Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich hasse meine Arbeit

Mein Studiengang ist im künstlerischen Bereich (etwas, das ich schon immer tun wollte, aber mich nie getraut habe aufgrund der "Anderen") und die Chancen, danach einen Job zu finden, sind extrem gering. Was glaubt ihr, wie Eltern, Partner und Umfeld auf meine Entscheidung reagiert haben....die haben mich für verrückt erklärt und von meinem Partner musste ich mich als letzte Konsequenz sogar leider trennen, da meine Entscheidung sich nicht mit seinem von Sicherheits- und Vernunftentscheidungen geprägtem Leben vereinbaren ließ.

Aber die müssen ja auch nicht die nächsten Jahrzehnte MEIN Leben leben! Das muss nur ich, obs mir passt oder nicht. Deshalb darf bei so wichtigen Entscheidungen auch nur einer das letzte Wort haben: ICH 😀

Oh krass, wie bei mir - nur dass mein Freund MICH verlassen hat und nicht ich ihn. Dass manche so ein krasses Bedürfnis nach vermeintlicher Sicherheit haben..... hach.
 
Hallo,
mit 25 kannst du schon noch darüber nachdenken, was Neues anzufangen. Denn ich glaube nicht, dass du es noch lange bei einer solchen Chefin aushalten wirst. Denn das geht mit der Zeit sehr auf die Psyche. Deshalb würde ich dir raten, entweder woanders im selben Beruf anzufangen oder ein Studium zu beginnen, was dir natürlich Spaß machen sollte.
Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück für die Zukunft.

Gruß Ulrike
 
Ich greif den Fred hier einfach mal auf:

Da sitze ich wieder. Freitag Morgen. Das Wetter draußen könnte besser nicht sein, die Sonne strahlt hell durch mein Fenster und erwärmt den daliegenden Morgen. Das Wochenende liegt vor mir. Und genau da liegt der Fehler. Die Sonne scheint DRAUßEN, hier im Büro alles trist, grau, kalt. Eine aufgedunsene & gekünstelte Atmosphäre, GIFT für jeden Menschen...aber notweniges Übel. Oder doch nicht?

Ich bin 27 Jahre alt, blicke zurück auf 2 abgeschlossene Berufsausbildungen. "Stehe" seit ca. 11 Jahren im Berufsleben, habe keine Geldsorgen, noch gesundheitliche Probleme (zumindest keine körperlichen) und bin einfach fertig damit. Ich sitze hier zwischen "Machern", die sich als der Nabel der Welt betrachten, Gewinnmaximierung, Kostenreduzierung, Zufriedenstellen der Kundenwünsche. Fu** IT! 3000,00 brutto (von denen ich träume) als Kompensation bzw. "eigenes Schluterklopfen"...für was frage ich mich?

Wieso nicht dem Staat auf der Tasche liegen, Was tut der Staat denn für mich? Wieso nicht einfach quitten und diese ganze S**** hinter mir lassen? Wohl aus Pflichtbewusstsein der engen Bindung meiner Mom gegenüber...("Hauptsache der Junge geht einem geregelten Tagesablauf nach"). Mittlerweile handle ich nur noch nach dem Motto: "Macht kaputt was euch kaputt macht." Will es keiner sehen wie ich mich hier verhalte? Sieht keiner wie mein Kopf nach unten geht wenn ich morgens in der Tür stehe? Mein negatives Verhalten den -ach-so-wichtigen- Kunden gegenüber? Dass ich meinen Kollegen die sprichwörtliche PEST an den Hals wünsche? Meine Scheissegal-Einstellung an jedem Tag? Mein bewusstes Sabotieren von Aufträgen....?

Kündigen? Eine Option...nur dann? Der nächste Job (sofern die Bewerbungen fruchten), der nächste Abfuck wartet um die Ecke. Was hat mich damals geritten diesen Weg einzuschlagen...ich weiß es nicht. Privatleben, Haus, Kind, Hobbys als Ausgleich? Dass ich nicht lache. Leere an jedem Abend. Sport ausprobiert und zwar in jede Richtung. Nichts. Mit den wenigen Freunden die mir noch geblieben sind in die Kneipe? Versucht aber ohne Wirkung. Frauen? Ein abgerodetes Feld ohne positive Aussichten. Nur jeden Tag das Bestehen in einer Leistungsgesellschaft für die ich nicht geschaffen bin. Herzlichen Glückwunsch und willkommen in meinem Leben.
 
AW: Ich hasse meine Arbeit ich könnt sterben

Heeey ihr alle ich kann euch alle verstehen ich bin maler und
öfters denke ich mir das ich alles hin schmeiße aber ich fang mich immer wider weil ich die lehre nicht aufgeben wiel es ist aber drozdem S****
weil die arbeiter mich manchmal so fertig machen das es nicht mehr
auszuhalten ist ich hoffe immer wider das es ein guter tag wird aber das kommt sehr oft nicht LEIDER vor.
 
Es ist traurig zu lesen, dass so viele junge Menschen schon ihre Arbeit hassen. Wenn man jung ist, träumt man ja von den tollsten Berufen und denkt, wenn ich erst mal mit der Schule fertig bin...aber eigentlich wünscht man sich diese Zeit dann doch wieder.

Ich habe ein abgeschlossenes Studium, fand danach aber keine Arbeitsstelle und wurde Praktikant in einer Personalvermittlung. Jap, da arbeitet man mit Menschen, die sich auch neue Jobs wünschen. Bei ihnen spielt aber meist das Gehalt eine Rolle, sind eben Führungskräfte. Anfangs fand ich die Arbeit sehr interessant, auch wenn es ziemliche Ausbeutung war, da der Laden sich fast ausschließlich Praktikanten hält (Sklaverei gibt es auch heute noch). Nach fast zehn Monaten Praktikum habe ich dann eine Festanstellung bekommen. War ein Fehler...Insgesamt ist es so, dass sich alle Kollegen in dem Laden nicht wohl fühlen und sich nach anderen Arbeitsplätzen umsehen (Der Chef ist ein ziemlicher Dr. Jekyll, mal so, mal so). Anfänglich war es erträglich, aber dann gab es Umstrukturierungen, ich wurde aus meinem Team raus gerissen und bekam eine Fremde vor die Nase gesetzt. Diese Kollegin ist sehr aufbrausend und zickig, sie fühlt sich durch alles angegriffen. Inzwischen hasse ich sie regelrecht, was mir auch schon wieder leid ut, weil ich sie auch schon nett gesehen habe. Dennoch könnte ich kotzen, wenn ich ihr Gesicht sehe. Wirklich reden mag ich auch nicht mit ihr, nur halt, was sein muss. Passt ihr nicht und sie wird in nächster Zeit zum Chef rennen. Irgendwie hoffe ich, dass er mich kündigt. Leider habe ich mich auf dem Arbeitsmarkt umgesehen und noch nichts passendes gefunden. Es ist wohl Ironie in einer Personalvermittlung zu arbeiten und keine geeignete Stelle für sich zu finden.

Daher kann ich gut verstehen, dass man Angst vor einem Neuanfang hat. Dazu kommt, dass eben viele Stellen nur noch über Personalfirmen laufen, bei vielen muss man als Bewerber auch noch etwas bezahlen. Ich habe auch schon überlegt mir einfach mal richtig weh zu tun, um Zeit zu gewinnen. Wenn man morgens aufwacht und denkt: "S****, schon wieder Tag", ist das auf Dauer echt unschön.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben