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Ist es schwer Vegetarier zu sein?

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Liebe Vegetarier, liebe Forumsmitglieder,

ich würde gerne weitestgehend vegetarisch leben, teilweise wegen meiner Gesundheit aber insbesondere zum Wohl der Tiere und zum Schutz der Umwelt/Klima.
Ich sehe das bewusst locker. Wenn ich einmal die Woche Fleisch esse, ist das für mein Gewissen ok, auch möchte ich nicht gänzlich auf Fisch oder tierische Produkte verzichten, ich möchte den Konsum nur zu 90% reduzieren.

Für mich zuhause ist das relativ gut machbar. Selbst bei klassischen Fleischgerichten gibt es gute Alternativen (Chili Sin Carne, Pizza ohne Fleisch, vegetarische Bolognese). Darüber hinaus eröffnen sich mir ganz neue Gerichte und mir fehlt Fleisch nur selten.

Unterwegs ist das schon anders. Bei jedem Imbiss/Lokal/etc werde ich mit Fleisch bombadiert und habe oft nur eine Minimalauswahl ohne Fleisch. Früher bin ich gerne nach McDonalds gegangen. Für Vegetarier haben die jetzt genau EINEN Burger....super. Pommesbuden kann ich eigentlich ganz vergessen, nunja ist eh nicht gesund. Aber selbst beim Weihnachtsfrühstück im Kollegenkreis standen genau ZWEI vegetarische Aufstriche/-schnitte auf dem Tisch: Käse und Marmelade. Daneben Lachs, ein Dutzend Wurstsorten und co.

Wie schafft ihr das vegetarisch zu leben?
Seht ihr das als Verzicht?

Was ich besonders schlimm finde: Oft schlägt einem Unverständnis entgegen. Ich habe nichts gegen Fleischesser, darf jeder wie er will. Ich bin aber erstaunt, dass viele Menschen vegetarische Sachen nicht mal probieren. Gibt ja inzwischen diversen veggie Fleischersatz.
Oder dass viele Menschen Fleisch als Basisernährung ansehen. Ich hatte mir für meine Freunde neulich richtig Mühe gegeben und kubanische Gerichte gekocht, mit allem drum und dran, noch dazu den ganzen Raum dekoriert. Einziges Manko: Es gab kein Fleisch, ich habe alles mit Tofu und schwarzen Bohnen ersetzt. Es schmeckte meinen Gästen super....bis...ich sagte, dass es KEIN Fleisch ist ^^

Ja ich esse auch gaaaanz selten mal ne Pizza Salami mit 30 Gramm Wurst... - wie gesagt jedem das seine - aber ich hatte gehofft die Zeit wäre vorbei in der es täglich das dicke Stück Steak auf dem Teller gab.... ^^ ich fühle mich oft sehr alleine als kritischer Konsument, der versucht wenig bis kein Fleisch zu essen.
 
Hi!

Ich ernähre mich jetzt schon länger vegan und habe diese Beobachtungen auch gemacht. Zuhause ist alles super, mir fehlt nichts, etc. Doch wenn ich in der Stadt mal Hunger bekomme, wird es meist schwierig. Persönlich werde ich von Fleisch nicht "in Versuchung geführt", weil ich wohl schon so lange Vegetarier bin, dass ich das gar nicht mehr als etwas zu Essen ansehe.. aber was mich nervt, sind z.B. Backwaren, denen man gar nicht ansieht, dass sie nicht vegan sind.. oder wenn ich in einem Cafe gerne mal eine heisse Schokolade trinken würde, mit Sahne natürlich, aber das dann nicht vegan geht.

Das schwierigste sind für mich Treffen mit Leuten, die keine Veganer sind (also praktisch alle, die ich so kenne) - da schaffe ich es manchmal auch nicht, meine Ernährungsweise durchzuziehen, weil es zu verführerisch ist. Aber ich sehe das dann auch nicht so tragisch. Hm, wie schaffe ich es, es trotzdem oft durchzuziehen? Ich denke, das meiste ist einfach Gewohnheit. Klar, es ist wichtig, dass du wirklich dahinter stehst und vor dir selber die Umstellung rechtfertigen kannst. Was mir auch oft hilft, ist mir die ethischen Hintergründe in Erinnerung zu rufen.. dann wirkt die Käsepizza plötzlich nicht mehr so appetitlich. Was auch gut geht, ist einfach oft selber was mitzunehmen, auch wenn du unterwegs bist. Statt zu McDonalds dann ein selbstgemachtes Sandwich essen.. ist eh besser für die Gesundheit.

