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Innerliche Leere

Muss man Probleme haben, um vor dir bestehen zu können?
Muss man seine Probleme Freunden offenlegen?
Warum nicht über alltägliche Dinge sprechen, die einen beschäftigen, ob nun Felgen, die Farbe des Wandanstrichs oder welcher Baum sich besser im Garten macht und sonstige Banalitäten, die einem dennoch wichtig sein dürfen? Müssen es immer die großen Lebensfragen sein?

Wenn dir die Gesprächsthemen nicht gefallen, weshalb lenkst du nicht aktiv das Gespräch? Führst zu Themen, über welche du sprechen möchtest?
Welche wären das?

Für mich klingt das mehr nach Neid. Was ich verständlich fände. Du dir aber nach meinem Empfinden nicht eingestehen möchtest.

Bei mir entsteht der Eindruck, du bist sehr gefährdet zu verbittern.
Kann das sein?


Ich höre zu. Und wenn ich jemand fragt, dann antworte ich auch. Es ist ja auch OK wenn jemand darüber reden will.
Wieso ich das Gespräch nicht lenke? Weil ich weiß, dass man keine Lust hat darüber zu reden. Da wird dann, wenn, kurz drüber gesprochen, und dann kommt "Hab ich Dir schon erzählt, dass ich mir eine neue Abgasanlage fürs Motorrad holen will?" "Ja, schon 10 mal. Aber wenn es Dir Freude bereitet, erzählt ruhig noch mal.".

Neid ist meist sehr negativ konnotiert und geht oft mit Missgunst einher. Und das ist nicht der Fall. Aber ja, ich sage ganz direkt, dass ich die Person ein Stück weit beneide.
Dass es natürlich auch Streitigkeiten und Diskussionen in der Beziehung/Ehe geben wird, was ja ein Stück weit normal ist, aber er sich glücklich schätzen kann die für ihn "perfekte" Frau an seiner Seite zu haben und dieses Leben führen zu können.
Ich beneide niemanden um seine materiellen Dinge. Aber wenn jemand eine erfüllende Beziehung/Ehe führt, dann beneide ich die Person schon. Ganz direkt sogar und ohne Missgunst.
 
Ich bin der Meinung, dass Du dir deine Frauen nicht bewusst aussuchen kannst. Mit bewusst meine ich, dass die Menschen eher auf bekanntes zurückgreifen. Beziehungen resultieren für mich aus unseren ersten Bindungserfahrungen und Bezugspersonen. Oft ist vielen Erwachsenen Menschen diese Dynamik, innerhalb der Ursprungsfamilie nicht klar. Wir binden uns an jenes, dass wir kennen, in irgendeiner Form.

Du verzichtest auf das Fußballspiel weil dir die Zeit mit der Dame wertvoller ist. Erstmal verständlich und eine nette Geste. Aber das meine ich mit du baust drumherum, statt sie mit ein. Wenn sie dich liebt, aber den Fußball nicht, würde sie das mit dir schauen und danach vielleicht noch etwas gemeinsam unternehmen. Beziehung ist nicht der Verzicht, wohl eher der dauehafte Kompromiss. Es geht hier nicht um mich, aber es ist einer der Gründe, wieso ich absolut keine Beziehung führen wollen würde, weil ich null kompromissbereit bin. Beziehung ist ein großes Ding, Geschenk, Glück, was auch immer. Aber eine gute Beziehung kann nur gelingen, wenn beide gut aufgestellt sind. Ich möchte dir nicht auf die Füße treten und so gut kenne ich dich nicht, aber von dem was ich lese, denke ich das die Richtung erstmal eine andere sein sollte.

Irgendwer schrieb schon, dass wir immer den anderen auch ein Stück "nutzen". In dem Moment, in dem Du eine Frau hast und ihre Liebe spürst, ist die Befriedigung auch ein Nutzen. Manchmal fühlt man sich benutzt, wurde es aber nicht. Alles baut auf deinem Fundament deiner Persönlichkeit auf. Alles was in und nach dem Beziehung kommt, baust Du obendrauf, oder schüttest es in die passenden Löcher. Nachvollziehbar?

