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Ich kann nicht mehr ...

Liebe Jule

Ich habe mich lange aus Deinem Thread herausgehalten und werde es auch weiterhin machen. Für mich kündigte sich eine weitere Runde an, und ich sah keinen Sinn darin, mich daran zu beteiligen, und sehe es auch weiterhin nicht.

Alles, Jule, was sich bei Dir abspielt, findet nur in Dir statt. Er hat den Raum, den Du ihm gibts. Ob er den für sich nutzt, oder zufällig Seiten bei Dir anspricht, auf die Du reagierst, ist belanglos. Solange Du abends zuhause sitzt, und auf eine Nachricht von ihm wartest, wird er immer Einfluss nehmen, egal, wie er sich verhält. Auch, wenn er sich gar nicht melden sollte. Es ist ganz alleine Deine Entscheidung, das so zu machen. Dieses ganze "aber er hat" ist wertlos. Du bist kein kleines Kind mehr. Du machst genau das, was Du willst.

Du brauchst nur einen Schlußstrich zu ziehen. Und das bei Dir. Ich will das nicht länger so machen. Ich unternehme etwas dagegen. Und aufrichtig, ohne wenn und aber. Ansonsten kann das ewig so weitergehen. Es ist ganz alleine Deine Entscheidung. Auf die hat er keinen Einfluß, wenn Du sie triffst.

Ich habe mich manchmal gefragt, warum Du nicht schon lange einen Therapeuten hast. Denn auch das ist alleine Deine Entscheidung. Und auch da glaube ich, dass Du einfach nicht willst. Ein guter Therapeut würde Dich klar mit Deiner Situation konfrontieren und Dich fordern. Das scheint nicht in Deinem Interesse zu liegen. Du bewegst Dich lieber weiter in der Situation, die Du seit langer Zeit hast.

Und von Ankündigungen eines "endgültigen Endes" solltest Du Abstand nehmen. Solange Du es nicht durchziehst, ist es Teil Deines eigenen Spieles. Das ist wie die Ehefrau, die immer wieder mit dem Auszug droht, es aber nie macht. Es ist zwar etwas leichter, sich aus einer Beziehung herauszuziehen, wenn man selbst die Entscheidung trifft. Aber es geht um die Entscheidung und nicht um das, was man sagt. Und die willst Du einfach nicht treffen.

Günter
 
Hallo Günther,

also du hast das super geschrieben muss ich dir ehrlich sagen. Weil ich aber ein ähnlich gelagerter Fall bin wie Jule möchte ich mich kurz hier einmischen.

Eine Entscheidung treffen ist eine Sache, mit den Folgen der Entscheidung leben zu müssen und auch zu können ist leider wieder eine ganz andere Sache. Auch die Entscheidung sozusagen auf Probe zu treffen kann für manch einen schon ganz schön schwierig sein.

Deine Worte helfen jedenfalls ein bisschen eine klarere Sicht zu bekommen und vielleicht fällt dann die Entscheidung leichter. Hoffe Jule hilft es auch.

Lieben Gruß
Marokko
 
Lieber Günther, liebe Marokko, liebe Jule,

Eine Entscheidung treffen ist eine Sache, mit den Folgen der Entscheidung leben zu müssen und auch zu können ist leider wieder eine ganz andere Sache. Auch die Entscheidung sozusagen auf Probe zu treffen kann für manch einen schon ganz schön schwierig sein.

Genau so seh ich das auch. Ich meine, in Herzensangelegenheiten kann man zwar auch Entscheidungen treffen (mit dem Kopf), ist man jedoch im Herzen noch woanders, kann man mit dem Kopf entscheiden, was man will, wenn das Gefühl nur übermächtig genug ist, wird man es nicht durchhalten.

Meine Vermutung ist, dass es Jule seit 1 1/2 Jahren so geht.
Und es wird noch eine Weile so weiter gehen...vielleicht wird irgendwann der Schmerz so groß, dass es "bricht", vielleicht kommt ihr Freund weiter und lässt sie los...wir werden sehen, das Leben wird es zeigen.

