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Kann man das Sorgerecht ans Jugendamt abgeben??

  • Starter*in Starter*in Chrissi1976
  • Datum Start Datum Start
Ok dann haben diese Kinder die sich nicht anpassen können ein psychisches problem an dem man arbeiten muss mit psychologen sprechen oder ähnliches.

Aber einfach ma wenn das kind nicht so ist wie es sein soll sorgerecht abgeben... ja sowas sind gute eltern...

das ist in unseren fällen auch nicht gemeint.
wir haben vor jahren darum gebeten das der junge in eine psychotherapeutische klinik kommt.....abgelehnt.
heute haben wir mehr sorgen den je.was soll aus ihm werden?
nur kiffen und saufen kann ja wohl nicht der sinn des lebens sein.
heute haben wir gar keine möglichkeit mehr ihm irgendwo hin zu "verbringen",er wird bald 18 und kann,wiedermal,selber entscheiden ob er einen entzug macht oder nicht,er macht "natürlich" keinen.ihm gefällt sein leben,schliesslich bekommt er geld von uns.
also müssen wir uns selbst helfen und haben ihm gesagt ab 15.juli ist die geldkasse geschlossen.bis dahin kann er sich ja arbeit suchen,sonst hat er weder essen noch drogen.
sind wir deshalb rabbeneltern?

gruß wuschl
 
@ Wuschl: hier ist nicht von Schuld die Rede, ich rede nie von Schuld, aber sicherlich sind immer auch die Eltern zu großem Anteil mitverantwortlich an der charakterlichen Entwicklung ihrer Kinder. Kinder sind ein sehr großes Stück weit Produkt der Erziehung (oder NIchterziehung) durch ihre Eltern.

Ich denke viele Eltern sind zu wenig selbstbewusst drauf oder nicht in der Lage beherrscht zu herrschen wie ich es immer nenne, also ne klare Linie vorzugeben und ihre Kids zu leiten.
Ich kann oft nicht verstehen wie viele Eltern einfach so zusehen können wie ihre Kids abdriften..jahrelang so tun als würden sie nix gemerkt haben und dann kommt irgendwann das große Jammern...ja Jammern kriegt man oft mit, und viel Scham, schlechtes Gewissen aus dem heraus die Eltern dann weiter verwöhnen und sich von ihren Kids zu viel bieten lassen. Oft eine Art Teufelskreislauf aus dem die Familie nur unter fachkundiger Anleitung (Supernanny & Co, sprich Verhaltenstherapeuten oder Sozialtherapeuten etc.) rauskommen....wenn überhaupt..die meisten Eltern kriegen es ja oft nicht auf die Reihe sich fachkundige Hilfe dazuzunehmen und versuchen ihre Probleme auszusitzen, was natürlich nicht funktioniert.
Natürlich gibt es auch Kinder mit starkem Willen (wie meine NIchte...ein charmantes, starkes Wesen) die sich schwieriger anpassen, das bedeutet dann halt mehr Arbeit und mehr Durchsetzungsvermögen ist hier gefragt. Und wenn krassere Probleme auftreten, dass man einen Therapeuten oder sonstige Hilfskräfte mit an Bord nimmt und diese Probleme löst. Punkt..nicht nur rumjammern und meckern und statisch drauf sein und der Umwelt vormachen: so ist es halt, es wird sich nie ändern..etc. alles ändert sich immer wieder und jeder Einzelne kann entscheidend durch sein Handeln dazu beitragen in welche Richtung die Änderung und Entwicklung läuft. Chronisch passive Sesselpupsereltern, Weicheier und Jammerpüppis der Nation ohne Rückgrat und Kampfgeist ...ebenfalls Leistungsverweigerer wie ihre Kids (der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!) kriegen das natürlich nicht auf die Reihe...ganz klar und rennen dann jammernd rum und kommen auf so abstruse Ideen wie ihre Kinder ans Jugendamt abzugeben...kopfschüttel.

