Mir ist die Zeit der Geld-Not auch noch sehr bekannt.
Meine Eltern prägten schon damals sehr oft das Sprichwort: "Den Groschen dreimal umdrehen."
Bedeutet nichts anderes, wer nur wenig Geld hatte, prüft seinen Groschen, heute Cent, besonders genau, bevor er ihn ausgab, bildlich gesprochen drehte er ihn in der Hand hin und her, um sich zu vergewissern, ob die Ausgabe wirklich notwendig ist. Das solltest du dir auch zu eigen machen.
Das „dreimal“ verstärkt diese Vorstellung und steht nicht für eine genaue Anzahl, sondern für besonders gründliches Überlegen.
Auch Kleinvieh macht Mist, achte also auch auf die Kleinigkeiten, die summieren sich oft zu einer großen Masse.
Hilfreich ist natürlich das Haushaltsbuch, lass dir überall einen Kassenzettel aushändigen und trag ihn dann sorgfältig in dein Ausgabenbuch ein.
Ebenfalls die regelmäßige Kontrolle deiner Kontoauszüge nicht vergessen!
Natürlich ist es sinnvoll, sparsam einzukaufen, ein Haushaltsbuch zu führen und auf Angebote zu achten.
Aber andererseits sollte man auch nicht zu sehr am Essen sparen, und schon gar nicht aus Sparsamkeit irgendwelche minderwertige Fertigsachen oder Brot mit jede Menge Chemiezeug zum lange haltbar machen kaufen.
Denn das schadet auf Dauer der Gesundheit, man bekommt evtl Magen- und Darmprobleme, und wird u.U. dadurch sogar weniger arbeits-und leistungsfähig...
Ich habe das mal bei einem Semesterferienjob in einem Kaufhaus-Café erlebt, in den 90er Jahren war das.
Damals gab es dort einen Küchenhelfer aus Rumänien, der mehr als die Hälfte von seinem nicht wirklich üppigen Lohn nach Hause geschickt hat, der hier in einer totalen Bruchbude gelebt, und sich von den minderwertigsten Konserven ernährt hat.
Das hatte natürlich Folgen, seine schönen dunkelbraunen Haare wurden glanzlos und schuppig, seine Gesichtsfarbe fahl und teigig, und er konnte irgendwann auch nichts Schweres mehr tragen, weil er Knochen-und Gelenkschmerzen hatte.
Naja, wir Kollegen haben dann dafür gesorgt, daß er sich von den unverkauften Resten aus der Küche bedienen durfte, vor allem vom Obst, Quark, Hühnerfleisch und Gemüse.
Das war zwar eigentlich verboten, aber in dem Fall hat auch der Café-Leiter und die Vorarbeiterin ( sonst eigentlich die Petze vom Dienst) ein Auge zugedrückt.
Denn lange hätte der Rumäne das so nicht mehr ausgehalten, und zuverlässige Küchenhilfen waren auch damals schon selten...
Aber was ich meine, man sollte besser nicht an wertvollen Lebensmitteln sparen, sondern dafür vielleicht lieber irgendwelche TV- Streamingdienste und Spiele-Apps kündigen, oder auf den einen oder anderen Klamottenkauf verzichten.
Vielleicht auch noch solche Apps wie Temu & Co löschen, damit man gar nicht erst in Versuchung kommt?
Denn die Sachen dort sind vielleicht günstiger als im Laden, aber meistens halten die nicht lange.
Dann lieber gute gebrauchte Sachen kaufen, die halten meistens sogar länger, als schlechte neuwertige Kleidung, Werkzeuge oder Küchengeräte.