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Kann man das Sorgerecht ans Jugendamt abgeben??

  • Starter*in Starter*in Chrissi1976
  • Datum Start Datum Start
Hallo, Chrissie!

Du schreibst, Deine Freundin habe eine Rechtsanwältin.

Die sollte ihr eigentlich weiterhelfen können.

Gruß

Lavendel
 
@ Diva

Da muß ich Dir zustimmen.

Wie oft liest ma hier im Forum das Kinder und Teenager von zu hause weg wollen ABER wenn´s ums finanzielle geht machen die Eltern dicht.

Nen 14 Järiger mit Drogen?!? 😱 Da muß doch irgendwas faul sein.
Ich würde zur Not auch umziehen das mein Kind dann weit weg wäre vom Umfeld. Das kann aber nur jede Familie für sich entscheiden.

Irgend etwas muß da gewaltig schief gelaufen sein. Klar jetzt sind die Weichen erstmal gestellt und der Zug sogut wie abgefahren. Zumindest Erziehungstechnisch.

Nicht das einer denkt jaja die hat ja gut reden und nur schlaue Sprüche.

Mein Sohn geht in eine IF (Intensivpädagogische Familienhilfe) mit der wir eng zusammen arbeiten. Er hat ADHS und Probleme mit seinem seelischen Gleichgewicht. Wir sind uns aber nicht zu schade jetzt schon um Hilfe zu bitte und diese anzunehmen. Jetzt ist er erst 9. Und ich muß mich auch mal für das JA lobend aussprechen. Unsere "Dame" ist super lieb, nett und hilfsbereit. Sie macht und tut was sie kann!!

Wir müssen für die IF zuzahlen. Jeden Monat. Aber wir machen das gerne weil wir unserem Kind helfen möchten damit er ein glücklicher Erwachsener wird. Für jeden Scheiß ist Geld da. Für PC, Flachbild Tv, Auto etc aber an den Kids wird gespart. Kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde niemals mein Kind abgeben. Das ist doch kein Hund den man ins Tierheim abschiebt weil er lästig ist und mal schnappt. Nicht ins heile Familienbild paßt. :mad:

Ich kann mir nichts schlimmeres für ein Kind vorstellen als das es gesagt bekommt: "Ich werd mit Dir nicht fertig Du mußt weg."

Wie würdet Ihr Euch da fühlen???
 
Es geht eigentlich nicht ums Lohnen, sondern darum, dass er nicht kooperiert, weder mit den Eltern noch mit dem JA. was bitte schön willst du da machen?

ich habe einige Jugendliche, die losgelöst von allem meinen, die Welt drehe sich um sie und die sich an keine Regeln halten wollen - es wurde ihnen alle erdenkliche Hilfemaßnahmen angeboten - über die Kosten von Fremdunterbringung, Einzelbeschulung etc will ich jetzt gar nicht sprechen - und alles wurde abgelehnt, Regeln und Vereinbarungen waren für den A** - WAS willst du dann noch machen? Dem JA die Schuld geben, weil sie als fremde Person und negativ besetzte Institution das auch nicht schafft, was die Eltern Jahrelang nicht schafften??

Ein Kind abgeben, ist etwas anderes, da muss man aber auch nicht gleich das Sorgerecht abgeben, DAS ist nämlich das, was die Kinder und Jugendlichen noch mehr trifft. Kinder, die das erleben, verlieren den Boden unter den Füßen´bei einer Sorgerechtsabgabe, die freiwillig geschieht. Aber manche pfeifen auch darauf, was solls, und bei einem 17 jährigen, der in einem Jahr selbst seine Entscheidungen trifft, was willst du da noch machen? Großeltern? Verwandte, ja klar, da geht er auch hin, zieht um, verlässt sein soziales Umfeld und geht auf freiwilligen Entzug.
logisch, oder?

