LG, Nordrheiner
Hallo Rhenus, zu Deinem Beitrag 128 und Deinen Fragen (in Schwarz) meinen Beitrag und meine Antworten in Blau:
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Nun lässt sich ja trefflich darüber streiten was GUT was BÖSE ist.
Du gehst ja sofort hin und maßt dir sogar die Deutungshoheit an.
Ich habe (m)eine Meinung – auch zu diesen Begriffen. Bitte nicht mit Deutungshoheit verwechseln.
Wenn ich jedoch Fakten sprechen lasse, dann ist eben aus der Vergangenheit zu lernen, dass der Glaube Böse ist und der Nichtglaube an ein erfundenes Phantasiegebilde gut!
Siehst Du, das ist Deine Meinung. Der Vollständigkeit halber solltest Du dabei erwähnen, dass Du die Fakten ignorierst, die Deiner Meinung widersprechen – und das auch nachdem Du von anderslautenden Fakten erfahren hast. Ich mag Dich trotzdem, auch wenn Du ein Ignorant bist.😉
Denn es ist bewiesen, dass Glaube nicht nur nichtvorhandene Berge versetzt, sondern zu den schrecklichsten Taten fähig ist.
Das ist doppelt falsch. Es ist nach meiner Kenntnis lediglich noch nicht bewiesen, dass sich durch den Glauben (an Gott) Berge versetzen lassen. Auch sind es immer Menschen, die zu den schrecklichsten Taten neigen. Und wenn man dem Wort „Glaube“ bei Menschen nachgeht, die die schrecklichsten Taten durchführen, wirst Du Dich wundern, wie sehr der Glaube dieser Menschen von der Lehrmeinung Jesu Christi abweicht.
Zudem wundere ich mich immer mehr über dich...
1) Denn wäre ich gläubig, so würde ich meinen, dass nur Gott wissen würde, ob ich gläubig wäre.
2) Woher weißt du, dass du es tatsächlich bist?
Zu 1) nein. Glaube bedeutet nicht (nur) für wahr halten, dass es Gott gibt, sondern Ihm vertrauen. Es entsteht ein Vertrauensverhältnis, aus dem heraus Du Erfahrungen machen würdest, die Dir bestätigen, dass es richtig ist, Gott zu vertrauen, dass Du mit Deinem Glauben auf dem Weg bist, der Dir richtig erscheint. Du wüsstest selbst, dass Du gläubig bist. Als Spiegelbild Deiner Gläubigkeit dienen die Handlungen, die Du aufgrund Deiner Gläubigkeit initiierst und so mit der Lehrmeinung Jesu Christi vergleichen kannst. (Ein guter Baum trägt gute Früchte….).
Zu 2) …ich weiss es, weil ich Gott vertraue und diese Erfahrungen – siehe 1) – gemacht habe.
Frage:
Wie kommt es, dass wir über ein Thema der Zukunft letztlich über den Glauben diskutieren?
Wo wir doch wissen, dass andere Dinge wichtiger wären...
Vermutlich deswegen, weil der Glaube oder Nichtglaube die Antriebskraft sowie die Richtung beeinflusst, mit der wir uns an Lösungen heranwagen.
Und der Glauben, den du lebst, wird doch in der absoluten Minderheit sein.
Das kann schon sein. Aber der Minderheitsfall ist kein Kriterium für Falsch.
Denn nur du bekommst doch ein Update, wer sich Christ nennen darf. Siehe 1)
Falsch. Siehe meine Antwort oben.
Denkst du daher, dass ein Ende nahe ist?
Ich denke schon, dass wir uns dem Ende einer Welt nähern, in der Gottesverweigerung, Krieg, Krankheit und Leiden aller Art das Leben der Menschheit beeinflussen und bedrohen. Aber was ist schon nahe? Es werden in der Bibel Ereignisse beschrieben, deren Eintritt das nahende Ende ankündigen. So wie dunkle Wolken den Regen ankündigen, kündigen bestimmte Ereignisse das Ende einer gottesfernen Welt an.
Fühlst du dich einsam und suchst Mitstreiter?
Ich bin nicht einsam – ich weiß mich von Gott umgeben – auch wenn ich alleine bin. Ich freue mich immer über Mitstreiter, aber die Suche danach ist mir eher fremd. Ob z.B. 1.000 Leute meine Meinung teilen und unterstützen oder nicht, beeinflusst mein Denken und Handeln in keiner Weise.
