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Ist es schwer Vegetarier zu sein?

Eigentlich würde ich auch ern ganz auf Fleisch verzichten, aber mein Stoffwechsel gibt das nicht her: Ich werde reizbar, müde, quenglig und einfach unausstehlich. Auch wenn mir geschmacklich nichts fehlt. Ich koche generell oft aufwendig und ausgefallen: Da kann man auch ohne Fleisch lecker essen. Aber vielleicht gibt es einfach Leute, die nicht dafür geschaffen sind...

Geht mir manchmal auch so. Gerade wenn ich hart gearbeitet habe oder Sport gemacht habe.

Wobei das glaube ich nur der Hunger nach Protein ist. Als Vegetarier muss man seine Ernährung anpassen und schon etwas gezielter essen. Im Fleisch ist halt fast "alles" drin. Proteine wird man über Getreideprodukte, Obst und Gemüse kaum decken, es sei denn man isst wirklich ausgewogen und deckt Proteine über Hülsenfrüchte.

Letztlich ist Fleisch nur die Summe der vom Tier konsumierten Stoffe. Man kann alles auch über pflanzliche Produkte aufnehmen.
 
warum besteht man darauf, sich selbst irgendein Essensverhaltensetikett anzupappen, das zu propagieren und sich dann selbst kasteien zu müssen oder "Ausnahmen" einzuführen.
Man kann doch einfach essen, was man gut findet... geschmacklich, ethisch, whatever... auch sehr wenig bis gar kein Fleisch. Vegetarische und vegane Rezepte sind doch nicht nur für Leute, die gar kein Fleisch oder tierische Produkte essen, die dürfen auch Omnivore nachkochen und essen.
Mach ich auch und genieße und freue mich über neue Geschmackserlebnisse, über neue Produkte in den Supermärkten, wiederentdeckte Lebensmittel, alternative Zubereitungsmethoden.
Ohne quasireligiösen Anspruch und selbstauferlegte Verbote.

Das Gleiche gilt für mich für Rohkost, Paleo und Ähnliches... spannende neue Welt, unglaublich viel Inspiration und ich nehm mir da eine Menge mit. Immer und nur so essen? Mhh, och nöö.

Genauso werde ich mir nicht das Etikett Antialkoholiker oder Nichtraucher anheften. Ich habe seit Weihnachten 2014 keinen Alkohol getrunken und im halben Jahr davor kann ich auch einzeln aufzählen, wann ich wo mal ein Glas Wein getrunken habe oder bei meinem Freund einen Schluck Craft Beer oder Whiskey genippt habe, ich habe seit über einem Jahr nicht mehr geraucht.
Ich schließe nicht aus, dass ich irgendwann mal wieder Lust auf eine Zigarette bekomme und der dann nachgebe und ich schließe nicht aus, dass ich irgendwann mal wieder eins, zwei, drei Gläser Wein trinke oder mehr als ein Bierchen zische. Warum sollte ich auch?
Damit ich mir Straight Edge auf den Hintern tättowieren lassen und mich dafür bewundern lassen kann?
Vegetarier ist man für die anderen, für sich selber isst man heute kein Fleisch. Und morgen nicht und vielleicht drei Jahre nicht oder nie mehr.
 
Ich kann als kleinen Zwischenerfolg vermelden, dass ich jetzt schon wieder eine Woche gar kein Fleisch/Fisch gegessen habe und generell nur selten und kleine Mengen esse.

Ich bin ganz stolz auf mich selber und entwickel einen gewissen Ekel auf Fleisch, gerade wenn ich mir die Tiere vorstelle. Ein Vorbild sind für mich andere Menschen (wie viele hier im Forum), die auch glückliche Vegetarier sind. Gestern war ich seit langem wieder bei McDonalds und habe einen Quinoa Wrap gegessen. Vorgestern gab`s Gemüsepfanne mit Bratkartoffeln. Und heute habe ich mir ein vegetarisches Kochbuch bestellt.

Ich kann eigentlich jedem nur empfehlen sich selber ein wenig heraus zu fordern. Gesünder essen, weniger fleischlastig.... ich glaube besonders dass meine Abkehr von FastFood mir sehr gut tut. Zwar gib`s noch immer mal ne TK Pizza, aber die gib`s jetzt eben am besten mit Dinkel Boden in Bio Qualität und ohne Fleisch.