Es gibt Danke und Danke. Ein spürbares Danke - sofern du das kannst, ist nicht nur ein Wort, es ist das Gefühl das bei dir ankam, hast du einm Obdachlosen etwas Gutes getan. Aber auch da wieder der Hintergedanke "kann jedem passieren auf der Straße zu landen".. ist vielleicht der Rückschluss, wenn ich jetzt gebe, gibt man mir auch? Das wäre die falsche Motivation und würde dich in dieser schlimmen Situation -Gott bewahre, nochmal ohrfeigen. Ich glaube, ein Obdachloser ist jemand der sehr viel grau erlebt und leben kann. Der spürt täglich die Vielfalt der Menschen. Satt, von der Frage "warum" wird er aber nicht. Satt wird er nicht von denen, die mit Tasche Geld voll Ignoranz vorbei laufen. Satt wird er von denen, die sich ein Stück Empathie bewahrt haben. Das ist nichts das man kann, aber man muss können es zu behalten.

Der Neid den Du empfindest, ist nur ein Signal deines Gehirns: Das will ich auch.

Aber du setzt all das was du hast und bist auf eine Beziehung. Erinnert mich gerade ein wenig an ein Glücksspiel, Poker oder so. Alles auf eine Karte. Was ist, wenn aber diese eine Karte "verspielt" ist, nicht mit Gewinn? Dann verlierst Du alles, aber Du verlierst eigentlich immer wieder nur dich selber.
Du könntest aber "sicherer" spielen. Nicht immer in die Vollen nach dem Motto: Wer wagt gewinnt. Wer so spielt muss das verlieren gut aushalten können und das kannst du nicht. Das ist keine schlechte Eigenschaft, ganz im Gegenteil. Was wäre das für ein Mensch der dauerhaft so spielt? Und das aushalten kann ....

Erkenne dein eigenes Leid an. Du sagst "dem geht es schlechter". Der könnte auch sagen "dem geht es aber schlechter". Das kannst du fortführen bis zu dem der unter der Erde liegt. Das dir manche Probleme trivial erscheinen, menschlich. Für den mit den Sommerreifen ist vielleicht die Nachbarin mit ihrer mageren Ernte im Erdbeerbeet genauso trivial? Anhand unserer Probleme messen wir ab. Dabei geht es eigentlich nicht. Die Frage ist eher, welche Gefühle stehen hinter diesem Problem? Es ist genauso, wie Menschen sagen: Ich wäre gerne dumm, dann... Nein, der dumme leidet nicht weniger und ga z im Gegenteil, er verfügt noch weniger über kognitive Möglichkeiten sich aus seiner Lage zu befreien.

Es ist ein langer Weg, zu sich zu finden. Ein langer Weg zu selektieren, dass es vielleicht mit all den Frauen auch etwas gutes gab und den Rest beiseite schieben zu können. Wir Menschen sind fehlbar und alle das Ergebnis gemachter Erfahrungen. Somit schließt sich der Kreis, warum der eine so und der andere so. Aber die Fehler des anderen liegen nicht bei dir. Bei dir liegt der Anteil was du daraus machst.
Langes Wort zum Sonntag ....
 
Kann gut sein, dass ich derzeit rumjammer. Mach ich in aller Regel nicht. Aber dann ist gerade eben so ein Zeitpunkt wo ich das tue.

Das muss eben auch mal sein. 😉
Nur kennt dich hier keiner, es ist schwierig zu beurteilen, ob das der Normalzustand bei dir ist, dazu zu werden droht oder ob du mal eben ein Ventil brauchst und dann wieder in die Schuhe steigst und dich auf das Leben und Frauen einlässt...

Zum einen, weil Danke in den meisten Fällen ein leeres Wort ist. Für viele gehört es dazu höflich zu erscheinen.

