Also, ich habe mir mal die Mühe gemacht, mir das alles durchzulesen und muss sagen, das ich echt geschockt bin. Geschockt, das es so viele Eltern gibt, die sich nirgends aufgehoben fühlen.
Auch wir haben so ein Kind, das aber noch lange nicht in der Pubertät ist, sondern erst 6 Jahre alt ist und kurz vor der Einschulung steht. Dieses Kind war 2 Jahre bei der Oma, weil es nicht anders ging. Mein Mann (Vater des Sohnes) arbeitete Vollzeit, mich gab es noch nicht und er fand damals keinen Krippenplatz, weil es das bei ihm da im Ort damals noch nicht gab. So war das die beste Lösung zu der Zeit.
Als der Junge nach 2 Jahren zu ihm kam, hatte er natürlich Schwierigkeiten, sich wirklich zu Hause zu fühlen und er konnte in regelmäßigen Abständen zu seiner Oma, doch die übertrieb ihre Besuchszeiten und so kam es, das der Junge von einem Monat meist nur 7 Tage (noch nicht mal an einem Stück) bei seinem Vater im Haushalt war.
Dann lernte mein Mann mich kennen und erkannte, das es so nicht mehr weitergehen konnte, da mein Mann und sein Sohn keine Bindung aufbauen konnten. Immer wenn die beiden anfingen, sich an einander zu gewöhnen, kam meine Schwiegermutter und rieß ihren Enkel wieder aus dem Haushalt. Ich habe das dann eingestellt, dazu muss man wissen, das meine Schwiegereltern 5 minuten von uns entfernt wohnen. Wir setzten uns mit dem JA in Verbindung, zogen die Erziehungsberatungsstelle zu Rate, nahmen uns einen Kinderpsychologen.
Irgendwann kenzelten wir den Umgang mit den Großeltern und man konnte sehen, wie sich der Kleine erholte und wieder zu sich fand. Nach einem halben Jahr hatte er sich so verändert, das man ihn kaum wieder erkannte und er sich auch endlich in die Familie eingliederte und sich geborgen fühlte.
Doch wir machten die Rechnung nicht mit meinen Schwiegereltern, denn die zogen vor Gericht und klagten Umgang ein. Sie gewannen und bekamen alle 14 Tage Umgang für ein paar Stunden und das war im letzten Jahr. Seit einem Jahr hat sich der Kleine so schlimm verändert, das er vom Psychologen einige Zeit in eine Kinderpsychiatrische Einrichtung geschickt wurde und die haben uns eine Bindungsstörung attestiert. Es wurde uns geraten, das Kind sofort in die Obhut in eine Pflegefamilie zu geben, aber wir haben uns geweigert.
Ab den Tag an, haben wir die Hölle auf Erden, denn meine Schwiegermutter hast mich und es stört sie, das der Kleine eine Bindung zu mir aufgebaut hatte und sie setzt alles daran, diese mit Manipulation zu vernichten. Und was soll ich sagen, sie hat es wirklich geschafft. Es ist ein einziger Kampf mit dem Jungen hier zu Hause, das sich auch im Kindergarten äußert.
Wir haben uns jetzt nach 2 Jahren Kampf entschieden, ihn zu seinen Großeltern zurückzugeben. Schweren Herzens müssen wir erkennen, das wir nie wirklich eine Chance gegen seine Oma hatten und was uns noch mehr daran weh tut, das meine Schwiegermutter immer alles daran gesetzt hat, ihrem eigenen Sohn einreden zu wollen, was er für ein schlechter Vater ist.
Wir haben viel getan, um dem Jungen Stabilität zu geben, doch den Umgang der Großeltern, der uns als Familie das Genick brach, konnten wir nicht kenzeln. Wir haben es versucht und es kamen immer mehr Verfahren. Keiner versteht, das ein Richter soviel Umgang einräumte und unserer Familie damit die Chance nahm, zusammenzuwachsen. Die anderen Kinder in unserem Haushalt leiden sehr unter der Situation: der eine hat nun eine Essstörung, einer klaut wie ein Rabe, die nächste glänzt mit ständiger Abwesenheit und die letzte fiel ins Babyverhalten zurück. Mein Mann fängt an auf der Arbeit ständig abzuschalten und ich bekomme Fress-Brech-Attacken...
Ich denke, das wir alle Ruhe brauchen und demnach die beste Entscheidung für unsere Familie getroffen haben, denn es zählt nicht nur ein Mitglied, sondern alle.