Richtig.
Allerdings ist BBB+ (zumindest nach Moody's) unterhalb des Investment Grades und ich unterstelle dir mal so böse: Den meisten anderen Unternehmen mit einem BBB+ Rating würdest du kein Geld leihen, du vertraust nur Volkswagen als großem deutschen Konzern....
Ratings spielen nicht wirklich eine Rolle und sind immer wieder in der Einschätzung auch gar nicht zutreffend. Wichtig sind sie vor allem für institutionelle Anleger, da viele Fonds, ETFs usw. nur Papiere mit bestimmten Ratings kaufen dürfen. Aber nicht weil das Rating zutreffend ist, sondern weil das Rating ist wie es ist.
Als Privatanleger hat man den riesigen Vorteil, dass man nicht an derlei Beschränkungen gebunden ist. Mich persönlich interessieren Ratings absolut gar nicht, da ich mir sowieso immer selbst das Unternehmen anschaue und niemanden brauche der das für mich tut.
Und Kursschwankungen? Vergleichen wir mal:
A) Du kaufst eine Einzelanleihen, welche du bis zur Endfälligkeit hälst und deswegen beruhigt bist, dass du garantiert keine Kursverluste hast
B) Du kaufst einen ETF, der bei steigenden Zinsen Kursverluste erleidet, ABER durch Nachkäufe die dann besseren höher verzinsten Papiere reinholt. Nach ein paar Jahren sind die Kursverluste wettgemacht.
In beiden Fällen löst sich das Kursverlustrisiko schlicht durch Warten.
Beim ETF kann es passieren, dass man Kursverluste erleidet die sich für sehr lange und für unbestimmte Zeit nicht ausgleichen, da der ETF im Gegensatz zu einer Einzelanleihe keine Fälligkeit hat.
Falls die Zinsen im Euroraum weiter steigen, gibt dir VW kein schlechtes Gefühl, ABER du kommst nicht verlustfrei ans Geld um es in neue zinsstärkere Produkte umzuschichten.
Auch ein ETF kann nicht verlustfrei umschichten, wenn er denn meint umschichten zu müssen.