Puh, naja, es IST unter anderem auch eine Höflichkeitsfloskel.
"Reichst du mit bitte das Salz?" "Danke."
Das ist nunmal etwas völlig anderes als:
"Danke, dass du mir in dieser Notlage hilfst, ich wusste nicht mehr weiter!"
Dazwischen liegt dann noch etwas wie: "Danke für deine Unterstützung, zu zweit geht es gleich viel besser!"

Und alles hat seine Berechtigung und darf nebeneinander stehen, findest du nicht?
Das höfliche Danke ist deshalb nicht wertlos, weil ein tiefergehendes Danke bedeutsamer ist.
(Ist es das denn am Ende des Lebens? Oder zählte vielleicht in Summe doch etwas anderes mehr?)
Das löst bei mir wieder diese Frage aus: Muss es denn immer das ganz Große (Thema, Gefühl, Danke) sein? Der Alltag besteht doch vielmehr aus den tausend kleinen Dingen - die man sehr zu schätzen lernen kann.
Die großen Dinge des Lebens sind viel seltener.

Es spricht nichts gegen einen höflichen und freundlichen Umgang im Alltag, der nicht sehr bedeutsam sein muss, um ihn doch schätzen zu können. Für mich. Wie empfindest du das?

Für andere gibt es andere Gründe. Daher gebe ich erst mal nicht so viel darauf.

Ich empfinde das als ein entwertendes Denken. Diese Kleinigkeiten wie 'Bitte', 'Danke', eine kleine, zugewandte Berührung, ein Lächeln, Dinge, die man nebenbei füreinander gut, z. B. eine Tasse Kaffee mitbringen, das macht das Miteinander, den Alltag sehr viel lebenswerter und schöner.

Es gibt da so Momente bei mir...ich erwarte ein oberflächliches 'Danke' oder nichts und dann kommt stattdessen ein lächelnder Blick und ein wirklich empfundenes 'Danke'. Für eine Nebensächlichkeit, bei der ich das nie erwarten würde.
Oder ein kleines Geschenk liegt da als Überraschung. Unnötig im Grunde, ja. Aber so schön! Das tut gut.
Und genau das darf und sollte Miteinander sein: ein Geben und ein Nehmen.

Ein anderer hingehen kann nicht bitten, redet über Themen, fragt, ob man jemanden kennt, der das machen könnte, würde aber nie um Hilfe bitten. Er ist eben so, hat da seine Blockaden.
Hingehen, helfen, sich über sein schüchternes Lächeln freuen, fertig.
Dieses scheue Lächeln ist verdammt viel wert, da braucht es kein ausgesprochenes Wort.
Und darüber freue ich mich, sehr sogar.

Wäre er ein brummiger Das-hätte-es-doch-nicht-gebraucht-Typ, wäre das ebenso in Ordnung. Auch ein Zeichen, dass er sich gefreut hat und dankbar ist.

Käme aber so gar nichts und nur ein missmutiges Gesicht oder immer abwehrende Worte, wäre es das irgendwann mit Hilfe.
Also klar erwarte ich eine Form von Dankausdruck! Warum auch nicht?

Ein anderer Grund ist, dass man mir eben nicht zu Dank verpflichtet ist. Das hat für mich oftmals den Beigeschmack von "ich stehe unter Dir, also bin ich Dir dankbar.".

Das kommt doch nicht von nichts, dass du das so empfindest. Wer gab dir dieses Gefühl, dass du unter ihm stehst und ihm dankbar sein musst?

Gegenseitige Hilfe ist für mich, in einem gewissen Rahmen, selbstverständlich. Da braucht man dann nicht dankbar sein.

Doch. Bei aller Selbstverdtändlichkeit der Hilfe ist ein Danke ebenso selbstverständlich. Auf welche Weise auch immer, s.o.

Wieso sollte ich auf meine Eckpfeiler stolz sein? Das verstehe ich tatsächlich nicht so ganz.
Ich kann stolz sein wenn ich eine entscheidende Formel für ein Medikament herausgefunden habe, wovon die Allgemeinheit was hat.
Ich erachte meine Eckpfeiler als für mich sinnvoll. Ich. Aber das heißt ja nicht, dass es andere auch so sehen. Daher fände ich stolz darauf sein etwas überzogen. Denn schließlich habe ich ja für diese Eckpfeiler nichts getan. Dass ich so denke wie ich denke und diese als essentiell erachte ist ja meinem Denken geschuldet. Und dass ich so denke wie ich denke ist ja eher von"Natur aus" denn freiwillig so entschieden. So sehe ich das.

