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ich hasse mein inneres kind

guten morgen an alle! dass meine interesse bzw. neigung nach der verarbeitung im vergleich zu jetzt anders ist, ist mir klar. nur anscheinend wird es nicht das alter sein, in dem mein ex steckt. und allein das ist entscheidend. wäre ich doch schon endlich in dieser sache weiter. nerviges thema.
 
Ein Auflösen deiner Süchte macht auf jeden Fall Platz für Neues. Der Sinn bestimmter Begriffe kann sich dabei grundlegend ändern. Vielleicht wird der Begriff "Alter" eines Tages eine völlig andere Bedeutung bekommen.

Für mich waren ältere Menschen früher immer Autoritäten. In meiner Wahrnehmung haben die immer über irgendein magisches "Spezialwissen" verfügt, so dass ich deren Meinungen nie anzweifeln konnte. Es war immer das schlimmste für mich, wenn ein älterer Mensch wütend auf mich wurde. Das habe ich sofort auf mich projiziert und verzweifelt nach dem Fehler gesucht, den ich vermeintlich begangen hatte. Selbstzweifel oder Irrtümer kamen in meiner Wahrnehmung bei älteren Menschen grundsätzlich nicht vor. Solche Unvollkommenheiten erschienen mir als nur für mich reserviert.

Ich habe damals viel mit inneren Dialogen gearbeitet und mich in Meditation mit den inneren Abbildern von Personen aus meinem Umfeld "unterhalten". Je länger ich das tat, desto mehr habe ich gemerkt, dass diese Abbilder mit den realen Menschen oft nicht viel zu tun hatten. Es waren Verdichtungen, die aus Missverständnissen und Überbewertungen entstanden sind, bzw. aufgrund meiner kindlichen Unfähigkeit, die Abhängigkeiten und Zwänge im Verhalten der anderen zu verstehen. Auch habe ich Vermischungen bemerkt: Ich habe meinen Eltern zum Beispiel in der Erinnerung Dinge zugeschrieben, bei denen ich später bemerkt habe, dass sie aus ganz anderen Quellen stammten.
Ein interessantes Phänomen aus dieser Zeit war auch, dass ich beim Ansprechen schwieriger Themen immer schon im Vorfeld zu wissen glaubte, wie die andere Person reagieren würden. Das war dann in der Realität so gut wie nie der Fall. Die tatsächliche Reaktion hat mich fast immer so überrascht, dass ich immer wieder zu dem Schluss kam, dass meine Vorstellung von der anderen Person unendlich lückenhaft und unvollständig sein muss.

Jedenfalls haben diese Prozesse auf die Dauer zu einer völligen Neuordnung geführt, die vorher weit jenseits meiner damaligen Vorstellungskraft gelegen haben.

Heute bin ich in der Lage, in einem alten Menschen ebenso wie in einem jungen Menschen auch seine Verlorenheit und Schutzbedürftigkeit wahrzunehmen. Hinter Wut stecken z.B. oft Hilflosigkeit und Überforderung in Verbindung mit dem Gefühl, für alles verantwortlich zu sein. Der damalige Unterschied zwischen alt und jung ist durch ein Gefühl ersetzt worden, dass wir alle im selben Boot sitzen und dieselben grundlegenden Wünsche, Ängste und Lebensthemen teilen. Ältere Menschen sind oft anders sozialisiert worden. Das kommt schon bei einer Altersdifferenz von 15-20 Jahren zum tragen. Hier finde ich es unglaublich spannend, die Unterschiede im Denken, Fühlen und Handeln zu ergründen und auf gesellschaftliche Umstände oder die individuelle Biographie zu beziehen.

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, nach oder auch schon während deiner Therapie von dir zu hören. Ich denke auch, dass jetzt tatsächlich erst einmal Geduld gefragt ist. Wenn ich eines zu erreichen hoffte, dannn dieses: Den kommenden Entwicklungsprozess mit etwas Optimismus zu belegen und ein "alternatives Ende" ohne völlige Bindungslosigkeit und vielleicht sogar mit deinem (diesem) Freund an den Horizont zu malen.
 
@tuny

derartuge verpflechtungen kenne ich auch. man sieht in menschen etwas, was gar nichts mit dem jenigen zu tun hat. ich hatte beispielsweise jahrelang mordgedanken gegen einen mann, mit dem ich mich eigentlich gut verstanden habe. heute weiß ich, dass die mordgedanken eigentlich wem anderes galten. aber wenn man nicht an sich arbeitet und ergründet, kann es gefährlich werden.

vor allem aber auch von psychosomatischen Störungen kenne ich dies. als kind hat man eh keine ahnung von psyche. aber viele psychosomatische störungen von heute hatte ich schon früher. nur heute weiß ich, dass es nichts organisches, sondern eben psychisches ist.

ich frage mich immer noch, warum mein inneres kind mit einmal etwas gegen ältere hat. eben habe ich eine älteren frau bei facebook geschrieben und das innere kind hat sich aufgeregt. ich meine mittlerweile auch, zwei Kinderstimmen zu vernehmen. eine, die dominant und offensiv ist, und eine, die leise und zurückgezogen ist.
 
ja eine verarbeitung dauert wirklich sehr lange. kommt eben immer darauf an, was man in seinem leben bzw. in der kindheit erlebt hat. zu mir meinte einmal eine therapeutin, dass ich einmal im jahr in die klinik müsste. ich war zuletzt vor einem jahr in der klinik und kann wohl diesen februar wieder rein. zwischendurch natürlich ambulante therapie, wobei noch geklärt werden muss, ob meine therapeutin zu mir passt. sie wollte eigentlich eine langzeittherapie beantragen, ist sich aber nicht sicher, ob verhaltenstherapie in meinem fall hilfreich ist. sie möchte mit ihrer entscheidung den kommenden klinikaufenthalt abwarten. also ob für sie als verhaltenstherapeutin ein ansatz gegeben ist. wenn ich ehrlich bin, weiß ich manchmal gar nicht mehr, was für mich richtig und gut ist. also meine missbrauchserfahrung/en und versuchte vergewaltigung wird im geschützten rahmen in einer Klinik bearbeitet. alles andere ambulant. aber es gibt viele formen von therapien. verhaltens-, gestalt-, tiefen- usw. ... was ist das richtige? habt ihr auch gleiche oder ähnliche erfahrungen gemacht?
 
Gast;3315324ich frage mich immer noch meinte:
Viele Menschen hören Stimmen, das heißt, sie hören ganz real gesprochene Worte, die nur sie selbst hören können.
Das muss nicht krankhaft sein.
Die Stimmen können verunsichern, viel Leid und schwere Krisen verursachen.
Nicht das Stimmenhören an sich muss das Problem sein, oft ist es die Unfähigkeit, mit den Stimmen umzugehen.
Akzeptieren Sie unterschiedlichen Erklärungsmodelle – jede Erklärung, die dabei hilft, mit den Stimmen umzugehen, ist besser als keine.
Schau mal hier rein: Netzwerk Stimmenhören e.V.
 
Viele Menschen hören Stimmen, das heißt, sie hören ganz real gesprochene Worte, die nur sie selbst hören können.
Das muss nicht krankhaft sein.
Die Stimmen können verunsichern, viel Leid und schwere Krisen verursachen.
Nicht das Stimmenhören an sich muss das Problem sein, oft ist es die Unfähigkeit, mit den Stimmen umzugehen.
Akzeptieren Sie unterschiedlichen Erklärungsmodelle – jede Erklärung, die dabei hilft, mit den Stimmen umzugehen, ist besser als keine.
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danke. ich weiß aber, dass es vom inneren kind kommt.
 

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