Ich -aus meiner Erfahrung- war nie mächtig genug gegen meine Gefühle und ich wusste, ich kann es mir zwar vornehmen, aber solange meine Liebe so ist, wie sie ist, halte ich's eh nicht durch.
An einem Punkt war ich so weit unten und da hätte ich's ganz ernsthaft versucht. Bis heute allerdings weiß ich nicht, ob's mir gelungen wär, ihn zu vergessen...das war dann der Punkt, an dem er die Kehrtwende eingeleitet hat...es ist einfach so: solange man spürt, dass da bei dem anderen noch was ist, kann man einfach nicht aufgeben. So hab ich gefühlt.

Ich meine, dass es sinnvoll gewesen wäre, wenn sie ihn hätte sehen können, Auge in Auge, dann hat man hinterher eine ganz andere Klarheit, wohin die Reise gehen soll.

LG Bijoucat
 
Liebe Bijoucat

Genau so seh ich das auch. Ich meine, in Herzensangelegenheiten kann man zwar auch Entscheidungen treffen (mit dem Kopf), ist man jedoch im Herzen noch woanders, kann man mit dem Kopf entscheiden, was man will, wenn das Gefühl nur übermächtig genug ist, wird man es nicht durchhalten.
Das stimmt so nicht, Bijoucat. Man kann gegen die meisten Gefühle mit dem Kopf angehen. Und das müssen fast alle Menschen in ihrem Leben irgendwann machen. Ob sie von einer Gewohnheit oder Sucht abkommen müssen, ein geliebter Mensch stirbt, sie Gewaltopfer werden, sie finanziell ruiniert sind, ihre Kinder das Haus verlassen. Oder vielleicht auch einfach nur alt werden.

Der Kopf kann die Sichtweise verändern. So könnte Jule sich fragen, warum sie sich an diesem einen von milliarden Männern festgebissen hat. Ob sie wirklich diesen einen Menschen meint, oder ob es die Situation ist, die ihre Gefühle aufkommen läßt.

Und der Kopf kann entscheiden, das Leben anders zu gestalten. Jule könnte sich entscheiden, diesen Menschen aus ihrem Leben auszuschließen. Und erst einmal nur die Situation auszuhalten, dass es ihn nicht mehr gibt. Zuerst einmal nur Ersatzhandlungen ausführen, Monat für Monat, bis es irgendwann selbstverständlich ist, dass er nicht mehr Teil ihres Lebens ist.

Ich meine, dass es sinnvoll gewesen wäre, wenn sie ihn hätte sehen können, Auge in Auge, dann hat man hinterher eine ganz andere Klarheit, wohin die Reise gehen soll.
Das kann gut gehen. Vielleicht wäre sie ernüchtert worden, wenn sie ihm begegnet wäre. Er scheint in ihrer Phantasie zu einem allgegenwärtigen allmächtigen Geist mutiert zu sein, dem sie täglich huldigt.

Es kann aber auch nach hinten losgehen. Das ist Jule ja nicht zum ersten Mal passiert. Jule erlebt diese intensiven Gefühle, wenn sich ein Mann ihr entzieht. Damit kommt sie nicht zurecht. Wenn ein Mann sich für Jule interessiert, wenn die Situation ausgewogen ist, oder er sich sogar um sie bemüht, hat sie diese Gefühle nicht. Sobald dieser Mann wieder 400 Kilometer weit entfernt gewesen wäre, und kein großes Interesse gezeigt hätte, würde sie Gefahr laufen, dasselbe Spiel zu wiederholen.

Für Jule bedeutet große Liebe, dass ihr die Aufmerksamkeit entzogen wird. Dass sie bereit ist, endlos zu warten, bis sie die Aufmerksamkeit zurück bekommt. Das wird sie irgendwann in ihrer Kindheit gelernt haben. Ein Spiel um Aufmerksamkeit, das warten auf Aufmerksamkeit. Wie das zustande gekommen ist, weiß ich nicht. Vielleicht war ihr Vater häufiger über längere Zeit abwesend, war Fernfahrer, oder viel auf Reisen. Vielleicht hatte er phasenweise das Interesse an ihr verloren. Vielleicht sogar irgendwann für immer. Vielleicht war es auch viel subtiler. Und jedesmal, wenn sie in eine derartige Situation kommt, spielen ihre Gefühle verrückt und sie empfindet es als große Liebe. Das kann ihr immer wieder passieren.

