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Ich will gehen und schaff es nicht

Finanziell abhängig von ihm bin ich nicht.
Das ist doch schon mal gut.
Ich hab auch keine Angst, dass er mir danach etwas antun könnte. Er wird nicht gewalttätig. Zumindest nicht körperlich.
Vor welchen möglichen Reaktionen hast du konkret Angst?
Wenn deine Trennungspläne konkreter werden, würde ich mir an deiner Stelle überlegen, wie ich die einzelnen Steps usw. regeln will.

Beispielsweise wäre ich für ihn danach nur bedingt erreichbar - lass dich bloß nicht telefonisch oder per WA von ihm terrorisieren.

Anderes Beispiel: Nimm jemanden mit, falls du noch etwas aus der gemeinsamen Wohnung holen willst. Führe auch das Trennungsgespräch ggf. in Anwesenheit einer weiteren Person, vielleicht auch an einem neutralen Ort....und danach gehst du!

Eigenes Konto anlegen lassen, falls du das noch nicht hast.

Wichtige Unterlagen sichern und außerhalb der Wohnung sicher verwahren.
Es fühlt sich an als würde ich einfach so 20 Jahre wegwerfen.
Auch wenn es sich so anfühlt - du wirfst sie nicht weg:
1. Sind sie eh bereits Vergangenheit

2. Besteht eher die Gefahr, dass du den 20 Jahren noch weitere potentiell gute Jahre "hinterher wirfst"....

3. Du darfst dir auch schöne Erinnerungen bewahren.
 
Hallo liebe Flora86,

das tut schon im Herzen weh, zu lesen, dass Du Dich nicht zu klingeln traust und 5 Minuten wartest, weil Du weißt, er wird wieder wütend. Das muss sich niemand geben. Und es ist ja nur EIN Beispiel von vielen Momenten, die Du schildern könntest, vermute ich.

Kleine Schritte sind super. Gut, dass Du schon im Internet nach Wohnungen suchst.
Den Anderen kann ich nur zustimmen: Du wirfst eher Deine Zukunft weg, wenn Du bleibst.
Die Vergangenheit ist eh vorbei. Abschied ist NIE leicht. Ich kenn zumindest niemanden, dem es leicht fällt. Es ist doch normal, dass man nach langer Zeit oder vielen Erlebnissen miteinander trauert.
Völlig in Ordnung. Es ist aber DEIN Leben und nicht Seines.

Ich bin auch vom Typ Berge-für-andere-versetzen. Ich glaube, deswegen kann ich Dich auch so gut verstehen. Da kommt ja aber offenbar nichts Gutes, Unterstützendes, Respektierendes, Liebevolles zurück. Das würd ich mir dann auch nicht geben. Liebe ist zwar insofern kein Deal und man sollte kapitalistische Gedanken aus sowas raushalten. Aber: Du WILLST ja gehen, Du fühlst dich nicht mehr wohl. Und Du wirst es schaffen, zu gehen. Wohnungssuche ist ein guter Anfang.

Viele Mut und Kraft weiterhin!
SinaLynn
 
Wie mein Thema schon sagt möchte ich nur noch gehen und schaff es doch nicht.
Ich bin jetzt 39 Jahre alt. Mein Mann ist 42. Wahrscheinlich ist das nicht mal wichtig. Wir sind 20 Jahre zusammen. Wir konnten keine Kinder bekommen.
Ich fühl mich nicht mehr sicher. Ständig bin ich auf Hab acht Stellung. Mach nur nichts Falsch, mach ihm alles Recht. Irgendwann war das alles mal anders. Aber nicht mehr heute.
Wenn was schief läuft bin ich schuld. Nie er. Vielleicht gibt hier jemanden der das selbe durch hat und mir Mut zusprechen kann. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Ich möchte nur einmal im Leben ich sein.

Ist jemand von euch ohne Schuldgefühle gegangen?

Das klingt nach einer Toxischen Beziehung, wo du auf rohen Eiern läufst. 20 Jahre Ehe sind viel Holz.
Vielleicht hat es sich zu einer Frust-Spirale entwickelt, ich kenne das selber, da kommt man eigentlich nicht mehr alleine raus.

Bei euren vielen Ehejahren könnte - ..... wenn er das will und bereit dafür ist - eine Eheberatung helfen. Aber ich glaube, die meisten Menschen sind hierfür nicht offen oder wollen die Probleme nicht beheben, weil sie sich in ihnen eingerichtet haben.

