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Kein Ausweg aus Isolation

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Ja, das könnte mir helfen, aber ich finde keinen Therapieplatz - und eine Klinik kommt nicht in Frage.
 
Gibt es bei euch eine Krisenintervenion in der Nähe? Oder eine psychosoziale Beratungsstelle? Dort kannst Du auch ohne "Klinik" reden. Oder habt ihr einen Tagestreff in der Stadt? Dort kannst Du andere Menschen kennenlernen, die es im Leben auch nicht einfach haben. Dieser Austausch hilft auch ein Stück weiter.
 
In einem Umkreis von 32,5 km gibt es hier 5 Therapeuten/innen. Bei einer war ich bereits und es war eine Enttäuschung. Bleiben noch 4.
2 Therapeuten und 2 Therapeutinnen. Eine von ihnen bietet nur Verhaltenstherapie an und das ist nichts für mich; die andere hat keine Mailadresse hinterlegt.
1 der beiden Therapeuten behandelt nur Selbstzahler, bei dem anderen hatte ich bereits vor einem Jahr per Mail angefragt und ihm auch geschildert, dass ich unter einer Sozialphobie leide - daraufhin antwortete er, ich solle ihn anrufen (!) was ich bis heute nicht geschafft habe.
Die Praxis der nächsten Therapeutin außerhalb dieses Umkreises liegt 46,3 km entfernt.
Ich habe keinen Führerschein und mit öffentlichen Verkehrsmitteln würde es drei Stunden dauern, und nach einer solchen Fahrt wäre ich doch gar nicht mehr bei der Sache.
 
Leider machen Psychotherapeuten keine Hausbesuche,
ein echter Mangel im System ... aber nach dem, was
du beschreibst an Hürden, wirst du wohl irgend eine
von ihnen überspringen müssen, wenn du eine Behand-
lung deiner Beschwerden möchtest. Womöglich ist das
dann auch der erste Schritt (oder Sprung) zur Heilung.
 
2 Therapeuten und 2 Therapeutinnen.

ganz schön viele! 🙂 Wenn Du bei allen anfragst, hast Du eine gute Chance, bald einen platz zu bekommen.

Eine von ihnen bietet nur Verhaltenstherapie an und das ist nichts für mich;

Woher weißt Du das? Hast Du es mal ausprobiert? Einmal? Zweimal? Wievielmal?
Wie eine Therapie umgesetzt wird, hängt ganz stark von der Therapeutin ab. Wenn Du einmal oder zweimal mit Verhaltenstherapie keine Erfolge hattest, muss das nicht heißen, dass das nichts für Dich ist. Vielleicht haben einfach die Therapeuten nicht intensiv genug auf Dich als Individuum geschaut?

1 der beiden Therapeuten behandelt nur Selbstzahler
Es ist ein Anfang! Besser als nix! Du musst ja nicht zwingend wöchentlich hin. Und vielleicht könnt ihr einen Sozialtarif ausmachen, wenn Du weniger Geld hast.

bei dem anderen hatte ich bereits vor einem Jahr per Mail angefragt und ihm auch geschildert, dass ich unter einer Sozialphobie leide - daraufhin antwortete er, ich solle ihn anrufen (!) was ich bis heute nicht geschafft habe.

Vielleicht war das sein "Test", um zu schauen, wie ernst es Dir mit der Therapie ist. Wie ernst ist es Dir eigentlich? Du scheinst gegen alles und jeden ein Argument zu finden, warum es nicht passt. Praktisch heißt das, Du musst in Deiner Situation bleiben: allein, zurückgezogen, ohne Kontakte.

Vielleicht geht es ja doch, den Menschen anzurufen? Vielleicht hat er ja auch einen Anrufbeantworter, weil er grad Sitzung hat. Überleg Dir, was Du sagen willst. Schreib es Dir auf und lies es dem AB vor. Und wenn der Therapeut selber zufällig rangehen sollte, sag einfach Du rufst an wegen Therapie wegen Sozialphobie. Wenn er ein guter Therapeut ist, holt er Dich dann an genau der Stelle ab und geht auf Dich ein. Das ist quasi DEIN test an ihn! 🙂

Die Praxis der nächsten Therapeutin außerhalb dieses Umkreises liegt 46,3 km entfernt.
Ich habe keinen Führerschein und mit öffentlichen Verkehrsmitteln würde es drei Stunden dauern, und nach einer solchen Fahrt wäre ich doch gar nicht mehr bei der Sache.