Wenn ich das durch halte und in einem Jahr diesen Thread noch wieder finde, melde ich mich noch mal 🙂 Danke
 
Ich kann als kleinen Zwischenerfolg vermelden, dass ich jetzt schon wieder eine Woche gar kein Fleisch/Fisch gegessen habe und generell nur selten und kleine Mengen esse.

(...)

Klasse! :daumen:
Nur das mit dem Ekel finde ich schade. Nicht dass es Dir hinterher so ergeht, dass Du mit Fleischessern nicht mehr beim Essen an einem Tisch sitzen kannst.

Mehr Gemüse kann Spass machen und es gibt ja auch immer wieder etwas Neues zu entdecken, was die Sache leichter macht. Kennst Du Argan? Steht bei mir diese Woche zuhause neu auf dem Speiseplan.


LG
Landkaffee
 
Auf Fleisch und Fisch zu verzichten finde ich persönlich nicht schwer (früher begeisterter "Fleisch-", und vor allem "Fischesser"). Außerdem ist die Ernährung für mich günstiger. Aber das ist für jeden wahrscheinlich unterschiedlich.
Ich bin der Meinung, dass es eine Menge fleisch- und fischfreie Lebensmittel (allein ohne Fleischersatzprodukte) gibt, mit denen sich leckere vegetarische Gerichte kochen lassen. Wir vergessen das nur manchmal, weil wir die alltägliche Vielfalt in unseren Supermärkten gewöhnt sind und diese für uns mehr als selbstverständlich geworden ist.

Dass nun mehr und mehr Veggie-Fertiggerichte in der Kritik stehen und dies so hervorgehoben wird, finde ich lächerlich. Genauso sind Fertiggerichte mit Fleisch oder Fisch nicht gesund, das haben Fertiggerichte eben so an sich 😉 Bestes Beispiel die kürzlich kursierende Studie zu Mineralölen in "vegetarischer Wurst", die in derselben Produktion wie die "richtige Wurst" hergestellt wird - immer wieder unterhaltsam, was für die Leute heute und was morgen ein "Skandal" ist.
Ich schweife ab... Aber Ende ist jeglicher äußerer Einfluss zweitrangig, jeder bestimmt seine Ernährungsweise selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viel Erfolg, Andreas900, bei deinem Ernährungsprojekt!

Sicherlich wird auch viel davon abhängen, wie gut und vielfältig die vegetarischen Gerichte zubereitet sind. Deshalb ist ein gutes Kochbuch mit Sicherheit eine große Hilfe 🙂

Verzicht?
Klar, wenn ich ganz auf Fleisch verzichten würde, würde mir was fehlen. Aber ich esse hin und wieder auswärts ein Fleischgericht, und etwa einmal im Monat bereite ich auch selbst eins zu (allerdings nicht aus konventioneller Intensivtierhaltung) - das ist dann ein richtiges Fest. Mehr möchte ich mittlerweile nicht. Man entwöhnt sich ganz nebenbei. Wenn ich irgendwo zu Besuch bin wo es drei Tage hintereinander was mit Fleisch gibt, hängt es mir schon so zum Halse raus, dass ich selber einkaufen gehe und mir was Vegetarisches koche.

Du willst ja keinen Totalverzicht - damit sind deine Chancen, durchzuhalten, bestimmt nicht schlecht.

Problem bei Pommesbuden? Geh gar nicht erst hin, da kriegt man generell nix Gesundes. Vegetarische Anlaufstellen für unterwegs: Frühlingsröllchen beim Asia-Imbiss, Bäckereien (Brezel und Co).

Wenn es dir allerdings um die Umwelt geht, solltest du vor allem darauf achten, regionale und saisonale Produkte zu kaufen. Wenn ich manchmal sehe, was für exotische, von überall eingeschiffte Trend-Foods bei befreundeten Veganern in der Küche landen, frage ich mich wirklich, wie sehr da der Umweltgedanke noch zählt...

Und wenn man bedenkt, dass trotz sinkender Nachfrage hierzulande immer mehr Fleisch aus Massentierhaltung produziert - und dann exportiert - wird, ist es auch eher fraglich, ob man durch Fleischverzicht irgendein Tier rettet. :/
 
Auf Fleisch und Fisch zu verzichten finde ich persönlich nicht schwer (früher begeisterter "Fleisch-", und vor allem "Fischesser"). Außerdem ist die Ernährung für mich günstiger. Aber das ist für jeden wahrscheinlich unterschiedlich.

Im Großen und ganzen stimmt das. Vegetarisch ist oft günstiger.

