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Ist man nur noch mit abitur was wert?

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Ich denke, das Phänomen hat seine Ursachen genau da, wo auch die Probleme mit der Pisa-Studie liegen. Man hat jahrelang die Leistungserwartungen immer weiter runtergeschraubt, immer weiter den schlechtesten Schülern angepasst, weil es sozial ist. Im Endeffekt macht nun jeder das Abi, ob geeignet oder nicht. An diesen (falschen) Trend hat sich der Lehrstellenmarkt angepasst. Ich bin mir sicher, dass auch in der Realschule ein Haufen Leute sitzen, die einen 3,0-Schnitt oder besser am Gymmi schaffen können. Umgekehrt gibt es sicherlich einen Haufen Leute am Gymmi, die besser an der Realschule aufgehoben wären.

Die Frage ist doch, ob man bereit ist, das Gymnasium wieder als Eliteschule zu akzeptieren, deren Abgänger ausnahmslos studieren gehen wollen. In dem Fall darf man sich dann aber auch nicht über harte Aufnahme- und Aussieb-Bedingungen beschweren. Solange jeder aufs Gymnasium geht, weil der Abschluss besser bei einer Bewerbung aussieht, wird das Problem mit den Lehrstellen-Anforderungen wohl eher noch schlimmer, als besser.
 
@fresh: woher willst du wissen, welchen abschluss ich habe? habe das abitur auch nachholen müssen, um das studieren zu können, was ich später machen wollte. auch ich habe den spott von denen gehört, die das abi am gymnasium gemacht haben. aber anstatt mich hinzustellen und gegen alles und jeden zu wettern, habe ich mich auf den hosenboden gesetzt und mich schlau gemacht, wie ich mein ziel trotzdem noch erreichen kann. und genau das würde ich dem te auch raten.


Ich wusste nicht was für einen Schulabschluss du hast. Ich habe nur gesagt, das du wie einer schreibst, der es hat. Aber ist ja auch egal oder? Ich hab nur gemeint, dass man das was du da gesagt hast relativieren muss an manchen Stellen und das du deinen Rat etwas motivierender formulieren hättest können.
 
Das macht auch Sinn, da besonders in den Naturwissenschaften in den 2-3 Jahren tiefer gehender Stoff gelehrt wird, auf den dann in den ersten Semestern aufgebaut wird. Besonders zu erwähnen sei hier Mathematik und Physik, welche in fast jeder Studienrichtung sehr wichtig sind und Grundlagenwissen für die eigentlichen Schwerpunkte des wissenschaftlichen Studiums darstellen.

Der Inhalt dieser Aussage ist absoluter Quark und zu 100% falsch!

Leider, leider kann man da nur zu sagen 🙁
Prinzipiell war es mal so gedacht, aber gut gemeint ist nicht gut gemacht :mad:

Die Mathematik und Physik im Abitur ist unwichtig für einen Mathematik, oder Physikstudiengang, denn sie wird nicht gelehrt! Das was man wissen muss wenn man zu studieren beginnt ist die Algebra bis zur 8. Klasse!

Ich sage und dazu stehe ich, ein guter Achtklässler eines Gymnasiums oder ein Abiturient. Keinen Unterschied wenn man Mathematik/Physik studiert!
 
Wie kommst du zu deiner Meinung? Achtklässler/Abiturient ist das gleiche?

Kann ja sein, dass du Mathematikprofessor bist und deswegen voll die Ahnung hast, aber für mich hört sich das leicht komisch an.
 
Wie kommst du zu deiner Meinung? Achtklässler/Abiturient ist das gleiche?

Kann ja sein, dass du Mathematikprofessor bist und deswegen voll die Ahnung hast, aber für mich hört sich das leicht komisch an.

