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Jeder dritte Schüler ist depressiv

  • Starter*in Starter*in Don Camillo
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Wenn ich auf meine , bald endende, Schullaufbahn zurück blicke, dann kann ich bezeugen , dass die Schulen ein Kind an seine emotionalen Grenzen treiben kann.
Der Lernstoff kann teilweise hinterfragt werden und einzelne obligatorische Fächer wie Mathe oder Deutsch sind vielen ein Dorn im Auge , aber das ist nicht der rund für die depressiven Erkrankungen.

Das schlimmste was an den deutschen Schulen stattfindet , ist Mobbing und die Ignoranz der Lehrer , die seelenruhig die Augen vor diesem Problem verschließen.

Ich besuche gottseidank die Oberstufe , aber ich bemerke doch täglich, wie Kinder in der Unter-und Mittelstufe dem täglichen Spießrutenlauf ausgesetzt werden.
DAS ist das wesentliche Problem.
 
Entschuldige, wenn du dich jetzt angegriffen fühlen solltest, das ist nicht meine Absicht, aber dann warst du für ein Studium nicht geeignet. Für die meisten Studiengänge braucht man Mathematik oder die Fähigkeit, die der Matheunterricht vermitteln soll, nämlich logisches Denken. Wenn du meinst, dass das für dich nichts ist, dann ist es doch dein gutes Recht deine Ziele woanders zu stecken, wo es nicht so darauf ankommt. Was ich allerdings mehr als traurig finde ist, dass du offensichtlich aus falschen Motiven heraus deinen Kindern diesen Weg verbauen willst.

Auch möchte ich anmerken, dass es wohl kaum ein Problem des Lehrplans oder Lehrstoffs ist, wenn dich keiner bei deiner Schule unterstützt. So wie du das schilderst liegt das Problem eher an deinen Eltern und den Lehrern, die dich mit deinem schulischen Leistungsproblem allein gelassen haben!

Wie dein Nachposter auch schon sagte: ein noch größeres Problem liegt darin, dass man heute für jeden Pups ein Abitur braucht. Das ist in meinen Augen Quatsch. Das Gymnasium soll eigentlich aufs Studium vorbereiten, nicht auf Lehrberufe. Für die ist ein Gymnasiast auch schon wegen der fehlenden praktischen Erfahrung eigentlich völlig ungeeignet. Die "Abwertung" von Haupt- und Realschule ist scheinbar der Ideenlosigkeit derer geschuldet, die nicht mehr wissen, wohin sie mit schwer erziehbaren Jugendlichen sollen. Zumindest bekommt man so manches Mal den Eindruck, wenn man entsprechende Nachrichten liest. Ich finde es schade, denn so mancher Real- oder Hauptschüler hat in seinem Bereich mehr drauf, wenn er von der Schule abgeht, als ein Gymnasiast nach derselben Zeit.

Aber diese Einteilung in die drei Schulformen gibt es ja gerade wegen der unterschiedlichen Begabungen der Kinder. Der eine ist eher analytisch begabt, der andere eher handwerklich. Alle aufs Gymnasium zu schicken ist daher der größte Quatsch, den man sich ausdenken konnte.


Das stimmt so nicht. Und Logik kann nicht einfach eine Grundvoraussetzung sein, was tun dann alle Leute mi Dyskalkulie sollen die alle Wände streichen oder was? Was tun Legastheniker?

Ich wollte Dolmetscher werden und ins Ausland. Dafür hätte ich weder Mathe noch Biologie gebraucht. Was hab ich jetzt? Tja ich bin sowas wie Security, nicht unbedingt ein toller Job. Aber ich bin auch nicht unglücklich.

Trotzdem denke ich jeden Tag an den Traum, den ich hatte. Mein einziges Ziel war es, nach Südamerika zu gehen. Und als Dolmetscher, Pfarrer oder sonst etwas hätte ich diesen Abitur-Quatsch wirklich nicht gebraucht. Wer für ein Studium geeignet ist entscheidet das Abitur schon überhaupt nicht. Ich kenne Anwälte und sogar ein paar Ärzte die waren so schlecht in Mathe oder Deutsch, das kannst du dir nicht einmal ansatzweise vorstellen. Keine Ahnung wie die es geschafft haben. Da sie aber kein ,,Numerus Clausus" hatten gingen manche nach Österreich oder so. Da läuft das anders mit Medizinstudium.

Ich bin mir sicher, wenn ich nur das eine Fach (Mathematik) nicht gehabt hätte oder der Lehrer ein bisschen lockerer gewesen wäre, dann hätte ich heute ein anderes Leben. Damals war es auch noch nicht so, dass du einen super Abi-Durchschnitt haben musstest. Ich finde das die Schule die Macht hat, dass ganze Leben zu zerstören und das ist zuviel Macht.