Ich wunder mich aber immer noch wie billig Fleisch ist. Da Fleisch einen viel längeren Produktionszyklus durchläuft müsste Fleisch imho viel teurer sein. Im Mittelalter war Fleisch den Reichen vorbehalten, meine Großeltern kannten noch den Sonntagsbraten und lebten sonst sehr fleischarm. Inzwischen essen viele jeden Tag Fleisch, billig, vom Discounter oder Fastfood. Das kann in den billigen Mengen eigentlich nicht gut sein.

Laut "Fleischatlas" vertilgen die Bundesbürger pro Kopf viermal so viel Fleisch wie noch Mitte des 19. Jahrhunderts - und doppelt so viel wie vor 100 Jahren. Heute essen 85 Prozent der Menschen in Deutschland täglich oder nahezu täglich Fleisch.

Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Wir reden vom Umweltschutz und von Vegetariern, von sozialer Armut und 2 Klassengesellschaft, aber wir essen so viel Fleisch wie nie und jedes kann es sich in Massen leisten. Ich frage mich manchmal ob wir nicht eine Steuer auf Fleisch bräuchten - nicht damit Fleisch ein Luxus für Reiche wird - aber um das Mega-Grillpaket vom Discounter für 3,50 € etwas in rechte Verhältnis zu rücken zu vegetarischen Lebensmitteln.
 
Liebe Vegetarier, liebe Forumsmitglieder,

ich würde gerne weitestgehend vegetarisch leben, teilweise wegen meiner Gesundheit aber insbesondere zum Wohl der Tiere und zum Schutz der Umwelt/Klima.
Ich sehe das bewusst locker. Wenn ich einmal die Woche Fleisch esse, ist das für mein Gewissen ok, auch möchte ich nicht gänzlich auf Fisch oder tierische Produkte verzichten, ich möchte den Konsum nur zu 90% reduzieren.

Für mich zuhause ist das relativ gut machbar. Selbst bei klassischen Fleischgerichten gibt es gute Alternativen (Chili Sin Carne, Pizza ohne Fleisch, vegetarische Bolognese). Darüber hinaus eröffnen sich mir ganz neue Gerichte und mir fehlt Fleisch nur selten.

Unterwegs ist das schon anders. Bei jedem Imbiss/Lokal/etc werde ich mit Fleisch bombadiert und habe oft nur eine Minimalauswahl ohne Fleisch. Früher bin ich gerne nach McDonalds gegangen. Für Vegetarier haben die jetzt genau EINEN Burger....super. Pommesbuden kann ich eigentlich ganz vergessen, nunja ist eh nicht gesund. Aber selbst beim Weihnachtsfrühstück im Kollegenkreis standen genau ZWEI vegetarische Aufstriche/-schnitte auf dem Tisch: Käse und Marmelade. Daneben Lachs, ein Dutzend Wurstsorten und co.

Wie schafft ihr das vegetarisch zu leben?
Seht ihr das als Verzicht?

Was ich besonders schlimm finde: Oft schlägt einem Unverständnis entgegen. Ich habe nichts gegen Fleischesser, darf jeder wie er will. Ich bin aber erstaunt, dass viele Menschen vegetarische Sachen nicht mal probieren. Gibt ja inzwischen diversen veggie Fleischersatz.
Oder dass viele Menschen Fleisch als Basisernährung ansehen. Ich hatte mir für meine Freunde neulich richtig Mühe gegeben und kubanische Gerichte gekocht, mit allem drum und dran, noch dazu den ganzen Raum dekoriert. Einziges Manko: Es gab kein Fleisch, ich habe alles mit Tofu und schwarzen Bohnen ersetzt. Es schmeckte meinen Gästen super....bis...ich sagte, dass es KEIN Fleisch ist ^^

Ja ich esse auch gaaaanz selten mal ne Pizza Salami mit 30 Gramm Wurst... - wie gesagt jedem das seine - aber ich hatte gehofft die Zeit wäre vorbei in der es täglich das dicke Stück Steak auf dem Teller gab.... ^^ ich fühle mich oft sehr alleine als kritischer Konsument, der versucht wenig bis kein Fleisch zu essen.

Hey Andreas,

Interessant, ich fühlte mich immer alleine, aber ich handhabe das genauso wie du.
Nur dass ich auch kein Soja (außer Sojasoße) esse, weil ich damit weitgehend ein Verträglichkeitsproblem habe. Entsprechende Stoffe verschwinden beim Brauvorgang für Sojasoße aber.

