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Ist es schwer Vegetarier zu sein?

Vegetarier bin ich nicht wegen meiner Gesundheit geworden, Vegetarier wurde ich nachdem ich mich vor vielen Jahren mit dieser unfassbaren Qual der Tierhaltung, deren grausamsten Tiertransporte und fragwürdigen Schlachtmethoden
auseinandergesetzt habe. Mir war spätestens ab diesem Zeitpunkt klar, dass man sich mit jedem Stück Fleisch die Todesangst und Qual dieser Tiere mit einverleibt.

Ich lebe in einer Großstadt und da gibt es wirklich an jeder Ecke ein Vegetarisches Restaurant. Selbst als Veganer, der ich mittlerweile bin, gibt es eine riesen Auswahl an leckeren Speisen und Veganische Restaurants sind auch nicht rar.

Ich gehöre nicht zu den fanatischen Veganer, ich verurteile keinen der Fleisch isst. Für mich war es eine persönliche Entwicklung und von daher fiel es mir gar nicht schwer auf Fleisch zu verzichten, Ich koche weiterhin immer wieder für meine Tochter Fleisch, kaufe aber dann nur noch Bio. In der Hoffnung, dass dieses Tier ein artgerechtes Tierleben führen durfte.
 
denn eine Einkommensquelle für Milchbauern würde ja dann wegfallen (männliche Kälber an den Schlachter zu verkaufen).
Die Frage ist, was macht man dann mit den männlichen Kälbern? Ich wäre ja dafür, sie ihr Leben lang auf der grünen Koppel rumlaufen zu lassen. Aus wirtschaftlichen Gründen wird das wohl schwierig sein, da man Futter und einen Stallplatz zur Vefügung stellen muss.

Ich denke man darf auch nicht vergessen, dass wenn man zum Arzt geht und sich ein Medikament verschreiben lässt, an diesem ja auch das Blut aus Tierversuchen klebt.

Ansonsten finde ich, wenn man einen Bezug zum Tier herstellt, und es nicht nur als bloßes Industrieerzeugnis sieht, sollte es doch schwerer fallen Fleisch zu konsumieren als darauf zu verzichten.
 
Die Frage ist, was macht man dann mit den männlichen Kälbern? Ich wäre ja dafür, sie ihr Leben lang auf der grünen Koppel rumlaufen zu lassen. Aus wirtschaftlichen Gründen wird das wohl schwierig sein, da man Futter und einen Stallplatz zur Vefügung stellen muss.

Dafür wäre ich auch 🙂 Aber ich schätze, in einem Szenario, in dem niemand das Fleisch essen würde und demnach auch kein Schlachter dem Milchbauern die Kälber abkaufen würde, würde er sie einfach selbst erschiessen, dafür aber kein Geld bekommen, und damit sich sein Geschäft so noch lohnt, müssten sich die Milchpreise signifikant erhöhen.

Ich denke man darf auch nicht vergessen, dass wenn man zum Arzt geht und sich ein Medikament verschreiben lässt, an diesem ja auch das Blut aus Tierversuchen klebt.

Das ist wahr. Ich finde das auch schlimm, aber wenn ich überzeugt wäre, dass nur ein Tierversuchs-Medikament mir helfen oder mir gar das Leben retten könnte, würde ich ehrlich gesagt nicht zweimal überlegen. Dennoch bin ich gegen Tierversuche, nicht nur in der Medizin, sondern vor allem auch in der Kosmetik.
 
Vegetarisch essen ist nicht schwer. Wohnst Du sehr ländlich?

Ich persönlich habe ein Problem mit dem Bestreben, Fleisch ersetzen zu wollen. Die meisten Wurst- und Fleischersatzvarianten sind schrecklich. Sie schmecken oll, sie sehen doof aus, sie haben eine fürchterliche Konsistenz und ich will gar nicht wissen, was die alles mit dem armen Soja angestellt haben, bis es so aussah 🙄

Es gibt genug Gerichte, die von Haus aus ohne Fleisch sind und auch Brotaufstriche gibt es ausreichend. Da muss man nicht zu igendwelchen Ersatzdingern greifen und die Fleischlosigkeit so betonen wie in Chili sin carne.
 