Wenn Du die Fahrt so legst, dass Du dort noch (in einem Wartezimmer, allein) eine halbe Stunde zum ankommen hast, dann geht es vielleicht. Und wenn sie dich in dem Zustand nach der Fahrt erlebt, könnt ihr vielleicht grad gut arbeiten, weil es genau an die Substanz geht.

Einmal (zweimal dreimal) unüberlegt handeln, anrufen und zur Not am Telefon schweigen? Es ist DEIN Schritt in eine veränderung!
 
ganz schön viele! 🙂 Wenn Du bei allen anfragst, hast Du eine gute Chance, bald einen platz zu bekommen.

Ich bin doch auf jeden einzelnen dieser 4 Therapeuten eingegangen und habe erklärt, weshalb es nicht geht.

Woher weißt Du das? Hast Du es mal ausprobiert? Einmal? Zweimal? Wievielmal?
Wie eine Therapie umgesetzt wird, hängt ganz stark von der Therapeutin ab. Wenn Du einmal oder zweimal mit Verhaltenstherapie keine Erfolge hattest, muss das nicht heißen, dass das nichts für Dich ist. Vielleicht haben einfach die Therapeuten nicht intensiv genug auf Dich als Individuum geschaut?

Ja, ich habe bereits eine Verhaltenstherapie hinter mir und das Prinzip dieser bringt mir nichts. Das hat nicht nur etwas mit dem jeweiligen Therapeuten zu tun.

Es ist ein Anfang! Besser als nix! Du musst ja nicht zwingend wöchentlich hin. Und vielleicht könnt ihr einen Sozialtarif ausmachen, wenn Du weniger Geld hast.

Die Krankenkasse hat schon bei der letzten Therapie Probleme wegen der Antragstellung gemacht, sodass erst nach etwa 6 Monaten etwas bewilligt wurde. Ich kann also nicht damit rechnen, dass sie mir die Kosten, die ich ja im Vorfeld zahlen müsste, auch wirklich erstattet.

Vielleicht war das sein "Test", um zu schauen, wie ernst es Dir mit der Therapie ist. Wie ernst ist es Dir eigentlich? Du scheinst gegen alles und jeden ein Argument zu finden, warum es nicht passt. Praktisch heißt das, Du musst in Deiner Situation bleiben: allein, zurückgezogen, ohne Kontakte.

Vielleicht geht es ja doch, den Menschen anzurufen? Vielleicht hat er ja auch einen Anrufbeantworter, weil er grad Sitzung hat. Überleg Dir, was Du sagen willst. Schreib es Dir auf und lies es dem AB vor. Und wenn der Therapeut selber zufällig rangehen sollte, sag einfach Du rufst an wegen Therapie wegen Sozialphobie. Wenn er ein guter Therapeut ist, holt er Dich dann an genau der Stelle ab und geht auf Dich ein. Das ist quasi DEIN test an ihn! 🙂

Diesen Test habe ich dann wohl nicht bestanden. Was bei einer Sozialphobie nicht überraschen sollte. So einfach wie du dir das vorstellst ist das für mich nunmal nicht.

Wenn Du die Fahrt so legst, dass Du dort noch (in einem Wartezimmer, allein) eine halbe Stunde zum ankommen hast, dann geht es vielleicht. Und wenn sie dich in dem Zustand nach der Fahrt erlebt, könnt ihr vielleicht grad gut arbeiten, weil es genau an die Substanz geht.

Das wäre Zeitverschwendung. Nach einer Fahrt von 3 Stunden + 30 Minuten Wartezeit kann ich mich wohl kaum auf eine Gesprächstherapie von gerade mal 50 Minuten einlassen und auch etwas aus diesem Gespräch für mich mitnehmen, zumal mir ja ohnehin Hürden bei der Kommunikation im Weg stehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss mich nicht davon überzeugen, dass mir eine Therapie helfen könnte. Aber ich lebe nicht in einer Großstadt mit zig Therapeutenpraxen und toller Verkehrsanbindung - im Gegenteil. Und meine Ängste sollte man diesbezüglich auch nicht vergessen.
 