Sie macht teilweise arme Jugendliche in dieser trostlosen scheiß auf Wirtschaft aufgebauten Gesellschaft kapput und desshalb werde ich von meinen Kindern fordern, dass sie nicht das Abitur machen.

Der Handwerker ist kein schlechter Beruf. Eine Lehre tut es leicht.

Was hatte ich den sonst für Chancen? Ich konnte nichts in Ausland. Und ja ich krieg ein bisschen im Jahr frei, aber ich kann mir nicht einmal einen längeren Aufenthalt in Südamerika leisten. Verstehst du, es ist alles verpockt.
 
Das stimmt so nicht. Und Logik kann nicht einfach eine Grundvoraussetzung sein, was tun dann alle Leute mi Dyskalkulie sollen die alle Wände streichen oder was? Was tun Legastheniker?

Bestimmt nicht studieren - und damit wären sie, so traurig es ist, ohne entsprechende Förderung auch auf einem Gymnasium nicht nur fehl am Platz sondern auch kreuzunglücklich. Warum sollte man sie auch mit diesen Anforderungen quälen, die sie unverschuldet niemals erfüllen können? Gegenfrage: würdest du dich bei einem Chirurgen unters Messer legen, der nicht mal den Diagnosezettel richtig lesen kann, weil man ihm das Studium dazu "geschenkt" hat, weil er für seine Leseschwäche nichts kann?

Ich wollte Dolmetscher werden und ins Ausland. Dafür hätte ich weder Mathe noch Biologie gebraucht. Was hab ich jetzt? Tja ich bin sowas wie Security, nicht unbedingt ein toller Job. Aber ich bin auch nicht unglücklich.

Vielleicht nicht unglücklich - aber sehr verbittert. Du findest alle anderen haben Schuld, du siehst nicht einmal die Möglichkeit, dass du vielleicht nicht für den erträumten Job ungeeignet warst. Gerade Dolmetscher müssen ein enormes geistiges Pensum leisten. Während einer Debatte im Europaparlament werden die Dolmetscher alle paar zig Minuten (glaube, es waren 30) ausgewechselt, weil die einfach fertig sind. Ohne entsprechende Förderung geht man da unter. Vor allem braucht man auch da ein enormes Allgemeinwissen - man sollte schon grob wissen, wovon man redet, wenn man übersetzt, sonst kommt nämlich nur Müll dabei raus (habe da Erfahrungen sammeln dürfen mit einer Simultanübersetzerin, die nicht mal in der Lage war ein Handbuch für ein Computerprogramm vernünftig ins Englische zu übersetzen, weil sie schlicht keine Ahnung von IT hatte).

Trotzdem denke ich jeden Tag an den Traum, den ich hatte. Mein einziges Ziel war es, nach Südamerika zu gehen. Und als Dolmetscher, Pfarrer oder sonst etwas hätte ich diesen Abitur-Quatsch wirklich nicht gebraucht. Wer für ein Studium geeignet ist entscheidet das Abitur schon überhaupt nicht. Ich kenne Anwälte und sogar ein paar Ärzte die waren so schlecht in Mathe oder Deutsch, das kannst du dir nicht einmal ansatzweise vorstellen. Keine Ahnung wie die es geschafft haben. Da sie aber kein ,,Numerus Clausus" hatten gingen manche nach Österreich oder so. Da läuft das anders mit Medizinstudium.

Ich kann mir erstens sehr gut vorstellen, wie schlecht man in Mathe sein kann. Ich hatte selber auf der Schule immer Fünfen und habe mich dann mit einer knappen Vier durchs Fachabitur gebissen. Zweitens zeigt gerade dein eigenes Beispiel mit den Anwälten, dass es auch mit wenig Begabung möglich ist, das gesteckte Ziel zu erreichen. Vielleicht waren sie dann, wie ich, im Studium besser in der für sie spezialisierten Mathematik?

Ich bin mir sicher, wenn ich nur das eine Fach (Mathematik) nicht gehabt hätte oder der Lehrer ein bisschen lockerer gewesen wäre, dann hätte ich heute ein anderes Leben. Damals war es auch noch nicht so, dass du einen super Abi-Durchschnitt haben musstest. Ich finde das die Schule die Macht hat, dass ganze Leben zu zerstören und das ist zuviel Macht.