Prinzipiell bin ich nicht unglücklich mit meiner Ernährung, im Gegenteil.. und ich sehe es auch nicht immer als Verzicht an. Aber da ich leider sehr lange ein ziemlich kaputtes Verhältnis zu Essen hatte und immer noch teilweise habe, habe ich manchmal sehr gegen alte Gewohnheiten zu kämpfen.. dagegen hilft meiner Erfahrung nach nur, sie langsam durch neue Gewohnheiten zu ersetzen. Irgendwann wird es für dich normal sein, eben viele Dinge nicht mehr zu essen.. dann denkst du nicht mehr so sehr darüber nach.

Dass viele Leute einer veganen und sogar auch vegetarischen Ernährung gegenüber negativ eingestellt sind, finde ich auch sehr traurig. Wenn du Leute kennst, die etwas echt nicht essen, NUR weil kein Fleisch drin ist.. naja, das ist doch dann eher ein zweifelhafter Kontakt, oder? Vielleicht solltest du mit denen dann eher nicht mehr Essen gehen 😀 Für die aufgeschlosseneren Freunde und Familienmitglieder finde ich es hilfreich, dein Essen zu teilen.. und die dummen Kommentare der anderen einfach zu ignorieren. Es ist wie im Kindergarten: wenn sie dich nicht ärgern können, hören sie irgendwann damit auf.

Ich finde es übrigens klasse, dass du deinen Fleischkonsum einschränkst 🙂
 
Ich bin seit zwei Jahren Vergetarierin und finde es nicht wirklich schwer. Natürlich ab und zu hat man mal Lust auf Fleisch, aber ich finde, dass es mit der Zeit einfacher wird. Ich koche gerne selber und auch gerne für meine Familie, weshalb mir das nicht schwer fällt.
Ich finde auch die auswahl in den meisten Lokalen recht gut, abgesehen von Fastfood. Glücklicherweise gehe ich dort nicht mehr hin. Die größte schwierigkeit bereitet mir wenn man in gesellschaft essen geht, aber die meißten akzeptieren es recht schnell.

Ich glaube dir, dass du das schaffst.
Biokatze
 
Ich finde es schwer und "entweder, oder..." - ein bisschen Vegetarier bzw. Veganer gibts nit. 😉

Übrigens habe ich es selber nicht geschafft, es zu bleiben. Bis dato...
 
Ich finde es schwer und "entweder, oder..." - ein bisschen Vegetarier bzw. Veganer gibts nit. 😉

Warum nicht? Man nennt sich doch auch weiterhin "Fleischesser", wenn man mal einen Salat isst. Meiner Meinung nach gilt sowas auch noch, wenn man mal eine Ausnahme macht. Solange man "eigentlich" noch dahinter steht und sich bemüht, die Ernährungsweise durchzuziehen. Ausserdem ist man dann einfach vielleicht Vegetarier/Veganer seit dem letzten "Ausrutscher".
 
Warum nicht? Man nennt sich doch auch weiterhin "Fleischesser", wenn man mal einen Salat isst. Meiner Meinung nach gilt sowas auch noch, wenn man mal eine Ausnahme macht. Solange man "eigentlich" noch dahinter steht und sich bemüht, die Ernährungsweise durchzuziehen. Ausserdem ist man dann einfach vielleicht Vegetarier/Veganer seit dem letzten "Ausrutscher".
Kann ja nur für mich sprechen und mein Anspruch wäre da schon, gar kein Fleisch mehr zu essen, Fisch inklusive natürlich.

Diese "Zwischendinger" finde ich o.k. bei Bier, Zigaretten usw., dabei wird aber auch kein Schwein gequält. 😉

Dass ich das nicht allzu lange geschafft habe, bedeutet eine persönliche Enttäuschung.
 
Liebe Vegetarier, liebe Forumsmitglieder,

ich würde gerne weitestgehend vegetarisch leben, teilweise wegen meiner Gesundheit aber insbesondere zum Wohl der Tiere und zum Schutz der Umwelt/Klima.
Ich sehe das bewusst locker. Wenn ich einmal die Woche Fleisch esse, ist das für mein Gewissen ok, auch möchte ich nicht gänzlich auf Fisch oder tierische Produkte verzichten, ich möchte den Konsum nur zu 90% reduzieren.