Nicht auf die Existenz deiner Eckpfeiler sondern dafür, dass du sie dir erarbeitet hast und dass du danach lebst.
M.E. hast du dafür sehr wohl etwas getan, du könntest dich ebenso entscheiden, wie ein kaltherziger Arxxx zu denken und zu handeln.
Reflexion.

Wieso ich mir diese Tussies aussuche? Kann man da wirklich von aussuchen reden? Es ist ja nicht so, dass es ihnen auf die Stirn geschrieben steht. Oder dass ich mir denke "Ich mein Leben braucht mal wieder etwas Drama, ich such mir eine die mich bisschen verarscht.".

Bewusstes Denken ist das eine, aber was läuft unbewusst ab?

Kann man Sympathie beeinflussen? Ich meine das jetzt ernst und nicht zynisch: kann ich selbst beeinflussen wen ich sympathisch finde und wen nicht?

Wenn man sich weiterentwickelt, man Dinge erkennt, die früher im Verborgenen lagen, kann das Einfluss darauf haben, mit welchen Menschen man sich umgeben möchte.
Manchmal boykottiert man sich auch selbst und hält an einem Typ Mensch fest, von dem man weiß, dass er einem nicht gut tut.
Alles ist möglich.

Denn das wahre Ich zeigt sich doch erst im Laufe der Zeit und nicht auf den ersten Blick

Mit zunehmender Erfahrung sollte das leichter zu erkennen sein. Was sind deine red flags?


Wieso ich das Gespräch nicht lenke? Weil ich weiß, dass man keine Lust hat darüber zu reden. Da wird dann, wenn, kurz drüber gesprochen, und dann kommt "Hab ich Dir schon erzählt, dass ich mir eine neue Abgasanlage fürs Motorrad holen will?"

Was für Themen sind das, über die deine Freunde nicht sprechen mögen?

Es gibt für unterschiedliche Menschen verschiedene Bereiche, die sie abdecken können, für andere Bereiche sind wieder andere Menschen besser geeignet. Ein Mensch kann nie alles abdecken.
Vielleicht brauchst du für bestimmte Themen andere Menschen?

Neid ist meist sehr negativ konnotiert und geht oft mit Missgunst einher. Und das ist nicht der Fall. Aber ja, ich sage ganz direkt, dass ich die Person ein Stück weit beneide.

Ja, leider wird das oft verwechselt oder vermischt.
Neid sehe ich nicht negativ.
Das kann sogar eine gute Antriebsfeder sein.
 
Du verzichtest auf das Fußballspiel weil dir die Zeit mit der Dame wertvoller ist. Erstmal verständlich und eine nette Geste. Aber das meine ich mit du baust drumherum, statt sie mit ein. Wenn sie dich liebt, aber den Fußball nicht, würde sie das mit dir schauen und danach vielleicht noch etwas gemeinsam unternehmen. Beziehung ist nicht der Verzicht, wohl eher der dauehafte Kompromiss.

Wo immer es geht, ist der Konsens zu suchen, denke ich. Kann anstrengende Gespräche erfordern.
Gemeinsam Fußball und danach gemeinsam etwas anderes könnte so ein Konsens sein, jeder etwas für sich, danach gemeinsame Zeit ebenfalls. Eben das, womit beide zufrieden wären.

Kompromisse sind mehr die Notlösung, wenn kein Konsens zu finden ist. Mindestens einer findet das dann nicht so gut.
 
Wo immer es geht, ist der Konsens zu suchen, denke ich. Kann anstrengende Gespräche erfordern.
Gemeinsam Fußball und danach gemeinsam etwas anderes könnte so ein Konsens sein, jeder etwas für sich, danach gemeinsame Zeit ebenfalls. Eben das, womit beide zufrieden wären.