Die allerwenigsten Kids passen sich nicht an, denn alle Menschen sind von Natur aus soziale Wesen, man muss nur Kontakt/Bindung aufbauen um sie zu packen. Kinder lieben es an sich zu folgen, wenn sie authentische Vorbilder haben und artgerecht behandelt werden. Klare Regeln geben ihnen Sicherheit, sie fühlen sich wohl und passen sich gerne an. An sich ist es normal, dass während der gesamten Kindheit und verstärkt in der Pubertät die Kids erneut nach Grenzen suchen und es in der Pubertät oft schwieriger wird mit den Jugendlichen fertig zu werden. Aber wenn in der frühen Kindheit gute Basisarbeit geleistet worden ist ist alles halb so wild. Meistens fehlt jedoch die Basisarbeit und die betreffenden Eltern müssen das dann nachholen, was in der Pubertät der Kids natürlich ungefähr 10X so schwer ist und wie man an diesem thread sieht haben viele keinen Bock auf diese Arbeit und geben dann lieber ans Jugendamt ab....oder machen nix und geben ihren Kids Geld um sich Drogen zu kaufen?? Wirds noch??
Echt unverantwortlich und fast schon kriminell, dass ihr eurem drogenabhängigen Kind Geld gebt....an sich verfährt man in solchen Fällen so, dass man ausschließlich nur Sachzuwendungen gibt, nie Bargeld und bei Leistungsverweigern die Schmarotzerle rauswirft und wenn sie nicht kooperieren ohnehin kein Unterhaltsanspruch besteht. An sich kriegt man mit konsequenter Haltung solche Fälle recht schnell in den Griff.

Von wem habt ihr euch mal beraten oder coachen lassen? Seidt ihr in therapeutischer Betreuung gewesen oder immer noch?

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leutz,
Hallo Tyra,

Im große und ganzen muß ich dir ja recht geben Tyra,aber ...

Zitat:
Ich denke viele Eltern sind zu wenig selbstbewusst drauf oder nicht in der Lage beherrscht zu herrschen wie ich es immer nenne, also ne klare Linie vorzugeben und ihre Kids zu leiten.

... nun,was ist wenn Sie es doch sind und geht trotzdem nicht so,wie Sie es gerne hätten?


Zitat:Ich kann oft nicht verstehen wie viele Eltern einfach so zusehen können wie ihre Kids abdriften..jahrelang so tun als würden sie nix gemerkt haben und dann kommt irgendwann das große Jammern...

... ja das stimmt schon,da gibt es so manche.Aber was ist mit denen die alles Menschenmögliche getan und unternommen haben?Die nie etwas anderes im Sinn hatten das Ihr Kind auf den richtigen Weg bleibt oder wieder kommt und mußten trotz allem zuschauen,wie es weiter abdriftet.Wenn man Machtlos ist,hat man dann Jahrelang nix gemerkt?Für mich ist die Aussage etwas zu Pauschal.

Zitat:
Oft eine Art Teufelskreislauf aus dem die Familie nur unter fachkundiger Anleitung (Supernanny


... ich habe bewußt die Verhaltenstherapeuten und Sozialtherapeuten raus gelassen,weil das zwei verschiedene paar Schuhe sind.Weil die Supernanny hier zu nennen,wäre wohl ein wenig weit her geholt.Das ist eine Fernsehsendung,natürlich in den meisten Fällen geht alles gut aus.Also keine Mißlungene Fälle,ist doch komisch oder?Dann es ist alles echt wunderbar mit anzuschauen,aber in der Praxis sieht es leider manmal ganz anders aus.Allerdings will ich nicht damit sagen das die Saalfrank eine schlechte Sozialtherapeutin ist,kann ich nicht behaupten,weil ich kenne sie ja gar nicht.Und ich bin auch noch keine Meile in Ihren Mokassins gegangen 🙂

Zitat:
Natürlich gibt es auch Kinder mit starkem Willen (wie meine NIchte...ein charmantes, starkes Wesen) die sich schwieriger anpassen, das bedeutet dann halt mehr Arbeit und mehr Durchsetzungsvermögen ist hier gefragt.


... und was wenn es auch mit mehr Arbeit und mehr Dursetzungsvermögen nichts läuft?Was machst Du dann?Es ist schön zu hören,das es bei Deiner Nichte zu klappen scheint,das freut mich für Dich.Scheinst eine gute Beziehung zu Deiner Nichte zu haben,das ist lobenswert.Aber Du bist Du und Deine Nichte, ist Deine Nichte aber es gibt zig Millionen Kinder auf der Welt und alle sind anders als Deine Nichte oder nicht? Also jetzt mal konkreter,was würdest Du denn tun,wenn selbst mit mehr Arbeit und Durchsetzungvermögen und meinetwegen kann man die Konsequentheit auch noch dazu nehmen,nicht Fruchtet?Du hast so viel Arbeit und Dursetzungsvermögen e.c.t.rein gelegt und sitzt genau da,wo Du am Anfang gesessen hast.Was dann...???

