitarbeit.
 
Je nach persönlicher Lage kann man mit H4 normal leben, ohne große Sprünge. Leider gibt es immer wieder Vollzeitjobs, von denen man nicht besser leben kann. Das stört die Menschen, das geht auch mir auf den Senkel. Der Anreiz zur Arbeit fehlt. Auch der Anreiz zur Flexibilität. Warum wegziehen, wenn ich woanders nicht mehr verdiene, als wenn ich zu Hause sitze mit H4? Warum malochen und schuften, wenn ich trotzdem jeden Euro dreimal umdrehen muss?

Das sollten Politik und Wirtschaft dran arbeiten. Wenn mir als Arbeitnehmer nichts geboten wird, sinkt irgendwann meine Motivation und Leistungsbereitschaft. Das ist ja ganz normal. Und das bezieht sich nicht nur auf H4 und Zeitarbeit.


Tja, ich würde da nicht so easygoing mit klar kommen. Habe dir ja mal meine Posten im Monat aufgezählt...

Aber ich werde mir H4 kurz nach dem Studium auch mal beantragen müssen.
Nur gehe ich halt trotzdem noch arbeiten. Das H4 beantrage ich mir erst mal, da ich nicht weiß, ob mir mein Job genug einbringt. Aber notfalls kann ich mir auch noch nen 2. oder 3. suchen. Habe ich keine Probleme mit. Mit 1. Staatsexamen sollte das nicht so das Problem werden.
Und Nachhilfe bspw. wird immer gesucht.
 
Gutes Beispiel Löwi. Viele wissen nicht, dass auch Vollzeitstudenten nach dem Studium in die Grundsicherung/H4 rutschen.

Nicht nur das klischeehafte Prekariat landet im Jobcenter, auch viele Hochschulabsolventen, wenn sie nicht sofort nach Studiumsende einen Job finden. Und selbst da kann man dem ehem. Studenten nicht immer einen Vorwurf machen. Ich habe erst 2 Monate (!) nach Studiumsende meine Zeugnisse bekommen. D.h. ich konnte mich in diesen Monaten nicht bewerben, denn bewerben ohne Zeugnisse ist zu 99,99 % sinnlos.

Es gibt eben Dinge und Vorgänge, die kann man nicht beeinflussen.
 
Gutes Beispiel Löwi. Viele wissen nicht, dass auch Vollzeitstudenten nach dem Studium in die Grundsicherung/H4 rutschen.

Nicht nur das klischeehafte Prekariat landet im Jobcenter, auch viele Hochschulabsolventen, wenn sie nicht sofort nach Studiumsende einen Job finden. Und selbst da kann man dem ehem. Studenten nicht immer einen Vorwurf machen. Ich habe erst 2 Monate (!) nach Studiumsende meine Zeugnisse bekommen. D.h. ich konnte mich in diesen Monaten nicht bewerben, denn bewerben ohne Zeugnisse ist zu 99,99 % sinnlos.

Es gibt eben Dinge und Vorgänge, die kann man nicht beeinflussen.
Ja ist bei mir auch so und ich hab Ausland für September geplant... hinterher werde ich es aber auch wieder beantragen müssen, weil ich ja nicht sofort ne Refstelle habe... 😉
 
Kann dir nur raten dich früh genug drum zu kümmern. Bei mir hat sich alles um Monate verzögert aufgrund zum Himmel schreiender Inkompetenz der Jobcenter-Mitarbeiter.
 
das Grundproblem liegt in der Politik.
Gerhard Schröder hat damals den Weg für Personalleasingfirmen endgültig frei gemacht.
Ausgerechnet ein Roter.
Frau Merkel hat das System noch verfeinert.

Andere EU-Staaten mussten mitziehen um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Und heute haben wir diese Situation (wie schon viele erkannt haben), daß Geringverdiener unterm Strich auch nicht mehr haben als H4-Bezieher inkl. aller Sozialleistungen.

Dieses System ist teuer und kann nur mit hohen Steuersätzen finanziert werden.
Hohe Besteuerung würgt widerum die Wirtschaft ab.

Frau Merkel geht da ihren Weg, gehorsam im Auftrag der Großkonzerne, die sie mit Erleichtungen füttert.
Würde sie ihre Politik radikal ändern, runter mit den Steuern, Erleichtungen auch für Klein- u. Mittelbetriebe usw... hätten diese auch die Möglichkeit, wieder Personal aufzustocken.
Nicht über Leihfirmen, sondern fix.
Ist die wirtschaftl. Lage gesichert, braucht keiner mehr den Umweg über Leihfirmen sondern kann wieder ruhigen Gewissens direkt Personal einstellen.

Damit würde die Zahl der Arbeitslosen stark sinken, wodurch der Staat viel Geld einsparen kann.
Und die wirklich Arbeitsunwilligen würden stärker auffallen und aufspürbar sein.
Derzeit gehen sie scheinbar im Meer der ehrlichen Arbeitssuchenden unter.

Aber so lang Frau Merkel den Kurs weiterfährt und Arbeit mit hohen Steuersätzen belastet ist, wird sich nicht viel ändern.
 

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