Kompromisse sind mehr die Notlösung, wenn kein Konsens zu finden ist. Mindestens einer findet das dann nicht so gut.

Vielleicht war Kompromiss das falsch gewählte Wort von mir. Ich hatte das Bild im Kopf: Anfang einer Beziehung, absoluter Hormon-Liebesrausch, ja da schaut man sich das doch gemeinsam an? Da ist vielleicht die Priorität für Hansfranz der Fußball, für sie die Zweisamkeit. Klar, gestaltet sich das alles nochmal anders wenn dieser Rausch verfliegt. Dann liebt und lebt man intensiv und dann braucht es andere Lösungen.

Trotz allem glaube ich, dass das eigene Fundament stimmen muss ummeime gute Beziehung führen zu können. Wenn ich als Beispiel keine Kapazitäten habe, viel zu 'geben' - und sei es nur Aufmerksamkeit, dann führt das zu Frust. Genauso ist es, das Leben um den anderen zu bauen, das Gefühl zu haben, nichts zu brauchen und den anderen mit seinen eigenen "Gaben" zu überschütten. Beides ist einseitig und geht nicht gut.
 
Vielleicht war Kompromiss das falsch gewählte Wort von mir. Ich hatte das Bild im Kopf: Anfang einer Beziehung, absoluter Hormon-Liebesrausch, ja da schaut man sich das doch gemeinsam an? Da ist vielleicht die Priorität für Hansfranz der Fußball, für sie die Zweisamkeit. Klar, gestaltet sich das alles nochmal anders wenn dieser Rausch verfliegt. Dann liebt und lebt man intensiv und dann braucht es andere Lösungen.

Trotz allem glaube ich, dass das eigene Fundament stimmen muss ummeime gute Beziehung führen zu können. Wenn ich als Beispiel keine Kapazitäten habe, viel zu 'geben' - und sei es nur Aufmerksamkeit, dann führt das zu Frust. Genauso ist es, das Leben um den anderen zu bauen, das Gefühl zu haben, nichts zu brauchen und den anderen mit seinen eigenen "Gaben" zu überschütten. Beides ist einseitig und geht nicht gut.

Ah, ok, dann meinen wir dasselbe! 🙂
 
Ah, ok, dann meinen wir dasselbe! 🙂

Ich denke auch.


Hansfranz, schau Mal was dich anzieht? Schau dir alle "schlechten" Erfahrungen an die Du mit Menschen hast. Was haben sie alle gemeinsam? Wo bist du vielleicht zu weit gegangen? Wo haben sich immer die gleichen Dinge eingeschlichen? Was für ein Typ Mensch magst Du?
Vielleicht ist es paradox und deine Sympathie gilt denen, die nicht gut für dich sind? Das genau zu entschlüsseln habe ich selber noch nicht hinbekommen, aber ich mag nicht die Masse, ich mag die, die sich abheben - meistens und oft sind es die falschen. Und manchmal sind es die richtigen? Vorher weiß man das nie, und Enttäuschungen gehören leider dazu, auch wenn sie manchmal noch so groß und unüberwindbar erscheinen. Manche machen kaputt, aber das muss nicht der andere gewesen sein, kann man gut selber weil man zu viel gegeben hat und das nicht materiell. Das Materielle macht dich nicht traurig. Aber dein Liebe, dein Vertrauen, Zeit Aufmerksam, dass macht dich traurig. All das investiert zu haben, enttäuscht zurück zu bleiben, trennt dich erstmal für eine Zeit von all den anderen Menschen....
 
Vielen Dank für Eure Beiträge!
Über einiges muss ich erst mal nachdenken.

Bei mir ist das kein Dauerzustand. Ich rede eigentlich sehr wenig über mich. Wenn dann nur rudimentär. Meist ist das alles belanglos und humoristisch.