Stop...ich weiß jetzt was Du schreiben willst 😀

Zitat:
Therapeuten oder sonstige Hilfskräfte mit an Bord nimmt und diese Probleme löst.

Machen viele Eltern heut zu Tage,sieht sogar im Moment danach aus,als wenn wir zu wenig von diesen Therapeuten haben,fast jede 2 Praxis überlaufen.Nun kommt das berühmte aber wieder *lach* Du wirst es wahrscheinlich nicht mehr hören oder besser gesagt lesen können.Was ist jetzt,man geht da hin und macht gegebenfalls mit seinem Kind eine Therapie mit und am Ende muß man feststellen,das das alles für die Katz war,weil wieder alles von vorn los geht.Und nun?Jetzt bleibt nicht mehr viel übrig,so viel Wege oder Abzweigungen des Weges gibt es nun nicht mehr.Man überlege sich bis jetzt den Weg bis hierher.Man hat alles versucht,man hat all seine Kraft hinein gelegt,also alles menschenmögliche getan,und trotzdem stehst Du am Anfang.Und Du bist jetzt leer und Niedergeschlagen,Wortwörtlich gesagt so richtig mit den Nerven am Ende.Ich kann es mir jedenfalls so vorstellen nach all dem.Wie geht der Weg weiter?Kannst du mir das sagen?

Zitat:kommen auf so abstruse Ideen wie ihre Kinder ans Jugendamt abzugeben...kopfschüttel.

Wie Du siehst sind wir am Ende des Weges angekommen.Weil ich sehe jetzt nur noch eine Möglichkeit den Schaden wenn's überhaupt noch geht ein wenig gering zu halten.Und wie sieht es für Dich aus?Wie machst Du weiter am Ende des Weges?Ich weiß es nicht,aber ich würde Deine Entscheidung respektieren,egal wofür Du Dich entscheiden würdest.Aber eins stände fest,für mich wäre hier an diesen Punkt Ende der Fahnenstange,wäre ich in der Situation.Aber bin ich deshalb ein schlechter Vater?Nur weil ich und die professionellen Hilfen nicht mehr weiter wissen?Hmm...,ich würde dann einmal sagen,die Paare die vorhaben ein Kind zu bekommen,sollte sich das noch einmal schwer überlegen.Denn heut zu Tage,und das sage ich Dir,egal wie Streng oder auch nicht streng,Konsequent oder unkonsequent,auf der Erziehung hast Du keine Garantie.Und nochwas,wenn Du hier an diesen Punkt wieder von vorne anfängen würdest,dann hättest Du von mir ganz hohen Stellenwert als Mensch.Ich bin aber ehrlich,ich würde das ganze nicht mehr schaffen.Ich weiß das ich mit diesen Beitrag nicht helfen konnte,aber ich hoffe der regt einige Leute zum Nachdenken an,bevor man so manche Eltern über einen Kamm zieht.Es sendet Euch viele liebe Grüße...

Euer Loka
 
Hallo Tyra,
nun ich hatte nicht Dich angesprochen mit der Schuldfrage sondern diese nur allgemein gestellt.

Damit Du,und alle die hier mitlesen verstehen das man oft machtlos ist ein Beispiel:
Der Junge bekam am Montag (nach Besuch in der Drogenberatung) €40 damit er Fahrgeld hat zum AA,und für Essen.
Am Donnerstag schon begann er zu zicken das er Geld braucht,bekam er nicht.Gestern hat er 27!!!mal am Handy u.ca.40!!!!mal am Festnetz angerufen.Er muß Geld haben,wegen Party!!!!
Bekam er nicht,Hinweis Du warst nirgendwo,weder beim AA noch hast Du Dich zum Entzug angemeldet,ab nächste Woche bekommst Du nur noch Lebensmittel.
Heute Morgen um 3!!!! wurde er von der Polizei aufgegriffen mit einen gestohlenen Moped.Man hat ihm dann bei uns abgeliefert,kein Wort des Bedauerns,nur die Frage nach Geld!!!Für kiffen natürlich.
Gibt aber kein Geld mehr,er weigert sich weiterhin einen Entzug zu machen,Arbeiten? er? was soll das denn?Entzug? er? bei den Pennern!!!

