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Jeder dritte Schüler ist depressiv

  • Starter*in Starter*in Don Camillo
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D

Don Camillo

Gast
Nach einer Studie der Uni Lüneburg, die im Auftrag der DAK erstellt wurde, leidet jeder dritte Schüler an einer depressiven Verstimmung!

24 % der Schüler gaben an, einfach nur da zu siitzen und nichts tun zu wollen. Jeder zehnte Schüler sagt: "Kein Mensch versteht mich".

Haupt- und Realschüler sind mehr betroffen als Gymnasiasten.

Der Anteil der Schüler mit depressiven Stimmung steigt mit dem Alter.

Es wurden 6000 Jungen und Mächchen zwischen elf und 18 in sieben Bundesländern befragt.

Unsere Schüler werden allein gelassen und allenfalls verwaltet. Mobbing wird hingenommen. Werte wie Fairness und Anstand werden nicht beigebracht. Eher spiegelt die Schule die kapitalistischen Strukturen einer Leistungsgesellschaft wieder, der es nur um Geld, Macht, Sex, Fressen, Autofahren und Wohlleben geht. Der Sinn des Lebens wird belächelt. Und so sterben jeden Tag Schüler den kleinen Tod oder den wirklichen SchülerSuizid. Armes, seelenloses Deutschland!
 
Werte wie Fairness und Anstand werden nicht beigebracht. Eher spiegelt die Schule die kapitalistischen Strukturen einer Leistungsgesellschaft wieder, der es nur um Geld, Macht, Sex, Fressen, Autofahren und Wohlleben geht. Der Sinn des Lebens wird belächelt. Und so sterben jeden Tag Schüler den kleinen Tod oder den wirklichen SchülerSuizid. Armes, seelenloses Deutschland!
Genauso treffen diese Worte auf viele Arbeitnehmer zu! Kapitalismus ist das größte Verbrechen, was der Menschheit und der Natur angetan wird, weil dadurch sämtliche menschlichen Werte verloren gehen. Man braucht sich ja bloß unsere verkommene, gespaltene Gesellschaft ansehen, die durch die verfluchte Raffgier kaputt gegangen ist!
 
Ich kann nimmer, jetzt braucht man sogar schon Studien um das zu erkennen? 😉
Klasse Leistung! Sieht man ja wozu der Leistungsdruck dienlich ist.

Er trübt den Blick auf's Wesentliche!

Normalerweise müsste man nur die Augen aufmachen, um das zu erkennen!

Aber wer will denn schon was ändern?
Und was könnte man denn überhaupt noch ändern?

Wir sind schon alle so verroht, gedrillt, und vom System programmiert,
dass WIR dem System dienen, obwohl es UMGEKEHRT sein müsste.

Seit Jahren verkünde ich den selben leidigen Sch... und schaue dabei zu, wie sich die Menschen hetzen. Zum Glück kann ich einigermassen unabhängig leben, den Kapitalismus geniessend. Aber hin und wieder schreibe ich was in irgendwelche Foren, sogar hier drehen sich fast alle meine Beiträge um eben diesen Dauerbrenner.

Und dann kommen sie mit irgendwelchen Studien, auf denen dann bestimmt ganz kluge, ausgefeilte Lösungsvorschläge für mehr Zufriedenheit und Glücklichkeit der Menschen präsentiert werden, ohne aber das System in Frage zu stellen, selbstverständlich.

Hetzen wir uns also alle weiter zu Tode, was soll's.
 
Genauso treffen diese Worte auf viele Arbeitnehmer zu! Kapitalismus ist das größte Verbrechen, was der Menschheit und der Natur angetan wird, weil dadurch sämtliche menschlichen Werte verloren gehen. Man braucht sich ja bloß unsere verkommene, gespaltene Gesellschaft ansehen, die durch die verfluchte Raffgier kaputt gegangen ist!