Nein, ich bin kein Prof. *lach* aber promoviere derzeit in Physik. Wie ich dazu komme erkläre ich dir gerne. Viele, ich geh mal weiter, alle Menschen die nicht eine Wissenschaft studiert haben wissen nicht wie Wissenschaft funktioniert und was der Inhalt der ersten Semester des Studiums ist.
Im Abitur lernt man ein paar Fähigkeiten, kein Verständnis!, die man unteranderem in der Physik braucht. Fakt ist aber:

Wenn man Physik studiert dann belegt man vier Vorlesungen am Anfang, wenn man es richtig macht:

1. Analysis, 2. Lineare Algebra, 3. Experimentalphysik I. 4. Einführung in die Methoden der Theoretischen Physik.

So. Nun sind das vier Überschriften unter denen sich jeder vermutlich etwas vorstellen kann, aber nicht so wirklich. Was macht man da: (Das ist wichtig für meine Argumentation)

Die Analysis ist die Lehre der Veränderlichen. Sie beginnt aber immer mit elementarer Zahlentheorie. Lineare Algebra anfangs ebenso. Was heisst das. Das heisst das man in der Regel zwei Monate braucht um überhaupt mal das geteilt Zeichen eingeführt zu haben! Man baut die Mathematik axiomatisch auf! Man bekommt Übungsblätter, in denen man Beweisen soll, was man in der ersten Klasse in der Grundschule gelernt hat! Und diese Übungsblätter sind für Studienanfänger hart, denn wer nicht Mathematik studiert kann auch nicht wissen was Zahlen überhaupt sind und wie die Zahlenmengen aufgebaut sind. Was ich sagen will, man fängt bei Null an und lernt alles richtig und intensiv. Das einzige was man können muss um diese Höhere Mathematik zu verstehen ist Algebra, die man bis zur achten Klasse gelehrt bekommen hat.

In der Experimentalphysik I kommt keine Mathematik die man wirklich anwenden können muss. Man sieht viel was man ohnehin nicht versteht. Die Vorlesung dient dazu die Physik und die Art und Weise wie die Physik aufgebaut ist kennenzulernen. Ob man eine Funktion mit Vektoren darstellen kann, sie Ableitet, sich die Arbeit als Integral bildet und über den Gradienten was über das Potential aussagt, das ist alles unwichtig für den Erstsemester. Es ist wichtig das er es mal gesehen hat und das er die Physik kennen lernt.

Nun kommt der wichtige Punkt.
Die erste Physikvorlesung ist "Einführung in die Methoden der Theoretischen Physik".

Dort bekommt man alles was wichtig ist und auch alles des Abiturs in einem halben Jahr auf Anwendung getrimmt. Mit Vorlesung und Übungsblätte rund dem Wissen der normalen Schulalgebra kann man diese Vorlesung gut meistern und damit das mathematische Anwenderwissen bekommen, um die Physik am Anfang Mechanik zu bewältigen. Währenddessen gehen die Mathematikvorlesungen weiter, die das richtige Denken, das richtige Arbeiten und verstehen der Mathematik mitsich bringen.

Dann hat man das erste Semester überstanden, in den Mathevorlesungen das Basicwissen bekommen, in der Theorie I die Anwendung und Experimentalphysik als Schnupperkurs, denn Theoretische Mechanik folgt, dann aber nicht mehr als Erstsemester.

Alles was wichtig ist bekommt man in der Einführung gelehrt und wirklich anwenden muss man es erst ab dem zweiten Semester!

Wer die Algebra bis zur achten Klasse kann ist Fachlich reif genug um Physik und Mathematik zu studieren.
Ob er das persönlich ist ist eine andere Frage... Pubertät und so.

Grüsse
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Inhalt dieser Aussage ist absoluter Quark und zu 100% falsch!

Leider, leider kann man da nur zu sagen 🙁
Prinzipiell war es mal so gedacht, aber gut gemeint ist nicht gut gemacht :mad:

Die Mathematik und Physik im Abitur ist unwichtig für einen Mathematik, oder Physikstudiengang, denn sie wird nicht gelehrt! Das was man wissen muss wenn man zu studieren beginnt ist die Algebra bis zur 8. Klasse!

Ich sage und dazu stehe ich, ein guter Achtklässler eines Gymnasiums oder ein Abiturient. Keinen Unterschied wenn man Mathematik/Physik studiert!

das mag ja vielleicht für physik an deiner uni richtig sein. aber scheinbar variieren die vorrausetzungen von uni zu uni. an der uni meines bruders in biologie zum beispiel wird ein lk chemie und biologie vorausgesetzt und dementsprechend auf die dort erlangten kenntnisse aufgebaut. ein bekannter erzählte, dass an seiner uni in informatik der lk mathe vorrausgesetzt wurde. alle, denen der lehrstoff lk gefehlt hat, sollten den eigenständig nachholen. eine andere bekannte, die mathematik studiert, sagte genau das, dass mathe lk vorausgesetzt wurde. insofern kann ich die aussage von abvjogo eigentlich nur bestätigen.
 