Um das vielleicht direkt klarzustellen: die Frauen, welche ich sympathisch finde, haben keinerlei Ähnlichkeit mit Frauen aus meiner Familie. Beispielsweise könnte ich niemals engeren Kontakt zu einer Frau haben die in irgendeiner Form Ähnlichkeit mit meiner Mutter hat. Nur als Beispiel.

Ich verstehe das mit dem nicht drumherum bauen sondern einbauen.
Es ist ja nicht so, dass ich mein Leben gänzlich aufgeben würde. Man kann ja auch nicht 24/7 aufeinanderhocken. Jeder muss ein Stück weit sein eigenes Leben haben.
Und genau wie Ihr schon sagtet, es wäre ja nicht selbstlos auf das Fussballspiel zu verzichten. Die Zeit, die Nähe wäre mir aber mehr wert als das Fussballspiel. Versteht Ihr was ich meine?
Ich habe mein Leben, habe kleine Wünsche die ich mir erfüllen möchte. Die bleiben bestehen. Die werfe ich nicht über Bord. Unabhängig davon ob ich weiter allein bleibe oder nicht.

Ja, es mag etwas von Glücksspiel haben. Und vielleicht setze ich zu viel darauf, weil ich, rein emotional gesehen, so gut wie mein ganzes Leben alleine bin und mir das einfach nicht mehr ausreicht. Es hat mir sehr viele Jahre nichts oder nicht viel ausgemacht. Mein Leben war voll mit Aktivitäten etc. Aber ich habe gemerkt, dass mir das einfach nicht mehr ausreicht. Dass ich mehr brauche und will als so was.
Aber das mit dem nicht in die vollen gehen ist ja der Punkt den ich mit verbiegen meine.
In der heutigen Zeit wird zu schnell geurteilt. Wieso sollte ich dann anders sein als ich bin?
Beispiel:
Wenn ich nun angerufen werde, sie hat nachts um 2 irgendwo einen Platten, würde ich losfahren und helfen. Wieso sollte ich nun zu mir sagen "mach mal langsam. Geh nicht aufs Ganze und dosier das besser erst mal.". Das wäre ja nicht ich.

Ich meinte das mit dem Danke nicht entwertend.
Ich bin auch für einen höflichen und respektvollen Umgang. Und ich denke, dass ich das selbst ganz gut vorlebe.
Ich erwarte nicht für jede Kleinigkeit ein Danke. Aber wenn ich schon etwas mehr tue, dann ist für mich der Umgang wichtiger. Danke ist schnell gesagt. Was bringt ein Danke, wenn man danach einen Ar*chtritt verteilt.
Und das mit dem "untergeordnet" kam falsch rüber. Ich habe nicht das Gefühl, wenn ich um Hilfe bitte oder mich bedanken, weniger Wert zu sein.
Das war eigentlich aus einer anderen Perspektive. Wenn ich ein Danke bekomme, dann ist das oftmals mit einer, für mich, übergroßen Theatralik verbunden (vielleicht ein etwas zu schwerer Begriff). Das empfinde ich als unangenehm.
 
Bei mir ist das kein Dauerzustand. Ich rede eigentlich sehr wenig über mich. Wenn dann nur rudimentär. Meist ist das alles belanglos und humoristisch.

Du gibst dir selber wenig Raum, merkt man an der Betonung - warum?


Um das vielleicht direkt klarzustellen: die Frauen, welche ich sympathisch finde, haben keinerlei Ähnlichkeit mit Frauen aus meiner Familie. Beispielsweise könnte ich niemals engeren Kontakt zu einer Frau haben die in irgendeiner Form Ähnlichkeit mit meiner Mutter hat. Nur als Beispiel.

Es geht nicht um das offensichtliche, es geht um das was du erstmal nicht siehst und sich vielleicht "versteckt". Am Anfang einer Beziehung sieht man sowieso erstmal alles rosa und verpuffen die Hormone, sieht man auch Ecken und Kanten.


Die Zeit, die Nähe wäre mir aber mehr wert als das Fussballspiel. Versteht Ihr was ich meine?