Es macht mich selbst wütend, wenn ich bei der Betreuung Jugendliche erlebe, bei denen nichts mehr zu machen ist, einer ist jetzt Wohnungslos, ihm eine Unterkunft zu besorgen, klar mach mal, aber ohne Regeln, ich will machen, was ich will.
Und es macht mich wütend über manche Eltern, die eine sinnvolle Maßnahme abbrechen, weil sie das Kindergeld nicht mehr bekommen.
Und es macht mich auch ab und an wütend, wie hier Verantwortung an andere abegeben wird, und dann noch ständig gemeckert wird - und nein, damit meine ich nicht dich, aber lies dir doch mal die Beiträge durch.

@Schnubbelmaus
ja ich denke, dass es darauf ankommt, sich Hilfe und Unterstützung rechtzeitig zu holen und nicht erst dann, wenn das Kind im Brunnen, in Bremen war es ein Kühlschrank, landet - aber wer ist da wieder schuld? klar, das Jugendamt, das ja nur böse ist und die Kinder weg nimmt, macht sie es mal nicht, ist es auch nicht richtig.

So, ich musste mir mal etwas Luft machen, und dabei ist das nur die Spitze eines Eisberges, was in Familien heute so alles passiert.

diediva, leider nicht angmeldet.
 
Ich schreibe hier und nehme Partei für die Kinder bzw. Jugendlichen.
Ich weiß, was es heist, wenn Kinder in Kleinkindalter in den Entscheidungen der Erwachsenen Eltern übergangen werden.
Wenn Scheidung, Trennung oder Tod oder andere Ereignisse eines Elternteils ansteht sind hier zunächst die Kinder wichtig. Ansonsten wird sich dies in den Jahren ab der Pubertät rächen. Auch mit diesem Hilferuf jetzt können sich außenstehende nur schwer ein Bild machen. Doch eins ist sicher. Wenn die Mutter hier nur mit Strafen und Drohungen wie sonst in unserer Gesellschaft üblich, wird sich dies in dem Verhalten der Jugendlichen potenzieren. Sie fühlen sich immer weiter alleingelassen. Als sollte sich nicht der Stiefvater oder andere hier in dem Einmischen, sondern hier muß die Mutter aktiv werden und nicht ihre eigenen Interessen wahren, sondern auf die Jungs zugehen. Eine andere Chance wird sie nicht haben. Doch das versäumte im Kleinkindalter der jetzt Jugendlichen ist schwer wieder gutzumachen. Auch das Jugendamt halte ich hier für völlig falsch, da diese erstens überlastet sind und zweitens als die "Herrgötter" der Nation für Kinder stehen. Das sind sie weiß Gott nicht. Sie sind eben nur Sachbearbeiter und haben kein Einfühlungsvermögen, sowohl den Kindern und schon garnicht den Eltern gegenüber. Sie sollten versuchen Kontakt mit dem Gesundheitsamt und deren Fürsorgestellen aufzunehmen. Auch hier kann es lange Dauern, weil sie wenig Personal haben, doch die besitzen mit ihrem Fachwissen doch mehr Erfahrung.

Viel Glück trotzdem für die Mutter
Ein selbst betroffenes Kind alllerdings jetzt wesentlich älter (50)
Ich weiß jedoch wovon ich als Heimkind mit seinen "Leidensgenossen" rede. Ich bin jedoch Gott sei Dank nicht in so einer Notlage (Drogen, Diebstahl,...) wie die Jugendlichen jetzt gekommen
 
Hallo Diva,
der Fall den Du schilderst könnte unser Sohn (mein Stiefsohn) sein.

Auch da sind alle an ihre Grenzen gestossen,keiner wollte mir anfänglich glauben das er in eine besondere Einrichtung gehört(da war er 11!!!)

Alle dachten nur ich wäre die "böse Stiefmutter"(er war 9 als ich ihm "bekam" 😉 ) und der Junge ein ganz lieber und sensibler.
Von wegen,er war immer!!! schon ein Ausbund an Bösartigkeit,hat im Kindergarten und in der Grundschule schon Betreuerin und Lehrerin bespuckt und getreten.Die Mutter eines Mitschülers als H*** beschimpft.Mein Mann war alleinerziehend und total überfordert,schliesslich mußte er doch arbeiten und ist ohnehin sehr sensibel!!!