Man muss mich nicht davon überzeugen, dass mir eine Therapie helfen könnte. Aber ich lebe nicht in einer Großstadt mit zig Therapeutenpraxen und toller Verkehrsanbindung - im Gegenteil. Und meine Ängste sollte man diesbezüglich auch nicht vergessen.

Dann hilft wohl nur eine Eigentherapie, wenn du
so weit bist, dass du ausreichend Motivation an-
gesammelt hast, dich deinen Ängsten zu stellen
und sie dadurch als weitestgehend unbegründet
zu entlarven. Es mag komisch klingen, aber ich
denke mal, ein Tag in einem Bürgerkriegsgebiet
mit garantierter Rückkehr in dein Zuhause würde
dich ein gutes Stück voran bringen. Das könnte
die Relationen für dein Gehirn zurechtrücken, das
sich offenbar einer unsinnigen und dein normales
Leben zerstörenden Vorstellung eingerichtet hat.
Oder meinst du wirklich, alle außer dir, die deine
Ängste nicht teilen, wären krank oder würden
sich in einer völlig verrückten Sicherheit wiegen?
Dem ist ja beileibe nicht so, sondern ich gehe
trotz meiner Befürchtungen und meines Wissens
um die Risiken und Gefahren der Welt aus dem
Haus oder auf andere Menschen zu, investiere
Vertrauen, um zu leben - und ja, ab und zu wird
bei Menschen das Vertrauen enttäuscht und es
gibt auch Situationen, in denen dein Level an
Angst berechtigt ist. Wir sind aber - zum Glück -
weder im Bürgerkrieg noch auf der Flucht, son-
dern in einer extrem guten Lage. Das zu erkennen,
also dass dein Hirn dich veräppelt und sich auf
eine Situation einstellt, die bei dir real gar nicht
existiert - das du also teilweise "krank" reagierst,
das steht am Anfang einer erfolgreichen Behand-
lung, unabhängig davon, wer die ausführt. Aber
so lange deine Krankheit dich nicht genügend
stört oder dir sogar etwas nützt, ist das, was du
hier suchst, vermutlich nicht Rat oder Unterstüt-
zung, sondern Aufmerksamkeit. Das ist dein gutes
Recht, aber es wäre sicher gut, dir und uns hier
das auch einzugestehen.

Alles Gute!
Werner

P.S. Hast du schon mal an die Möglichkeit gedacht,
dass du deine Ängste von deinen Eltern oder Groß-
eltern "geerbt" hast? Da gibt es ja ganz neue und
spannende Erkenntnisse, wie und dass das offenbar
geht: http://www.spiegel.de/wissenschaft/...vererben-schlechte-erinnerungen-a-936692.html
 
Wenn das alles nicht passt, ist es wohl noch nicht so weit, dass Du eine Therapie wirklich BRAUCHST.

Ich wohne auch in einer Kleinstadt und fahre recht weit zur Therapie. die 5 bei euch sind mir daher schon ziemlich viel.
Dass die Krankenkassen sich querstellen, ist auch normal. Schließlich wollen die sparen.

Aber du hast recht, das bringt ja alles nichts. es gibt tausend gründe gegen die therapeuten und das fahren und überhaupt.
 
Aber
so lange deine Krankheit dich nicht genügend
stört oder dir sogar etwas nützt, ist das, was du
hier suchst, vermutlich nicht Rat oder Unterstüt-
zung, sondern Aufmerksamkeit. Das ist dein gutes
Recht, aber es wäre sicher gut, dir und uns hier
das auch einzugestehen.

Woher willst du wissen, wieviel Kraft ich aufbringen muss, um das Ganze ertragen zu können?

Ich sehe keinen Unterschied zwischen Rat, Unterstützung und Aufmerksamkeit. Davon abgesehen beschäftigen mich meine Ängste natürlich und ich möchte gerne darüber reden bzw. schreiben. Darf ich das nicht?


Danke.
 
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