Wenn es nicht Mathe gewesen wäre, wäre es ein anderes Fach gewesen, das dir nicht genehm wäre. Nebenbei bemerkt, wie willst du Sprachen verstehen, wenn du logisch betrachtet den Kern der Grammatik nicht verstehst? Auch Sprachen muss man begreifen. Was nicht heissen soll, dass mathematisches Verständnis für das Studium von Sprachen prädestiniert... ich habe so gar kein Gehör für Sprachen, weswegen ich auch kläglich an Latein gescheitert bin. Als Informatikerin aber weiss ich inzwischen, wie wichtig es sein kann, sich genau mit diesem Kontext auseinanderzusetzen, um die Syntax nahezu jeder beliebigen Computersprache schnell umsetzen zu können. So auf den ersten Blick hat das eine also mit dem anderen nix zu tun... aber hinterher ist man immer schlauer!

Sie macht teilweise arme Jugendliche in dieser trostlosen scheiß auf Wirtschaft aufgebauten Gesellschaft kapput und desshalb werde ich von meinen Kindern fordern, dass sie nicht das Abitur machen.

Das ist der ärmste Satz, den ich je von einem Familienvater gehört habe, tut mir leid. Du gehst mit der Brechstange davon aus, dass deine Kinder exakt genau dieselben Interessen und Begabungen haben, wie du. Und daher kann es ja auch gar nicht sein, dass sie mehr Chancen haben, das Abitur zu erlangen. Welch Logik. Ich hoffe, dass deine Frau dir da noch in die Parade fährt und deinen Kindern den freien Willen lässt, das zu tun, was sie tun wollen.

Der Handwerker ist kein schlechter Beruf. Eine Lehre tut es leicht.

Was hatte ich den sonst für Chancen? Ich konnte nichts in Ausland. Und ja ich krieg ein bisschen im Jahr frei, aber ich kann mir nicht einmal einen längeren Aufenthalt in Südamerika leisten. Verstehst du, es ist alles verpockt.

Ich verstehe durchaus, dass du verbittert bist. Du bist sogar zu recht verbittert. Allerdings suchst du die Schuld an der falschen Stelle. Und vor allem willst du deine Kinder unter dieser Verbitterung leiden lassen - und das finde ich mehr als falsch, das ist in meinen Augen ein vorsätzliches "Verbocken" ihres Lebens, denn als Individuen sollten sie selber entscheiden dürfen, was sie machen wollen! Nebenbei... ich verdiene nicht schlecht - aber einen Aufenthalt in Südamerika kann ich mir auch nicht leisten, von längerem Urlaub mal ganz zu schweigen! Ich glaube deine Verbitterung hat dir den Blick fürs Wesentliche und die Realität getrübt - das halte ich gerade in Hinsicht auf deine Kinder für sehr bedenklich!
 
Bestimmt nicht studieren - und damit wären sie, so traurig es ist, ohne entsprechende Förderung auch auf einem Gymnasium nicht nur fehl am Platz sondern auch kreuzunglücklich. Warum sollte man sie auch mit diesen Anforderungen quälen, die sie unverschuldet niemals erfüllen können? Gegenfrage: würdest du dich bei einem Chirurgen unters Messer legen, der nicht mal den Diagnosezettel richtig lesen kann, weil man ihm das Studium dazu "geschenkt" hat, weil er für seine Leseschwäche nichts kann?

Nein, aber ich bin davon überzeugt, dass ein Legastheniker, oder zumindest jemand mit Dyskalkulie große Chancen hätte. Manche Legastheniker sind echt gute Logiker. Und manche Menschen mit Dyskalkulie sind auf der anderen Seite super im Verständniss von sprachlicher Grammatik. Warum sollte man wegen einer Schwäche nie die Chancen bekommen, die Akademiker haben. Und erzähl mir jetzt nicht, dass man heutzutage mit einer Lehre noch gleich viel erreichen kann. Das trifft schon lange nicht mehr zu. Hohe Posten werden oft durch Leute mit akademischen Grad ersetzt. Ich frage mich wie Leute, wie Berlusconi das Studium geschafft haben?

Vielleicht nicht unglücklich - aber sehr verbittert. Du findest alle anderen haben Schuld, du siehst nicht einmal die Möglichkeit, dass du vielleicht nicht für den erträumten Job ungeeignet warst. Gerade Dolmetscher müssen ein enormes geistiges Pensum leisten. Während einer Debatte im Europaparlament werden die Dolmetscher alle paar zig Minuten (glaube, es waren 30) ausgewechselt, weil die einfach fertig sind. Ohne entsprechende Förderung geht man da unter. Vor allem braucht man auch da ein enormes Allgemeinwissen - man sollte schon grob wissen, wovon man redet, wenn man übersetzt, sonst kommt nämlich nur Müll dabei raus (habe da Erfahrungen sammeln dürfen mit einer Simultanübersetzerin, die nicht mal in der Lage war ein Handbuch für ein Computerprogramm vernünftig ins Englische zu übersetzen, weil sie schlicht keine Ahnung von IT hatte).

