Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

ich hasse mein inneres kind

Also sexsüchtig....die Abhängigkeit als Ersatz für die fehlende Liebe und den Mißbrauch in der Kindheit .....dann laß mich Dir mal eine Frage stellen

macht Sex Dir Spaß ?

Dann laß mich eine zweite Frage stellen , denkst Du es macht Dir keinen Spaß mehr, wenn Du es machst, weil es Dir Spaß macht, aber es nicht mehr machst, weil Du was aus der Vergangenheit kompensierst ( denn der Grund fällt ja nach Aufarbeitung Deiner Meinung nach weg )

Also emotionale Nähe ...die Abhängigkeit , weil Du ersatzweise die fehlende Liebe aus der Kindheit kompensierst.

Aber was bitte ist jetzt schadhaft oder ungesund an emotionaler Nähe für einen Menschen, der Liebe bekommen hat und feststellte , das sie ihm guttut und deshalb weiterhin Liebe erfahren will ? Nichts ?

Was sollte dann schadhaft oder ungesund an emotionaler Nähe und Liebe ohne Abhängigkeit sein, sondern aus dem "Liebe gerne haben wollen" Moment heraus , weil sie Dir gut tut ?

Denn die Kompensation des Liebesmangels, als Ursache für die Abhängigkeit, fiele ja nach Aufarbeitung weg Deiner Meinung nach ...

Das würde bedeuten Du hast gerne Sex weil er Dir Spaß macht und hast gerne emotionale Nähe weil sie Dir gut tut und gibst und erfährst Liebe, weil Du sie gerne empfindest und anderen das Gefühl gerne vermittelst ....

die Verbindung ist dann keine Abhängigkeit weil unfreiwillig , sondern eine Verbindung die Du freiwlillig eingehst, weil es Dir gut tut verbunden zu sein .....

Daran ist doch nichts negatives ... sondern letztendlich nur positives , Menschen die Du kennenlernst gehören dann ja auch irgendwann zu Deinem Umfeld , wenn sie Dich lieben und Du sie liebst und Menschen mit denen Du Sex haben wirst genauso .....

woher kommt die Konklusion , daß das wegbrechen könnte, wenn Du es nicht weggbrechen lassen willst ?
 
jemand, der missbraucht wurde, läuft unter umständen gefahr, eine sexsucht zu entwickeln. irgendwann wird die sexsucht ja beabreitet, in dem man den auslöser sucht angeht. und folglich verliert sich ja dann auch das interesse, mit x-beliebig vielen menschen schlafen zu wollen. ihr könnt ja mal "sexsucht" sowie "das innere kind und sucht" googlen. und nein, ich habe mit niemanden geschlafen. ich hatte glück, dass ich alles gut reflektieren und zu ordnen kann.
 
Ist verständlich. Aber was könnten in Zukunft jetzt bessere Bindungsmotive sein?

Ich binde mich an einen Menschen, weil es mir dadurch in irgendeiner Weise gut oder besser geht, als ohne Bindung.

Beispiel:
Wenn A und B gemeinsam eine Partnerschaft/Ehe eingehen, dann vergleiche ich das gerne mit einer gemeinsamen Wanderschaft durch das Leben. A füllt seinen Rucksack mit Brot. Kuchen und Obst, Käse und Wurst, B füllt seinen Rucksack mit Wasser und Milch und Bier. Jeder füllt in seinen Rucksack auch das , was dem anderen gefällt und schmeckt. Weil sie sich beide ergänzen, sind beide auch jeweils vom Partner abhängig. Solange das Prinzip der Fürsorge von beiden gepflegt wird, ist diese gegenseitige Abhängigkeit sinnvoll.

Gute Bindungsmotive sind in meinen Augen: Partnerschaftliche Liebe, Nächstenliebe, Fürsorge, Dankbarkeit, Einsicht in die größere Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit.
 
mich interessiert die zukunft dahergehend nicht. ich möchte gerne die menschen um mich behalten, dich ich jetzt habe.
 