Ich schätze mal, dass du auch das meiste was in Mathe nach der 8. Klasse kam beherrschst, sonst hättest du wohl kaum ein Physikstudium gewählt😀.

Ansonsten kann es sein, dass du recht hast. Ich bin wirklich nicht in der Lage das zu beurteilen. Allerdings redest du nur vom Anfang des Studiums und es ist doch sehr wohl möglich, dass da noch andere Probleme mathematischer Art warten werden bei denen ein Achtklässler passen muss.

Lernen erfolgt ja idealerweise so, dass man immer bereits gelerntes mit Neuem verbindet und vertieft. Wenn ihr jetzt beweisen müsst, dass Null wirklich Null ist nehme ich mal an, dass man euch ein noch tieferes Verständnis der Mathematik näher bringen will. So dass ihr eben wirklich versteht wie die Mathematik aufgebaut ist und nicht nur irgendwelche Formeln benutzt um was auszurechnen.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich glaube dir trotz deiner Ausführungen nicht.
 
Allerdings redest du nur vom Anfang des Studiums und es ist doch sehr wohl möglich, dass da noch andere Probleme mathematischer Art warten werden bei denen ein Achtklässler passen muss.

Nein. Wie ich schrieb kommen die erst ab dem zweiten Semester und dann hat man Theorie I bereits gehört und kann das. Desweiteren hat man dann auch Analysis und Lineare Alegbra I gehört. Wenn dann mehr kommt ist man gewappnet.

Lernen erfolgt ja idealerweise so, dass man immer bereits gelerntes mit Neuem verbindet und vertieft. Wenn ihr jetzt beweisen müsst, dass Null wirklich Null ist nehme ich mal an, dass man euch ein noch tieferes Verständnis der Mathematik näher bringen will. So dass ihr eben wirklich versteht wie die Mathematik aufgebaut ist und nicht nur irgendwelche Formeln benutzt um was auszurechnen.

Nein. Es geht nicht um ein "noch tieferes Verständnis", sondern um "das Verständnis", welches man in unserem Schulbildungssystem nicht bekommt.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich glaube dir trotz deiner Ausführungen nicht.

Dann halt nicht 🙄

P.S.

Die Null ist übrigen alles ausser sich selbst und alles ohne Null kann die Null sein.
 
hey 🙂
ich war auch dabei abi zu machen, aber habe es dann nach der 12. abgebrochen, weil es mir einfach zu blöd war. ich hatte zwar noch 1000 andere gründe, aber egal.
es ist wirklich so: die leute in meiner damaligen klasse dachten echt die sind alles was besseres, weil sie abi machen und dabei hatten die null ahnung vom leben! ich hatte kein bock mehr darauf. alle sagten zu mir "du machst doch abi, da musst du das doch wissen" worauf ich immer antwortete: "ich mach zwar abi, aber ich bin deswegen nicht schlauer" ist wirklich so. man lernt dort einen müll, den kein mensch brauch! einmal habe ich mich tierisch aufgeregt darüber, dass ich in deutsch (leistungskurs!!) alle reimarten lernen und wissen musste.....WOZU????? da gibt es reime wie kreuzreim, paarreim und solche wie daktylus und so ein schwachsinn...... wozu brauch ich denn das??? soll ich meine bewerbung im kreuzreim schreiben? oder ist daktylus besser??? so in etwas vieleicht?? keine ahnung wofür man das abitur erfunden hat.......ich finde man kann sich doch im leben nicht durch sowas charakterisieren lassen. es kommt doch auf die persönliche leistungsbereitschaft und lernwillen und arbeitswillen an oder?? was nützt denn ein abiturient der null bock auf arbeiten hat??? der lieber in hefter guckt und alles auswendig lernt?? ohje..... also ich bin ganz deiner meinung.
realschulpower 4-ever ;-)

Abitur ist eigentlich Hochschulzugangsvoraussetzung. Nicht mehr und nicht weniger. Vom Stoff her kriegt man die Basics beigebracht, auf denen dann im Studium aufgebaut wird.