Da muss ich dich enttäuscht, ich liebte Latein. Ablativ, Vokativ, Dativ, Akkusativ, Genitiv. Ablativus Temporis usw., das war alles kein Problem für mich. Im Übersetzen war ich klasse und hatte damit auch das Gerücht aus dem Weg geräumt, dass nur Mathematiker in Latein gut sind wie oft behauptet wird. Meine Schwäche waren Naturwissenschaften. Nicht etwas, dass ich nicht Bruchrechnen konnte oder sowas, aber ich hatte manche alte Sachen nie verstanden und kannte mich dann in der höheren Mathematik garnicht mehr aus und verfiel in Streit mit Eltern, Lehrern. Ich war nie gut drauf, lernte viel aber umsonst.

Ich kann mir erstens sehr gut vorstellen, wie schlecht man in Mathe sein kann. Ich hatte selber auf der Schule immer Fünfen und habe mich dann mit einer knappen Vier durchs Fachabitur gebissen. Zweitens zeigt gerade dein eigenes Beispiel mit den Anwälten, dass es auch mit wenig Begabung möglich ist, das gesteckte Ziel zu erreichen. Vielleicht waren sie dann, wie ich, im Studium besser in der für sie spezialisierten Mathematik?

Das hätte, dann aber bei mir auch zutreffen können. Findest, dass ein einziger Mathematiklehrer das Recht hat zu entschieden wer für das Studium geeignet ist. An Fleiß fehlte es bei mir sicher nicht und ein Lateinstudium wäre kein Problem gewesen. Außerdem war ich auch in Englisch und Russisch nie schlecht. Ein kleines Problem in Deutsch (Aufsätze) und ein verdammt großes in Mathe haben alles ruiniert.


Wenn es nicht Mathe gewesen wäre, wäre es ein anderes Fach gewesen, das dir nicht genehm wäre. Nebenbei bemerkt, wie willst du Sprachen verstehen, wenn du logisch betrachtet den Kern der Grammatik nicht verstehst? Auch Sprachen muss man begreifen. Was nicht heissen soll, dass mathematisches Verständnis für das Studium von Sprachen prädestiniert... ich habe so gar kein Gehör für Sprachen, weswegen ich auch kläglich an Latein gescheitert bin. Als Informatikerin aber weiss ich inzwischen, wie wichtig es sein kann, sich genau mit diesem Kontext auseinanderzusetzen, um die Syntax nahezu jeder beliebigen Computersprache schnell umsetzen zu können. So auf den ersten Blick hat das eine also mit dem anderen nix zu tun... aber hinterher ist man immer schlauer!

Grammatikalisches Verständniss hatte ich. Mathe allein hat wie gesagt nicht über die Zukunft eines Menschen zu bestimmen. Ich habe mich mit dem Dolmetscher-Beruf befasst und ja Allgemeinbildung ist wichtig, aber auf der anderen Seite kann man sich als Dolmetscher auch ein kleinwenig überlegen wo man beruflich arbeiten möchte. Außerdem befassen sich viele Dolmetscher erst im Beruf mit den Themen, die sie vermitteln und nicht während des Studiums. Das kann man ja oft garnicht so im Vorhinein wissen.

Du warst schlecht in Mathe und bist Informatikerin? Soweit ich weis, hat das eine mit dem anderen aber schon was zu tun oder?



Das ist der ärmste Satz, den ich je von einem Familienvater gehört habe, tut mir leid. Du gehst mit der Brechstange davon aus, dass deine Kinder exakt genau dieselben Interessen und Begabungen haben, wie du. Und daher kann es ja auch gar nicht sein, dass sie mehr Chancen haben, das Abitur zu erlangen. Welch Logik. Ich hoffe, dass deine Frau dir da noch in die Parade fährt und deinen Kindern den freien Willen lässt, das zu tun, was sie tun wollen.

Nein ich gehe nicht davon aus. Es gibt viel Lehrberufe und sie können ja das Abitur machen. Aber nicht unter meinem Dach. Sie gehen ins Internet oder sie lassen es. Und sonst eine Lehre, dann können wir uns auch vielleicht gemeinsam mal eine Reise nach Südamerika leisten, weil ich ja dann nicht nur zu zweit (mit Frau) verdiene.

