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Ich komme mit der heutigen Gesellschaft nicht klar

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Werksbusse wären denkbar, bezahlbarer Wohnraum, der von Unternehmen bereitgestellt wird.
Wollen müssten die halt. Oder zum Wollen gebracht werden.
Das wiederum ist auch nicht so einfach.

Die Vorteile der gegenüber der ortsüblichen günstigeren Firmenwohnung und der Fahrtkosten des Werksverkehrs bezahlt der Arbeitnehmer dann wieder - als geldwerten Vorteil, der auf den Lohn draufgerechnet wird.

Und die Firma, die die günstigen Wohnungen anbietet, kann nicht alle ihre Kosten absetzen, wenn sie zu billig - im Verhältnis zur ortsüblichen Miete vermietet.
 
Ich auch nicht. Ja, ich weiß: Hängen an der Vegangenheit. Aber diese Hektik und Beziehungslosigkeit der heutigen Zeit, die gabs einfach früher nicht. Und es macht mich traurig, dass es so gekommen ist.
Ich erlebe es nicht, dass es heute zu hektisch ist und eine Beziehungslosigkeit auch nicht.

Dass natürlich nicht jeder immer Zeit hat ist klar. Die anderen haben ja auch noch ein eigenes Leben.
 
Vielleicht war es früher tatsächlich entschleunigt. Ich erinnere mich noch an Tante-Emma-Läden oder den einzigen Supermarkt am Ort, wo man ein Schwätzchen mit den Nachbarn hielt. Heute fährt man zum großen Einkaufszentrum und erledigt hektisch seine Einkäufe. Ja, und? Eventuell spart man dadurch.

Ich finde es gut, dass ich jederzeit schnell Informationen bekomme und nicht auf die Zeitung am nächsten Tag warten muss. Daher finde ich auch das Internet völlig unerlässlich. Man muss keine Müll anschauen. Ich hänge nicht stundenlang vor youtube-filmchen rum und vergammle Lebenszeit.
 
Das mit den Informationen stimmt. Früher musste man wegen jeden Sachbuch zur Bücherei in die Stadt fahren. Heute kann man viel im Internet nachschlagen.

Und ja - heute haben wir keinen Tante Emma-Laden mehr, sondern auch einen Supermarkt im Dorf.

Aber eben nur einen, was bedeutet, dass man dort auch das halbe Dorf trifft und meistens ewige Schwätzchen hält und viel Zeit einplanen kann für den Einkauf, weil es ziemlich sicher ist, dass es beim reinen Einkauf nicht bleibt.
 
Ja, aber die riesigen Einkaufszentren haben ja auch ihr gutes. Wenn ich da einmal die Woche meinen Einkauf mache, noch ein Geschenk finde, da auch gleich esse und eventuell noch was neues zum Anziehen kaufe, dann spart das eben Zeit als früher die ewig langen Einkaufswege in der Innenstadt. Man hat dann Zeit für anderes. Natürlich ist es etwas unpersönlicher. Obwohl, man hält dann schon mal einen Schwatz mit den Verkäuferinnen, so als Stammkundin.
 
Die früheren kleinen Geschäfte mit den persönlichen Bekanntschaften konnten übrigens auch nachteilig empfunden werden. Ich erinnere mich an merkwürdige Befindlichkeiten in meiner Kindheit, die einem wohl in einem großen Supermarkt oder einem Shoppingcenter nicht passieren würden:

In unserem Städtchen gab es beispielsweise jeweils zwei kleine, privat geführte Geschäfte für Bekleidung bzw. für Elektrogeräte. Diese Geschäfte standen gewissermaßen in Konkurrenz zueinander, und meine Mutter hatte damals oft Schwierigkeiten, beim Einkaufen von Kleidung bzw. von Elektroartikeln sich für ein Geschäft zu entscheiden, ohne den Besitzer des anderen Geschäfts zu kränken. Manchmal haben wir ein Produkt einfach nur deswegen im Laden 2 gekauft, um sozusagen einen Ausgleich für einen vorherigen Einkauf im Laden 1 herzustellen. Außerdem haben wir unsere Einkäufe meistens möglichst heimlich nach Hause gebracht, damit es vom Besitzer des anderen Ladens nicht beobachtet werden konnte, der dann womöglich deswegen gekränkt gewesen wäre.