Was ja mit den Motiven, mit denen du bisher Bindungen eingegangen bist, nicht funktioniert. Das hast du ja mehr als einmal ausführlich erklärt. Deswegen frage ich, was du in Zukunft anders machen kannst, um die Bindungen zu erhalten. Du brauchst für die gleichen Menschen ja jetzt neue Bindungsmotive.

Was ist zum Beispiel mit dem Anteil in dir, der die Bindungen behalten will. Warum will dieser Teil die Bindungen behalten? Vielleicht können wir den so stärken, dass das innere Kind keine Chance hat. Nur so eine Idee...
 
Zuletzt bearbeitet:
weil beispielsweise mein exfreund ein feiner mensch ist, mit dem man auch eine schöne freundschaft führen kann. wir verstehen uns praktisch blind. gerade bei ihm würde es mir das herz brechen, wenn ich ihn ganz verliere. und mit der exfreundin meines vaters verstehe ich mich auch gut. wir haben die letzten jahre viel unternommen. mit der mutter einer freundin verstehe ich mich auch gut. dann habe ich noch einen bekannten. er ist busfahrer und wir unterhalten uns immer nett. natürlich weiß ich, dass hinter all ihnen noch mutter-, vater- und wunsch nach sex steckt, aber menschen dieser art gibt man doch nicht gerne auf. und wenn sich die abhängigkeiten lösen, habe ich angst, dass ich auch keine gedanken mehr an sie "verschwende".

in was für eine dämlichen situation stecke ich nur? und mit was muss ich euch belasten? ich komme mir total blöd vor.
 
und mit was muss ich euch belasten? ich komme mir total blöd vor.

Mach dir darüber mal keine Gedanken. Dafür gibt es dieses Forum doch. 🙂 Ich für meinen Teil habe auch schon oft genug festgesessen und war dann froh, wenn ich mich mit anderen austauschen konnte. Man kann ja nicht auf alle Ideen selbst kommen, dazu ist das Leben viel zu komplex.

Zurück zum Thema:

Da haben wir ja eine Menge Motive. Ich liste mal auf:
  • Auf einer Wellenlänge sein und sich verstehen
  • Möglichkeit auf gemeinsame Unternehmungen und somit wahrscheinlich gemeinsame Interessen.
  • Gute und anregende Gespräche

Das alles schätze ich persönlich auch sehr und ich habe aus den selben Gründen Freundschaften. Zusammen ist es viel schöner, als ständig im eigenen Saft zu schmoren. Da kommt doch viel zu wenig interessanter Input.

Was ich jetzt noch nicht ganz verstehe ist, wie du das alles auf eine Sexsucht bzw. die Suche nach Elternersatz zurückführst. Ich habe selbst glücklicherweise nicht solche Erfahrungen machen müssen, wie du sie erlebt hast. Aber das, was mich an andere Menschen bindet, scheint nicht grundverschieden von dem zu sein, was du jetzt beschrieben hast. So erscheint es mir beim Lesen jedenfalls.
 
Also mal eine ganz andere Frage , hast Du schon mal den Begriff Arbeitssüchtig gehört ?

Nehmen wir mal an jemand sei arbeitssüchtig , gut dann wird der Therapeut sagen , die Arbeitssüchtigkeit schadet , deshalb muß man die Sucht sozusagen auflösen , was aber ja nicht bedeutet das der Mensch nicht mehr arbeiten darf.
Sondern er arbeitet weiterhin, aber er ist nicht mehr süchtig danach .

Nehmen wir nun einmal die Bindungssüchtigkeit , die Bindungssüchtigkeit zeichnet sich dadurch aus , das der Mensch sich nicht freiwillig bindet , sondern zwangsweise bindet. Er kann nicht anders als sich zu binden.

Da er nicht anders kann, gehen dann solche Bindungen oft in die Brüche , denn der Mensch weiß ja, daß er sich nicht freiwillig bindet, sondern weil er nicht anders kann.

Löst sich nun die Sucht auf könnte der Mensch sich nicht binden , muß er aber ja nicht , wenn er sich binden will.

