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Ich habe mich selbst aufgegeben.

Nimn deinen Mut zusammen und lass beim Arzt den Zustand deiner Leber, des Magens, Verdauungstrakt und Nieren prüfen. Keine Psychotherapieversuche. Und dann machst du eine Entgiftung im Krankenhaus. Mit dem Ziel, von da direkt in eine Suchtklinik verlegt zu werden.
Eine Entgiftung und anschließende Abstinenz sind nie nutzlos. Selbst bei einer Leberzirrhose hat sie moch einen gewissen Effekt. Und nur mit der Diagnose Leberzirrhose ist es vertretbar, auszugeben. Wenn auch nicht sinnvoll!
 
Ich sehe das anders. Depressive Stimmungen sind mitunder durchaus wandelbar, sonst gäbe es ja keine Form der Therapie dagegen. Ich finde aber, wir sollten die TE mal wieder zu Wort kommen lassen, denn um sie geht es ja hier.
Wenn man im Bett liegt, dann ist man ein Bettlieger. Wenn man auf dem Stuhl sitzt, dann ist man ein Stuhlsitzer. Wenn man Holz hackt, ist man ein Holzhacker. Bei uns wandelt sich alles, ständig, dauernd. Kaum stehen wir vom Bett auf, sind wir Aufgestandene, keine Liegenden mehr. Das ist eine andere Perspektive, die man dann hat.
Der Standort bestimmt den Standpunkt. Man weiß, was Depressive denken, machen, tun, sagen, überlegen. Von diesem "Ort" der Depression heißt, hat man genau solche Wahrnehmungen und der Platz, der sich Liebe nennt, der fühlt sich anders an, da spricht man anders, tut anders, macht man anders, als Depressive so machen.
Den Ort wechseln. WANDLE von hier nach dort, mit welcher Unterstützung auch immer. Dann fühlst du anders, dann gehts dir anders. Bleib NICHT in dieser Depression stecken. Such einen Arzt auf, oder eine Reha, bewege dich weg von hier, geh nach dort...
 
Eine meiner Bekannten machte eine achtwöchige Kur wegen ihrer Depressionen. Man stellte fest, dass sie kaum Muskulatur hatte, ihr Körperfettanteil war um einiges höher, als der "Fleischanteil", obwohl sie eher Normalgewicht hatte, also dick war sie nicht. Mit dem Muskelaufbau kam ihre Kraft zurück, sie fühlte sich nicht mehr so schwach und schlapp und dauernd müde, erschöpft. Seit der Reha hat sie auch ihre Ernährung kompett umgestellt und sie sagt selbst, dafür hätte sie nie von sich aus die Kraft gehabt, aber weil sie acht Wochen von daheim und zugleich von ihren üblichen Gewohnheiten weg war, war das wie ein Entzug. Kaum war sie wieder daheim, hat sie alles umgekrempelt. Ich will jetzt wieder so sein, wie früher, ich will wieder leben, hat sie mir gesagt.
 
Ok…..ich sehe schon, das war ein Fehler hier nach Hilfe zu suchen.
(...) Und noch eine auf den Deckel wegen dem Saufen brauch ich auch nicht. DAS WEISS ICH, dass ich deswegen völlig wertlos bin.
Gut, ist dieser Versuch nach Hilfe suchen auch gescheitert. War ja klar. Weiss jetzt umso besser, in welche Richtung es mich zieht.

(Edit: Achtung, Ironisch gemeint, ernste Antwort kommt später: )

Jau. Mach Dein Ding. Laß Dich nicht aufhalten. Keiner hier weiß wirklich, wie sich die Welt für Dich anfühlt und wie wenig Du selbst für Deine Misere kannst.

Warum bilden sich irgendwelche Leute ein, Dir einfach so antworten zu können, obwohl sie nicht ansatzweise wissen, wie schlecht es die Welt mit Dir meint? Die Leute wollen Dich bestimmt ärgern.