Die leibl.Mutter ist Alkoholikerin und trank exzessiv in der Schwangerschaft,also wollte ich das man das auch so berücksichtigt und ihm in eine Einrichtung gibt die seinen Problemen gerecht wird.
Doch das wurde dem Papa schnell ausgeredet, Begründung:mit §35a ist er später "abgestempelt",
Der Junge kam in eine Einrichtung in der er eine "Verweildauer" von einem Jahr hatte,null Therapie!!!Dort schmissen sie ihm raus wegen Drogen u.Alkohol,und es dauerte ein weiteres bitteres Jahr bis er in die nächste Einrichtung kam.
Überall flog er raus weil er sich so benommen hat wie der von Dir geschilderte Fall.
Das wir dafür bezahlen mußten braucht man nicht zu erwähnen,das ist normal.Aber es hätte bei allen Kosten auch einen Nutzen geben sollen!!!!

Wir haben alles versucht,jede Hilfe angenommen die man uns geboten hat.Genützt hat es nichts.
Heute sind selbst die Mitarbeiterinnen vom JA der Ansicht das er einfach unerziehbar ist und verweigern jede Massnahme.
Er wird im Dez.18...seit einigen Monaten lebt er mehr oder weniger auf der Strasse,bekommt wöchentl.Geld von Papa das er schnell in Drogen u.Alkohol investiert.
Doch was willst machen?
Wenn er nicht selbst will sind einem die Hände gebunden,er geht in keine Einrichtung mehr.
Selbst die Klinik für Drogenentzug will ihm nicht mehr aufnehmen.

In den ersten Jahren war immer ich als die "Alleinschuldige" ausgemacht worden,offenbar weil es leichter ist den Eltern (oder der Stiefmutter) die Schuld am Abrutschen des Kindes zu geben.
Heute sagen die selben Leute das es wohl doch der Junge ist der eine massive Störung hat und mich keine Schuld trifft.
Selbst mein Mann hatte früher immer gesagt das es wohl an meiner "Strenge" (gemeint war Konsequenz) liegt das der Junge mich beschimpft,beklaut und bedroht.
Heute weis auch er es besser.
Mein Sohn (leiblicher) den ich grossgezogen habe ist das Gegenteil meines Stiefsohnes,er war leicht zu lenken und abgesehen von Pubertätsproblemen..🙄 kamen wir immer gut miteinander aus.
So schlecht kann meine Erzeihung also nicht sein.

Wenn in diesen Kindern etwas negatives sitzt,da kann auch ein Engel nichts ausrichten,und bestimmt keine !"Supernanny"!...denn gesendet werden ja schliesslich nur die positiven Erfolge.

Du solltest Dir selbst also keine Schuld geben,bei manchen Kindern muß das Leben erst hart zuschlagen bis sie Hilfe annehmen können/wollen.

LG
wuschl
 
DieDiva postete:

ich bin ja nur für die Folgen da, nicht für die Ursachen.

Falsch.

Als jemand der beim JA arbeitet, bist du auch 24 Stunden
am Tag Staatsbürgerin und das mit deinen Pflichten und
Sachverstand als pädagog. Mitarbeiterin.
Sorry, aber wer so denkt wie du, hat einfach seine Hausaufgaben
nicht gemacht.
Gerade die Sozialpädagogik wurde von der "höheren Fachschule"
über die Reform zu einem Fachhochschulstudium, weil sie es
betonte, dass nicht nur "pädagog. Handeln alleine zum Ziele
führen kann, sondern die nur zusammen mit dem politischen Dimension
in der Anwendung der entspr. Pädagogiken.

Ich werfe den päd. Vertretern der Jugendämtern einen eklatanten
grundsätzlchen permanenten Verstoß gegen die Gesetze vor, weil sie
eben nicht, entsprechend ihrer Ausbildung, und ich schreibe jetzt von
den Sozialpädagogen, politisch tätig sind.

Jugendämter-Mitarbeiter werden zunehmends Büttel des Kapitals,
Handlanger eines Ausbeutungssystem, an dem sie noch selber
gut verdienen.