Es muss eine absolute Überzeugung dahinter stehen, die ich bei dir noch vermisse. Ich würde es aus genau diesem Grund nicht schaffen, fleischlos zu leben; ich kann nur drauf achten, dass das Fleisch aus artgerechter Haltung und Schlachtung kommt.
Aber ich wünsche dir, dass du den Weg dazu findest. Alles Gute!
 
Liebe Vegetarier, liebe Forumsmitglieder,

ich würde gerne weitestgehend vegetarisch leben, teilweise wegen meiner Gesundheit aber insbesondere zum Wohl der Tiere und zum Schutz der Umwelt/Klima.
Ich sehe das bewusst locker. Wenn ich einmal die Woche Fleisch esse, ist das für mein Gewissen ok, auch möchte ich nicht gänzlich auf Fisch oder tierische Produkte verzichten, ich möchte den Konsum nur zu 90% reduzieren.

Vegetarisch zu leben ist nur dann schwer, wenn du nicht weißt, warum du es tust. Alles eine Frage der Motive, die ich an deiner Stelle nochmal hinterfragen würde.
"Insbesondere zum Wohl der Tiere" passt nicht damit zusammen einmal die Woche Fleisch essen zu wollen. Bist du nun davon überzeugt, dass Tiere für deinen Appetit sterben dürfen oder nicht? Das ist eine Frage deiner Werte und es gibt ja nicht nur ein bisschen tot. Das Tier stirbt auch dann, wenn du nur einmal die Woche Fleisch isst. Also kann es dir nicht allzu sehr um ihr Wohl gehen.
Zusammen mit den gesundheitlichen Gründen und dem Klima hast du aber eigentlich ein paar starke Argumente, die dir Überzeugung genug sein könnten. Vielleicht hilft es dir, dich noch etwas mehr zu informieren um deine Motive direkter vor Augen zu haben. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass das sehr entscheidend ist. Ich war auch des Öfteren erfolglos Vegetarierin, bis es dann kein Problem mehr war vegan zu werden. Ich wusste eben, wieso ich das jetzt mache und machen muss.

Das ist auch für das Essen auswärts nicht unwichtig. Mal davon abgesehen, dass man mittlerweile durchaus gut vegan und erst recht vegetarisch essen kann (ich kann dir für die Restaurantsuche HappyCow empfehlen, gerade auch als App. Die nutze ich vor allem, wenn ich auf Reisen bin), kommt es drauf an, was du willst. Einen Abend mit dem gewohnten Essen verbringen oder in netter Gesellschaft. Klar, ist es nicht immer toll, dann mal vielleicht nur Salat zu essen, aber das ist dann eben so. Das habe ich für mich zumindest so empfunden. Ein Restaurant, dass heute nicht richtig auf vegetarische und vegane Küche eingestellt ist, das ist in meinen Augen allerdings leicht rückständig. Ein Koch muss heute vegetarisch kochen können. Die Nachfrage ist einfach da. Ich würde ganz selbstverständlich nach vegetarischen Optionen fragen.

Seht ihr das als Verzicht?

Nö, als Bereicherung. Dann siehst du erstmal, was es alles an Lebensmitteln und Produkten gibt und was man alles ausprobieren kann.

Was ich besonders schlimm finde: Oft schlägt einem Unverständnis entgegen.