Verantwortlich für Dein Leben, Deinen Selbstwert und alles was sonst noch so schlecht ist, bist Du bestimmt nicht. Und wenn Du es bist oder wenn Dich Leute damit aufziehen, betäubst Du das Gefühl halt!

🤔 Oder?

(Trotzdem ist die Ernährung tatsächlich nur ein Faktor von vielen. Sonst würden Neurologen einfach eine Ernährungsumstellung empfehlen und das wäre es... In diesem Fall liegt es wohl weniger an der Ernährung, als an einer jahrelang unter Substanzeinfluss antrainierten Einstellung zum Leben....)

LG
Wolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwierig. Ich war ein „Unfall“ und das hat mir meine Mutter auch regelmässig (....)

Und noch eine auf den Deckel wegen dem Saufen brauch ich auch nicht. DAS WEISS ICH, dass ich deswegen völlig wertlos bin.

Ich habe mich eine Zeit lang gerne mit Obdachlosen unterhalten. Die haben sich oft als Opfer in ihrem Leben gesehen. Im Abwärtsstrudel, nach Schicksalsschlägen oder auch selbstverbockten Aktionen... Opfer ihrer selbst und/oder ihrer Lebensumstände.
Viele wiederholten gerne, wie wertlos sie seien.
Und die Kombination ist ganz fatal.

Andersrum gibt es ja wirklich z.B. kriminelle Leute, es immer wieder neu schaffen, sich zu positionieren. Selbst nach Reset auf Null, sieht man sie plötzlich wieder in einer Talkshow....

Unterschiede liegen auf emotionaler Seite maßgeblich im Selbstwergefühl und im im Selbstvertrauen.

Ich würde daher alle Register ziehen, die Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen verbessern, damit einhergehend die Resilienz gegen Mißerfolge, Rückschläge und Schicksalsschläge.

Ich habe, was das angeht, gute Erfahrungen mit Verhaltenstherapie, Sport und ZEN gemacht. Dauert Jahre, bis es richtig wirkt und Alkohol ist sicher äußerst kontroproduktiv - daher kommst Du um weitere Entzüge nicht herum. In jedem Fall wäre ein Arzt meine erste Anlaufstelle.

LG
Wolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo soll ich anfangen….?
Vor 10 Jahren hatte ich meine erste schwere depressive Episode. Im Zuge dessen wurde ich benzodiazepinabhängig (Schlaf- und Beruhigungsmittel, zB Valium) und etwa zwei Jahre später wurde ich zusätzlich alkoholabhängig.
Von da an ging mein Leben nur noch bergab. Erst starb mein (ebenfalls Suchtkranker) Partner, ich verlor meinen Führerschein (bin alkoholisiert gefahren), so gut wie all meine Freunde, mittlerweile hab ich auch meinen Job verloren. Mein aktueller Partner trinkt auch und ist oft sehr gemein zu mir, trotzdem hänge ich extrem an ihm, er ist alles, was ich habe.
Letztes Jahr war ich eine zeitlang weg von den Suchtmitteln, aber ich wurde wieder rückfällig.
Ich hatte in der Vergangenheit mehrere schwere Suizidversuche (Methoden möchte ich nicht sagen, um niemanden zu triggern oder auf „dumme“ Ideen zu bringen). Aber ich kann einfach nicht sterben. Nie war ich jemandem dankbar, der mich „gerettet“ hat.
Mittlerweile hab ich aufgegeben. Nach vielen Jahren stationärer und ambulanter Psychotherapie, alles, was die Pharmaindustrie zu bieten hat, ich habe alles versucht. Jetzt kann ich nicht mal mehr arbeiten und niemand will mit einem versoffenen Stück etwas zu tun haben. Fast jeden Abend hoffe ich, am nächsten Tag nicht mehr aufzuwachen. Ich habe das Gefühl, es wird immer nur schlimmer und nichts besser. Alles, was schief gehen kann, geht auch schief. Das ist sicher wie das Amen in der Kirche.
Danke fürs Zuhören.
Hi das hört sich schlimm an. Nimmst du Antidepressiva. Wie alt bist du denn?
 

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