Günter
 
Lieber Günther,

finde die Diskussion recht "akademisch", aber interessant 😉

Man kann gegen die meisten Gefühle mit dem Kopf angehen. Und das müssen fast alle Menschen in ihrem Leben irgendwann machen. Ob sie von einer Gewohnheit oder Sucht abkommen müssen, ein geliebter Mensch stirbt, sie Gewaltopfer werden, sie finanziell ruiniert sind, ihre Kinder das Haus verlassen. Oder vielleicht auch einfach nur alt werden.

Klar, aber wie schon gesagt, es hängt für mich sehr von der Stärke der Gefühle ab. Ich glaube, es gibt Fälle, in denen "head over heart" nicht siegt oder es Jahre über Jahre dauert.

Der Kopf kann die Sichtweise verändern. So könnte Jule sich fragen, warum sie sich an diesem einen von milliarden Männern festgebissen hat. Ob sie wirklich diesen einen Menschen meint, oder ob es die Situation ist, die ihre Gefühle aufkommen läßt.

Ja, das könnte Inhalt einer Therapie sein.

Und der Kopf kann entscheiden, das Leben anders zu gestalten. Jule könnte sich entscheiden, diesen Menschen aus ihrem Leben auszuschließen. Und erst einmal nur die Situation auszuhalten, dass es ihn nicht mehr gibt. Zuerst einmal nur Ersatzhandlungen ausführen, Monat für Monat, bis es irgendwann selbstverständlich ist, dass er nicht mehr Teil ihres Lebens ist.

Ja, wenn man WILL. In aller Regel will man erst dann, wenn die Schmerzen als schlimmer empfunden werden als die freudigen Momente und die Hoffnung, die es auch immer wieder gibt, nicht wahr? Ich spekuliere mal, dass Jule da noch nicht ist...nur so ein Gefühl, denn vieles, was sie so schreibt, kenn ich von mir und da war ich auch noch nicht so weit. Es ist ein ständiger Widerstreit zwischen Kopf und Herz.


Er scheint in ihrer Phantasie zu einem allgegenwärtigen allmächtigen Geist mutiert zu sein, dem sie täglich huldigt.

Das finde ich zu viel...er mag Züge eines Phantoms angenommen haben, auch durch die große räumliche Entfernung, aber sie haben immerhin schon wieder telefoniert, ganz so geisterhaft ist er dann doch wieder nicht 😉

Jule erlebt diese intensiven Gefühle, wenn sich ein Mann ihr entzieht. Damit kommt sie nicht zurecht. Wenn ein Mann sich für Jule interessiert, wenn die Situation ausgewogen ist, oder er sich sogar um sie bemüht, hat sie diese Gefühle nicht.

Wenn sich jemand rar macht, passiert das sowieso...bei fast allen Menschen würde ich meinen. Ist das denn so unnormal? Würde ich nicht so stark psychologisieren.
Es ist nicht "ein" Mann, ich denke es ist "der" Mann für sie, oder? Egal, ob er's praktisch erfüllen könnte oder nicht...
Die Beziehung (so war's bei uns auch) bewegt sich auf einer hochdramatischen, zugespitzten und eingezwängten Ebene. Das führt auch zu diesen übertriebenen wüsten Reaktionen auf beiden Seiten, je nach Temperament. Das würde sich bei einer größeren Sicherheit beruhigen, nehme ich an.
Bei uns wandert die Beziehung nämlich grad auf eine "realistische Ebene" - so nennt's mein Therapeut. Wenn Jule mit ihm wieder zusammen wäre, egal, ob er schon ausgezogen ist, sobald er die Entscheidung für sie getroffen hätte, würde die Entspannung einsetzen, der festen Überzeugung bin ich. Solange weiter alles offen ist, bleibt's so aufgeheizt.