Ich verstehe durchaus, dass du verbittert bist. Du bist sogar zu recht verbittert. Allerdings suchst du die Schuld an der falschen Stelle. Und vor allem willst du deine Kinder unter dieser Verbitterung leiden lassen - und das finde ich mehr als falsch, das ist in meinen Augen ein vorsätzliches "Verbocken" ihres Lebens, denn als Individuen sollten sie selber entscheiden dürfen, was sie machen wollen! Nebenbei... ich verdiene nicht schlecht - aber einen Aufenthalt in Südamerika kann ich mir auch nicht leisten, von längerem Urlaub mal ganz zu schweigen! Ich glaube deine Verbitterung hat dir den Blick fürs Wesentliche und die Realität getrübt - das halte ich gerade in Hinsicht auf deine Kinder für sehr bedenklich!

Ja aber ich kenne fast nur Studenten oder Leute mit Abitur die mal auf Mission waren oder Auslandsjahre verbracht haben. Das wäre mein Traum gewesen. Ich habe jetzt aber weder die Zeit noch das Geld und auch im Fernsehen werden ja nur Akademiker gezeigt, wenn aus dem Ausland was in den Nachrichten oder sonst wo gebracht wird. Das zeigt doch wohl sehr, dass man mit akademischem Beruf vielmehr Chancen hat ins Ausland zu kommen.
 
Entschuldige, wenn ich das jetzt mal so sage, aber dein Verhalten in dieser Diskussion zeigt genau die Unreife, die vermutlich dazu geführt hat, dass du nicht soweit gekommen bist, wie du gerne gewollt hast. Das Abitur ist eine Reifeprüfung, zu dessen Bestehen bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein müssen. Ein Abitur, das praktisch jeder bekommen kann, der nur irgendwie irgendwo begabt ist (das ist jeder Mensch auf die eine oder andere Weise) ist wertlos. Ein Studium verlangt ständig, sich unbekannte Inhalte selber anzueignen. Sei es, dass man sich Hilfe sucht oder dass man es sich eben selber beibringt. Du hast recht, dass Informatik ein mathelastiges Studium ist, letztlich konnte ich mich auch im Studium auf eine gute Mathenote hocharbeiten. Ich habe das Gymnasium sogar wegen Latein, Mathe und Physik abbrechen müssen (was nicht zuletzt auch hauptsächlich was mit einem Mobbingproblem zu tun hatte). Ich habe dann über den zweiten Bildungsweg mein Fachabitur gemacht, weil ich Informatik studieren wollte. Da ich gesundheitlich durch das Mobbing massiv geschädigt war, war ich immer die unbeliebte Schülerin bei den Lehrern, weil ständig krank - da war nix mit Liebkind machen, im Gegenteil, ich hatte mit heftigen Repressalien zu kämpfen (ich musste mir Dinge anhören wie "Die Oma stirbt ja nur einmal" und "als mein Hund gestorben ist, war ich auch traurig", als ich einen Tag frei haben wollte, um zur Beerdigung meiner Oma nach Norddeutschland fahren zu können). Es war verdammt schwer, weil meine Eltern mir auch nicht helfen konnten - die hatten auch nicht die entsprechenden Abschlüsse und nicht das Geld mir Nachhilfe zu finanzieren. Trotzdem habe ich es mit wirklich harter Arbeit, die mich manchesmal an die Grenzen der Verzweiflung und der Leistungsfähigkeit gebracht hat, geschafft. Selbst wenn es nicht so gewesen wäre, würde ich niemals auf die Idee kommen meiner Tochter vorzuschreiben, welchen Bildungsweg sie einschlagen soll. Ich würde mich freuen, wenn sie den Ehrgeiz besäße es mit dem Abitur zu versuchen und sie nach besten Kräften dabei unterstützen, IHREN Lebenstraum wahr machen zu können. Wenn sie lieber auf die Realschule möchte oder eine Lehre anstrebt, werde ich sie genauso nach Kräften unterstützen. Mir ist es nämlich wichtig, dass sie für ihr Leben das schafft, was sie sich vorgenommen hat und dass sie dabei von mir und meinem Mann die Unterstützung bekommt, die sie braucht. Dass du eigensinnig darauf beharrst, dass deine Kinder das nicht nötig haben zeigt einmal mehr, wie unreif du bist. Es ist weder in Stein gemeisselt, dass deine Kinder dieselbe Erfahrung machen müssen noch, dass sie genauso scheitern wie du. Du hast nicht mal ansatzweise begriffen, woran das Schulsystem krankt. Ich frage mich gerade spontan, wie du dir das vorstellst... nach deiner Vorstellung sollen wohl alle Mathelehrer der Nation jede Mathearbeit bewerten. Wie soll das wohl bewerkstelligt werden? Ich habe in Bayern mein Fachabi gemacht - ich kann dir sogar sagen, wie beschissen ein zentrales Abitur ist! Da bist du wirklich auf Gedeih und Verderb dem Lehrer ausgeliefert, dass er auch ja den Stoff dran bringt, der notwendig ist.