Und naja, ab und zu mal ein Steak oder Schinken ist schon drinnen.
Aber halt nicht wöchentlich oder täglich.
Schaffe es allerdings auch problemlos und ohne Beschwerden und ohne Fleisch andere zu bekochen.

Woran das liegt?
Ich könnte jetzt natürlich behaupten, dass ich einfach so toll kochen kann. 😀 😉
Aber ich glaube, das hat viel mit Kultur und Alter zu tun.
Bei meinen Eltern auf dem Lande war das noch schwieriger.
Nicht mit meinen Eltern per se, die standen auf "kulinarisches".
Aber der Rest...

In der Stadt bei anderen jungen Leuten ist das viel einfacher.

Ein Punkt kann evtl auch sein, dass ich grundsätzlich nie mit Fleischersatz koche.
Wenn ich fleischlos koche, dann gehört sich an die Gerichte einfach kein Fleisch, ergo kann sich auch niemand beschweren.
Wenn ich Tomatensoße mit Tofu machen würde, würde ich das auch niemanden als Bolognese verkaufen - an die gehört sich nämlich Hack.

Gib dem Zeug einfach andere Namen und wenn DANN wer fragt, kannst du einfach argumentieren, dass sich an das Gericht kein Fleisch gehört.

Aber dass sich Leute über Schweinshaxen aus Tofu beschweren würden, ist ja wohl auch verständlich.
Drin sollte sein, was drauf steht.
 
In der Stadt bei anderen jungen Leuten ist das viel einfacher.

Den Unterschied merke ich wenn ich essen gehe. Im klassischen alten Brauhaus/Stammtischlokal mit Altersschnitt über 50 gib`s auf der Karte fast nur deftiges mit Fleisch. Immerhin einen vegetarischen Pfannkuchen *räusper* wahlweise mit Speck gabs....🙄

Im hippen Jugendclubschuppen mit Altersschnitt um die 25 gibt es von vegetarischen Salsaröllchen über diverse Nudelgerichte, Pizza bis Salaten alles. Wobei Es auch hippe Jugendläden gibt, die wiederum auf Fleisch setzen aller Westernstyle.

Wenn ich Tomatensoße mit Tofu machen würde, würde ich das auch niemanden als Bolognese verkaufen - an die gehört sich nämlich Hack.

Kann ich zwar verstehen, ich esse aber gerne Bolognese. Und man kann Tofu Hack so verarbeiten, dass man den Unterschied nicht schmeckt.
Ich denke immer: Wenn es genauso schmeckt ohne Fleisch, warum essen die Menschen dann Fleisch?

Ich persönlich essen Fleisch (wie gesagt eher wenig und in kleinen Mengen), weil
- ich glaube, dass ein wenig (!) hochwertiges (!) Fleisch, insbesondere Fisch, gesund ist
- ich manchmal irgendwo esse (zb mit Freunden), wo ich keine leckere vegetarische Alternative finde
- ich vielleicht einmal die Woche oder im Monat einfach Lust drauf habe und das dann auch nicht unterdrücke
 
Du meinst wohl, wenn Du fleischlos kochst, dann willst Du auch nicht an Fleisch erinnert werden?

Ich z.b brate Fleisch gerne. Heute brate ich aber Pilze. Die schmecken wie Fleisch, und mir macht es nichts aus dabei an Fleischgeschmack erinnert zu werden.

Im Gegenteil...ist doch fein, wenn ich ein Schnitzel esse, das aber in Wirklichkeit "nur" ein Pilz ist.🙂

Seltsam das viele aber den Fleischgeschmack und das aussehen wollen?
Habt Ihr mal geschaut wie solche veganen Produkte verarbeitet sind was da alles drin ist, was ist daran noch natürlich?
Die tierischen Stoffe, die in der Produktion oder in den Produkten selbst zum Einsatz kommen, werden teilweise nicht einmal auf der Verpackung deklariert – etwa dann, wenn sie lediglich als „Hilfsstoffe“ gelten.
Wer denkt schon an Schweineschwarte, wenn er Cerealien isst oder Rotwein trinkt?
Was soll das ganze Geschiß darum, wer so leben will soll es tun.
Ist doch nichts besonders ,warum wird das immer so Theatralisch hervorgehoben / dargestellt, soll gesünder sein als Abwechslungsreiche Normal Ernährung, kein Fleisch macht auch nicht glücklich:
Vegane Ernährung: Kein Fleisch macht auch nicht glücklich | ZEIT ONLINE
 

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