Selbstverständlich bist du in der Pflicht genommen. Das ändert
auch nichts an dieser Tatsache, wenn du Hunderte Male behauptest,
es sei nicht so.
Es ist aber so. Basta.

Übrigens, Prävention ist gefragt. Wenn das JA in Erscheinung
tritt, ist das Kind schon meist in den Brunne gefallen. Genau hier
liegt vollends das eigentliche Dilemma. Mach dir nichts vor: Der
Studiengang Sozialpädagogik gehört entweder auf den Schrotthaufen
der Geschichte oder sollte gründlichst neu überarbeitet werden. Ich bin
für die erste Lösung: Weg damit !

Aller-Herzlichst

Mit freundlichem Gruß

Germ
 
Klar keine Lust, was auch sonst.
in der Frankfurter Rundschau gab es vor zwei Wochen eine Art Hilferuf von einem Jugendamt - die Bedingungen, die sich ständig verschlechtern interessieren wohl nun echt keinen, dass es keine Termine mehr bei manchen gibt, weil einfach das Personal nicht da, interessiert auch keinen.

Ja stimmt, ein pressewirksamer Hilferuf, der völlig ohne Grund war, da ja 19 zusätzliche Stellen geschaffen wurden und auch diese betroffene Einheit damit beglückt wird.
 
Hallo, ja das kenne ich und nein, ich gebe mir nicht die Schuld, und ich trage auch nicht die Verantwortung, ich bin ja nur für die Folgen da, nicht für die Ursachen.

Und genau dies ist der Denkfehler, den viele Mitarbeiter in diesen Ämtern haben!

Fern von jeglicher Prävention wird abgewartet, aber nicht sozialräumlich gearbeitet.

Da fließen zwar Mittel im Rahmen der intitutionellen Förderung an die einzelnen Träger der Jugendhilfe aber man ist ja nicht mal in der Lage festzustellen, wie viel Geld in einen Sozialraum fließt.

Das spricht nicht wirklich für die Fähigkeit eines solchen Amtes.

Ich kenne den Sachverhalt, da ich weiß, wie das bei einem großen Jugendamt läuft.

Ist schon traurig, aber leider wahr. Bei vielen dieser Art von Mitarbeitern würde ich sagen, sucht Euch einen andern Job.
 
1. Natürlich ist feststellbar, wieviel Geld fließte, muss nur an den Haushaltsplan der Dezernate rankommen, es wird ja immer genau abgerechnet!

2. Was versteht du unter sozialräumlich?

1. Ha, ha, daher weiß das belämmerte Amt doch nicht, wieviel Geld in den Stadtteil geht.

2. Diese Frage erläutert mir sehr deutlich, dass Du nicht vom Fach bist. Wer als angeblicher Mitarbeiter einer JA-Behörde nicht mal weiß, was sozialräumlich bedeutet, na ja, falls Du bei unserer hiesigen Behörde arbeiten würdest, würde mir dies viel erklären.

Die wissen wirklich nicht, wieviel Geld in den Sozialraum - damit ist nicht das WC oder Dusche gemeint - geht.

Aber zu Deiner geschätzten Aufmerksamkeit und kostenlosen Weiterbildung:

http://www.lwl.org/lja-download/dat...zialraumorientierung_mehr_als_praevention.pdf
 
wieso weiß ich davon nichts und andere auch nicht?

Davor wurden die 19 Stellen nicht diskutiert, Stellen wurden mit Berufspraktikanten besetzt und anderen Berufsanfängerinnen, was aufgrund des Altersdurchschnitts bestimmt nicht schlecht ist.

Wenn sie damt beglückt wurden, wirds doch wieder!!!!
ist das nicht gut so?

1. Weil Du und andere die Internas nicht kennt.

2. Die Stellen wurden vorher schon genehmigt und stehen im Stellenplan und war allen bekannt.

3. Somit war diese Aktion mit der Presse auch ein Verstößchen gegen das Dienstrecht.

Wurde den MA wohl auch intern mitgeteilt, wenn ich mich nicht irre.
 

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