Für Jule bedeutet große Liebe, dass ihr die Aufmerksamkeit entzogen wird. Dass sie bereit ist, endlos zu warten, bis sie die Aufmerksamkeit zurück bekommt. Das wird sie irgendwann in ihrer Kindheit gelernt haben. Ein Spiel um Aufmerksamkeit, das warten auf Aufmerksamkeit. Wie das zustande gekommen ist, weiß ich nicht. Vielleicht war ihr Vater häufiger über längere Zeit abwesend, war Fernfahrer, oder viel auf Reisen. Vielleicht hatte er phasenweise das Interesse an ihr verloren. Vielleicht sogar irgendwann für immer. Vielleicht war es auch viel subtiler. Und jedesmal, wenn sie in eine derartige Situation kommt, spielen ihre Gefühle verrückt und sie empfindet es als große Liebe. Das kann ihr immer wieder passieren.

Ganz schön spekulativ, Günther...ist mir zu psychologisierend...ist vielleicht was dran, aber auch hier: Aufmerksamkeit ist was Wunderschönes. Das möchte jeder und schon sowieso von dem Menschen, den man liebt.

LG Bijoucat 🙂
 
Das finde ich zu viel...er mag Züge eines Phantoms angenommen haben, auch durch die große räumliche Entfernung, aber sie haben immerhin schon wieder telefoniert, ganz so geisterhaft ist er dann doch wieder nicht 😉
Du würdest ein Telefonat also eher als funktionierende Partnerschaft bezeichnen?

Ganz schön spekulativ, Günther...ist mir zu psychologisierend...ist vielleicht was dran, aber auch hier: Aufmerksamkeit ist was Wunderschönes. Das möchte jeder und schon sowieso von dem Menschen, den man liebt.
Das war spekulativ, ich kenne schließlich Jules Vergangenheit nicht.

Aber Jule bezeichnet es nicht als große Liebe, wenn sie Aufmerksamkeit bekommt. Für Jule wird es dann zur großen Liebe, wenn sie die Aufmerksamkeit nicht mehr bekommt. Und erst dann beißt sie sich fest.

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
auch wenn ich mich jetzt gar nicht mehr zu Wort gemeldet habe weil meine Texte immer zusammengedrückt werden und ich dringend einen neuen PC brauche, muss auch ich jetzt mal wieder einen Ton hierzu sagen.

1.Ich finde auch Günther´s Aussagen zu "theoretisch" und zu "pädagogisch"- dennoch steckt in seinen Äußerungen viel, viel Wahrheit - so sehe ich es zumindestens auch! Dieses nach "Aufmerksamkeit heischen" hat eben auch bei mir exakt die von ihm erwähnten Wurzeln!!! Mein Vater verstand es mich irgendwie ganz subtil niederzumachen, ODER- eben auch recht direkt......
Mein Freund wurde neulich recht emotional, sagte, dass ich gut aussehen würde, und dieses "ein wunder Punkt" für ihn wäre nund dass ich mir eines klar machen kann - wenn auch ich mich irgendwie für einen anderen Mann interessieren WÜRDE irgendwann (ich treue Seele!), dann würde er sofort das Feld räumen, auf diese Konkurrenzkämpfe usw... hätte er keinen Bock und dann kam "es": viele Männer würden mir ja schon extrem viel Aufmerksamzeit zollen - "und irgendwie würde ich das auch brauchen" (so seine Empfindung)
ER HAT RECHT! Weil ich um die Aufmerksamkeit meines Vaters irendwann fast "bettelte", nahm sogar ab bis zur Untergewichtigkeit um ENDLICH mal uneingeschränktes LOB von ihm zu bekommen...........
Von daher ist, glaub ich, an Günther´s Therorie auch in Jules Fall viel dran!

2.Bijoucat hat zwar Recht, dass es nicht eher "vorbei" ist, bevor man sich emotional entfernt hat - und da ist Jule noch nicht!- aber gesund ist dieser Kampf sicher nicht. "Man" muß da durch - "kann nicht aufhören- zu hoffen, zu kämpfen- bevor man SELBER SOWEIT ist, so "schrecklich" es alles ist.Ende ungewiss....... Ich finde Jule´s Leiden mittlerweile auch viel zu krass........... und ich frage mich allerdings auch : Jule, warum kümmerst du dich nicht umfassender um vernünftige psyologisch/psychotherapeutische Unterstützung??? Und ich rate dir nochmals an, bei deiner Persönlichkeitsstruktur, bzw. das was hier erkennbar wird: Such dir eine WEIBLICHE Therapeutin.

