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Immer nur zweite Wahl bei "Freunden"

Eileen1984

Mitglied
Hi zusammen, ich habe leider schon seit ich denken kann das Problem, dass ich noch nie wirklich gute Freunde hatte. Schon in meiner Kindheit haben vermeintliche Freunde mich nur angerufen, ob ich nachmittags zu ihnen zum Spielen kommen möchte, wenn jemand anderes keine Zeit hatte. Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.

Inzwischen bin ich 36 und habe exakt dasselbe Problem wieder bzw. immer noch. Auf meinem bisherigen Weg habe ich schon viele vermeintliche Freunde kommen und gehen sehen, und immer hatte ich das Gefühl, dass mir mehr an den anderen Leuten lag, als ihnen an mir.

Aktuell ist es auch wieder so, dass ich mich in einer Zumba-Gruppe angemeldet und dort drei nette Frauen in meinem Alter kennen gelernt habe, die sich auch alle zuvor noch nicht kannten. Wir waren dann ein paarmal gemeinsam Essen und mir wurde mehrfach und unabhängig voneinander gesagt, dass ich ja so ein "angenehmer Mensch" wäre und dass man mit mir ja über so vieles sprechen könne. Ich ging also davon aus, dass von ihrer Seite zumindest sowas wie Sympathie da war.

Dann habe ich irgendwann mitbekommen, eher so am Rande, dass sie zu dritt einen Wochenendtrip geplant hatten. Ich wurde nicht gefragt und wusste auch nichts davon. Letzten Endes wurde dann eine der Damen krank und plötzlich war man ganz interessiert daran, mich einzuladen, da ja jetzt ein Platz frei geworden ist. Sorry aber wer würde sich da nicht veräppelt vorkommen?

Ich habe daraufhin gesagt, dass ich leider schon was anderes vorhabe am Wochenende und dass sie mich ja gleich hätten fragen können und nicht erst, als eine krank wurde. Als Antwort kam "Ach, das hat sich einfach so ergeben, das war nicht böse gemeint!"

So ist es bei mir und meinen "Freundschaften" aber leider immer. So nach dem Motto "Freundin X kann nicht, also fragen wir halt die doofe Eileen, vielleicht hat die ja nix vor!"
Ich würde so ein Verhalten verstehen, wenn ich eine Klette wäre oder sonst irgendwie unangenehm, aber angeblich wollen die Leute ja mit mir befreundet sein und erzählen mir auch immer von sich aus, wie toll sie mich doch finden, aber bei irgendwelchen Aktivitäten bin ich dann diejenige, die entweder erst hinterher davon erfährt, oder nur gefragt wird, wenn jemand anderes abspringt.

Ich habe einfach die Nase voll davon. Warum ist das so? Was mache ich falsch?
 

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unschubladisierbar

Aktives Mitglied
Ich verstehe was du meinst. Aber du solltest es aus einem anderen Blickwinkel sehen.
Immerhin kommt man auf dich zu und bietet dir an mitzukommen.,

Du solltest nicht immer darauf warten das man auf dich zukommt. Werde selbst aktiv!
Solche Verabredungen und Ausflüge ergeben sich tatsächlich so nebenbei.
Erwarte nicht das man dich überall mit einplant. Statt zu sagen das man dich gleich hätte fragen können und nicht erst weil Person x ausfällt, hättest du auch sagen können das es dich freut das man dich fragt und du auf jeden Fall Interesse an solchen Aktivitäten hast. Es dir aber zu kurzfristig ist und du beim nächsten Trip gerne mitkommst.
Oder einfach mitgehen können. Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen um eure Freundschaft zu stärken und um beim nächsten Mal automatisch mit eingebunden zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Eva

Aktives Mitglied
Ich glaube nicht, dass es an dir liegt. Die Menschen haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr zu Egoisten entwickelt, und sind erst einmal nur auf ihr eigenes Wohl bedacht.

Ich habe auch schon lange die Schnauze voll von Menschen, für die man gut genug ist, wenn sie einen brauchen oder etwas von einem wollen.
 

tomtom1972

Aktives Mitglied
Mir ist so ein Phänomen auch schon aufgefallen und ich kenne beide Seiten.
Es ist, warum auch immer, einfach so dass bestimmte Personen "pflegeleichter" sind, oder zumindest so empfunden werden als andere.
Ich fand z.B. einfach gewisse Vorlieben, oder Präferenzen eher langweilig oder untreffend und wollte dann wo anders hin, oder einen anderen Film sehen, oder eben nicht zum 15ten mal hintereinandee zum Italiener. Hat mich dann auch nicht gewundert, dass ich da eher selten eingeladen wurde.
Andererseits war ich es auch leid mit bestimmten Personen immer diskutieren zu müssen, oder Alternativen zu suchen, die dann keinen wirklich gefallen haben.
Mit anderen Leuten man sich "blind" einig.
Die Übergänge sind fließend, und meist steckt halt eher Bequemlichkeit dahinter als böse Absicht.
Einfach Geduld, liebe TE, du findest schon noch deine passende Clique.
 

