ganz wichtig bei der Erziehung und im Zusammenhang mit Drogen und Gewalt ist es den Kids bzw. Jugendlichen Alternativen zu geben.
Hier also an alle betroffenen Eltern mit Problemen die Frage: was habt ihr euren Kindern geboten, bzw. könnt ihr ihnen aktuell bieten?
1. ein weitgehend intaktes Umfeld mit Eltern, die ihre Kinder lieben und achten, mit ihnen reden, zusammen diskutieren über Gott und die Welt und offen auch über Drogen reden etc....und zwar täglich..also zumindest einmal am Tag zusammensitzen und sich ernsthaft und interessiert miteinander beschäftigen. Dazu gehört NICHT schweigend nebeneinander vor der Glotze zu hängen, sondern schon ein wenig mehr, eher so was wie gemeinsam Sport machen,
2. ein lebendiges Umfeld mit einem großen Bekannten- und Freundeskreis, der den Kids was zu bieten hat, z.b. nen Reiterurlaub bei Freunden mit nem Bauernhof oder Freunde, Bekannte aus solidem Milieu mit denen die Kids Freundschaften pflegen (sonst suchen sie halt an anderen Orten) Freunde, Arbeitskollegen oder Bekanngte die selber oder über weitere Connections in der Ausbildungsphase ne Praktikumsstelle oder Ausbildungsplatz liefern können, also Strukturen die den Kids Zukunftsängste nehmen können und mithilfe ihrer Eltern und deren Bekannter und Freunde den Übergang in die Selbstständigkeit wesentlich erleichtern können. Eltern die nur zu Hause hocken, fernsehgucken, poppen und sich eher dafür interessieren ihre Ruhe zu haben können Kids nix bieten und sie suchen sich somit ihre Vorbilder woanders....
3 wie oft gute Gespräche? Wie oft gemeinsame Unternehmungen, z.b. ein Abenteuerurlaub in den Karpaten oder so...wo man aufeiander angewiesen ist, sich lernt auszuloten, Gemeinschaft erfährt. Das Ganze muss nicht viel kosten, außer ggf. ein wenig Zeit und Ideen.
Bindung, Anbindung und Zusammengehörigkeitsgefühl sind oft das A und O, aber es kostet schon einiges an Pflege der elterlichen Beziehung zu den Kindern..von nix kommt da gar nix..wie so oft im Leben.
4. kulturelle Basisarbeit vorhanden? Also wie sieht es mit Bildung aus? Ein wichtiger Faktor..ne gute Allgemeinbildung ist heutzutage essenziell..in Schule, Beruf...und die Schulen leisten diesen Punkt nicht vollständig, die Eltern müssen da mit ran indem sie selber Interesse zeigen an Theater, Kunst,, Musik oder irgendwas aus diesem Bereich.
Die Kids ahmen ihre Eltern nach in diesen Punkten...haben die Eltern wenig Interessen und Hobbies interessieren sich die Kids auch wenig, sind die Eltern der Welt ggü ängstlich oder ablehnend eingestellt kopieren die Kids das auch, was oft Ausdruck im zu tiefen Versumpfen jugendlicher Subkulturen findet.
Aus Joke und um mich zu lösen hatte ich auch ne Anarchophase...aber ne gemäßigte und war Punkerin, aber nebenher auch noch Leistungssportlerin und kunstinteressiert etc. und Drogen nie ein Thema für mich, da ich ein Umfeld hatte dass mir alles gab was ich brauchte. Meine Eltern zwar weniger, aber meine Freundinnen, Freunde, Bekannte, die Schule etc.
5. kindgerechte Behandlung, gleichberechtigter Umgang? Klare Rollenverteilung? Also Kinder die Kind sein dürften und Eltern die klar ihre Elternrolle ausfüllen?
6. individuelle Förderung der geistigen und köperlichen Fähigkeiten vorhanden? Wurden die Kids zu selbstkritischem und reflektivem Handeln erzogen, oder ist alles immer einfach so tralala gelaufen?
Drogen und Gewalt sind oft nur Hilfeschreie nach Aufmerksamkeit und ggü Eltern die sich ansonsten zu wenig kümmern und nur dann kümmern, wenn die Kids Mist machen...