Für mich zuhause ist das relativ gut machbar. Selbst bei klassischen Fleischgerichten gibt es gute Alternativen (Chili Sin Carne, Pizza ohne Fleisch, vegetarische Bolognese). Darüber hinaus eröffnen sich mir ganz neue Gerichte und mir fehlt Fleisch nur selten.

Unterwegs ist das schon anders. Bei jedem Imbiss/Lokal/etc werde ich mit Fleisch bombadiert und habe oft nur eine Minimalauswahl ohne Fleisch. Früher bin ich gerne nach McDonalds gegangen. Für Vegetarier haben die jetzt genau EINEN Burger....super. Pommesbuden kann ich eigentlich ganz vergessen, nunja ist eh nicht gesund. Aber selbst beim Weihnachtsfrühstück im Kollegenkreis standen genau ZWEI vegetarische Aufstriche/-schnitte auf dem Tisch: Käse und Marmelade. Daneben Lachs, ein Dutzend Wurstsorten und co.

Wie schafft ihr das vegetarisch zu leben?
Seht ihr das als Verzicht?

Was ich besonders schlimm finde: Oft schlägt einem Unverständnis entgegen. Ich habe nichts gegen Fleischesser, darf jeder wie er will. Ich bin aber erstaunt, dass viele Menschen vegetarische Sachen nicht mal probieren. Gibt ja inzwischen diversen veggie Fleischersatz.
Oder dass viele Menschen Fleisch als Basisernährung ansehen. Ich hatte mir für meine Freunde neulich richtig Mühe gegeben und kubanische Gerichte gekocht, mit allem drum und dran, noch dazu den ganzen Raum dekoriert. Einziges Manko: Es gab kein Fleisch, ich habe alles mit Tofu und schwarzen Bohnen ersetzt. Es schmeckte meinen Gästen super....bis...ich sagte, dass es KEIN Fleisch ist ^^

Ja ich esse auch gaaaanz selten mal ne Pizza Salami mit 30 Gramm Wurst... - wie gesagt jedem das seine - aber ich hatte gehofft die Zeit wäre vorbei in der es täglich das dicke Stück Steak auf dem Teller gab.... ^^ ich fühle mich oft sehr alleine als kritischer Konsument, der versucht wenig bis kein Fleisch zu essen.


Schwer für Dich gewesen, diese Frage hier im Forum zu stellen?

LG
Landkaffee
 
ich würde gerne weitestgehend vegetarisch leben, teilweise wegen meiner Gesundheit aber insbesondere zum Wohl der Tiere und zum Schutz der Umwelt/Klima.

Das sind alles keine Gründe Vegetarier/Veganer zu werden. Für deine Gesundheit reicht es sich bewusster zu ernähren, d. h. sich mit Ernährung beschäftigen, und Sport. Das bringt viel mehr als bloß fleischlose Ernährung. In der Regel führt das automatisch zu weniger Fleischkonsum.
Für den Wohl der Tiere und den Schutz der Umwelt ist es viel effektiver ein minimalistisches Leben zuführen. Es ist nämlich viel entscheidender was du für einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt und nicht ob dein Aktionismus nur bis zum Tellerrand reicht. Bei vielen Veganern/Vegetariern wird der Speiseplan exotischer und damit der ökologische Fußabdruck meist tiefer als vorher.

Wie schafft ihr das vegetarisch zu leben?

Vegetarismus ist im Vergleich zum Veganismus relativ einfach. Also ich empfand es so.

Seht ihr das als Verzicht?

Bei vegetarischer Ernährung ist der Verzicht garnicht so groß. Viel größer hingegen ist die Herausforderung in der Umgebung von Fleischessern. Und hier meine ich nicht irgendwie blöde Kommentare oder so, sondern der Umgang mit Situationen wo andere für einen gekocht haben und irgendwas fleischiges dabei ist. Es reicht schon aus wenn irgendwo Speck im Rotkohl drin ist. An solchen Punkten wirds dann halt ideologisch, wenn andere sich wegen mir verändern müssen.
 