Wie warst du im Arbeitsleben, warst du akzeptiert oder trafst du auf Kritiker deines Glaubens?
Bisher habe ich im Arbeitsleben eher Anerkennung gefunden, und zwar besonders dann, wenn sich bei mir Denken und Handeln deckten und ich dazu stand, auch wenn ich auf Widerstand stieß. Ein Fall ist mir besonders gut in Erinnerung geblieben. Ich hatte die Aufgabe übernommen ein Unternehmen zu sanieren, welches zahlungsunfähig war. Kunden bezahlten keine Rechnungen mehr – im Gegenteil, sie schrieben Gegenrechnungen, z.B. Schadensersatzrechnungen. Den leitenden Angestellten war – bis auf eine Person – gekündigt worden. Der Kontokorrenkredit war mehr als ausgereizt und keine Sicherheiten vorhanden, um einen evt. Kreditantrag zu stützen. Der Unternehmer wollte Konkurs anmelden und sich auf dem Rückweg vom Amtsgericht einen Strick kaufen. Ausnahmsweise lies ich mich auf eine Arbeit „auf Erfolgsbasis“ ein. Nach einigen Wochen lud mich die Ehefrau des Unternehmers zum Essen ein. Sie tat dies, da sie mich interviewen wollte, worauf meine Arbeit bzw. meine Einstellung beruht. Sie war besorgt, denn ich sei ein Mensch, der bei seiner Arbeit Fröhlichkeit verbreiten würde und trotzdem „den Karren“ nach vorne bewegt. Sie vermutete, ich sei ein Mitglied von Scientology. Als ich das verneinte und als Grundlage meinen Glauben an Gott, Jesus Christus und die Bibel benannte, war sie beruhigt. Das Unternehmen war übrigens ca. 6 Monate später gerettet und warf sogar Gewinn ab.
Bist du in deiner Familie isoliert?
Sozial gesehen bin ich nicht isoliert. Was meinen Glauben anbelangt, so sieht im Gegensatz zu mir meine Familie es nicht als primär wichtig an, sich intensiv um ein gutes Verhältnis zu Gott zu bemühen.
Fühlst du dich vom Bösen umzingelt?
Zum Glück nicht.
Hast du Erscheinungen?
Manchmal, wenn meine Mädels die Musik zu laut aufdrehen, erscheint die Mitbewohnerin unter uns und beschwert sich. Ansonsten eigentlich nicht. 😀
Spricht Gott mit dir?
Wenn Du damit wissen willst, ob z.B. von der Zimmerdecke her eine Stimme mit mir spricht, so kann ich das klar verneinen. Aber in meinem Herzen merke ich schon, wenn Gott mich „lenken“ will. Es gibt Menschen, die mit wenigstens einem ihrer fünf Sinne Gott oder eine übersinnliche Erscheinung gehört oder gesehen, gespürt haben wollen. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen und bin bei solchen Erlebnisberichten eher skeptisch, weil diese sich nicht mit meinen Erfahrungen decken.
Fügt es dir (wie körperliche) Schmerzen zu, wenn jemand deine Sicht des Glaubens infrage stellt?
Nein. Aber es berührt mich auch emotional. Wenn der Fragende hinter seinen Fragen eine Suche erkennen lässt, lösen seine Fragen eher Freude aus. Wenn der Fragende erkennen lässt, dass er zerstören will, destruktiv ist, löst die Begegnung eher Trauer aus.
Fühlst du dich berufen zu missionieren?
Wenn ich den Eindruck habe, zu einer Verbesserung durch Worte oder Taten beitragen zu können, dann rede und handel ich.
Lässt es dich verzweifeln, dass man deine Worte nicht hört, sie zurück weist?
Überhaupt nicht. Es ist mir bewusst, dass die Mehrheit der Menschen dazu neigt, den aus ihrer Sicht möglichst einfachen und bequemen Weg zu wählen. Als Christ zu leben bedeutet die Wahl für einen unbequemen Weg, auf dem der „Wanderer“ auf Widerstand stößt. Eigentlich bin ich eher ein glücklicher Mensch.
LG, Nordrheiner