Fragt sich nur, wie die Alternativen aussehen?
Die vormoderne, bäuerliche Subsistenzwirtschaft z.B. würde nicht realisiebar sein.
Der Kommunismus, den man aus der SU oder DDR kennt, der formal eigentlich kein Kommunismus sondern eine Abwandlung des Sozialismus war, ist auch nicht wirklich das Nonplusultra.
Dann haben wir sowas wie die Allmendenwirtschaft aus den mittelalterlichen England. Aber die Tragik der Allmende sollte ja bekannt sein - auch das ist kein vernünftiges System.
Ein wirklich gutes Gesellschaftssystem gibt es noch nicht als Alternative.
Im Ansatz wäre der Kapitalismus gar nicht so schlecht, wenn man es irgendwie schaffen würde, ethnische Mindesstandards im kapitalistischen System zu etablieren. Die Frage ist nur: Wie ist so eine Etablierung möglich, in einer Gesellschaft, die keine Werte mehr kennt und in der sich eigentlich alle kritisch gegenüberstehen und versuchen für sich das Maximum rauszuholen?
 
Auf der Grundlage und Erfahrungen der Vergangenheit, liesse sich bestimmt ein gutes, zukunftsfähigeres Gesellschaftsmodell entwickeln. Was noch nicht gedacht wurde, kann ja noch gedacht werden. Wir hätten heute auch viel mehr Möglichkeiten zur Realisierung, als zu Urgroßvaters Zeiten. Dazu müssten aber auch alle bereit sein (worauf man sehr wahrscheinlich lange warten kann).

Die grössten Probleme:

Effizienz. Weil der Kapitalismus wirtschaftlich so effizient ist, bleibt der Mensch vermehrt auf der Strecke, macht uns zum Instrument (nicht nur Arme, auch Reiche können 'arme Schweine' sein). Warum macht dieses 'Schneller, Höher, Weiter' nur wenige Menschen wirklich glücklich? Es ist wirtschaftlich vernünftig, aber zwischenmenschlich viel zu unvernünftig.

Wachstumszwang. Das verheerende Schneeballprinzip, das immer nur mehr Wohlstand für eine Minderheit auf Kosten der Mehrheit generiert, und die Tendenz zur Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

Teilweise moralisch anstössige Arbeitsverhältnisse. Darüber lässt sich natürlich streiten, ich persönlich finde es nicht okay so wie es abläuft, aber bekanntlich gibt es kein richtiges Leben im falschen, und ich glaube auch nicht, dass universelle Gerechtigkeit zu ermöglichen ist, wir müssen es also hinnehmemen, dass es Hierarchien und Unterschiede in der Eigentumsverteilung gibt, zumindest solange wir dem Eigentum mehr Wert beimessen als dem Menschen.

Man muss sich auch fragen, wie gravierend Vermögensunterschiede sein dürfen, und ob es sich die Länder auf dem Stand der grossen Industrie weiterhin erlauben dürfen, Geringverdiener zu belasten und Spitzenverdiener zu entlasten.
 
Auf der Grundlage und Erfahrungen der Vergangenheit, liesse sich bestimmt ein gutes, zukunftsfähigeres Gesellschaftsmodell entwickeln. Was noch nicht gedacht wurde, kann ja noch gedacht werden. Wir hätten heute auch viel mehr Möglichkeiten zur Realisierung, als zu Urgroßvaters Zeiten. Dazu müssten aber auch alle bereit sein (worauf man sehr wahrscheinlich lange warten kann).

Die grössten Probleme:

Effizienz. Weil der Kapitalismus wirtschaftlich so effizient ist, bleibt der Mensch vermehrt auf der Strecke, macht uns zum Instrument (nicht nur Arme, auch Reiche können 'arme Schweine' sein). Warum macht dieses 'Schneller, Höher, Weiter' nur wenige Menschen wirklich glücklich? Es ist wirtschaftlich vernünftig, aber zwischenmenschlich viel zu unvernünftig.

Wachstumszwang. Das verheerende Schneeballprinzip, das immer nur mehr Wohlstand für eine Minderheit auf Kosten der Mehrheit generiert, und die Tendenz zur Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

Teilweise moralisch anstössige Arbeitsverhältnisse. Darüber lässt sich natürlich streiten, ich persönlich finde es nicht okay so wie es abläuft, aber bekanntlich gibt es kein richtiges Leben im falschen, und ich glaube auch nicht, dass universelle Gerechtigkeit zu ermöglichen ist, wir müssen es also hinnehmemen, dass es Hierarchien und Unterschiede in der Eigentumsverteilung gibt, zumindest solange wir dem Eigentum mehr Wert beimessen als dem Menschen.