Du jammerst deinem Lebenstraum hinterher und anstatt dafür Sorge zu tragen, dass es deinen Kindern besser geht, legst du ihnen noch größere Steine in den Weg, frei nach dem Motto "was ich nicht geschafft habe, braucht ihr erst recht nicht zu schaffen". Und anstatt einem Urlaub in Südamerika hinterher zu jammern, könntest du dich auch immer noch daran machen, deinen Lebenstraum zu verwirklichen. Es gibt genug Angebot im Bereich Erwachsenenbildung. Aber ich wette du findest tausend Ausreden, warum das jetzt nicht mehr möglich ist. Entschuldige, aber das beeindruckt mich überhaupt nicht.
 
Entschuldige, wenn ich das jetzt mal so sage, aber dein Verhalten in dieser Diskussion zeigt genau die Unreife, die vermutlich dazu geführt hat, dass du nicht soweit gekommen bist, wie du gerne gewollt hast. Das Abitur ist eine Reifeprüfung, zu dessen Bestehen bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein müssen. Ein Abitur, das praktisch jeder bekommen kann, der nur irgendwie irgendwo begabt ist (das ist jeder Mensch auf die eine oder andere Weise) ist wertlos. Ein Studium verlangt ständig, sich unbekannte Inhalte selber anzueignen. Sei es, dass man sich Hilfe sucht oder dass man es sich eben selber beibringt. Du hast recht, dass Informatik ein mathelastiges Studium ist, letztlich konnte ich mich auch im Studium auf eine gute Mathenote hocharbeiten. Ich habe das Gymnasium sogar wegen Latein, Mathe und Physik abbrechen müssen (was nicht zuletzt auch hauptsächlich was mit einem Mobbingproblem zu tun hatte). Ich habe dann über den zweiten Bildungsweg mein Fachabitur gemacht, weil ich Informatik studieren wollte. Da ich gesundheitlich durch das Mobbing massiv geschädigt war, war ich immer die unbeliebte Schülerin bei den Lehrern, weil ständig krank - da war nix mit Liebkind machen, im Gegenteil, ich hatte mit heftigen Repressalien zu kämpfen (ich musste mir Dinge anhören wie "Die Oma stirbt ja nur einmal" und "als mein Hund gestorben ist, war ich auch traurig", als ich einen Tag frei haben wollte, um zur Beerdigung meiner Oma nach Norddeutschland fahren zu können). Es war verdammt schwer, weil meine Eltern mir auch nicht helfen konnten - die hatten auch nicht die entsprechenden Abschlüsse und nicht das Geld mir Nachhilfe zu finanzieren. Trotzdem habe ich es mit wirklich harter Arbeit, die mich manchesmal an die Grenzen der Verzweiflung und der Leistungsfähigkeit gebracht hat, geschafft. Selbst wenn es nicht so gewesen wäre, würde ich niemals auf die Idee kommen meiner Tochter vorzuschreiben, welchen Bildungsweg sie einschlagen soll. Ich würde mich freuen, wenn sie den Ehrgeiz besäße es mit dem Abitur zu versuchen und sie nach besten Kräften dabei unterstützen, IHREN Lebenstraum wahr machen zu können. Wenn sie lieber auf die Realschule möchte oder eine Lehre anstrebt, werde ich sie genauso nach Kräften unterstützen. Mir ist es nämlich wichtig, dass sie für ihr Leben das schafft, was sie sich vorgenommen hat und dass sie dabei von mir und meinem Mann die Unterstützung bekommt, die sie braucht. Dass du eigensinnig darauf beharrst, dass deine Kinder das nicht nötig haben zeigt einmal mehr, wie unreif du bist. Es ist weder in Stein gemeisselt, dass deine Kinder dieselbe Erfahrung machen müssen noch, dass sie genauso scheitern wie du. Du hast nicht mal ansatzweise begriffen, woran das Schulsystem krankt. Ich frage mich gerade spontan, wie du dir das vorstellst... nach deiner Vorstellung sollen wohl alle Mathelehrer der Nation jede Mathearbeit bewerten. Wie soll das wohl bewerkstelligt werden? Ich habe in Bayern mein Fachabi gemacht - ich kann dir sogar sagen, wie beschissen ein zentrales Abitur ist! Da bist du wirklich auf Gedeih und Verderb dem Lehrer ausgeliefert, dass er auch ja den Stoff dran bringt, der notwendig ist.