So steht es dem Menschen nachher frei, sich zu binden mit wem er möchte , aber das er die Bindungen verliert, wenn er sie gerne hat , das ist ja nicht der Fall, genausowenig wie der Arbeitssüchtge nicht zum Faulenzer wird, wenn er seine Sucht überwunden hat.

Ich denke da liegt bei Dir ein Denkfehler vor , Du kannst Deinem Ex Freund den Rücken kehren , mußt Du aber ja nicht , weil Du mit ihm gerne eine gute Freundschaft hast, Du kannst der Freundin Deines Vaters den Rücken kehren , mußt Du aber nicht , weil Du gerne etwas mit ihr unternimmst , Du kannst den Busfahrer anschweigen, aber wozu , Du unterhälst Dich doch gerne mit ihm.

Aber wenn Du jemanden neues kennenlernst , dann bist Du nicht mehr gezwungen, mit dem eine Bindung einzugehen, sondern kannst frei entscheiden, ob Du das möchtest.

Nochwas , wenn ich mich belastet fühle, dann habe ich die Freiheit zu sagen , mich belastet das , ich habe die Freiheit zu entscheiden ich schreibe nicht , niemand und nichts zwingt mich.

Wenn mich etwas nicht belastet, so ist das nämlich in Deinem Fall, so antworte ich gerne und freiwillig, ich denke mir, Du solltest Dir aber darüber im Klaren sein, das ich nicht belastet bin und es Dir sagen würde , wenn es so wäre.

Also da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

Wenn man althergebrachte Wege verläßt , begibt man sich immer auf neues Terrain , auf unbekannte Wege , das bedeutet aber ja nicht, sich deshalb schämen zu müssen oder sich blöd vorzukommen, sondern bedeutet , daß man erst erfährt , wie die Wege sind , wenn man sie geht.

Wenn aber jemand vor Dir schon den Weg gegangen ist, so kann er Dir ja sagen wie der Weg ist , weil er ihn kennt und das ist doch vielleicht gar nicht mal so schlecht , weil es unbegründete Ängste nimmt .

Eine unbegründete Angst, ist die bevorstehende Bindungslosigkeit, die Du siehst, daß verlieren Dir lieber Menschen, in Deinem Umfeld, das Du befürchtest.

Ich sehe das nicht . Auch nicht, wenn Du die Sucht nach Bindung auflöst , die Abhängigkeiten nicht mehr existieren, aber das Du Dich binden mußt , das ist nicht mehr der Fall, daß Du Dich binden willst und darfst aber schon.

Du wirst sehen.
 
weil beispielsweise mein exfreund ein feiner mensch ist, mit dem man auch eine schöne freundschaft führen kann. wir verstehen uns praktisch blind. gerade bei ihm würde es mir das herz brechen, wenn ich ihn ganz verliere. und mit der exfreundin meines vaters verstehe ich mich auch gut. wir haben die letzten jahre viel unternommen. mit der mutter einer freundin verstehe ich mich auch gut. dann habe ich noch einen bekannten. er ist busfahrer und wir unterhalten uns immer nett. natürlich weiß ich, dass hinter all ihnen noch mutter-, vater- und wunsch nach sex steckt, aber menschen dieser art gibt man doch nicht gerne auf. und wenn sich die abhängigkeiten lösen, habe ich angst, dass ich auch keine gedanken mehr an sie "verschwende".

in was für eine dämlichen situation stecke ich nur? und mit was muss ich euch belasten? ich komme mir total blöd vor.


Festhalten ist die Quelle all unserer Probleme.
Da Vergänglichkeit für uns schmerzlich ist, klammern wir uns verzweifelt an die Dinge.
Wir haben Angst intensiv zu leben, weil Leben stetiges, tägliches Loslassen bedeutet.
Festhalten aber führt zu dem Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollen.
Wer einsieht, dass er seine Wirklichkeit selbst konstruiert, der ist wirklich frei.
Ein Psychisch Kranker muss seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen, um was ändern zu können.
Dieser persönliche Tiefpunkt ist sehr individuell.
Du wärst hier besser aufgehoben: Startseite - Seelenschmerz-Forum
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 3) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben