Kann gut sein, dass ich derzeit rumjammer. Mach ich in aller Regel nicht. Aber dann ist gerade eben so ein Zeitpunkt wo ich das tue.
Das muss eben auch mal sein. 😉
Nur kennt dich hier keiner, es ist schwierig zu beurteilen, ob das der Normalzustand bei dir ist, dazu zu werden droht oder ob du mal eben ein Ventil brauchst und dann wieder in die Schuhe steigst und dich auf das Leben und Frauen einlässt...
Zum einen, weil Danke in den meisten Fällen ein leeres Wort ist. Für viele gehört es dazu höflich zu erscheinen.
Puh, naja, es IST unter anderem auch eine Höflichkeitsfloskel.
"Reichst du mit bitte das Salz?" "Danke."
Das ist nunmal etwas völlig anderes als:
"Danke, dass du mir in dieser Notlage hilfst, ich wusste nicht mehr weiter!"
Dazwischen liegt dann noch etwas wie: "Danke für deine Unterstützung, zu zweit geht es gleich viel besser!"
Und alles hat seine Berechtigung und darf nebeneinander stehen, findest du nicht?
Das höfliche Danke ist deshalb nicht wertlos, weil ein tiefergehendes Danke bedeutsamer ist.
(Ist es das denn am Ende des Lebens? Oder zählte vielleicht in Summe doch etwas anderes mehr?)
Das löst bei mir wieder diese Frage aus: Muss es denn immer das ganz Große (Thema, Gefühl, Danke) sein? Der Alltag besteht doch vielmehr aus den tausend kleinen Dingen - die man sehr zu schätzen lernen kann.
Die großen Dinge des Lebens sind viel seltener.
Es spricht nichts gegen einen höflichen und freundlichen Umgang im Alltag, der nicht sehr bedeutsam sein muss, um ihn doch schätzen zu können. Für mich. Wie empfindest du das?
Für andere gibt es andere Gründe. Daher gebe ich erst mal nicht so viel darauf.
Ich empfinde das als ein entwertendes Denken. Diese Kleinigkeiten wie 'Bitte', 'Danke', eine kleine, zugewandte Berührung, ein Lächeln, Dinge, die man nebenbei füreinander gut, z. B. eine Tasse Kaffee mitbringen, das macht das Miteinander, den Alltag sehr viel lebenswerter und schöner.
Es gibt da so Momente bei mir...ich erwarte ein oberflächliches 'Danke' oder nichts und dann kommt stattdessen ein lächelnder Blick und ein wirklich empfundenes 'Danke'. Für eine Nebensächlichkeit, bei der ich das nie erwarten würde.
Oder ein kleines Geschenk liegt da als Überraschung. Unnötig im Grunde, ja. Aber so schön! Das tut gut.
Und genau das darf und sollte Miteinander sein: ein Geben und ein Nehmen.
Ein anderer hingehen kann nicht bitten, redet über Themen, fragt, ob man jemanden kennt, der das machen könnte, würde aber nie um Hilfe bitten. Er ist eben so, hat da seine Blockaden.
Hingehen, helfen, sich über sein schüchternes Lächeln freuen, fertig.
Dieses scheue Lächeln ist verdammt viel wert, da braucht es kein ausgesprochenes Wort.
Und darüber freue ich mich, sehr sogar.
Wäre er ein brummiger Das-hätte-es-doch-nicht-gebraucht-Typ, wäre das ebenso in Ordnung. Auch ein Zeichen, dass er sich gefreut hat und dankbar ist.
Käme aber so gar nichts und nur ein missmutiges Gesicht oder immer abwehrende Worte, wäre es das irgendwann mit Hilfe.
Also klar erwarte ich eine Form von Dankausdruck! Warum auch nicht?
Ein anderer Grund ist, dass man mir eben nicht zu Dank verpflichtet ist. Das hat für mich oftmals den Beigeschmack von "ich stehe unter Dir, also bin ich Dir dankbar.".