Da bist Du macht und hilflos,denn immer sind die "anderen" Schuld.Sehr beliebt Papi,weil der hat ihm kein Geld gegeben,also klaut er eben.
Was willst Du da noch tun? Die Dame vom JA meldet sich schon gar nicht mehr wenn wir anrufen.
Gottlob ist er bald 18,dann kommen keine Anrufe mehr von der Polizei oder sonst woher.
Das ist traurig so über sein Kind zu reden ,ich weiß das selber,doch es gibt Kinder/Jugendliche die sind eben,wie die soz.Pädagogen sagten, ERZIEHUNGSRESISTENT
Wir haben Jahre des Schreckens hinter uns,keine Massnahme hat etwas bewirkt,egal wieviel Liebe Du ihm schenkst,er dankt es Dir mit Straftaten.Nicht erst seit er ein Teenie ist,oh nein,schon seit Kindergartentagen.Keine Woche in der mein LP oder später ich nicht drei,viermal im Kiga oder in der Schule waren.
Es gibt eben solche Fälle und da kann man den Eltern nicht die Schuld geben,das wäre einfach,denn Eltern könnten lernen.
Wir haben alles versucht,jeden Strohhalm ergriffen,nix hat was gebracht,aber ich sagte ja schon,selbst die Pädagogen haben aufgegeben.
Eine Supernanny aus dem TV hilft NULL,denn die Fälle wo sie versagt werden ja nicht gesendet.

Gruß wuschl
die am Boden liegt
 
Hallo,
soweit ich nun aus eigener Erfahrung weiß, kann man das Sorgerecht an das Jugendamt abtreten.Den formellen Weg erfahre ich nächste Woche,da ich selber in einer solch fatalen Situation stecke.
Der Teen bekommt dann einen Vormund,der sich um alles kümmert!
WO gehst Du wann hin-wann kommst Du wieder-also eine kl. Vollkontrolle,die gerade bei Schulschwänzern sehr wichtig ist.Die Erzieher und Pädagogen dort haben halt andere Möglichkeiten, als wir Eltern zu Hause.
Bis zum 18.ten Lebensjahr kann ein Jugendlicher noch in einem Heim untergebracht werden
Vielleicht konnet ich etwas helfen