GrayBear

Aktives Mitglied
Ich kann @unschubladisierbar , @Eva und Dir zustimmen. Freundschaften kommen einem manchmal vor, wie Wasserschöpfen mit einem löchrigen Eimer. Mancher Leute Eimer scheinen irgendwie weniger "Löcher" zu haben, wie meiner, sie haben eine andere "Technik", sie schöpfen schneller und was weiß ich! Ein ehemaliger Schulkamerad (Damals nannte man das noch so) war immer der Party-King. Der hat alle Mädels abgeschleppt, war beliebt wurde überall hin eingeladen. Na ja, warum wohl? Er hat sich getraut, wo ich mich nicht getraut habe. Bis ich meine drei nächsten Sätze "parat" hatte, war er schon auf der Tanzfläche.

Heute sieht seine Welt ganz anders aus. Er ist verbittert, wie wenig seine Freundschaften "getaugt" haben und wie oft er betrogen und hintergangen wurde. Aber er lebt sein Leben und das Lachen fällt in seiner Gegenwart noch immer nicht schwer.

Ja, manchmal muss man den Eindruck haben, dass es bei anderen immer irgendwie "besser" läuft. Aber wenn man genauer hinschaut, dann ist oft (nicht immer!) nur die zeitliche Abfolge eine andere. Bei Dir "klappt" es, bei anderen nicht und umgekehrt. Über die letzten 61 Jahre habe ich gelernt, dass ich mich an solche "Eindrücke" nicht halten darf. Ok, es ist sche...e, wenn es gerade nicht gut läuft und manchmal bin ich mit meinen Eigenheiten, meinen Gewohnheiten leider doch der Grund, dass ich nicht eingeladen werde, aber dann kommen auch wieder andere Gelegenheiten und ich kann an meinen Kanten etwas feilen, damit ich eben doch eingeladen werde.

Der Umgang mit Menschen ist manchmal ganz einfach, manchmal schwer und meistens irgendetwas dazwischen. Aber der immer konstante Faktor in diesem "Spiel" bin ich. Wenn ich also realisieren muss, dass "da" was schief läuft, dann lag es leider bei ehrlicher Betrachtung nicht gerade selten an mir. Warum mache ich nicht mehr den Mund auf? Warum lerne ich keine Witze auswendig, damit ich welche habe, wenn sie sinnvoll sind? Warum erwarte ich, dass ich angesprochen werde? Nur um das wage Gefühl zu haben, dass ich doch jemandem etwas wert bin? Die Kunst der Konversation kann man lernen. Ist leider so, auch wenn mich das nicht gut dastehen lässt. Es liegt nicht immer an den anderen.

Der "giftigste" Spruch in diesem Zusammenhang war für mich: "Sei selbst das Wunder, das Du erwartest". Wir Menschen sind beileibe nicht alle gleich und ticken recht unterschiedlich. Aber mit etwas Übung und so manchen blamablen Momenten kann ich über meine Grenzen hinaus wachsen. Nein, ich bin nicht über alle meine Grenzen hinausgewachsen, beileibe nicht, aber in manchen Momenten lasse ich mich nicht mehr von ihnen stoppen. Auch wenn mir das Herz bis zum Hals pocht, kann ich heute auf Menschen zugehen, kann "mitmischen". Und leider immer noch zu oft lande ich auch immer wieder mal da, wo ich seit 50 Jahren nicht sein möchte. Leicht fällt mir das alles nicht und es muss auch Dir nicht leicht fallen. Aber mach es trotzdem.

Ich kann nicht aus allen Zitronen Limonade machen, denn manchmal habe ich diese "Limonade" wirklich so satt, dass sie mir zum Hals raushängt. Dann igle ich mich ein, mache, was mir gerade einfällt und nehme mir vor, es am nächsten Tag oder dem Tag darauf wieder anzugehen.

