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In Brennpunktschulen scheitern mehr als 80% an Mindeststandards im Lesen und Mathematik

G

Gelöscht 120756

Gast
laut einer Auswertung der Leseleistung und Mathematikleistung an Brennpunktschulen (Grundschulen) in NRW. Es liegt nicht an Corona, weil die Daten aus der Zeit von vor Corona stammen. Sowohl der Zusammenhang zwischen Leistung und sozialer Herkunft als auch der zwischen Schulen in guter und schlechter Lage hat sich vergrößert.
Welche Gründe vermutet ihr und welche Verbesserungsvorschläge hättet ihr?

Eigentlich geht es in dem Artikel um Schulen und nicht um Familien. Es geht darum, wie stark die Schule das weitere Leben beeinflusst. Was sind denn eure Gedanken dazu?



 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Portion Control

Urgestein
Bildung ist eh unrelevant geworden. Man benötigt diese ja kaum zum Kinder bekommen, sondern lediglich um eine berufliche Karriere starten zu können. Aber es geht ja auch nicht mehr ums arbeiten gehen und auch nicht um eine ausgewogene work-life-balance. Man möchte eine life-work balance.

Bürgergeld plus 520 Euro job, von diesem bleiben dann ca. 400 Euro hängen und somit hat man genug zum Leben und seine Ruhe. Ist auf niemanden angewiesen und man wird auch von keinem genervt.

So sieht es mittlerweile vielerorts aus.
 

Daoga

Urgestein
Die Eltern zur Verantwortung ziehen natürlich. Wer sein Kind liebt, setzt sich auch mal ein paar Stunden mit ihm hin und paukt Lehrstoff, der nicht ganz sitzt. Oder bezahlt wenigstens eine Nachhilfe. Für die Bildung ist nicht allein die Schule zuständig, da haben auch die Eltern eine Bringschuld!
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Nach mir bekannten Zahlen ist dies ein stetige Entwicklung seit Jahren, die auch derzeit weiter in diese Richtung entwickelt. Dies ist meiner Meinung nach primär auf Migration zurückzuführen.

1) Migranten-Kinder haben mehr Defizite als Deutsche:
Die im vergangenen Jahrzehnt durchgeführten internationalen Vergleichsstudien zeigen, dass Migrantenkinder in fast allen wichtigen Einwanderungsländern der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) tendenziell mehr oder weniger große Leistungsdefizite im Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften gegenüber den Einheimischen aufweisen.

2) Es gibt immer mehr Schüler mit Migrationshintergrund
Von den rund 11,1 Millionen Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2022/2023 haben 1,6 Millionen eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das sind knapp 18 % mehr als im Schuljahr 2021/2022. Damit haben rund 14 % aller Schülerinnen und Schüler einen ausländischen Pass. In den allgemeinbildenden Schulen stieg die Zahl der ausländischen Schülerinnen und Schüler sogar um fast 22 %.
.

Ergebnis aus 1+2:
Immer mehr schlechte Schüler

Verbesserungsvorschläge:
Bei der Migration klar unterscheiden zwischen
A) qualifizierte Migration in den Arbeitsmarkt. Diese ist willkommen und die Kinder dieser Migranten sind in der Schule meist auch relativ gut und hinken oft nur anfangs hinterher bis sie die Sprache gelernt haben
B) Armutsmigration, insbesondere aus fernen Kulturen

Um B müsste sich aktiver gekümmert werden. Sprachkurse, Nachhilfe etc.
Selbst dann hat es aber dies Migrantenschicht schwer. Die Kinder wachsen in Familien auf, die zuhause nicht deutsch sprechen, arbeitslos sind und manchmal deutsche Kultur und Gesetze ablehnen. Viele Kinder mit Migrationshintergrund sind daran natürlich völlig unschuldig und können einem Leid tun.

Es ist nur leider ein Tabuthema. Migration wird gerne so beschrieben, dass es nur arme Flüchtlinge gibt, denen man helfen muss und Fachkräfte. Und alle gliedern sich gaaaanz toll in Deutschland ein. Nur ist das nicht so.
Insbesondere in den letzten 10 Jahren hat unsere Migrationspolitik den problematischen Anteil in unserer Bevölkerung erhöht. Problematisch in dem Sinne, dass anteilig mehr Menschen in Deutschland sozial schwach sind, gesellschaftlich isoliert und vorgenannte Bildungsdefizite haben.
Böse gesprochen: Wenn man Einwanderung nicht reglementiert und jedem Migranten bedingungslose und umfangreiche soziale Hilfen gewährt, dann kommen nicht unbedingt die schlausten und besten nach Deutschland.
 