Hallo, eine Freundin von mir hat riesige Probleme mit ihrem Sohn.
Sie hat aus erster Ehe 2 Jungs, ist seit 10 Jahren neu verheiratet und hat aus dieser Ehe nen 8 jährigen Sohn. die anderen zwei sind 18 und (nächste Woche) 17 Jahre alt.
So, wenn ich jetzt all das, was schon vorgefallen ist erzählen würde, das würde den Rahmen sprengen. Der älteste fing mit 14 Jahren an Drogen zu nehmen und hat nur Mist gemacht. Er ist dann in mehreren Anstalten gewesen (also es ist schon ne Menge vorgefallen). Jetzt ist er im Betreuten Wohnen.
Sein Bruder, der nächste Woche 17 wird, ist auch seit einigen Jahren auf dem -ich nenne es mal falschem Weg..... Drogen, macht nur das was er will, kommt und geht wann er will, beklaut seine Eltern und bricht sogar die Spardose des kleinen Bruders auf. Hat jetzt zum 2. mal den Schulabschluß nicht geschafft. Warum? Weil er null Bock hat, nur 5 und 6 geschrieben hat und auch oft gar nicht in der Schule war. Und wenn dann gabs da nur Streß. Er hat auch schon im Jugendarrest gesessen.
Er war auch schon in so ner Art Heim wo er sich zuerst sehr gut geführt hat. Braver Junge also. Jugendamt sagt: na ist doch alles ok, dann kann er ja zurück. Aber zu Hause hat er wieder gemacht was er will, kam betrunken oder mit Drogen vollgeschüttet nach Hause. hat Randale gemacht. Er beschimpft seine Mutter bis aufs letzte, ich mag gar nicht sagen was alles. Er ist bereits mit nem Messer auf seinen Stiefvater los gegangen (wobei dieser bereits seit 15 Jahren sein "Papa" ist), hat ihn vor einigen Tagen sogar heftigst geschlagen. Der Stiefvater schlägt aber nicht zurück. Er ist immer der jenige gewesen der gesagt hat "komm wir versuchen es nochmal" wenn die Mutter schon wieder aufgeben wollte.
Das Jugendamt sagt solange der Junge von sich aus nicht in betreutes Wohnen oder sonst wohin will könnten die nix machen.... Wie gesagt, das läuft seit über 2 jahren schon so.
Der Junge ist bereits durch das Gericht in ein Landeskrankenhaus eingewiesen worden. Aber da er dort ja immer soooo lieb und brav ist mussten die ihn wieder nach Hause holen.
Letztes Wochenende hat er seiner Mutter mal wieder Geld aus der Geldbörse gestohlen. 50,- €! Danach war sie so sauer das sie ihn, als er irgendwann nachts wieder sturm geklingelt hat (er hält sich ja nicht an die vorgegebenen Zeiten) nicht ins Haus gelassen hat. Sie hat dann ihre Ra angerufen und diese hat ihr geraten, ihn nicht rein zu lassen. Er könnte sonst auch Tagelang wegbleiben und sich nicht melden, dann hat er ja irgendwo jemanden wo er unterkommen kann. Dann soll er da jetzt auch hin gehen.
Der Junge steht am helligten Tag vor dem Haus, schreit rum wie nichts gutes, beschimpft seine Mutter als H*** und und und. Tritt und hämmert gegen Türen und Fenster. Er hat sogar versucht ins Haus einzubrechen...
Meine Freundin ist so am Ende. Sie bekommt keinerlei Hilfe vom Jugendamt. Das kann doch nicht sein oder??????? Gibts keine Hilfe?????? Ihr könnt es vielleicht nicht verstehen, aber es sind soooo viele Gründe da die meine Freundin dazu bewegen zu sagen: jetzt ist endgültig Schluss, ich kann nicht mehr. sie hat Angst um ihr Leben, der kleine Sohn hat Angst ohne Ende, schläft nur noch bei ihr im Bett. sie ist seit Jahren in Therapie.
Sie will das Sorgerecht für diesen Jungen ans Jugendamt abgeben. Aber sie bekommt keine Hilfe. Gibts das? Kann sie das Sorgerecht ans Amt abgeben? Was muss sie tun??
Sicher können einige das jetzt nicht verstehen, sagen sicher man kann doch sein Kind nicht auf geben. Aber Leute, ihr könnt es euch nicht vorstellen was dort abgeht. Es ist einfach nur noch schrecklich. Ich wäre euch super dankbar wenn ihr mir Tips geben könnt!! Möchte meiner Freundin so gerne helfen. Sie hat jahrelang um ihren Sohn gekämpft, aber es geht nicht mehr. Bitte antwortet mir! DANKE!!!
Ups, jetzt ist es doch so lang geworden. Sorry aber ich muss ja was erklären warum und wieso...
ach noch was: der leibliche Vater kümmert sich nicht, seit der Scheidung nicht mehr. Er hat noch nie Unterhalt gezahlt und hat keinerlei Interesse an seinen zwei Jungs....
 
Niemand kann das Sorgerecht einfach abgeben. Hilfe kann man beim Jugendamt beantragen. Allerdings entscheiden die auch über die Hilfeart (z.B. Heimunterbringung oder Hilfe zuhause)
 
Nein ! Das geht nicht ! Wir haben ähnliches Problem mit der Enkeltochter (17 Jahre). Es wird viel Gutes vom Jugendamt angeboten was das Kind aber abschlägt. Die Eltern sowie das Jugendamt sind machtlos.

Momentan sind wir dabei mit einem Anwalt einen Vormund für das Kind zu beantragen - das ist das Beste für das Kind.

Vielleicht ist es eine Möglichkeit für alle Eltern, die sehr verzweifelt sind. Man will den Kindern ja nichts schlechtes - im Gegenteil : man tut es für sein Kind im positiven Sinne in der Hoffnung irgendwann den eigenen Weg zu finden - oder in der Jugendsprache : die Kurve in die richtige Richtung zu kratzen !

Niemand braucht sich heutzutage schämen wenn Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen wird !!