Was Du falsch machst, kann ich Dir aufgrund der paar Zeilen nicht sagen. Aber was garantiert falsch ist, ist das: aufgeben.
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied
Ich habe einfach die Nase voll davon. Warum ist das so? Was mache ich falsch ?
Ich versuche mal auf deine Frage,meiner Sicht nach, genauer einzugehen.

Wenn du ein freundlich sympstischer Mensch bist und Du, sagen wir mal von mir und den anderen Freuden nicht als erstes eingeladen wirst, (ich gehe mal in die Rolle der anderen)
dann tatsächlich, weil du nur Nett und Freundlich bist.
Solche oberflächlichen Komplimente sage ich zu Menschen, um Sie einzube-ziehen, (ziehen) möchte..

Du merkst selber das nur "Nett und Freundlich" als Kompliment, nicht wirklich ausfüllt.
So füllt es auf anderer Seite, auch nicht Richtig aus.
Man kann nix da gegen sagen, aber auch nicht so viel dafür.
Es ist nicht so richtig Greifbar ..
Mit allen Ecken und Kanten, eigener Wichtigkeit, Meinung , Eigenheiten, Launen, Verletzlichkeiten, Verücktheiten, Leidenschaftlichkeiten ?
Von irgendwas bitte etwas mehr, all das eben was einen selbst Wichtig ist und das eigene Leben ausmacht.
Wer bist Du ?
Manchmal geht das Leben so schnell, das man da nicht mehr nach Fragen kann und man sucht
sich dann automatisch die Menschen aus, die mehr von ihrer Person preis geben.

Je mehr Du dir also deiner selbst Bewusst wirst, werdu bist und was dich ausmacht, desto interessanter und natürlicher wirst Du sein.
Es ist dann keine Frage mehr sein, welchen Platz du einimmst oder wehm du gefällst, weil
Du bist.
So, wie du bist
.
Nicht Perfekt, das ist keiner, aber doch einzigartig in seiner Person.
In sich sein, verstehst was ich meine ?

Und die Leute die gar nix mit dir anfangen können,haben selber Schuld und verpassen was.
Du wirst sie nicht mehr brauchen und die für dich passenden Menschen automatisch anziehen.

Sich so Bewusst zu werden,kommt natürlich nicht von Heute auf Morgen, aber ich würde dir Raten
dich mehr auf deine innere Welt ,deinen Charakter ,dein Bewusstsein, deine Macken und Liebens-würdig-keiten zu Besinnen und da hinter wie ne 1 zu stehen.
Dann stehst vor den Menschen und nicht dahinter.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Ich würde so ein Verhalten verstehen, wenn ich eine Klette wäre oder sonst irgendwie unangenehm, aber angeblich wollen die Leute ja mit mir befreundet sein und erzählen mir auch immer von sich aus, wie toll sie mich doch finden, aber bei irgendwelchen Aktivitäten bin ich dann diejenige, die entweder erst hinterher davon erfährt
ich kenne das aus Studienzeiten,
als ich dann keinen Kontakt mehr gesucht habe, war die Beziehung auch durch.
Also lag es doch an mir, aber nicht im Sinne, dass mit mir was nicht stimmt, sondern einfach, dass die anderen besser zueinander gepasst haben. Langfristig gesehen fand ich das immer einen guten Indikator für Freundschaften - wenn von anderer Seite nichts mehr kam, war ich halt keine Freundschaft, sondern Zeitvertreib.
von dem ich kurzfristig auch was hatte, aber langfristig hat es halt nicht ausgereicht. Nächstes Mal vielleicht dann besser und solche nächsten Male kamen dann auch, aber eben nicht immer.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Also so schlecht finde ich das nicht, als "Ersatzfrau" angesprochen zu werden.

Immerhin geht es um einen Wochenendtrip. Da würde ich längst nicht jeden mitnehmen.
doch, in der Konstellation ist das beleidigend. Keiner hätte die Drei daran gehindert, von vorne herein Vier zu planen.
Eine Nachbesetzung IST diskriminierend und persönlich.
 

Jusehr

Sehr aktives Mitglied
Keiner hätte die Drei daran gehindert, von vorne herein Vier zu planen.
Vielleicht gab es nur eine Bleibe für drei Personen. Ähnliche mögliche Gründe, die die Personenzahl auf 3 beschränken, gibt es wohl noch viele.

Eine Nachbesetzung IST diskriminierend und persönlich.
Auch das würde ich anders sehen. Wenn jemand in der Bundesliga für die erste Wahl eingewechselt wird, der sich gerade schwer verletzt hat, ist das gewiss keine "Diskriminierung". Er wird quasi zur 1. Wahl berufen.
 

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