Das schwierigste sind für mich Treffen mit Leuten, die keine Veganer sind (also praktisch alle, die ich so kenne) - da schaffe ich es manchmal auch nicht, meine Ernährungsweise durchzuziehen, weil es zu verführerisch ist. Aber ich sehe das dann auch nicht so tragisch. Hm, wie schaffe ich es, es trotzdem oft durchzuziehen? Ich denke, das meiste ist einfach Gewohnheit. Klar, es ist wichtig, dass du wirklich dahinter stehst und vor dir selber die Umstellung rechtfertigen kannst. Was mir auch oft hilft, ist mir die ethischen Hintergründe in Erinnerung zu rufen.. dann wirkt die Käsepizza plötzlich nicht mehr so appetitlich. Was auch gut geht, ist einfach oft selber was mitzunehmen, auch wenn du unterwegs bist. Statt zu McDonalds dann ein selbstgemachtes Sandwich essen.. ist eh besser für die Gesundheit.

Vielleicht bin ich noch nicht so weit ganz vegetarisch zu leben, vielleicht bin ich auch zu schwach dafür. Ich nenne mich auch nicht Vegetarier, aber es ist ein guter Tipp sich die Grunde ins Gedächtnis zu rufen warum man weniger/kein Fleisch isst.
Ich finde jeder sollte über seinen Fleischkonsum nachdenken. Auch wenn man nicht gleich zum Vegetarier wird, hilft jeder Verzicht auf Fleisch. Wenn wir alle weniger Fleisch essen würde, dann könnte das wenige Fleisch zumindest ökologischer und tiergerechter produziert werden. Wenn eine Kuh 10 Jahre auf der Weide steht, dann ist das aus meiner Sicht viel akzeptabler als die Masthenne, die nach 6 Monaten in Massentierhaltung geschlachtet wird.

Der Vorteil des 90% Vegetariers ist aus meiner Sicht, dass man es relativ sicher durchhält. Wenn man etwas direkt mit Gewalt erzwingen will, fällt man oft in alte Gewohnheitsmuster zurück. Ich arbeite mich langsam auf mein Ziel Vegetarier zu sein hin. Alle die das durch halten haben meinen tiefen Respekt!

Ich habe festgestellt, dass Vegetarier oft sogar recht günstig leben, zumindest wenn man auf "auswärts essen" überwiegend verzichtet, weil man zu wenig fleischlose Gerichte zur Auswahl hat. ^^
Gesünder ist es in der Tat oft auch. Also vielleicht einfach mal egoistisch sein und sagen "Fleisch nein danke, meine Gesundheit ist es mir wert" ;-)

Ich bleib am Ball!
 
Kann ja nur für mich sprechen und mein Anspruch wäre da schon, gar kein Fleisch mehr zu essen, Fisch inklusive natürlich.

Diese "Zwischendinger" finde ich o.k. bei Bier, Zigaretten usw., dabei wird aber auch kein Schwein gequält. 😉

Dass ich das nicht allzu lange geschafft habe, bedeutet eine persönliche Enttäuschung.

Tut mir leid. Vielleicht ist aber auch ein bisschen diese "ganz oder gar nicht" Einstellung daran schuld.. also, dass es nicht geklappt hat, meine ich. Ich sehe das nämlich genau so:

Andreas900 meinte:
Der Vorteil des 90% Vegetariers ist aus meiner Sicht, dass man es relativ sicher durchhält. Wenn man etwas direkt mit Gewalt erzwingen will, fällt man oft in alte Gewohnheitsmuster zurück.

Es ist denk ich besser, wenn man sich nicht so sehr selbst unter Druck setzt.. denn dann verliert man ja auch den Sinn der Sache aus den Augen: das Leid der Tiere zu verringern.. und wenn man nur 90% der Zeit vegetarisch/vegan isst, ist das doch schon besser als gar nichts.

Und naja, wenn es um das Leid der Tiere geht, dann ist ja vegetarisch leider eh nicht so konsequent und an Milchprodukten und Eiern klebt auch Blut :/ Allerdings in meinen Augen ein guter Anfang, denn wenn viel mehr Leute vegetarisch wären, würde sich auch für die restliche "Tierindustrie" vieles ändern und z.B. Milchprodukte um einiges teurer werden.. denn eine Einkommensquelle für Milchbauern würde ja dann wegfallen (männliche Kälber an den Schlachter zu verkaufen).
 

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