Absolut verständlich, aber würde es dich nicht freuen, beides wäre gemeinsam möglich? Sie würde dir etwas geben, nämlich ihre Zeit und Liebe das mit dir zu schauen? Es muss nicht schwarz oder weiß sein.


Wenn ich nun angerufen werde, sie hat nachts um 2 irgendwo einen Platten, würde ich losfahren und helfen. Wieso sollte ich nun zu mir sagen "mach mal langsam. Geh nicht aufs Ganze und dosier das besser erst mal.". Das wäre ja nicht ich.

Das ist nicht gemeint, was Du da beschreibst ist für mich "selbstverständlich". Es geht um das was du alles viel mehr gibst, als im Notfall deine Hilfe.

Nochmal zum Danke: Es kann auch jemand arschig zu dir sein - aus welchem Gründen auch immer und trotzdem kann sein Danke ernsthaft sein. Der Obdachlose der sich für dein Essen bedankt und beim nächsten Treffen erlebst Du ihn ungehalten und er beschimpft dich. Natürlich ist das nicht richtig, aber vielleicht hat ihn das Leben gerade getreten. Beim nächsten Treffen entschuldigt er sich, weil er weiß daß er sich falsch verhalten hat. Du kannst nicht objektiv darüber entscheiden, fühle und spüre was ernst gemeint ist.

Vielleicht gibt es den ein oder anderen Menschen der dir unendlich dankbar ist? Warum hälst du das nicht aus? Was berührt es, dass du es nicht aushalten kannst? Das ist wirsch was Du da in/mit dir machst.
 
Zitat Du
Sicherheit, Zuverlässigkeit, Wertschätzung, Loyalität, Ehrlichkeit sind, meiner Meinung nach, Eckpfeiler. Und meiner Erfahrung nach bekommt man die heute nicht mehr an jeder Ecke.
Zitat Ende

Warum stolz drauf sein ?

weil aus Sicherheit Unsicherheit wird , wenn man nicht dafür sorgt, das es sicher ist.
weil aus Zuverlässigkeit Unzuverlässigkeit wird ,wenn man nicht dafür sorgt das man zuverlässig ist
weil aus Wertschätzung Abwertung wird wenn man nicht wertschätzt
weil aus Loyalität Untreue wird , wenn man nicht loyal ist,
weil aus Ehrlichkeit Lüge wird , wenn man nicht ehrliche Worte spricht

und da man das andere an jeder Ecke bekommt, was ja mit Deinen Eckpfeilern nicht so ist, dann sind die etwas besonderes, etwas was selten ist, was rar ist, inkludiert allerdings auch das es mal anders war - sehe ich anderes, diese Eckpfeiler konntest Du schon immer suchen, weil die Minderheit der Menschen so ist , nicht die Mehrheit und diese Minderheit ist das nicht weil es ihr genetisch oder von Natur aus gegeben ist , sondern weil die Charakterformung
diese Eckpfeiler benötigt und wenn einer einen guten Charakter hat , dann darf der doch stolz darauf sein oder nicht ?

Schließlich hat er jede Menge dafür getan .
Er ist nicht der Lüge verfallen , nicht der Unsicherheit, nicht der Untreue, nicht der Unzuverlässigkeit nicht der Abwertung , sondern hat seinen Charakter an diesen Eckpfeilern festgemacht, weil er die als richtig empfindet.
Und wenn Du etwas richtig machst - egal ob Du das Medikament erfindest was für alle gut ist oder Deine Schuhe richtig zubindest , Du darfst stolz drauf sein, wenn Du etwas geschafft hast.

Das Du das nicht verstehst, das derartige Eckpfeiler ganz bewußt gepflegt werden müssen und das man dafür sehr viel Reflektion betreiben muß und auch die Laufrichtung selbst vorgibt ist auch komisch .
Dir sind die also ohne Dein zutun so zugeflogen .....na dann sind sie doch zufällig gewählt - aber Du hast Dich nicht bewußt entschieden .....gaube ich Dir nicht - dann wärest Du ein Einzelfall.

Andererseits kann ja auch sein das Du Dir in Deiner Jammerphase Realitäten irreal redest.
 

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