Du jammerst deinem Lebenstraum hinterher und anstatt dafür Sorge zu tragen, dass es deinen Kindern besser geht, legst du ihnen noch größere Steine in den Weg, frei nach dem Motto "was ich nicht geschafft habe, braucht ihr erst recht nicht zu schaffen". Und anstatt einem Urlaub in Südamerika hinterher zu jammern, könntest du dich auch immer noch daran machen, deinen Lebenstraum zu verwirklichen. Es gibt genug Angebot im Bereich Erwachsenenbildung. Aber ich wette du findest tausend Ausreden, warum das jetzt nicht mehr möglich ist. Entschuldige, aber das beeindruckt mich überhaupt nicht.


Du hast mich als Schüler nicht erlebt. Ich wollte am Schluss aufallen, weil dich sowieso ein Versager war. Bis auf Latein und Englisch brachte ich nichts auf die Reihe. Die anderen Schüler waren sportlich, ich war es nicht. Sie waren gut in allen Fächern, ich war es nicht. Sie hatten Geschwister in ihrem Alter, ich nicht. Sie hatten am Nachmittag was besseres zu tun, als sinnlos zu lernen oder zu heulen, ich nicht. Ist dir klar, wie krank mich die Schule gemacht hat. Ich hab mit den Eltern gestritten, ihnen versprechen im nächsten Jahr würde alles besser werden, nie konnte ich es einhalten. Ich bin mit diesem System deswegen nicht zufrieden, weil ich allen scheißegal war, auser meiner Familie. Meine Eltern hätten sich wegen mir fast scheiden lassen, kannst du dir das vorstellen. Mein Bruder war ein Alk und 9 Jahre älter. Alles änderte sich erst, dann als ich arbeiten ging. Traurig aber wahr, dann war ich abends müde, es gab keinen Streit und kein lernen. Vielleicht kannst du, das nicht verstehen, aber ich mache das aus Protest. Ich hätte zumindest einen einzigen Erfolg im Leben verdient, zumindest in der Schule. Ich hatte mich so gefreut als ich von der Grundschule ins Gymi kam, ich wusste nicht, dass das der größte Fehler meines Lebens war. Ich mag unreif sein, aber ich habe auch meine Gründe so zu denken. Südamerika, gefiel mir immer schon. Ihre Mentalität, ihre Geschichte und ihre Hochkulturen. Das war das einzige, worauf ich micht als Kind freute. Auf sonst nichts.
 
Wunder das jemanden.

Natürlich sind wir depressiv. Individualität gibt es nichtmehr. Unser Schulsystem beruht mehr auf Gleichschaltung wie unter den Kommunisten und Nazis. Nur passiert das diesesmal nicht im Namen des Sozialismus, Nationalismus sondern für die Wirtschaft.

Wehe ein Kind dient nicht der Wirtschaft. Oder wehe einer von uns Schülern ist anders als es Staat und Schule voraussetzen. Ich bewundere jeden der sich dagegen wehrt und erst garnicht arbeiten geht.
 
Du hast mich als Schüler nicht erlebt. Ich wollte am Schluss aufallen, weil dich sowieso ein Versager war. Bis auf Latein und Englisch brachte ich nichts auf die Reihe. Die anderen Schüler waren sportlich, ich war es nicht. Sie waren gut in allen Fächern, ich war es nicht. Sie hatten Geschwister in ihrem Alter, ich nicht. Sie hatten am Nachmittag was besseres zu tun, als sinnlos zu lernen oder zu heulen, ich nicht. Ist dir klar, wie krank mich die Schule gemacht hat. Ich hab mit den Eltern gestritten, ihnen versprechen im nächsten Jahr würde alles besser werden, nie konnte ich es einhalten. Ich bin mit diesem System deswegen nicht zufrieden, weil ich allen scheißegal war, auser meiner Familie. Meine Eltern hätten sich wegen mir fast scheiden lassen, kannst du dir das vorstellen. Mein Bruder war ein Alk und 9 Jahre älter. Alles änderte sich erst, dann als ich arbeiten ging. Traurig aber wahr, dann war ich abends müde, es gab keinen Streit und kein lernen. Vielleicht kannst du, das nicht verstehen, aber ich mache das aus Protest. Ich hätte zumindest einen einzigen Erfolg im Leben verdient, zumindest in der Schule. Ich hatte mich so gefreut als ich von der Grundschule ins Gymi kam, ich wusste nicht, dass das der größte Fehler meines Lebens war. Ich mag unreif sein, aber ich habe auch meine Gründe so zu denken. Südamerika, gefiel mir immer schon. Ihre Mentalität, ihre Geschichte und ihre Hochkulturen. Das war das einzige, worauf ich micht als Kind freute. Auf sonst nichts.