Lieben Gruß
 
Hallo Wuschl!
Du tust mir einfach nur total leid und ich kann deinen Wunsch,das Sorgerecht ans Jugendamt abzugeben, bestens verstehen. Auch ich habe gerade große Schwierigkeiten mit meiner 15jährigen und wünsche mir zur Zeit nichts sehnlicher als sie in fremder Obhut zu wissen. Die Verantwortung für sie in andere Hände zu legen und endlich mal zur Ruhe zu kommen.Dabei liebe ich sie von ganzem Herzen!Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich war sicherlich oft zu nachgiebig, denn sie ist ja soooo charmant und kann sich soviel Mühe geben. Und man will ja als Mutter gerne alles gut und richtig machen.
Ich habe nicht die ganzen 16 Seiten gelesen, aber hattet ihr mal eine Familienhilfe in der Familie? Allerdings finde ich persönlich, dass man bei Drogenproblemen sicherlich anders handeln muss als bei "normalen" wie Schulverweigerung etc.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und ganz viel Kraft!

Herzliche Grüße
Muriel
 
Also, ich habe mir mal die Mühe gemacht, mir das alles durchzulesen und muss sagen, das ich echt geschockt bin. Geschockt, das es so viele Eltern gibt, die sich nirgends aufgehoben fühlen.
Auch wir haben so ein Kind, das aber noch lange nicht in der Pubertät ist, sondern erst 6 Jahre alt ist und kurz vor der Einschulung steht. Dieses Kind war 2 Jahre bei der Oma, weil es nicht anders ging. Mein Mann (Vater des Sohnes) arbeitete Vollzeit, mich gab es noch nicht und er fand damals keinen Krippenplatz, weil es das bei ihm da im Ort damals noch nicht gab. So war das die beste Lösung zu der Zeit.
Als der Junge nach 2 Jahren zu ihm kam, hatte er natürlich Schwierigkeiten, sich wirklich zu Hause zu fühlen und er konnte in regelmäßigen Abständen zu seiner Oma, doch die übertrieb ihre Besuchszeiten und so kam es, das der Junge von einem Monat meist nur 7 Tage (noch nicht mal an einem Stück) bei seinem Vater im Haushalt war.
Dann lernte mein Mann mich kennen und erkannte, das es so nicht mehr weitergehen konnte, da mein Mann und sein Sohn keine Bindung aufbauen konnten. Immer wenn die beiden anfingen, sich an einander zu gewöhnen, kam meine Schwiegermutter und rieß ihren Enkel wieder aus dem Haushalt. Ich habe das dann eingestellt, dazu muss man wissen, das meine Schwiegereltern 5 minuten von uns entfernt wohnen. Wir setzten uns mit dem JA in Verbindung, zogen die Erziehungsberatungsstelle zu Rate, nahmen uns einen Kinderpsychologen.
Irgendwann kenzelten wir den Umgang mit den Großeltern und man konnte sehen, wie sich der Kleine erholte und wieder zu sich fand. Nach einem halben Jahr hatte er sich so verändert, das man ihn kaum wieder erkannte und er sich auch endlich in die Familie eingliederte und sich geborgen fühlte.
Doch wir machten die Rechnung nicht mit meinen Schwiegereltern, denn die zogen vor Gericht und klagten Umgang ein. Sie gewannen und bekamen alle 14 Tage Umgang für ein paar Stunden und das war im letzten Jahr. Seit einem Jahr hat sich der Kleine so schlimm verändert, das er vom Psychologen einige Zeit in eine Kinderpsychiatrische Einrichtung geschickt wurde und die haben uns eine Bindungsstörung attestiert. Es wurde uns geraten, das Kind sofort in die Obhut in eine Pflegefamilie zu geben, aber wir haben uns geweigert.
Ab den Tag an, haben wir die Hölle auf Erden, denn meine Schwiegermutter hast mich und es stört sie, das der Kleine eine Bindung zu mir aufgebaut hatte und sie setzt alles daran, diese mit Manipulation zu vernichten. Und was soll ich sagen, sie hat es wirklich geschafft. Es ist ein einziger Kampf mit dem Jungen hier zu Hause, das sich auch im Kindergarten äußert.
Wir haben uns jetzt nach 2 Jahren Kampf entschieden, ihn zu seinen Großeltern zurückzugeben. Schweren Herzens müssen wir erkennen, das wir nie wirklich eine Chance gegen seine Oma hatten und was uns noch mehr daran weh tut, das meine Schwiegermutter immer alles daran gesetzt hat, ihrem eigenen Sohn einreden zu wollen, was er für ein schlechter Vater ist.