Daoga

Urgestein
Es sind nicht nur die Migranten, die das Bildungsniveau nach unten ziehen. Auch deutsche Schüler bekommen anscheinend immer weniger Bildung vom Elternhaus mit, sei es daß die eigenen Eltern bildungsfern sind oder daß die ständige Benutzung von Handys die Lernfähigkeit vermindert, zu viel Informationsüberflutung bei zu wenig Hintergrundwissen um das einordnen zu können. Gelesen wird auch nicht mehr so viel wie früher, damit meine ich Bücher. Zu lang, zu anstrengend, heute soll am besten alles in schnell zu konsumierender Brühwürfelform kommen. Sich fürs Lernen mal längere Zeit auf den Hintern setzen zu müssen gilt heute als nicht mehr zumutbar.
 

Sonnenblume4407

Aktives Mitglied
Das Problem ist ja auch das die Klassen viel zu groß sind 30-35 Kinder in einer Klasse nur ein Lehrer.
Ich habe eine Bekannte die ist Grufschul Lehrerin und sie sagte mal von den 35 Kinder können ungefähr die Hälfte kein Deutsch. Die andere Hälfte Würde eher auf eine Förderschule gehören weil sie eben Verhalten auffällig sind.
Und die paar Kinder die keine Probleme haben sollten am besten das Niveau der Klasse halten. Das es nicht klappt sollte klar sein. Dazu kommen noch Eltern die nicht einsehen wollen das ihre Kinder Probleme haben und der festen Überzeugung sind das ihre Kinder hoch intelligent sind.
Das beste für die Kinder wäre kleine Klassen 10-15 Kinder und dann auch zwei oder drei Lehrer pro Klasse. Auf diese Weise könnte man auch kleine lerngruppen bilden wo die Kinder in Ruhe lernen können. Und Lehrer die in Ruhe den Kindern was bei bringen können.
 

ah_naja

Aktives Mitglied
Ich kann dir keine Quelle mehr nennen, habe ich vergessen. Aber irgendwo habe ich gelesen, dass auch Lehrer dazu neigen, Kinder unterschiedlich nach ihrer Herkunft zu bewerten. Natürlich unbewusst. Das wirkt sich dann auf die Wahl der Schulform, die gewählte Schule usw. aus.

Ich finde aber, hier ist auch unser Schulsystem zu kritisieren, das zu schnell selektiert. In anderen Ländern ist das ja so gar nicht vorgesehen. Schon schade.
 
G

Gelöscht 77252

Gast
Das Problem ist ja auch das die Klassen viel zu groß sind 30-35 Kinder in einer Klasse nur ein Lehrer.
Nein, eigentlich nicht. Wir waren in der Grundschule 43 oder 44 Kinder in einer Klasse, und das hat geklappt. Meine Mutter berichtet, dass sie mehr als 50 waren, und das hat auch geklappt (nun ja, damals durfte der Lehrer noch den Rohrstock benutzen, in meinen Jahrgängen aber schon nicht mehr).
Das Problem liegt eher da, wo Daoga es verortet. Und wohl auch darin, dass sich die Lehrer heutzutage mit einer überbordenden Bürokratie herumschlagen müssen.
 
G

Gelöscht 77252

Gast
Ich finde aber, hier ist auch unser Schulsystem zu kritisieren, das zu schnell selektiert.
Da bin ich der gegenteiligen Meinung, es selektiert viel zu wenig. Die Hauptschule wurde abgeschafft, das Einser-Abi ist inzwischen inflationär. Es wird alles gleich gemacht, es werden zu geringe Anforderungen gestellt. Man darf ja keinen Schüler zurücklassen, wie es so schön heißt.
 
Die "Bild" titelte heute: "Arbeit lohnt sich nicht mehr!". Bezogen auf Schule: "Leistung lohnt sich nicht mehr!". Die Gründe sind zahlreich. Die genannten "Brennpunktschulen" werden ja häufig mit hohen Migrantenanteile aszoziert. Wenn man bedenkt, dass erst ab der 3. Einwanderungsgeneration mehr oder weniger eine herkunftsunabhängige Chancengleichheit hergestellt ist und gleichzeitig die enorm hohen Zuwanderungsraten in den letzten Jahren betrachtet, dann weiß man, die Lage ist hoffnungslos!
 

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