Ich sagte ja schon: du warst unglücklich, weil du für das Gymnasium nicht geeignet warst und das offensichtlich niemandem aufgefallen ist. Dein Vorwurf müsste denen gelten, die dich damit allein gelassen haben - das waren deine Eltern und die Lehrer. Das hat aber mit dem Schulsystem nichts zu tun. Du magst glauben, dass du deine Gründe hast - das gibt dir aber noch lange nicht das Recht mit deinen Kindern noch schlimmer zu verfahren. Du hast die verdammte Pflicht deine Kinder zu unterstützen, sie auf IHR Leben vorzubereiten. Du darfst verbittert sein, aber nur, weil die Gleichmacherei eben in genau solchen Fällen endet. Wenn man die Anforderungen für die Aufnahme in höhere Schulen immer weiter runterschraubt, um jedem die "Chance" zu geben, sei er geeignet oder nicht, wird es auch immer mehr Kinder geben, die kläglich scheitern, weil sie späterhin schlicht überfordert sind. An deinem Beispiel merke ich erst, wie fatal das wirklich ist. Das ganze System gibt dir das Gefühl, ein Versager zu sein - was so mit Sicherheit nicht stimmt - anstatt dich da abzuholen, wo du mit deinen Leistungen gestanden hast.

Wie mein Vorposter schon schrieb: alle werden gleichgeschaltet. Die einen wundern sich, warum sie für einen Lehrberuf ein Abitur brauchen, die anderen staunen, weil ihr Abitur nichts mehr wert ist - aber Hauptsache alle können es versuchen. Das Gymnasium als Experiment der großen Potentialvernichtung und Energieverheizung - und die Hauptschule dient als Auffangbecken für alle anderen - individuelle, spezielle Förderung einer Sonderschule widerspricht ja dem Grundsatz der Gleichmacherei. Ich frage mich, was daran noch human sein soll.
 
Ich sagte ja schon: du warst unglücklich, weil du für das Gymnasium nicht geeignet warst und das offensichtlich niemandem aufgefallen ist. Dein Vorwurf müsste denen gelten, die dich damit allein gelassen haben - das waren deine Eltern und die Lehrer. Das hat aber mit dem Schulsystem nichts zu tun. Du magst glauben, dass du deine Gründe hast - das gibt dir aber noch lange nicht das Recht mit deinen Kindern noch schlimmer zu verfahren. Du hast die verdammte Pflicht deine Kinder zu unterstützen, sie auf IHR Leben vorzubereiten. Du darfst verbittert sein, aber nur, weil die Gleichmacherei eben in genau solchen Fällen endet. Wenn man die Anforderungen für die Aufnahme in höhere Schulen immer weiter runterschraubt, um jedem die "Chance" zu geben, sei er geeignet oder nicht, wird es auch immer mehr Kinder geben, die kläglich scheitern, weil sie späterhin schlicht überfordert sind. An deinem Beispiel merke ich erst, wie fatal das wirklich ist. Das ganze System gibt dir das Gefühl, ein Versager zu sein - was so mit Sicherheit nicht stimmt - anstatt dich da abzuholen, wo du mit deinen Leistungen gestanden hast.

Wie mein Vorposter schon schrieb: alle werden gleichgeschaltet. Die einen wundern sich, warum sie für einen Lehrberuf ein Abitur brauchen, die anderen staunen, weil ihr Abitur nichts mehr wert ist - aber Hauptsache alle können es versuchen. Das Gymnasium als Experiment der großen Potentialvernichtung und Energieverheizung - und die Hauptschule dient als Auffangbecken für alle anderen - individuelle, spezielle Förderung einer Sonderschule widerspricht ja dem Grundsatz der Gleichmacherei. Ich frage mich, was daran noch human sein soll.


Tja da kann ich auch nichts machen. Ich bin davon überzeugt, dann meine Kinder für den Lehrberuf geboren sind. Ob sie das wollen? Naja sie dürfen entscheiden welchen. Und aufs Gymi dürfen sie auch, aber dan ziehen sie aus oder gehen ins Internat. Damit will ich nicht mehr konfrontiert werden.

So ist das.
 
Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Ich hoffe deine Frau hat mehr gesunden Menschenverstand und den Mumm dir den Kopf diesbezüglich zu waschen. Bei dir ist das ja schon fast krankhaft. Nebebei bemerkt du hast gar nicht das Recht, deinen Kindern so ins Leben zu pfuschen - das sind Menschen, nicht deine Puppen, die du in kindischer Manier für das leiden lassen kannst, was dir zugestoßen ist. Du hast die Kinder nicht verdient - wozu hast du überhaupt welche, wenn du nicht das beste für sie und ihre Zukunft willst - Statussymbol? Du hast doch nur Angst, dass sie schaffen könnten, was du nicht geschafft hast und dass sie dann auf dich herabsehen - arm. Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen - ich hoffe deine Kinder finden Hilfe sich gegen deinen Wahn zu wehren.
 
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