Man muss sich auch fragen, wie gravierend Vermögensunterschiede sein dürfen, und ob es sich die Länder auf dem Stand der grossen Industrie weiterhin erlauben dürfen, Geringverdiener zu belasten und Spitzenverdiener zu entlasten.
Ich glaube, Du hast einiges richtig erkannt. Nichts gegen Reiche, aber "Eigentum verpflichtet" wie es sehr richtig in unserem Grundgesetz heißt. Leider hält sich niemand - auch unsere Hernn Politiker - an das Grundgesetz. Daher ist in mancherlei Hinsicht Robin Hood angesagt.
 
Der Kommunismus, den man aus der SU oder DDR kennt, der formal eigentlich kein Kommunismus sondern eine Abwandlung des Sozialismus war, ist auch nicht wirklich das Nonplusultra.
Tja, das es der Kommunismus nicht bringt, weiß ich noch aus meiner Zeit mit Peppone.

Der wahren Staatsform muss es um die Wahrnehmung der Rechte der Menschheit in unserer eigenen Person gehen. Zweck des Staats ist die Verwirklichung des Rechts.
 
Ich glaube, Du hast einiges richtig erkannt. Nichts gegen Reiche, aber "Eigentum verpflichtet" wie es sehr richtig in unserem Grundgesetz heißt. Leider hält sich niemand - auch unsere Hernn Politiker - an das Grundgesetz. Daher ist in mancherlei Hinsicht Robin Hood angesagt.

Na für die meisten Leute bin ich mit meiner Linkslastigkeit eh schon einer von den ollen Robin Hood's, die ihnen ihr Eigentum streitig machen wollen, aber ich zeige eigentlich nur gerne auf, wie verhängnisvoll die Fixierung auf materiellen Reichtum ist.

Man braucht ja eigentlich auch kein Genie sein, um das zu erkennen.

Wenn die Welt die Prioritäten nicht neu setzt, wird es halt irgendwann eng, man denke nur an China und andere, die erst einmal so richtig Blut geleckt haben, und denen man es schlecht verübeln kann, dass sie einem gehobenen Lebensstandart nacheifern.
 
Ich bin selber Schüler, aslo kann ich das beurteilen.

Auch, wenn wir im Gegensatz zu den Asiaten noch ein ziemlich lockeres Schulsystem haben, verstehe ich die Studie gut.

Ich leide selber darunter und ich glaube auch den Grund zu kennen.

Bei mir ist es das Gefühl ohne Abschluss und gute Noten nichts zu sein. Meine Familie will, dass ich Abitur mache und dann studiere, es ist so traurig, dass das zum Standard geworden ist. Es gibt nur diese zwei Wege Abitur oder Lehre. Wer bei den zwei Sachen nicht mitspielt, ja der geht als Hilfsarbeiter. Aber wer fragt uns Schüler nach unseren Interessen. Ich weis vermutlich mehr als der Geschichte-Lehrer über manche Länder bescheid und mag Geografie sehr, aber naja das bringt mir nicht viel.

Wir sollten alle gleich sein, alle diesselbe Prüfung machen, alle studieren. Wer da nicht mitspielt ist nichts.
Ja vielleicht bin ich auch ein wenig faul, aber wenn wundert das. Ich gebe es zu, ja ich zeichne lieber Mangas oder treff mich mit Freunden, oder beschäftige mich mit Dingen, die ja gerade druch den technischen Fortschritt enstanden sind. Ein Schüler aus der HTL sagt zu mir, warum manche lieber PS 3 spielen als die wichtigen HTL Fächer zu lernen. Dann sage, ich deine Schule ist doch auf Technik spezialisiert, das heißt genauer genommen, ihr trägt dazu bei, dass solche Geräte wie die PS3 von Firmen wie Sony hergestellt werden. Das ist doch alles Technik, warum beschweren die sich dann. Ja wir sind Kinder und wir haben nicht alle die nötige Disziplin und sollte man so anfangen wie in Asien, tja das ist auch Kindesmisshandlung. Oder denkt ihr, dass diese Kinder glücklich sind. Vielleicht sollten wir uns was von den Brassilianern abschauen oder besser nicht.,

Ich weis es nicht, aber es liegt nicht an den Kindern, sondern am System. Und die Talente der Kinder, die interessieren keinen, sonst gäbe es keine allgemeinen Reife-Prüfungen, weil es keine Allgemeinen Kinder gibt, verdammt wir sind verschieden, aber das will niemand einsehen.
 
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