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Investieren in Krisen-Zeiten - ein Gedankenaustausch

Einige Börsengurus meinen der Abwärtstrend sei noch intakt. Ich selber bin mir unsicher und bin daher eher ins Traden übergegangen. Beinhaltet immer ein wachsames Auge darauf zu haben.
Gezwungenermassen behalte ich derzeit nur noch eine Aktie zu Long.
 
Ich denke der DAX hat viele Hidden Champions die, falls sie die Energiepolitik überleben sollten, einmal wieder sehr profitabel ihren Platz am Weltmarkt einnehmen könnten. Glaube da steckt viel Hoffnung drin dass man sich politisch noch mal auf die Kernkraft zurück besinnt.

interessante aussage.
soweit mir bekannt sind hidden champions meistens personengesellschaften. (kgs, gmbhs)

welche ag´s kennst und meinst du aus dem bereich, hidden champions?
 
Glaube eine wirklich eindeutige Definition von Hidden Champion gibt es gar nicht.
Was ich meine sind die Unternehmen deren Kurs für den Energie- insbesondere Gasmangel abgestraft wurden. Ich denke da z.B. an Covestro.
Aus meiner Sicht ein Top Unternehmen, welches ohne diese Politik glänzend dastehen würde und ein gutes Beispiel dafür was für eine Katastrophe wir hier erleben.


Sie wollen jetzt auf andere Energiequellen umstellen, hoffen wir mal dass das klappt.
Auch teile ich seine Einschätzung, wie auch die des IWF, dass wir eine Rezession in Deutschland erst noch sehen werden, dass es das also noch nicht war.
 
Das wir nochmals gross auf Kernkraft zurückgreifen glaube ich nicht. Solaranlagen schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Das wird sich in den nächsten 1-3 Jahren bereits auswirken.

Der Thread ist bald 2 Jahre alt und wer seine Kohle in Aktien angelegt und nicht getradet hat, wird jetzt noch immer ein paar Prozente im Minus sein.
 
Das wir nochmals gross auf Kernkraft zurückgreifen glaube ich nicht. Solaranlagen schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Das wird sich in den nächsten 1-3 Jahren bereits auswirken.

Der Thread ist bald 2 Jahre alt und wer seine Kohle in Aktien angelegt und nicht getradet hat, wird jetzt noch immer ein paar Prozente im Minus sein.
Erstaunlich finde ich, dass der Titel immer noch passt. Nur dass wir heute weniger Corona Krise und mehr Energiekrise haben.
Ich bin davon überzeugt, dass der Fokus auf diese Krisen falsch ist. So hat auch die Corona Krise eine sehr schnell Erholung an der Börse gehabt, weil die Zinsen niedrig waren. Sprich: Die Zinsen bestimmen viel mehr als die Krisen.

Wobei das nicht heißt, dass sich hohe Zinsen und Aktien nicht vertragen. Statistisch steigen Aktien sogar oft wenn das Zinshoch erreicht ist und fallen nur auf dem Weg des Zinsanstieges. Wir könnten nach diesem langen Bärenmarkt also bald wieder eine Ralley erleben. Über die kann man sich aber nur bedingt freuen, weil selbst 10% Rendite nicht viel sind wenn gleichzeitig 10% Inflation herrscht. Besser als die Inflation aussitzen dürfte es aber sein.

Was ich im letzten Jahr des Bärenmarktes gelernt habe: Im Nachhinein ist die Betrachtung einfach und man muss heute sagen, dass vor allem Tech Unternehmen kräftig überbewertet waren, dennoch war es kaum möglich das zu timen: Zur Corona Krise im März 2020 einsteigen und im Dezember 2021 aussteigen.
Solche Fragen kann man sich aber immer stellen. Aktuell etwa wann man in Anleihen und in Dollar ein und aussteigen soll?
 
Natürlich.
Gerade jetzt sollte man investieren, um später, wenn alles vorbei ist, davon zu profitieren,
So wurden Millionäre geboren.
 