3.Bijoucat------------- ja, du hast Recht, WENN der Tag x kommt, sollte man nicht ständig auf den alten Verletzungen usw.. rumhacken, sondern einfach die Liebe leben............aber ich sag´s dir bei DIESEN Konstruktionen wie bei uns................ habe fast das Gefühl, wenn einmal die Sollbruchstelle gebrochen ist, bricht sie immer wieder..... bei mir gibt es massiv Ärger - ich schreibe es dir in einer PN.

Jule, such dir unbedingt HILFE, nicht nur das Forum hier, das wird, so denke ich, mehr als Zeit.

LG Nachtblume
 
Hallo Günter!
Danke für´s Schreiben! Deinen ersten Beitrag von gestern oder vorgestern fand ich sehr gut. Und es war sehr viel Wahre dran.

Nun aber zu dem hier ...

Das kann gut gehen. Vielleicht wäre sie ernüchtert worden, wenn sie ihm begegnet wäre. Er scheint in ihrer Phantasie zu einem allgegenwärtigen allmächtigen Geist mutiert zu sein, dem sie täglich huldigt.

Nein! Das ist nicht wahr! Ich sehe ihn schon genauso wie er ist. Er ist in meiner Phantasie nicht der perfekte Mann, er ist nicht der, der 100 proz. zu mir passt. Ich sehe ihn schon sehr real. Mit all seinen Macken und Ecken.

Und dies ...

Für Jule bedeutet große Liebe, dass ihr die Aufmerksamkeit entzogen wird. Dass sie bereit ist, endlos zu warten, bis sie die Aufmerksamkeit zurück bekommt. Das wird sie irgendwann in ihrer Kindheit gelernt haben. Ein Spiel um Aufmerksamkeit, das warten auf Aufmerksamkeit. Wie das zustande gekommen ist, weiß ich nicht. Vielleicht war ihr Vater häufiger über längere Zeit abwesend, war Fernfahrer, oder viel auf Reisen. Vielleicht hatte er phasenweise das Interesse an ihr verloren. Vielleicht sogar irgendwann für immer. Vielleicht war es auch viel subtiler. Und jedesmal, wenn sie in eine derartige Situation kommt, spielen ihre Gefühle verrückt und sie empfindet es als große Liebe. Das kann ihr immer wieder passieren.

Ich weiß nicht woraus du das schließt!?
In einem hast du Recht, für mich ist es sehr schwierig, wenn jemand mich verläßt, plötzlich keine Aufmerksamkeit mir mehr schenkt. Da habe ich wirklich ein Problem mit.
Aber die Sache hier ist anders. Ich renne nicht 1,5 Jahre hinter jemandem her nur um vielleicht wieder ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Nein, ich verwechsel nicht Liebe mit Aufmerksamkeit die mir entzogen wird. Ganz so krass bin ich dann doch nicht ...
 
Zitat:
Zitat von Günter
Das kann gut gehen. Vielleicht wäre sie ernüchtert worden, wenn sie ihm begegnet wäre. Er scheint in ihrer Phantasie zu einem allgegenwärtigen allmächtigen Geist mutiert zu sein, dem sie täglich huldigt.

Nein! Das ist nicht wahr! Ich sehe ihn schon genauso wie er ist. Er ist in meiner Phantasie nicht der perfekte Mann, er ist nicht der, der 100 proz. zu mir passt. Ich sehe ihn schon sehr real. Mit all seinen Macken und Ecken.

Nun, er lässt ja auch nicht zu, dass du ihn anders, als er wirklich ist siehst, oder?
Er stößt dich immer und immer wieder mit der Nase darauf.

Und Günter hat mit o. g. Aussage völlig recht. Du huldigst ihm, indem er ununterbrochen in deinen Gedanken präsent ist. DU räumst ihm dadurch Macht über dich ein. Egal, wie eckig und kantig er auch ist. Das Bewusstsein dessen hält dich trotzdem nicht davon ab, dich weiterhin permanent gedanklich mit ihm zu beschäftigen.
 

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