Das kommt doch nicht von nichts, dass du das so empfindest. Wer gab dir dieses Gefühl, dass du unter ihm stehst und ihm dankbar sein musst?
Gegenseitige Hilfe ist für mich, in einem gewissen Rahmen, selbstverständlich. Da braucht man dann nicht dankbar sein.
Doch. Bei aller Selbstverdtändlichkeit der Hilfe ist ein Danke ebenso selbstverständlich. Auf welche Weise auch immer, s.o.
Wieso sollte ich auf meine Eckpfeiler stolz sein? Das verstehe ich tatsächlich nicht so ganz.
Ich kann stolz sein wenn ich eine entscheidende Formel für ein Medikament herausgefunden habe, wovon die Allgemeinheit was hat.
Ich erachte meine Eckpfeiler als für mich sinnvoll. Ich. Aber das heißt ja nicht, dass es andere auch so sehen. Daher fände ich stolz darauf sein etwas überzogen. Denn schließlich habe ich ja für diese Eckpfeiler nichts getan. Dass ich so denke wie ich denke und diese als essentiell erachte ist ja meinem Denken geschuldet. Und dass ich so denke wie ich denke ist ja eher von"Natur aus" denn freiwillig so entschieden. So sehe ich das.
Nicht auf die Existenz deiner Eckpfeiler sondern dafür, dass du sie dir erarbeitet hast und dass du danach lebst.
M.E. hast du dafür sehr wohl etwas getan, du könntest dich ebenso entscheiden, wie ein kaltherziger Arxxx zu denken und zu handeln.
Reflexion.
Wieso ich mir diese Tussies aussuche? Kann man da wirklich von aussuchen reden? Es ist ja nicht so, dass es ihnen auf die Stirn geschrieben steht. Oder dass ich mir denke "Ich mein Leben braucht mal wieder etwas Drama, ich such mir eine die mich bisschen verarscht.".
Bewusstes Denken ist das eine, aber was läuft unbewusst ab?
Kann man Sympathie beeinflussen? Ich meine das jetzt ernst und nicht zynisch: kann ich selbst beeinflussen wen ich sympathisch finde und wen nicht?
Wenn man sich weiterentwickelt, man Dinge erkennt, die früher im Verborgenen lagen, kann das Einfluss darauf haben, mit welchen Menschen man sich umgeben möchte.
Manchmal boykottiert man sich auch selbst und hält an einem Typ Mensch fest, von dem man weiß, dass er einem nicht gut tut.
Alles ist möglich.
Denn das wahre Ich zeigt sich doch erst im Laufe der Zeit und nicht auf den ersten Blick
Mit zunehmender Erfahrung sollte das leichter zu erkennen sein. Was sind deine red flags?
Eine Psychologin erklärt dir, wie du Red Flags beim Dating oder in der Beziehung erkennen und die ersten Warnzeichen ernst nehmen kannst.
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Wieso ich das Gespräch nicht lenke? Weil ich weiß, dass man keine Lust hat darüber zu reden. Da wird dann, wenn, kurz drüber gesprochen, und dann kommt "Hab ich Dir schon erzählt, dass ich mir eine neue Abgasanlage fürs Motorrad holen will?"
Was für Themen sind das, über die deine Freunde nicht sprechen mögen?
Es gibt für unterschiedliche Menschen verschiedene Bereiche, die sie abdecken können, für andere Bereiche sind wieder andere Menschen besser geeignet. Ein Mensch kann nie alles abdecken.
Vielleicht brauchst du für bestimmte Themen andere Menschen?
Neid ist meist sehr negativ konnotiert und geht oft mit Missgunst einher. Und das ist nicht der Fall. Aber ja, ich sage ganz direkt, dass ich die Person ein Stück weit beneide.
Ja, leider wird das oft verwechselt oder vermischt.
Neid sehe ich nicht negativ.
Das kann sogar eine gute Antriebsfeder sein.