Immer wieder schön dem sachlichen Andreas Beck zuzuhören:

Was man aus dem Jahr 2022 wohl mitnehmen muss: Eine historisch sehr einmalige Situation, dass Aktien UND sichere Staatsanleihen massiv verloren haben.
Typischerweise ist es so, dass in Krisen wenn Aktien fallen die Zinsen gesenkt werden und man Kursgewinne bei Anleihen hat.
 
Beim Immobilienmarkt wird ja auch mit einem Einbruck gerechnet. U.a. durch die Änderung der Besteuerung im Erbfall, bei dem Wohneigentum jetzt um einiges höher bewertet wird und damit der Freibetrag nicht mehr ausreichen ist. Viele Erben sind dadurch gezwungen große 5-Stellige Summen aufzubringen, wer das nicht kann sieht sich gezwungen die Immobilie zu verkaufen um die Steuern zu decken.
Dadurch kommt viel auf den Markt auf einem der Finanzkanäle wurde auch offen gelegt dass entsprechende Gesellschaften jetzt ordentlich Geld in die Hand nehmen um alles aufzukaufen, also nur auf diese staatlich herbei geführte Not der Menschen gewartet haben, um sich jetzt so richtig daran zu bereichern. Was wohl auch Sinn und Zweck bei dieser Gesetzesänderung war.

Zwar ist Gold etwas gestiegen, aber da im Schnitt vieles gefallen ist sehen wir wohl eine Kontraktion der Geldmenge, trotz aller Versuche der Zentralbanken dies zu verhindern. Vermutlich hervor gerufen durch die vielen Insolvenzen und damit verbunden das Abschreiben von deren Krediten.

Bei uns im Betrieb sehen wir auch die vielen landwirtschaftlichen Betriebe die jedes Jahr aufgeben, ohne dass deren Bestände von anderen aufgefangen werden. Das Fleisch kommt jetzt halt aus anderen Ländern, die dafür u.a. große Flächen des Regenwaldes abholzen um den dafür notwendigen Platz zu schaffen. Während zeitgleich Landwirte hier gewzungen werden Flächen still zu legen oder unter Bedarf zu düngen.
Dadurch enthält das Getreide nicht ausreichend Proteein um daraus noch Brot backen zu können, gut erklärt von Anthony Lee, dessen Vorträge ich nur empfehlen kann. Er erläutert auch ausführlich wieso die Behauptung mit den Nitraten völliger Unsinn ist und wieso für jeden hier still gelegten Hektar Land woanders 4 Hektar in Betrieb genommen werden müssen. Ein ökologischer und ökonomischer Wahnsinn, um nicht zu sagen Selbstmord.
Aber für das Protein im Brot gibt es ja jetzt gemahlene Insekten...

Gleichzeitig fehlt den Kläranlagen wegen der gescheiterten Energiewende das Eisensulfat um das Phosphor zu binden, sodass dieses dann ins Grundwasser gelangt,wofür man dann aber den Landwirten die Schuld gibt: https://taz.de/Klaeranlagen-leiden-unter-Lieferengpaessen/!5883427/
Wegen der still gelegten Kohlkraftwerke hat sich auch die Preis für Gips um 400% erhöht, was ebenfalls die Baukosten hoch getrieben hat.
Aber da man aufgrund der verfehlten Zuwanderung und diversen Fehlanreizen sowieso keinen Handwerker bekommt spielt das wohl auch keine Rolle mehr.

Für mein Depot bin ich mit dem Hauptanteil in Value-Aktien über den Dividenten ETF, der zu 45% in die USA investiert, sowie Edelmetall und ein paar antizyklischen Einzelaktien (manche besser als andere), recht zufrieden und werde dies auch weiter so fahren, dann eine Besserung der Zustände, insbesondere in Europa, sehe ich naher Zukunft nicht.
Zudem wurde der Ukraine-Krieg mit den Panzern noch mal auf die nächste Stufe eskalliert, wenn das in dem Tempo weiter geht schicken wir in wenigen Monaten die ersten Soldaten und ende des Jahres weiß jeder von uns wo der nächste Luftschutzbunker steht.