Ich weiß nicht, ob meine Mutter diesbezüglich ein wenig paranoid gewesen war. Vielleicht war es den Händlern in Wirklichkeit egal gewesen, und meine Mutter hatte sich das nur so eingeredet. Jedenfalls hat die damalige soziale Kontrolle nicht nur angenehme Seiten gehabt und mir war das damals immer unangenehm gewesen.
 
Ich auch nicht. Ja, ich weiß: Hängen an der Vegangenheit. Aber diese Hektik und Beziehungslosigkeit der heutigen Zeit, die gabs einfach früher nicht. Und es macht mich traurig, dass es so gekommen ist.

Früher stand man dafür viel mehr unter sozialem Druck und Kontrolle. Längst nicht jede "Beziehung" früherer Zeiten war von denjenigen erwünscht, man mußte halt, weil es die Verwandtschaft war und man die nicht in Verlegenheit bringen wollte.

Frauen waren eh früher ziemlich unfrei, bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhundert hinein war der Ehemann in (Familien)finanziellen Dingen praktisch ihr rechtlicher Vormund, bis in die 70er Jahre hinein konnte er ihr eine Berufstätigkeit verbieten (lassen), wenn (angeblich) das Familien- und Eheleben darunter litten (und rate mal, wer dafür die ganzen Belastungen an der Backe hatte!) ... war das etwa besser so, im Vergleich zu heute?
 
Früher stand man dafür viel mehr unter sozialem Druck und Kontrolle. Längst nicht jede "Beziehung" früherer Zeiten war von denjenigen erwünscht, man mußte halt, weil es die Verwandtschaft war und man die nicht in Verlegenheit bringen wollte.

Frauen waren eh früher ziemlich unfrei, bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhundert hinein war der Ehemann in (Familien)finanziellen Dingen praktisch ihr rechtlicher Vormund, bis in die 70er Jahre hinein konnte er ihr eine Berufstätigkeit verbieten (lassen), wenn (angeblich) das Familien- und Eheleben darunter litten (und rate mal, wer dafür die ganzen Belastungen an der Backe hatte!) ... war das etwa besser so, im Vergleich zu heute?

Vergiss dabei eine Sache nicht. Er hatte einen Freibrief seine Frau zu vergewaltigen wie er lustig war.
Das ist erst seid 20 Jahren strafbar. Nur mal als Vergleich, das N64 ist älter als das Verbot seine Frau zu vergewaltigen.
 
Soweit ich weiß, durften unverheiratete Paare früher nicht gemeinsam ein Hotelzimmer beziehen. Meine Mutter hatte mir mal davon erzählt, dass sie und mein Vater schon vor der Hochzeit gemeinsam verreist waren und beim Beziehen eines gemeinsamen Zimmer in einer Frühstückspension sehr aufpassen mussten, dass sie nicht hingehängt wurden. Und Homosexualität war sowieso strafbar und konnte mit Gefängnis bestraft werden.
 
Vergiss dabei eine Sache nicht. Er hatte einen Freibrief seine Frau zu vergewaltigen wie er lustig war.
Das ist erst seid 20 Jahren strafbar. Nur mal als Vergleich, das N64 ist älter als das Verbot seine Frau zu vergewaltigen.

Hätte ich auch noch dazu erwähnen können. Oder Scheidungsverbote in manchen Ländern wie Irland, wo man für einen mal gemachten Fehler, nämlich sich den falschen Partner zu wählen - Liebe macht bekanntlich blind und setzt den gesunden Menschenverstand außer Gefecht - für den Rest seines Lebens zahlen muß, indem man in einer längst nicht mehr positiv empfundenen Ehe bleiben muß "bis daß der Tod einen scheidet". :mad:
Als für Frauen in Sachen Berufstätigkeit die Möglichkeiten noch nicht so rosig waren wie heute, war selbst bei erlaubter Scheidung der finanzielle Absturz in die Armut vorprogrammiert.
 
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