Wir haben viel getan, um dem Jungen Stabilität zu geben, doch den Umgang der Großeltern, der uns als Familie das Genick brach, konnten wir nicht kenzeln. Wir haben es versucht und es kamen immer mehr Verfahren. Keiner versteht, das ein Richter soviel Umgang einräumte und unserer Familie damit die Chance nahm, zusammenzuwachsen. Die anderen Kinder in unserem Haushalt leiden sehr unter der Situation: der eine hat nun eine Essstörung, einer klaut wie ein Rabe, die nächste glänzt mit ständiger Abwesenheit und die letzte fiel ins Babyverhalten zurück. Mein Mann fängt an auf der Arbeit ständig abzuschalten und ich bekomme Fress-Brech-Attacken...
Ich denke, das wir alle Ruhe brauchen und demnach die beste Entscheidung für unsere Familie getroffen haben, denn es zählt nicht nur ein Mitglied, sondern alle.
 
Hallo,

nachdem ich mir hier so die einzelnen Antworten durchgelesen habe, kann ich nur dazu sagen, das es jeweils an des Betroffenen liegt, die jeweilige Situation einschätzen zu können. Wenn man sich dan Rat oder Tipps geben lassen möchte, ist es zwar gut verschiedene Meinungen zu hören bzw zu lesen, jedoch sollten arogante, überhebliche oder sogar beleidigende Meinungen vor dem absenden nochmals überdacht oder überarbeitet werden, denn es könnte bei dem Rat oder Hilfesuchenden völlig falsch ankommen.

Ich persönlich kann die Hilflosigkeit und die Fragen gut verstehen, da derzeit akut uns selbst eine solche Situation beschäftigt und all unsere Kraft und Nerven kostet. Nach langem hin und her ist bei uns die Situation so, das unser Sohn (16) aus einer In-Obhut Einrichtung geflogen ist auf Grund meherer Vorfälle und einem sogenannten grönenden Abschluß in dem er einen schweren Raub in der Einrichtung begangen hat. Nach vorherigen Versuchen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt eine neue geeignete sogenannte Maßnahme ( Einrichtung mit 1🤐 Betreuung ) zu finden die von unserem Sohn wehement abgelehnt wurden, ist es jetzt so, das das JA keine Möglichkeiten mehr hat uns zu unterstützen. Psychologen haben eine Persönlichkeitsstörung festgestellt ( resultierend aus Vergangenheit / ich bin der Stiefvater ) und derzeit ist unser Sohn polizeilich zur Suche ausgestellt, da er abgehauen ist und seit einigen Tagen weg ist. Nun versuchen wir eine Stationäre Aufnahme in einer Klinik insbesondere auf einer geschlossenen Station beim Familiengericht zu beantragen ( es gab vorherige Gespräche mit Familientherapeuten und JA und und und )um Ihn gegen seinen Willen einzuweisen. Es gibt die starke Vermutung das es nicht nur eine Persönlickeitsstörung ist sondern eventuell auch eine gespaltene Persönlichkeit mit 2 oder mehr Persönlichkeiten, die unterschiedliche Phasetten haben. Denn es gibt zwischendurch auch mal Momente, da ist unser Sohn absolut zugänglich, lieb, zuvorkommend....also ein ganz normaler Junge.
Was ich aber sagen möchte, das uns dieser Schritt im Herzen weh tut, jedoch ist eine Diagnostik besser als wenn er noch schlimmere Dinge macht und irgendwann im Gefängniss landet. Also wählen wir diesen Schritt um diesbezüglich abzuklären ob es daran liegen kann.

Kurz gesagt, wenn wir unsere Situation sehen und die hier geschilderten, komme ich auf den selben Nenner: Eltern sind auch nur Menschen und deren Kraft und Energie ist nicht unendlich. Somit versucht man alles mögliche um eine Lösung zu finden, auch wenn diese nich immer von allen Menschen nachvollziehbar ist.

Ich habe heute bei einem Sorgentelefon angerufen und dieses Gespräch hat mir wieder Kraft gegeben, weil ich einfach mal ohne jegliche Art von voreingenommenheit jemand hatte der mir zugehört hat und mir manche Sichtweise wieder in ein anderes Licht gestellt hat. mir hat es ein wenig geholfen. Aber jeder Mensch ist anders.

Ich wünsche allen Betroffenen viel viel Kraft und hoffe, das sie einen Weg finden, der für beide Seiten hilfreich ist, denn es brauchen in solchen Situationen beide Seite Hilfe. Eltern und KINDER.



.......Zeit heilt alle Wunden........... LG Daddy
 

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