Finanziell halte die ich die USA bzw. deren Unternehmen für die großen Gewinner. Nicht nur dass die EU-Gelder für die Ukraine und das Leasen von deren Waffen fließt (ja die lassen sich das bezahlen, wir nicht), auch profitieren sie von dem schwachen Euro, dem Umstand dass wir jetzt in völliger Abhöngigkeit zum 10-fachen Preis deren Gas kaufen müssen und der Zuwanderung von Unternehmen die ehemals in Deutschland produziert haben.
Was ich bei der Abwanderung deutscher Unternehmen allerdings etwas schräg finde ist deren teilweise Präferenz zu China. An Stelle der Entscheidungsträger würde ich mir das 3 mal überlegen ob das so ein guter Standort für Investitionen ist. Aber gut, wir wissen nicht was da vielleicht im Hinterzimmer ausgehandelt wurde.
 
Ich glaube auch, dass das sicherste immer noch Betongold ist.

Beim Immobilienmarkt wird ja auch mit einem Einbruck gerechnet. U.a. durch die Änderung der Besteuerung im Erbfall, bei dem Wohneigentum jetzt um einiges höher bewertet wird und damit der Freibetrag nicht mehr ausreichen ist. Viele Erben sind dadurch gezwungen große 5-Stellige Summen aufzubringen, wer das nicht kann sieht sich gezwungen die Immobilie zu verkaufen um die Steuern zu decken.
Dadurch kommt viel auf den Markt auf einem der Finanzkanäle wurde auch offen gelegt dass entsprechende Gesellschaften jetzt ordentlich Geld in die Hand nehmen um alles aufzukaufen, also nur auf diese staatlich herbei geführte Not der Menschen gewartet haben, um sich jetzt so richtig daran zu bereichern. Was wohl auch Sinn und Zweck bei dieser Gesetzesänderung war.
Da bin ich eher bei dir Fenris als bei dir dianabecker.

Man muss sich ja nur mal anschauen wie stark die Aktien von Immobilienkonzernen abgestraft wurden. Viele Immobilienkonzerne wie Vonovia haben sich im Wert mehr als halbiert.

Und die Immobilienpreise? Die sind bislang noch relativ stabil. Erstaunlich oder?

Immobilien gelten als "langsame" Assetklasse. Sie reagieren langsamer auf Marktänderungen als andere Klassen weil Immobilien nicht sehr liquide sind. Ein Verkäufer hat meist keinen Zeitdruck. Deswegen beginnt ein Preisverfall bei Immobilien meist erstmal nur damit, dass es länger dauert Immobilien verkauft zu bekommen. Aber langsam frisst es sich dann durch. Bekommt ein Verkäufer das Objekt zum Wunschpreis einfach nicht weg, senkt ihr irgendwann dann doch den Preis.

Dazu muss man auch die Zinsbindung bedenken. Viele Kredite und Hypotheken laufen 10 Jahre. Eine Zinserhöhung ist da nicht unmittelbar problematisch aber spätestens dann wenn man einen neuen Kredit benötigt. Wer 2014 gebaut und dafür einen 10 jährigen Kredit aufgenommen hat, bekommt also nicht heute aber 2024 ein vielleicht dickes Problem wenn er damals einen billigen niedrig verzinsten Kredit bekommen hat und heute dafür deutlich Zinsen zahlen muss.

Wer eine Immobilie kauft um dort auf Dauer selber drin zu leben und die Finanzierung 100% sicher stellen kann, macht vermutlich selten einen Fehler, zumal es hier auch um eine emotionale Bindung und Sicherheit geht.
Immobilien als Anlageobjekt vergleichbar mit Gold könnten aber gerade jetzt eine so schlechte Idee sein wie niemals zuvor in der Lebenszeit der meisten hier Diskutierenden....
 

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