Wenn du allerdings selbst merkst, dass es keinerlei Sinn mehr macht, wird eine Trennung mit allen Konsequenzen die Folge sein.
 
Schwierig ist es ohne Frage, sich aus solchen Verhältnissen zu lösen, vor allem nach 20 Jahren. Oft ist man Beziehung bereits auf diese Art so gewöhnt, dass man denkt, das sei genau "so" normal. Das ist ja das Schlimme.

Ich kann dir sagen, trenne dich. So früh es geht. Ich sehe hier keine Rettung, da es keine typischen Beziehungsprobleme sind, nach denen klingt es jedenfalls nicht, sondern es sind Probleme in seiner Person und die wird kein Therapeut lösen, wenn er das nicht von sich aus möchte und das wird er nicht mögen. Für ihn ist dieses Machtspiel ja super.

Wenn du dich für eine Trennung entscheidest, wird er versuchen dich zu halten. Sei dir dessen bewusst. Es wird verdammt schwer, sich endgültig zu lösen.

Es wird einem Entzug gleichen. Du wirst in den ersten Tagen schwanken zwischen Erlösung und zwischen "Ich will zurück zur Droge". Und das musst du aushalten, sonst wirst du aus dem Teufelskreis nie raus kommen.
 
Ich hab nur noch Angst Fehler zu machen, die wahrscheinlich auch banal sind. Zum Beispiel heute. Ich wollte Einkaufen fahren und hab mich versehentlich ausgesperrt.

Wenn du kein Schlüsselband hast, dann wäre das vielleicht eine Idee diesen um dein Hals zu tragen oftmals, wo der Schlüssel dran ist, damit du dich nicht gleich nochmals aussperren tust. Nicht wegen deinen Mann, sondern wegen dir selbst. Warum das mit den Schlüsselband mit den Schlüssel? Dann merkst du dir das eher, dass du ihn bei dir tragen solltest, wenn du ihn fast alltäglich bei dir trägst.
Ich fühl mich nicht mehr sicher. Ständig bin ich auf Hab acht Stellung. Mach nur nichts Falsch, mach ihm alles Recht. Irgendwann war das alles mal anders. Aber nicht mehr heute.

Nimm dir nicht alles so sehr zu Herzen, offenbar hat dein Partner ein Problem mit sich selbst und lässt es an dir aus, wenn du schon vorsichtig geworden bist, so zumindestens das was man als Außenstehender dazu denken könnte. Du musst ja nicht auf alles Negative eingehen, kannst mehr bei dir bleiben im Geiste (Denn so ein Machtkampf erzeugt nur, dass du Energie verlierst) und kannst ihm eröffnen, dass er noch etwas Tolles erleben darf im Leben wenn ihn danach ist. Er darf sein Leben regeln, er darf sein Leben einen neuen Anstrich verpassen und was weiß ich.

Vielleicht gibt hier jemanden der das selbe durch hat und mir Mut zusprechen kann. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Ich möchte nur einmal im Leben ich sein.

Klar, wer ist denn schon perfekt? Und was meinst du mit "ich", dass du "ich" sein willst? Geht es dabei um Liebe, Herzlichkeit, Mitgefühl, Fröhlichkeit und solche netten Dinge?
 
Ich befürchte du hast einen üblen Gegner: dich selbst.
Lass dir dringend helfen, damit du für dich einstehen kannst.
Vermutlich reicht dir ein Mut machen hier nicht aus.
 
Finanziell abhängig von ihm bin ich nicht. Eher umgekehrt. Die meisten Kosten trage ich.
Klar wird er rumheulen.
Du hast das Geld und er kann schön seine Launen an dir auslassen.
Wer will das schon missen?
Kleine Schritte sind auch in Ordung, oder?
Ich würde in Sieben-Meilen-Stiefeln abhauen, aber es geht um dich.
In einem Moment lacht er noch und von Jetzt auf Gleich ändert sich das Alles schlagartig und er brüllt plötzlich rum. Da kommt man dann auch nicht zu ihm durch. Am Besten sitzt man das dann aus.
Ich hab nur noch Angst Fehler zu machen, die wahrscheinlich auch banal sind.
Was ein Saftsack...
Er macht dich kaputt.
Dein Selbstwertgefühl, deine Lebensfreude.
 

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