Ja gut, damit muss man leben können. Wenn man sich ungerne vor anderen rechtfertigt und nicht damit umgehen kann, in dieser Hinsicht aus dem Raster zu fallen und damit ungewollte Aufmerksamkeit zu bekommen, wird es sicher etwas schwieriger. Aber auch da: wer davon überzeugt ist was er tut, kann das auch problemlos mal rechtfertigen und sieht über die Kommentare hinweg. Überzeuge die Leute mit leckerem Essen, dann sind sie erstmal für eine Weile ruhiger 😉
Ich habe inzwischen einen weiteren Freundeskreis, in dem niemand Fleisch isst und die meisten vegan leben und muss sagen, dass das allerdings schon sehr angenehm ist. Man muss nicht großartig ausdiskutieren, warum wer wie isst, sondern es ist selbstverständlich, sich nicht von Tieren zu ernähren. So macht es viel mehr Spaß gemeinsam zu kochen und essen zu gehen.
 
Einen Nachtrag hab ich noch: Es gibt etliche Vegetarier, die dennoch Fisch essen. Das hab ich nie überein bekommen - entweder, ich esse Tier oder nicht, aber kein Fleisch und dennoch Fisch???😕
 
Das sind alles keine Gründe Vegetarier/Veganer zu werden. Für deine Gesundheit reicht es sich bewusster zu ernähren, d. h. sich mit Ernährung beschäftigen, und Sport. Das bringt viel mehr als bloß fleischlose Ernährung. In der Regel führt das automatisch zu weniger Fleischkonsum.
Für den Wohl der Tiere und den Schutz der Umwelt ist es viel effektiver ein minimalistisches Leben zuführen. Es ist nämlich viel entscheidender was du für einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt und nicht ob dein Aktionismus nur bis zum Tellerrand reicht. Bei vielen Veganern/Vegetariern wird der Speiseplan exotischer und damit der ökologische Fußabdruck meist tiefer als vorher.



Vegetarismus ist im Vergleich zum Veganismus relativ einfach. Also ich empfand es so.



Bei vegetarischer Ernährung ist der Verzicht garnicht so groß. Viel größer hingegen ist die Herausforderung in der Umgebung von Fleischessern. Und hier meine ich nicht irgendwie blöde Kommentare oder so, sondern der Umgang mit Situationen wo andere für einen gekocht haben und irgendwas fleischiges dabei ist. Es reicht schon aus wenn irgendwo Speck im Rotkohl drin ist. An solchen Punkten wirds dann halt ideologisch, wenn andere sich wegen mir verändern müssen.

Ein Kilo Rindfleisch kostet 15.000 Liter Wasser - DIE WELT

https://blog.campact.de/2014/01/wir...-werden-pro-jahr-in-deutschland-geschlachtet/

Raubbau am Regenwald - Fleisch frisst Land - Wirtschaft - Süddeutsche.de

Überfischung der Meere - 90 Prozent der Fischbestände stark gefährdet

Brüterei darf weiterhin männliche ihre Küken schreddern - DIE WELT
 
Einen Nachtrag hab ich noch: Es gibt etliche Vegetarier, die dennoch Fisch essen. Das hab ich nie überein bekommen - entweder, ich esse Tier oder nicht, aber kein Fleisch und dennoch Fisch???😕

Finde ich sehr interessant das du das ansprichst. Ich hatte dazu mal eine Freundin von mir gefragt die laut eigener Aussage Vegetarierin ist, aber trotzdem Fisch ist.

Auf die Frage hin wo der Unterschied läge, meinte sie dann das sie zu Fischen keinen so "engen" Bezug hätte wie zu Nutztieren â la Rinder und Schweine. Muss natürlich jeder selbst wissen, Massenfischaufzuchtsgehege sind ja nun auch keine Seltenheit mehr...
 
Eben. Ok, ich bin nun keine Vegetarierin. Aber dann auch eben gar nicht. Doch so halb - Fleisch nicht, Fisch doch, das raff ich nicht.
Da sind mir dann die Veganer lieber in ihrer Konsequenz. Auch wenn ich da nur mitziehe, wenn ich bei solchen zu Gast bin oder sie bei mir.
 

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