Dieser ganze Schmarn, dass Ausbildungsplätze vorzugsweise an Abiturienten gehen, ist eine absolute Fehlentwicklung des Systems.

Abiturienten wären genaugenommen klüger, da sie die Möglichkeit haben, sich mehr Wissen anzueignen. Lebensrelevant ist das jedoch nicht ... "erfahrener" werden sie nicht. Und ob der eingetrichterte Stoff tatsächlich hängenbleibt, ist wiederum eine andere Frage ;o) ... ich behaupte mal nicht, da die meisten gar nicht freiwillig dort sind - denn sie wollen gar nicht studieren, sondern wollen nur eine bessere Ausgangssituation für ihren Beruf. Leute, die studieren wollen, sind bei weitem lernbereiter - sie sind motivierter. Logisch, da sie noch weitere 4-5 Jahre pauken müssen und sie wissen dies - nehmen das in Kauf.

Dummerweise bremst sich - stofftechnisch - das System selbst aus. Viel sind schlecht, die Noten mieserabel - die Poltik denkt "Oh viel zu schwerer Stoff - müssen wir ändern, die Wahlen sind bald!" ... Ich sage "Nein! Die meisten Schüler sind nur nicht motiviert, weil sie überhaupt nicht ins Abi wollen und damit auch nicht dahingehören!"

Tatsächlich ist es leider leider so, dass Leute mit Abi in der Wirtschaft mehr wert sind (um auf den Eingangspost zurückzukommen). Zumindest in der Anfangsphase ... später wiegt die Praxis bei Weitem mehr und der Schulabschluss spielt keine Rolle. Das Ganze ist ein totaler Mumpitz, ich könnte mich über diese schwachsinnige Schulpolitik pausenlos aufregen!

Schönen Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist doch, ob man bereit ist, das Gymnasium wieder als Eliteschule zu akzeptieren, deren Abgänger ausnahmslos studieren gehen wollen. In dem Fall darf man sich dann aber auch nicht über harte Aufnahme- und Aussieb-Bedingungen beschweren. Solange jeder aufs Gymnasium geht, weil der Abschluss besser bei einer Bewerbung aussieht, wird das Problem mit den Lehrstellen-Anforderungen wohl eher noch schlimmer, als besser.


Elite-Schule ist das für dich Schule für die oberen Zehntausend? Sollen da auch Schüler hingehen, die zwar nicht sonderlich intelligent und lernbereit sind aber deren Eltern sich den besten Nachhilfeunterricht leisten können? Und die Leute die vielleicht nicht studieren können (Studiengebühren etc.), dürfen jetzt kein Abitur mehr machen. Recht auf Weiterbildung wird ihnen also verwehrt oder wie? Als ob die Statistiken nicht schon schlimm genug sind, wie wenig Kinder aus sozial schwächeren Schichten das Abitur machen. Gleiche Chancen für alle.

Und die Leute, die sich hier beschweren über ihre schlechten Voraussetzungen mit Realschulabschluss - es hält euch doch keiner davon ab Abitur zu machen, oder? Wenn ihr doch so schlau seid, wie ihr behauptet - dann geht arbeiten - da habt ihr eure Praxis und macht auf der Abendschule euer Abitur nach.

Nicht das ein falscher Eindruck entsteht, ich bin auch gegen die Verfahrensweise nur noch Abiturienten als Azubis einzustellen. Im kaufmännischen Bereich dominieren allerdings immer noch die Auszubildenden mit Höherer Handelsschule und die Wirtschaftsabiturienten. Mit "normalen" Abitur bekommst du nur sehr schlecht Ausbildung z.B zum Industriekaufmann, da musst du dich schon weiterqualifizieren.

Also nicht immer als glauben, was euch Leute aus zweiter Hand erzählen. Im Allgemeinen doch zählt im Berufsleben Vitamin B, da kann der Schulabschluss noch so mies sein. Und wenn man kein Vitamin B hat, dann ist es doch nur fair, wenn man unter anderem mit seinen guten Noten und dem Abitur den Personalchef von sich überzeugen kann. Wie man es in Bio in der Oberstufe lernt: "Survival of the fittest"...
 
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