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Ich verbrauche mehr Geld, als ich verdiene

Ich denke, das ist auch ein Problem der Hygienestandarts. Lebensmittel verkaufen ist ein bürokratischer Aufwand.
Bei Bauernmärkten usw sollen andere Regeln gelten. Wegen der Kekse, das ist ein illegales Geschäft, andere zahlen brav Steuern, halten sich wie du sagst an Hygienevorschriften, alles wird sehr aufwändig bürokratisch überwacht und da kommt eine Hausfrau daher und muss das alles nicht- das muss man einsehen, dass man da aufschreit.
Aber hier in diesem Faden, etwas mehr Engagement für andere ( Mama, Papa? Cousinchen, Onkelchen...??) und dabei was zugesteckt bekommen, statt hungern, das ist doch gscheiter als Stress schieben.
 
Die Einnahmen erhöhen, löst nicht das Grundproblem.
Er gibt mehr als, als er hat.
Also müssen die Ausgaben genau geprüft werden.
 
Hast du durchgerechnet, dass du bei sparsamen Ausgaben (inkl. Rücklagenbildung für solche Fälle wie "kaputte Waschmaschine" und so) definitiv mit dem aktuellen Job und der staatlichen Unterstützung über den Monat kommen kannst, ohne an die Ersparnisse zu müssen?

Führst du Haushaltsbuch? Falls nicht, fang damit an.

Mach dir ein Budget für jede Woche, und wenn das weg ist, ist es weg und dann gibts halt nicht mehr. Vielen Leuten hilft es, das als Bargeld zu machen und z. B. das Geld in Briefumschläge einzuteilen. Am Montag nimmst du dir den Briefumschlag mit dem Geld für die Woche, und dann versuchst du, genau damit für deine Alltagseinkäufe zurecht zu kommen. Ein Blick in die Geldbörse reicht dann, und du siehst, wie viel dir noch für den Rest der Woche bleibt.

Denk über jede nicht-lebensnotwendige Ausgabe zwei Mal nach, ob das jetzt wirklich sein muss. Viele Dinge, die ich heute sehe und wo ich spontan Kauflust verspüre, interessieren mich schon morgen nicht mehr, sobald ich eine Nacht drüber geschlafen habe. Dieses "eine Nacht drüber schlafen" ist bei finanziellen Entscheidungen besonders wichtig, finde ich.
Das Problem ist, ich kaufe zu viel bei REW... ein, statt bei den günstigen LID....
 
Mir ist die Zeit der Geld-Not auch noch sehr bekannt.
Meine Eltern prägten schon damals sehr oft das Sprichwort: "Den Groschen dreimal umdrehen."
Bedeutet nichts anderes, wer nur wenig Geld hatte, prüft seinen Groschen, heute Cent, besonders genau, bevor er ihn ausgab, bildlich gesprochen drehte er ihn in der Hand hin und her, um sich zu vergewissern, ob die Ausgabe wirklich notwendig ist. Das solltest du dir auch zu eigen machen.
Das „dreimal“ verstärkt diese Vorstellung und steht nicht für eine genaue Anzahl, sondern für besonders gründliches Überlegen.
Auch Kleinvieh macht Mist, achte also auch auf die Kleinigkeiten, die summieren sich oft zu einer großen Masse.
Hilfreich ist natürlich das Haushaltsbuch, lass dir überall einen Kassenzettel aushändigen und trag ihn dann sorgfältig in dein Ausgabenbuch ein.
Ebenfalls die regelmäßige Kontrolle deiner Kontoauszüge nicht vergessen!
Natürlich ist es sinnvoll, sparsam einzukaufen, ein Haushaltsbuch zu führen und auf Angebote zu achten.
Aber andererseits sollte man auch nicht zu sehr am Essen sparen, und schon gar nicht aus Sparsamkeit irgendwelche minderwertige Fertigsachen oder Brot mit jede Menge Chemiezeug zum lange haltbar machen kaufen.
Denn das schadet auf Dauer der Gesundheit, man bekommt evtl Magen- und Darmprobleme, und wird u.U. dadurch sogar weniger arbeits-und leistungsfähig...

Ich habe das mal bei einem Semesterferienjob in einem Kaufhaus-Café erlebt, in den 90er Jahren war das.
Damals gab es dort einen Küchenhelfer aus Rumänien, der mehr als die Hälfte von seinem nicht wirklich üppigen Lohn nach Hause geschickt hat, der hier in einer totalen Bruchbude gelebt, und sich von den minderwertigsten Konserven ernährt hat.
Das hatte natürlich Folgen, seine schönen dunkelbraunen Haare wurden glanzlos und schuppig, seine Gesichtsfarbe fahl und teigig, und er konnte irgendwann auch nichts Schweres mehr tragen, weil er Knochen-und Gelenkschmerzen hatte.
Naja, wir Kollegen haben dann dafür gesorgt, daß er sich von den unverkauften Resten aus der Küche bedienen durfte, vor allem vom Obst, Quark, Hühnerfleisch und Gemüse.
Das war zwar eigentlich verboten, aber in dem Fall hat auch der Café-Leiter und die Vorarbeiterin ( sonst eigentlich die Petze vom Dienst) ein Auge zugedrückt.
Denn lange hätte der Rumäne das so nicht mehr ausgehalten, und zuverlässige Küchenhilfen waren auch damals schon selten...

Aber was ich meine, man sollte besser nicht an wertvollen Lebensmitteln sparen, sondern dafür vielleicht lieber irgendwelche TV- Streamingdienste und Spiele-Apps kündigen, oder auf den einen oder anderen Klamottenkauf verzichten.

Vielleicht auch noch solche Apps wie Temu & Co löschen, damit man gar nicht erst in Versuchung kommt?
Denn die Sachen dort sind vielleicht günstiger als im Laden, aber meistens halten die nicht lange.
Dann lieber gute gebrauchte Sachen kaufen, die halten meistens sogar länger, als schlechte neuwertige Kleidung, Werkzeuge oder Küchengeräte.
 
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